Dachs bei Hausmodernisierung

  • Du musst jetzt erstmal herrausbekommen was du real an Heizleistung in welcher Zeit brauchst um deinen Saal aufzuheizen.
    Das sollte dir dein Bauplaner sagen können, der ist auch dein Ansprechpartner welche Ausführung für deinen Saaal am besten sind.
    Werfe ihm die Gedanken der verschiedenen Anlagen an den Kopf, überdimensionrte heizkörper, Luftwärmetausche und alles andere.
    Wenn du dann noch die Aufheizzeit auf langsam einstellst, ideal halt für kleine Heizleistung, kannst du nach den Berechnungen schon sehen welche Energie in den gewählten Zeitrahmen nötig ist.
    Gehe aber bitte nicht vom WorstCase -20 Grad aus, das machen viele Planer gerne, sondern von den Bedingungen die hier 50% des jahres ausmachen, den Rest muss ein Spitzenlast- Backupkessel besorgen.
    Wie ich dir schon schrieb, aus Sicherheitsgründen würde ich den immer dazunehmen.


    Die Heizlast deines Gebäudes kann dir der Planer ja sowieso schon nennen.
    Wenn du das BHKW auf das Gebäude auslegst und bis auf die 3 Sommermonate einen 24 Std. Betrieb des BHKWs hinbekommst hast du die rentabelste Auslegung.
    BHKWs laufen halt am besten im Grundlastbetrieb rund um die Uhr.
    So hast du dann auch gleichzeitig deine Grundlast im Strom gesenkt, den wie der Teufel es will steht das BHKW immer dann wenn man Spitzenlast im Strombereich braucht. :-(/


    Bitte informier dich auch mal vor Ort über bereits laufende Objekte,
    nichts ist besser als diese Dinge vor Ort zu "begreifen".
    Sprich dazu die Händler in deiner Umgebung an, die sollen dir Referenzen zeigen und besuch am besten auch mal ein paar unabhänige Beteiber, AxelF und GB1530 werden sich bestimmt nicht sträuben ;)


    Ferner ist für dich zu klären wo du dein Pöl oder schwefelfreies Heizöl herbekommst. Wenn du für eins keinen Liferanten aus der Nähe oder zu günstigen Konditionen findest, ist das auch eine Entscheidungshilfe.
    Bei Rapsöl kannst du ja auch mal die Bauern aus der Umgebung ansprechen, mit Glück macht ja einer schon passendes Pöl.


    Bernd

  • Hallo an alle,


    wenn ihr mal ein Problem mit einem total spinnenden Rechner habt, er immer mal ausgeht und abstürzt, ihr Arbeitsspeicher und Festplatten getauscht habt und euch keiner Schuld bewusst seid, dann prüft doch mal – bevor ihr Mainboard und Netzteil schon liegen habt - , ob ihr nicht auch einen FIESEN WACKELKONTAKT IM ANSCHLUßSTECKER DES NETZTEILS AUF DAS MAINBOARD HABT!!!! :-(/


    Nachdem ich also seit mitte letzter Woche bis auf einige wenige Momente weitgehend ohne elektronischen Kontakt zur Außenwelt war, möchte ich mich bei allen bedanken, die sich so offen mit meinem Problem beschäftigt haben. (y)


    Ich denke mittlerweile, dass die Lösung aus allen Postings vom Prinzip her so aussieht, dass ich mir beim großen Auktionshaus eine gebrauchte Ölheizung neueren Baujahrs um die 50kw besorge um 1.) ein Backup und 2.) einen Spitzenlastkessel zu haben. Ein Luftwärmetauscher für den Saal ist schon vorhanden, so dass sich der Investitionsaufwand hierfür im Rahmen hält.
    Darüber hinaus ein BHKW für den Wohnbereich mit ausreichend Pufferspeicher für Heizung und WW. Mit dem BHKW dann wie angesprochen die Grundlast der Wohnfläche im Dauerbetrieb decken und ggf. den Saal noch „grundbeheizen“.
    Jetzt muß ich nur noch das Problem lösen, das BHKW und Ölheizung in zwei verschiedenen Gebäuden und auch 60m entfernt liegen und ich hoffentlich den richtigen Handwerker dafür finde.
    Gerne würde ich mir tatsächlich mal eine oder zwei Anlagen von Mitgliedern des Forums ansehen und das ganze mal mit dem Auge nachvollziehen, werde mich dann melden.


    Eine Alternative für einen späteren Zeitpunkt, wenn denn alles läuft und sich rechnet, ist dann ein Erweitern/ergänzen/verdoppeln/vergrößern des BKW
    Nochmal zur Erklärung: meine angenommenen Verbrauchswerte beruhen alle auf eine ca. Berechnung meiner Architektin, die mit einem gaaaaaaaanz tollen und wichtigen Energieberechnungsprogramm als ungefähres Ergebnis beim Durchspielen von diversen Dämmaßnahmen bei wechselnden Dicken, Stärken, WLG, etc rausgekommen ist. Die alten Verbrauchswerte bezogen sich auf Durchschnittsverbräuche des ges. Objektes, welches bislang nicht zu Wohnzwecken genutzt wurde.


