Elektromobilität als kostengünstiges und umweltfreundliches Allheilmittel?

  • Da ich eh gerade über der Einkommensteuer sitze habe ich ein paar Zahlen zur Hand. 2018 bin ich 14422 km gefahren mit einem Verbrauch von 1960 kWh. 1886 kWh wurden zu Hause geladen. 57% kamen von der PV und 30 % vom Dachs. 13% mussten aus dem Netz bezogen werden. Den Strommix als Bezug zu nehmen erscheint mir nicht ganz richtig. Ich kenne keinen der elektrisch unterwegs ist und keine PV auf dem Dach hat.


    Nimmt man die belegten Zahlen, so kommt für den Vergleich mit dem E-Auto folgendes raus:


    Diesel: 6l Direktverbrauch + 1,32 l graue Energie, mal 26,5= 194 g CO2/km

    E-Fahrzeug: Mit 20 kWh/100 km und deutschen Strommix = 116 g CO2 plus "Rucksack" aus einer 40 kWh-Batterie 30 g/km, macht insgesamt 146 g CO2/km.

    Solon 8 kWp aus 2003

    Sharp 5,94 kWp aus 2004

    Iventux 3,68 kWp aus 2009

    Schott 4,53 kWp aus 2011

    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007

    Sonnen 10 kWh aus 2017


    Dachs 5,5 MSR 1 aus 2002

    Dachs 5,5 MSR2 aus 2012
    Varta 9 kWh aus 2016

    PV 3,9 kWh aus 2004

  • 2018 bin ich 14422 km gefahren mit einem Verbrauch von 1960 kWh.

    Am Ladezähler gemessen, d.h. einschließlich Ladeverlusten? Dann wäre das mit 13,6 kWh/100 km ein ganz hervorragender Wert. :thumbup:

    Mit was für nem Auto?

    Und - mit immerhin 57% PV - hast Du dafür eine spezielle Regelung, die z.B. die Ladezeiten an der Erzeugung der PV-Anlage ausrichtet?


    Aber unabhängig davon:

    Den Strommix als Bezug zu nehmen erscheint mir nicht ganz richtig. Ich kenne keinen der elektrisch unterwegs ist und keine PV auf dem Dach hat.

    Im Moment vielleicht. Aber wer beim Arbeitgeber, beim Aldi oder unterwegs lädt, tut dies in der Regel mit dem Strommix. Fast alle, die in der Stadt ein E-Auto laden (einschl. der meisten Carsharing-Fahrzeuge) tun dies auch. Und PV-Strom, der nicht ansonsten abgeregelt worden wäre, hätte - anstelle die Autobatterie zu laden - über die Netzeinspeisung wahrscheinlich beim Nachbarn Mix-Strom ersetzt.


    Am Ende des Tages muss das natürlich jeder mit seinem individuellen Fahr- und Ladeprofil selber rechnen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Da es noch nicht angesprochen wurde: Es muss nicht immer zwingend die Frage sein ob entweder E-Auto oder konventionelles Auto. Es gibt auch ganz gute Plug-In-Hybride. Ich fahre einen Toyota Prius PHV. Der kann schön langsam laden (maximal mit 3,5 kW) und wird zu 24 Prozent mit Sonnenstrom, 64 Prozent BHKW-Strom und 12 Prozent Netzstrom geladen. Morgens und abends läuft das BHKW und dazwischen scheint halt die Sonne. Nur wenn wirklich mal Schlechtwetter ist und man tagsüber nachladen muss, kommt der Netzstrom zum Zug.


    Als Denkanstoß: Warum einen PHV? Ein PHV ist günstiger als ein vergleichbares Elektroauto, das Auto hat keinen großen Akku und damit keinen großen CO2-Rucksack abzutragen und man kommt ohne das Ladechaos öffentlicher Ladestationen von Hamburg nach Stuttgart und tankt bei 160 km/h Tempomat um die 5,5 Liter Super oder bei 130 km/h ungefähr 4,5 Liter/100km. Die 90 km/h LKW-Spur-Abstandstempomatfahrer schaffen laut Spritmonitor auch 3,5 Liter/100km. Im Alltag auf der Kurzstrecke bis 50 Kilometer fährt man aber dennoch 100 Prozent elektrisch.

  • Ich hab mir mal von nem Entwicklungsingenieur sagen lassen, Plug In vereint die Nachteile aus 2 Welten. Der einzige Gewinner ist die Automobilzulieferbranche, also sein Arbeitgeber. Im vergleich zum reinen E Auto viele überflüssige bewegliche wartungsintensive Teile... Eine an die Bedürfnisse angepasste Batteriegröße bei E-Autos, und die Hybriden hätten auch im vergleich ein extrem schlechtes Leistungsgewicht...


