Brennstoffzellen: Die Energieversorgungslösung mit Zukunft?

  • Sobald man eben dann die Möglichkeit hat, PV aufs Dach zu bekommen, macht die BSZ keinen Sinn mehr.

    Nachts? Winter? Ja nu.... Grundlast? Ja nu...


    Deine Argumentation ist die typische Argumentation eines fundamentalistischen Grünen und da ich politisch sehr interessiert bin und solche Diskussionen auch gerne mal mit lokalen Grünen führe, zieht sich dies wie ein roter Faden durch mein Leben.


    Fakten oder Hintergrundwissen sind bei Leuten wie Hofreiter oder Harbeck nicht vorhanden bzw. werden ausgeblendet, wenn sie nicht in den Kram passen. WOHER KONKRET denn die 20 GW Erzeugungsleistung kommen sollen, wenn die KKW und AKW 2022 abgeschaltet werden, beantworten Leute wie Du nie bzw. blenden das aus.


    Typisch für Grüne ist auch, dass sie ihr unfundiertes Geschwätz von gestern nicht mehr interessiert, wenn die Realität sie eingeholt hat. Sei es beim manchmal durchaus zulässigen Sex mit 10-Jährigen (wenn der 10-Jährige zugestimmt hat), der Wahnsinn mit Dämmung der Gebäude mit Sondermüll (wohin danach damit??) oder der Wahnsinn mit Pflanzenöl oder Pelletkesseln oder oder oder....


    Pragmatismus ist Grünen fremd, ebenso wie Mathematik.


    Wartungskosten der BSZ betragen pro kWhel. knapp 5cent. Das ist einer der Knackpunkte an der Geschichte. Zusammen mit den Brennstoffkosten landet man dann eben bei über 10 Cent Gestehungskosten für die kWhel.

    Die Gestehungskosten je kWh sind total egal, entscheidend ist, was hinten rauskommt. Ich kriege ja, wenn ich 10 Cent investieren muss, auch noch was raus, oder? Aber das blendest Du eben aus und stellst Behauptungen auf, die keiner noch so einfachen Prüfung standhalten.


    Die Stärke der BSZ ist eben, dass diese IMMER Strom produziert und deshalb sehr leicht kalkulierbar ist. Gilt für die Netzbelastung etc...., die Sonne scheint eben, wann sie will... und nachts eben nicht... Grundlastfähigkeit? Kümmern wir uns dann drum, wenn wir Deutschland deindustrialisiert haben....


    Wo kommt denn nachts der Strom her? Oder im Winter? Da hätte ich gerne eine konkrete Antwort von Dir..... Die wird entweder wie meistens nicht kommen, oder es wird wieder ein wilder Ausflug nach Wolkenkuckucksheim mit Energiespeichern, die es nicht gibt, die keiner bezahlen kann etc.


    Deadline für Wolkenkuckucksheim ist 2020, bitte dran denken...


    Es geht doch um Aufwand/Nutzen, und gerade hier ist die Photovoltaik verheerend mies. Guck Dir mal die Investitionen an, die die Leute für PV getätigt haben, dann guck mal auf Deine Stromrechnung (EEG-Umlage). Was bzw. wie viel kWh Strom gibbet im Jahr dafür?


    Die grüne Energiewende, PV-Anlagen durch die Allgemeinheit subventionieren zu lassen, ist sozial ungerecht, denn die Leute, die vorher schon massiv Knete hatten, haben in PV investiert und durch die Zahlungen von Millionen normaler Leute noch mehr Knete gemacht.


    Ich denke nicht mal, dass die Grünen das wollten. Sie haben die Sache nur nicht zu Ende gedacht, wie so vieles...


    Und genau das machst Du auch nicht.

  • Grundlast könnte nicht nur die BSZ (die eben auch 24/7 Gas verbraucht) sondern die Kombination der Erneuerbaren und konventioneller KWK. Zumindest zum Teil ist es sicher möglich PV und Windkraft zur Grundlastabdeckung zu nutzen. Und wenn dann mal Zeitgleich Windstille und Schatten ist dann sind springt ein Ferngesteuerter Schwarm von BHKWs an.