    Aber gut, wenn das mit dem öffentlichen Verkehr besser laufen würde, bräuchten eh nur noch Handwerker, Paketdienstleister und Landeier Autos...

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • 2018 bin ich 14422 km gefahren mit einem Verbrauch von 1960 kWh.

    Am Ladezähler gemessen, d.h. einschließlich Ladeverlusten? Dann wäre das mit 13,6 kWh/100 km ein ganz hervorragender Wert. :thumbup:

    Mit was für nem Auto?

    Und - mit immerhin 57% PV - hast Du dafür eine spezielle Regelung, die z.B. die Ladezeiten an der Erzeugung der PV-Anlage ausrichtet?

    Gemesen ab Stromzähler. Ich habe einen C-Zero und meine Strecke führt über eine Landstraße bei der 70 km/h die Obergrenze ist. Alles schön eben und für ein E-Auto genial. Das Fahrzeug lade ich ohne eine Regelung und wird ständig von mir über die Sonnenapp überwacht. Wenn geladen wird, ist immer genug Sonne da oder das Bhkw läuft. Wenn es knapp wird, hänge ich das Fahrzeug ab. Ich suche aber nach einer sinnvollen Lösung um die leidige Überwachung los zu werden.


    Im Frühjahr bekomme ich den Corsa-e. Da wird das Laden ganz auf des WE verschoben. Laden unter der Woche nur, wenn Strom übrig ist. Am Wochenende wird dann vollgeladen. Soweit zur Wunschtheorie.


    Ich kenne nur Ladestationen die Ökostrom anbieten. Das ändert zwar am Strommix nicht. Aber der Anbieter muss ihn ja irgendwo herkaufen.

    Solon 8 kWp aus 2003

    Sharp 5,94 kWp aus 2004

    Iventux 3,68 kWp aus 2009

    Schott 4,53 kWp aus 2011

    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007

    Sonnen 10 kWh aus 2017


    Dachs 5,5 MSR 1 aus 2002

    Dachs 5,5 MSR2 aus 2012
    Varta 9 kWh aus 2016

    PV 3,9 kWh aus 2004

  • Die ewige Leier der "Nachteile aus zwei Welten" habe ich auch schon oft gehört. Aus der Praxis muss ich aber sagen, dass es eigentlich nur die Vorteile beider Welten sind. ;) Natürlich hat ein Plugin viele "bewegliche Teile". Na und? Die vielen beweglichen Teile sind aber offensichtlich immernoch deutlich günstiger als ein großer Akku. :D Und ja, der Verbrennungsmotor braucht Wartung und einmal pro Jahr ein paar Filter sowie Öl. Macht 40 Euro Öl und halt ein paar Filter: Werkstattrechnung der Jahreswartung waren ca. 120 Euro. Soll bei "reinen" E-Autos auch nicht günstiger sein. Von Tesla hört man um die 700 Euro.


    Das mit den Nachteilen aus zwei Welten ist eher so ein Ding, dass die E-Auto-Evangelisten "Verbrenner" als unrein betrachten und für die Vertreter der Verbrennerwelt alles mit Hochvolt Teufelszeug ist. Bei genauer Betrachtung in der Praxis lösen sich diese Stammtischparolen schnell in Wohlgefallen auf.

  • Ich hab mir mal von nem Entwicklungsingenieur sagen lassen, Plug In vereint die Nachteile aus 2 Welten. Der einzige Gewinner ist die Automobilzulieferbranche, also sein Arbeitgeber. Im vergleich zum reinen E Auto viele überflüssige bewegliche wartungsintensive Teile... Eine an die Bedürfnisse angepasste Batteriegröße bei E-Autos, und die Hybriden hätten auch im vergleich ein extrem schlechtes Leistungsgewicht...


    Aber gut, wenn das mit dem öffentlichen Verkehr besser laufen würde, bräuchten eh nur noch Handwerker, Paketdienstleister und Landeier Autos...


    Seh ich genauso. Der einzigste Vortei an einem Plug in ist die Möglichkeit einen Hänger sinnvoll zu bewegen.


    Bei Tesla ist keine Wartung vorgeschriebe. Einfach mal elektrisch testen. Es will dich keiner überreden noch bekehren.

    Solon 8 kWp aus 2003

    Sharp 5,94 kWp aus 2004

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    Sonnen 10 kWh aus 2017


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    Einmal editiert, zuletzt von nesami ()

  • Sorry, habe schon viele vollelektrische Autos gefahren und auch der Prius 4 PHV fährt 50 Kilometer vollelektrisch. Und ich habe mir bewusst kein E-Auto gekauft, weil Fernreisen wie Hamburg-Stuttgart oder Hamburg-Bonn eine Qual sind. Ladekartenchaos, defekte Säulen, lange Ladepausen - alles ausprobiert. Muss ich nicht haben, habe ich jetzt nicht und will ich nicht. ;) Dazu kommt der deutlich höhere Preis für ein vergleichbares E-Auto.


    Dass Tesla keine Wartung vorschreibt, ändert nichts an den horrenden Kosten deren Inspektionen. Von Zoes kenne ich auch Preise um 100 Euro, die ich jetzt auch beim PHV zahle. Die Wartungen mit Zündkerzenwechsel (wohl alle 60.000 Kilometer?!) sind teurer. Dürften dann vielleicht 200 Euro sein. Von den elektrischen Drilligen liest man auch Inspektionskosten von bis zu 400 Euro - in der Regel um 200. Ist also auch nicht billiger. ;)


    Einen Anhänger kann der Prius PHV genau so wenig ziehen wie eine Zoe oder ein Ioniq. Ja, es gibt Anhängekupplungen für alle diese Autos aber es ist von den Herstellern nicht vorgesehen, nicht gewünscht, dementsprechend eine schwere Geburt und die Anhängelast ist dann eher im Bereich 75 bis 750 Kilo. Die 75 Kilo sind übrigens der Prius... mehr als ein Fahrradträger geht da nicht an der Anhängekupplung. Aber Anhänger in guter Größe nimmt bei uns der Traktor ins Zugmaul.

  • 180 € war die teuerste Inspektion bei meinem Drilling. Da wurde die Bremsflüssigkeit gewechselt. Die anderen 2 Mal waren es 110 €. Da wurde nur der Filter der Lüftungsanlage erneuert. Ich würde gar keinen Kundendienst machen. Das geht aber leider nicht wegen der Akku-Garanie.


    Tesla ist für mich Oberklasse. Daher würde ich ihn von den Wartungskosten auch dort ansetzen.


    Ich fahre elektrisch, weil es bei meiner Konstellation mit Bhkw und PV die günstigere Variante ist. Bevor ich Strom für ein paar Cent einspeise verfahre ich ihn.

    Solon 8 kWp aus 2003

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    Iventux 3,68 kWp aus 2009

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    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007

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    Dachs 5,5 MSR 1 aus 2002

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    PV 3,9 kWh aus 2004

  • Im Moment vielleicht. Aber wer beim Arbeitgeber, beim Aldi oder unterwegs lädt, tut dies in der Regel mit dem Strommix.

    Genau das stimmt zumindest bei Aldi oder Ikea definitiv nicht. Bei Aldi sind und werden immer mehr Läden mit PV ausgerüstet, klingt jetzt brachial, aber geht erst, seitdem Karl und Theo das Zeitliche gesegnet haben. Sieht man übrigens auch, wenn man mal in nen neuen Aldi geht... wie die heute aussehen und wie dagegen die alten aussehen, ist ne Zeitreise.


    Bezüglich Ladechaos: Stimmt, aber erstens kann man da planen und zweitens ist die Sache ja erst in den Kinderschuhen. Bertha Benz hat damals den Sprit in ner Apotheke gekauft... Und hat danach mit ihrer Schwester Melitta den Kaffeefilter erfunden (dies ist totaler Unsinn, aber in der Diskussion E-Mobilität sinnvoll, weil man ja auch sonst Dinge verknüpft, die nix miteinander zu tun haben)


    Man muss bei dem Thema E-Mobilität halt ein wenig denken, initiativ werden.... Der generelle Anspruch a) wir haben eine 100%-Lösung, die aber bitte morgen früh und b) falls wir die nicht haben, lassen wir alles so, wie es ist (in dem Wissen, dass der Status Quo Scheiße ist) führt zu nix.


    Die Autohersteller werden irgendwann an den Punkt kommen, wo es wegen der CO2-Vorgaben für die Flotte billiger sein wird, die E-Autos zu verschenken, ansonsten drohen 3-stelligen Millionen-Strafzahlungen.