    Übers EEG mag ich eigentlich nicht diskutieren, da dieses wohl eh bald abgeschafft wird und man abwarten muss was die Folgeregelung bringt. Außerdem ist das bisherige EEG auch in keinster weise gerecht wegen den Außnahmen für die Energieintensiven... Die sind doch das Problem und nicht die PV Vergütung. Und ohne Subventionen für Kohle wäre der Strompreis vielleicht ja sogar so hoch das man an der Börse ausreichend Vergütung für EEG und KWK Strom bekommt so das es gar kein EEG bräuchte...

  • Was mir immer wieder auffällt, ist daß PV und KWK Strom quasi 1:1 verglichen werden. Das passt so aber nicht.

    PV ist nur tagsüber und bei Sonnenschein verfügbar. Leider ist dann aber der Strombedarf gering. Erst wenns im Herbst kälter und dunkel wird, steigt dieser an - gleichzeitig geht das PV Angebot zurück. Aber dafür legt nun die BSZ los! und deren Betriebszeit endet nicht bis zum nächsten Frühling. damit entspricht die KWK viel mehr dem Strombedarf.

  • Es geht doch um das Ergebnis, wie beim Fußball....


    Und wir haben null erreicht, nur punktuelle Lösungen, die in der Gesamtheit nix bringen, denn die ganze Sache ist ideologisiert. Erdgas ist Teufelszeug. BHKW brauchen Erdgas.


    Woher aber der Strom heute kommen soll (guckt mal aus dem Fenster), wissen Harbeck und Co. auch nicht. Statt die KWK als Brückentechnologie zu verstehen, wird sie verteufelt.


    Wolkenkuckucksheim wird bemüht (Wasserstoff, Batteriespeicher etc.), ist aber 2022 nicht vorhanden und dann wird uns Atomkraft unter die Weste gejubelt, denn die ist ja zumindest CO2-neutral.


    Die Grünen werden dann aber wieder ein neues Thema finden, um von ihrem durch ideologische Verblendung verursachten Versagen abzulenken.


    "Wir brauchen mehr Biosprit"

    OK, wird dann in der Dritten Welt angebaut, Urwälder werden abgeholzt.

    "Ohhh blöde, da haben wir nicht dran gedacht. Es gibt aber Menschen, die zwar als Frau geboren wurden, sich aber als Mann fühlen. Denen müssen wir jetzt helfen"

    Also bauen wir in den Schulen Toiletten für Transgender.... Manche Kinder tun nur so, als seinen sie divers, weil sie endlich mal in der großen Pause auf ner funktionierenden Toilette kacken gehen wollten. Die für Mädels und Jungs sind nämlich seit Jahren defekt...


    Ach ja, was ich vergessen hatte:

    Ich bin übrigens ein Nazi.


    Das ist man nämlich dann, wenn man die Ideen der Grünen und der Greta-Bewegung mal hinterfragt nach dem Motto: OK, machen wir so, aber was bedeutet das dann? Wo kommt dann der Strom her? Wie wird sich unser Lebensstandard verändern? Was ist, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht? Wie kommt der Windstrom von Husum nach Garmisch? Was wird aus den Leuten, die heute noch einen sicheren (dachten sie), gut bezahlten Job im Maschinenbau haben, oder bei Zulieferern der Autoindustrie, die von ihren guten Löhnen und Gehältern u. a. auch fett Sozialabgaben zahlen?


    Anders formuliert: Wenn 2+2=4 ist, ist es egal, wer behauptet, dass 2+2=4 ist. 2+2 sind auch dann nicht 5, wenn Herr Gauland oder wer auch immer von der AfD behauptet, dass 2+2=4 ist.


    Das Wissen um die Tatsache, dass 2+2=4 ist, macht einen noch nicht zum AfD-Anhänger.

  • Hans Dampf

    Scheinbar hast nachgerechnet und kamst leider auch auf kein besseres Ergebnis als ich.


    Deshalb dann jetzt auch nur Geschwafel...


    Die BSZ kann ausser Grundlast leider nix, wenn dann mal 5kW gezogen werden wird das Netz dann auch wieder mit 3,5kW belastet. Prima! Und den teuer erzeugten Strom in eine Batterie stecken is dann auch Blödsinn.

    Dazu kommt eben, das die Blue Gen nsch 10 Jahren tot ist, oder meinst die bauen aus Freundlichkeit am Ende der Vollwartungslaufzeit noch einen neuen Stack ein?!? Die geben Garantie dass über die gesamte Laufzeit 50% Wirkungsgrad raus kommen sollen, mehr nicht. Das werden sie dir im Jahr 9,5, wenn das Ding fast nur noch hustet schon vorrechnen.