    Entsprechend wird die Zahl der Lademöglichkeiten steigen, Momentan sieht es so aus, dass die einen sagen: "Baut Ihr mal Ladesäulen, dann kaufe ich mir ein E-Auto" und die anderen sagen "Kauft Ihr mal ein E-Auto, dann bauen wir Ladesäulen". Dies wird schlichtweg der Markt regeln.


    Zu den Wartungs- und Inspektionskosten kann ich nur sagen, dass 1000 oder mehr Euro bei einem E-Auto Märchenstunde sind. Es geht auch gar nicht um Reparaturen o. ä., sondern um die Kontrolle darüber, ob der Kunde ggf. an der Karre gefummelt hat, denn die Leistung und selbst die Speicherfähigkeit des Akkus sind oft Software, aber nicht physikalisch. Und man kriegt ja auch für jeden 3er BMW nen Chip, den gibbet sich auch für den ZOE oder oder... Der Hersteller muss aber die Garantie für den Akku geben...


    Auch das Datensammeln ist ne feine Sache, kann man bei der Inspektion wunderbar machen. Tesla muss das nicht, die wissen immer, wo die Karre wann steht und und und.... entsprechend kriegt der Kunde dann per Mail Werbung, wenn er mal an nem Möbelgeschäft geladen hat. Konkret bei Tesla ist der Wagen nur Beifang, es geht um Daten Daten Daten und die sind gerade von den Leuten, die einen Tesla fahren, sehr attraktiv (Kaufkraft).


    Hybridfahrzeuge sind für mich ne Lachnummer... was bringen mir 50 Km elektrisch? Ist doch nur Alibi...

  • Man muss bei dem Thema E-Mobilität halt ein wenig denken, initiativ werden.... Der generelle Anspruch a) wir haben eine 100%-Lösung, die aber bitte morgen früh und b) falls wir die nicht haben, lassen wir alles so, wie es ist (in dem Wissen, dass der Status Quo Scheiße ist) führt zu nix.

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    Hybridfahrzeuge sind für mich ne Lachnummer... was bringen mir 50 Km elektrisch? Ist doch nur Alibi...

    Hans_Dampf

    Das ist jetzt echt nicht negativ gemeint, aber sorry, wenn ich mir hier nicht verkneifen kann, ein bisschen zu sticheln: Was man hier alles machen und investieren muss, nix ist rundum-sorglos und keiner gibt vernünftige Regeln vor. Jeder kocht seine eigene Suppe, im Grunde alles Chaos, warum ist das hier denn nun kein Wolkenkuckucksheim? Damit will ich nicht dagegen argumentieren, es fällt nur Deine hier fundamental andere Einstellung auf.

    Zum Hybrid: Mit 50km (vielleicht können es ja auch 80km sein?) können sehr viele Menschen täglich zu Arbeit fahren. Selbst wenn sie 80km fahren müssen, brauchen sie nur für 30km Sprit. Und die 50km können sie vielleicht so legen, dass der Stadtverkehr elektrisch absolviert wird, wo E-Auto am besten geht und am meisten bringt. Trotzdem können sie zum Urlaub an die Nordsee oder an die Adria fahren. Was gibt’s denn darüber zu lachen?

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Ich fahre elektrisch, weil es bei meiner Konstellation mit Bhkw und PV die günstigere Variante ist. Bevor ich Strom für ein paar Cent einspeise verfahre ich ihn.

    Ja ganz genau! Aber das geht eben mit E-Autos und Plugins. Hier auf dem Hof fährt inzwischen auch noch eine Bewohnerin einen Prius PHV. Wichtig ist, dass die Fahrzeuge nach Möglichkeit dann laden, wenn Strom "über" ist und dann natürlich auch nur so viel Strom ziehen, wie Strom über ist. Das geht mit einem Schnarchlader bzw. Langsamlader super. Mit einer Zoe kann man es vergessen, auch mal über Stunden nur mit 1,8 kW zu laden... Dafür könnte man mit einer Zoe super die Mittagsleistung unserer 30 kWp PV-Anlage wegladen. Hat alles seinen Anwendungsfall. ;)

    Bezüglich Ladechaos: Stimmt, aber erstens kann man da planen und zweitens ist die Sache ja erst in den Kinderschuhen. Bertha Benz hat damals den Sprit in ner Apotheke gekauft...

    [...]

    Entsprechend wird die Zahl der Lademöglichkeiten steigen, Momentan sieht es so aus, dass die einen sagen: "Baut Ihr mal Ladesäulen, dann kaufe ich mir ein E-Auto" und die anderen sagen "Kauft Ihr mal ein E-Auto, dann bauen wir Ladesäulen". Dies wird schlichtweg der Markt regeln.