    Dazu kommt, dass der Gesamtwirkungsgrad von ca. 77% für eine KWK eher lachhaft ist!


    Wenn du auf die Eigenversorgung abziehst, dann musst halt zur PV eine entsprechende Batterie stellen. Dann bist immernoch günstiger als die BSZ.


    Oder eben ein motorisches BHKW was in den Wintermonaten den gesamten Strombedarf decken kann und PV aufs Dach mit nem kleinen Batteriesystem. Dann bist auch Netzautark. Kost zwar etwas mehr, wäre aber eigentlich die bessere Lösung. Werd ich hier aber nicht weiter ausführen müssen.

  • Aber dafür legt nun die BSZ los!

    Genau da ist der Haken, sie legt nicht los weil sie durchlaufen muss. Und deshalb auch Gas verbraucht wenn dadurch Stromproduktion der PV und Windanlagen gedrosselt werden muss...


    Ich denke für ökologische Energieerzeugung wäre ein BHKW Schwarm der auf Abruf Energie liefern kann besser geeignet. Dadurch das eine BSZ durchläuft und Anfahrzeiten hat ist sie nicht Spitzenlasttauglich sondern eher mit einem AKW vergleichbar. Je mehr Erneuerbare es gibt desto mehr Spitzenlast oder Reservekraftwerke brauchen wir aber...

    Das die BSZ nach 10 Jahren Schrott ist ist doch ein Pluspunkt, deshalb kann man sie als Brückentechnologie bewerten. Und mehr ist sie auch im Moment nicht, wenn dann mal mit dem Überschuss statt abregeln P2G gemacht wird sieht es wieder anderst aus...


    @ Hans Dampf: Du beschwerst dich immer wo denn der Strom sonst herkommen soll, aber die Bluegen ist da auch keine Lösung, oder glaubst du ernsthaft das Solidpower bis 22 in ausreichender Stückzahl produzieren und in Betrieb nehmen kann???


    Wir müssen ALLE Möglichkeiten wahrnehmen, ob BHKW und PV und Wind oder BSZ ist völlig egal, denn mit nur einer der Möglichkeiten wird es nicht reichen. Deshalb geht es nur darum für das Verbrauchsprofil des Einzelnen das Optimale System zu finden. Ich will dir die Bluegen nicht schlecht machen, denn das ist sie nicht, aber sie ist auch nicht das Allheilmittel auf Ewig, als das du sie immer darstellst.

  • Das mit dem Schwarm hat Lichtblick versucht..... Konnte nicht klappen. Denn die wollten nur teuren Spitzenlaststrom erzeugen. Das ist ein Interessenkonflikt - Heizwärme kontra Strom.

    Wenn die auf Blugen schaust hast du recht - die muß durchlaufen. Die Vitovalor kann abschalten.

    Mir ists egal ob Bluegen, Vitovalor , Dachs,.... Jeges installierte und gut betriebene Gerät ist ein Fortschritt.

  • Bzgl. Lichtblick, da muss halt die Hirarchie stimmen, ausreichend Heizleistung, und nach oben Luft für Spitzenlast. Eine Intelligente Software muss da jedes einzelne BHKW je nach Pufferstand anfordern können. Schon allein wegen der Brennwertnutzung vermute ich das in jeder guten Anlage 1/3 Platz für Spitzenlast ist selbst wenn die KWK gerade ausgegangen ist...

  • Ich verstehe ja dass du BSZ verkaufen willst, aber dein Vergleich zu PV hinkt extrem. Egal ob wirtschaftlich oder ökologisch.

    Wirtschaftlich gesehen bekomme ich bei 10KWp PV in mitte Deutschland zwischen 9000 und 11000 KWh Strom übers Jahr. Und das ohne Gas zu kaufen. Bei mir rechnet sich die PV innerhalb 8 Jahren, wenn ich Einspeisevergütung und Stromkostenersparnis rechne. Und das wird es in den meisten Fällen auch, wenn man die PV nicht gerade in der Apotheke kauft.

    In meinen Fall sind das im Jahr 850€ Vergütung und ca. 910€ Stromkostenersparnis.

    in den nächsten 12 Jahren mache ich somit 12*1760€ sind rund 21000€ Gewinn.

    Danach ist die PV ja nicht am Ar...h, sondern die läuft weiter. Auch wenn die dann nur noch 90% Ertrag bringt und die Vergütung weg fällt, bleiben dann trotzdem die 900€ Stromkosteneinsparung im Jahr.


    Abgesehen davon wird durch den erzeugten PV Strom im Jahr rund 7000kg CO2 vermieden.

    Und jetzt erzähl mir mal wie viel Tonnen CO2 die Brennstoffzelle in 10 Jahren produziert.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

    Einmal editiert, zuletzt von stromsparer99 ()

  • Tja, ich würde, wenn ich könnte, die übertriebene PV Förderung für alle Anlagen auf einen Schlag so zurückfahren, daß es keinen Unterschied zu KWK gibt. Gleichzeitig noch dem Melde- und Antragwirrwarr auf 1-2 reduziert, dann wäre sicher mehr Potential zur Modernisierung vorhanden.

  • Das ist aber leider aus Vertragsrechtlichen Gründen nicht möglich.

    Und für die Neuanschaffung auch unrelevant, da ja hier kaum noch Förderung kommt.


    Solange die in Deutschland vorhandenen Pumpspeicherwerke nicht mal ansatzweise zur Hälfte ausgelastet sind, braucht hier keiner was von Speicherproblem von PV und Windstrom zu erzählen. Da muss die Politik mal eher überlegen wie sich das zusammenführen lässt, überschüssiger Strom und die Nutzung dieser VORHANDENEN Speicher.


    Auch diese Speicher können als Grundlast dienen, wenn eben kein Wind weht und es nach 22:00uhr ist.


    Ansonsten wäre meiner Favorit einer sinnvollen Wärme und Stromerzeugung ein ordentlich modulierendes BHKW mit Laufzeiten von mindestens 5000h/a und Wartungskosten mit weit weniger als 5cent/kwhel. Dazu dann PV aufs Dach. Alles andere wie Batterie, BWWP oder Heizstab macht es unterm Strich nur noch ökologischer, kostet aber auch entsprechend Geld in der Anschaffung.

  • Die Therme kann bleiben, die Anlage kann man für 25.000 netto bauen, dann den KWK-Zuschlag direkt auszahlen lassen und nach den dann fließenden 16.000 Euro Förderung und das Teil kostet dann eben 6.000 netto.

    Das nenn ich übertiebene Förderung

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Moin

    Alles andere wie Batterie, BWWP oder Heizstab macht es unterm Strich nur noch ökologischer......

    Das ist falsch, ökologisch richtig wäre es nur genau soviel Energie zu "erzeugen" wie benötigt wird, und dabei auf Umwandlungsverluste jedweder Art zu verzichten.

    Momentan ist es aber so, das für den einzelnen Betreiber falsche ökonomische Anreize gesetzt werden um Ihn zu veranlassen in möglichst viel Technik zu investieren, dabei werden Ressourcen verbraucht und ein Teil der Energie verpufft durch häufige Umwandlung. Schaut man sich das in größerem ökonomischen Rahmen an zahlen viele drauf und nur wenige machen Gewinn, also die typische Umverteilung.

  • alikante


    Da hast du vollkommen recht, deswegen auch hier nur den Überschussstrom aus der PV in die Batterie, den Heizstab oder die BWWP.


    Die Umwandlungsverluste sind nichts anderes als Wärme. Heißt, wenn ich PV Strom in eine Batterie schiebe, habe ich Wärmeverluste. Aber diese Wärmeverluste kommen von der Sonne und nicht aus fossilen Brennstoffen. Dementsprechend ist das an sich wurscht. Die Wärme würde ja nicht neu erzeugt.

    Durch die Batterie können dann eben auch kurze Leistungsspitzen und der Nachtbedarf abgedeckt werden, wenn das BHKW nicht läuft.


    Dagegen ist es aber sinnfrei aus Gas erzeugten Strom durch umformen in einer Batterie zu speichern. Die Verluste sind dann eben fossilen Ursprungs und nicht gerade wenig, ausser das Gas wäre grün. Davon sind wir aber gerade noch weit entfernt!


    Ich selbst habe deshalb auch nur ein BHKW, PV auf dem Dach und nen Heizstab mit Bilanzpunktregler zur Warmwasserbereitung...