    Das ist schön, dass Du da ein Hobby gefunden hast. Ich fand es damals auch lustig mit einem dutzend Ladekarten/Apps/RFID-Dongeln rumzuspielen. Aber Praxistauglich ist das nicht! Für einen Lacher beim Kaffeekränzen in der Spaß gut, aber jeder Mensch, der die E-Mobilität nicht zum Hobby hat, schüttelt nur den Kopf. Oder hat das Geld für einen Tesla und dank Superchargern keinen Stress. Hinzu kommt, dass neben dem Ladetarifchaos ein Großteil der Ladestationen nicht funktioniert. In einer aktuellen Stichprobe waren es gute 75 Prozent Ausfallrate. Für den PHV haben wir das Typ2 Kabel aufgehoben und nur noch die günstige Maingau-Karte in der Ladetasche. Entweder man bekommt irgendwo kostenfrei Strom oder die Maingau-Karte geht oder man fährt halt weiter und wirft das BHKW vorne im Fahrzeug an. :hust:

    Man muss bei dem Thema E-Mobilität halt ein wenig denken, initiativ werden.... Der generelle Anspruch a) wir haben eine 100%-Lösung, die aber bitte morgen früh und b) falls wir die nicht haben, lassen wir alles so, wie es ist (in dem Wissen, dass der Status Quo Scheiße ist) führt zu nix.

    Wieso, es gibt viele 100-Prozent-Lösungen. Wer weder daheim noch auf Arbeit laden kann oder fast nur Langstrecke fährt, für den gibt es sehr sparsame Hybridfahrzeuge (Prius ohne Stecker 3 Liter/km Datenblatt, 4,5 Liter/100km real auf der Autobahn), oder Erdgasfahrzeuge und für die Reichen Mirai sowie Nexo mit Wasserstoff-Brennstoffzelle. Für den Einkaufszweitwagen gibt es E-Smart, die Drillinge usw. Dann gibt es die Zoe als elektrifizierten Clio-Allrounder. Und für die, die gerne unter der Woche elektrisch pendeln aber eben auch regelmäßig mal weiter fahren müssen und dabei möglichst Schadstoffarm und umweltfreundlich vorankommen wollen, gibt es so Fahrzeuge wie den Prius Plugin. Insgesamt gibt es für jeden Hugo wohl inzwischen auch ein passendes Fahrzeug mit alternativem Antrieb. :thumbup:


    Hybridfahrzeuge sind für mich ne Lachnummer... was bringen mir 50 Km elektrisch? Ist doch nur Alibi...

    Wenn man 90 Prozent seiner Fahrten vollelektrisch mit BHKW- und Sonnenstrom zurücklegen kann und bei den übrigen 10 Prozent der Fahrten mit rund 4,5 Litern Feinstaubfrei hocheffizient vorrankommt ist das für mich keine Alibiveranstaltung. Aber so ist das eben mit den Glaubenskriegen. Die einen sehen Hexen, andere den Teufel und wieder andere ihren Messias.

    :-)_:-)

  • Wir fahren natürlich (in Zukunft) auch elektrisch in den Urlaub. Ich wüsste nicht warum das nicht gehen sollte. Es würde fürs erste mal genügen, wenn all die 2. Wagen elektrisch unterwegs wären. Bei denen ist Reichweite nicht das Thema.

    Im Moment passt das Angebot nicht für jeden. Wir suchen einen bezahlbaren Transporter mit 200 km Reichweite. Das gibt es einfach im Moment noch nicht. Ich bin gespannt, wie sich die 1/4 Prozentbesteuerung bei privat genutzten Geschäftsautos bei der Zulassung auswirken wird.


    Neuendorfer


    Ladekartenchaos ist kein Thema mehr. Ich lade nur mit Maingau und hab die New Motion als Reserve. Die letztere hab ich schon lange nicht mehr gebraucht. Problem ist immer noch, dass nicht bei jeder Ladesäule der Betriebszustand angezeigt wird. Aber auch dass wird sich bald erledigen.

    Solon 8 kWp aus 2003

    Sharp 5,94 kWp aus 2004

    Iventux 3,68 kWp aus 2009

    Schott 4,53 kWp aus 2011

    Dachs 5,3 MSR2 aus 2007

    Sonnen 10 kWh aus 2017


    Dachs 5,5 MSR 1 aus 2002

    Dachs 5,5 MSR2 aus 2012
    Varta 9 kWh aus 2016

    PV 3,9 kWh aus 2004

    Einmal editiert, zuletzt von nesami ()

  • Seh ich genauso. Der einzigste Vortei an einem Plug in ist die Möglichkeit einen Hänger sinnvoll zu bewegen.


    Einen Anhänger kann der Prius PHV genau so wenig ziehen wie eine Zoe oder ein Ioniq. Ja, es gibt Anhängekupplungen für alle diese Autos aber es ist von den Herstellern nicht vorgesehen, nicht gewünscht, dementsprechend eine schwere Geburt und die Anhängelast ist dann eher im Bereich 75 bis 750 Kilo.

    Genau das ist das Problem bei den nicht Verbrennern, ich bräuchte z. B. mindestens 2,5t Anhängelast...

    Tesla ist für mich Oberklasse. Daher würde ich ihn von den Wartungskosten auch dort ansetzen.

    Das ist wahr, und da sind dann 700 € noch günstig.

    Die Autohersteller werden irgendwann an den Punkt kommen, wo es wegen der CO2-Vorgaben für die Flotte billiger sein wird, die E-Autos zu verschenken, ansonsten drohen 3-stelligen Millionen-Strafzahlungen.

    Ist es aktuell nicht so, das zumindest die Oberklasse, USV Hybride baut um die Flottenemission zu drücken. Da geht es ja auch ums Gewicht...

    Hybridfahrzeuge sind für mich ne Lachnummer... was bringen mir 50 Km elektrisch? Ist doch nur Alibi...

    Für die die täglich nicht mehr Fahren ist das doch super, für die wäre aber auch ein E- Auto mit 100 km Reichweite ausreichend...

    Im Moment passt das Angebot nicht für jeden. Wir suchen einen bezahlbaren Transporter mit 200 km Reichweite. Das gibt es einfach im Moment noch nicht. Ich bin gespannt, wie sich die 1/4 Prozentbesteuerung bei privat genutzten Geschäftsautos bei der Zulassung auswirken wird.

    Und genau da mangelt es noch gewaltig, Anhänger verringert die Reichweite ja erheblich, wenn dann noch die Heizung im Winter mitläuft, werden aus den 200 km aber schnell nur noch gute 100 km.


    Transporter mit 3500 kg Anhängelast und mindestens 300 km Reichweite, damit ich auch wieder nach Hause komme wäre meine Anforderung. Aber bitte nicht Plug in, habe dieses Jahr für Generator, Getriebe und div. Verbrennerspezifische Bauteile 11.000 € Reparaturkosten gehabt. Für meine Frau würden 50 km (bei ungünstigen Bedingungen) gerade so reichen. Das ganze ist auch alternativlos, wenn der nächste Bahnhof fast 50 km entfernt, und der Bus nur um 7 und 14 Uhr hält. Also selbst für Schüler nur bedingt geeignet... Davon das Bahnfahren ca. doppelt so viel kostet wie Auto fahren fang ich gar nicht erst an.:cursing:

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Interessant ist auch die Produzenten-Perspektive.

    Hier kann sich keiner leisten, den ramp-up der Anderen nicht mitzumachen - koste es was es wolle. Selbst FIAT gibt es jetzt zu, demnächst ein staccato an E-Autos auf den Markt zu werfen. Im Brot-und-Butter-Segment müssen alle die Volumeneffekte mitnehmen, oder sie können es gleich sein lassen. Die Zeit der early-adopter, die auch bereit sind, das Doppelte zu bezahlen sind vorbei.

    Zur Not wird auch ohne EU-Quote quersubventioniert, um genügend Käufer für 300.000 E-Fahrzeuge zu gewinnen. Wenn der Bürger Farbe bekennen muss, zeigt es sich nämlich, wie wenig ihm sein grünes Gewissen wert ist. Dann zählt wie üblich nur das Preis/Leistungsverhältnis.

    Die Firmen wissen im Gegensatz zum Stammtisch nämlich, das der Zug bereits abgefahren ist. Offensichtlich wollen sie auch in Zukunft Autos verkaufen.

    Für die Klein-KWK wirkt dieser Trend wie ein Rendite-Booster. Endlich hat der Hausbesitzer einen billigen E-Pufferspeicher.

    Jetzt fehlt nur noch eine Regierung, die Heizungen mit negativem Stromwirkungsgrad (Gasthermen & Co) verbietet oder quotiert, um die Grünstrom-Engpässe im Winter zu verhindern, die 10Mio E-Autos unweigerlich verursachen werden.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035