    Übrigens mal ein Hinweis an alle: in meinem Fall erreiche ich wohl (auf dem Papier auf jeden Fall) durch Einsatz eines BHKW auf Grund der Verbesserung des Primärenergiefaktors (oder so ähnlich) in Verbindung mit den anderen geplanten Wärmeschutzmaßnahmen ein Energieniveau von ENEV minus 30%. Der reine Energieverbrauch ist hierbei lt. Aussage gar nicht mal so unterschiedlich, es dreht sich hierbei nur um die Primärenergiegeschichte bei Einberechnung eines BHKW in die Energiebilanz.


    Warum laber ich hier so rum? Weil es bei der KfW neben reinen Krediten auch Zuschussvarianten für Wärmeschutz/Modernisierung (von Häusern mit max. 2 WE) gibt, und bei Erreichen der ENEV nach Modernisierung gibt es 10% Zuschuß zu den Gesamtkosten der Maßnahmen (bis max. € 50.000,-- pro WE, also max 5.000,--, bei 2 WE 10.000). Bei Unterschreiten der ENEV um 30% jedoch erhöht sich der Zuschuß auf 17,5% (wieder bis € 50T pro WE, also max. 8750,00 / 17.500,00!!)
    Mal abgesehen von bürokratischen Hürden bedeutet das ggf. für einen Modernisierer: u. U. kann man durch Verwendung eines BHKW im Altbau die große Förderhöhe erreichen. Dies ist umso bedeutender, weil ein BHKW zwar erstmal deutlich teurer als eine neue Standardheizung ist, aber das BHKW voll unter die Förderung fällt um 17,5% billiger wird und sich gleichzeitig die restlichen Maßnahmen auch um 17,5% verbilligen.


    Mal bildlich:


    Wärmedämmung: € 30.000, Kosten für neue Heizung € 10.000, Gesamtkosten also € 40.000, abz. 10% Förderung € 4.000 =


    36.000 Gesamtaufwand


    Alternativ:


    Wärmedämmung: € 30.000, Kosten für neues BHKW € 20.000, Gesamtkosten also € 50.000, abz. 17,5% Förderung € 8.750 =


    42.500 Gesamtaufwand


    Oder anders, ein BHKW für € 6.500 mehr. Bei größerem Aufwand und zwei WE steigt der „Ertrag“ bei ENEV -30% entsprechend an. (80.000gesamt – 10% = 72.000, 90.000 gesamt – 17,5% = 74.250 = BHKW für 2.250 :D )


    OK, ist sicherlich recht einfach gerechnet, aber im Grunde stimmt es. ABER NOCHMALS: GILT NUR WENN MIT UND DURCH EINSATZ DES BHKW DIE 30% HÜRDE GENOMMEN WIRD!!! Und des Weiteren: nur noch BHKW und keine Alternativheizung !!! (zum Zeitpunkt der Beantragung…………..)


    Soviel jetzt von dem klugscheißenden Theoretiker mit dem angelesen Halbwissen und dem wieder heilen Rechner.


    Grüße

  • Moin Frischling,


    Bruno hatte mich ja schon avisiert, wie ich eben gelesen habe. Ja, es ist halt etwas knapp mit der Zeit zur Zeit. Du kannst dir gerne zwei Anlagen hier in Hamburg und Tangstedt/Stormarn ansehen und ich komme auch nach Holm (in deinem Saal habe ich wahrscheinlich schon gefeiert?). Melde dich mal unter PN - terminlich hätte ich ab dem 17.09.07 Zeit für dich.


    Gruß Dietrich

  • Hallo Frischling!


    Zitat

    FIESEN WACKELKONTAKT IM ANSCHLUßSTECKER DES NETZTEILS AUF DAS MAINBOARD HABT!!!!


    Bei mir fangen Rechner immer durch den defekten CPU Lüfter an zu spinnen...


    Aber Rechner beiseite, ich habe seit gut einem Jahr einen Dachs, und ich möchte mal ganz klar sagen, ich habe wie viele andere im Forum nichts davon, wenn Du dir einen Dachs, oder ein anderes BHKW in den Heizraum stellst.


    Ich habe im letzten August den Dachs in den Keller gestellt, und er beheizt nur unser Wohnhaus, der überschüssige Strom wird zum großem Teil von meinem Betrieb gebraucht.


    Der Heizölverbrauch betrug vorher so 5..6.000 Ltr /a,


    und bei meiner eigenen Wirtschaftlichkeitsberechnung bin ich von einem Mehrverbrauch von ca. 2.000 Ltr für den Stromanteil ausgegangen.


    Nun war der Winter ja nun nicht sonderlich kalt, und in den Medien wurde von einem durchschnittlichen Minderverbrauch von ca. 15 % berichtet. Zeitgleich haben wir innnerhalb des Hauses die Nutzfläche um 10% erhöht, wesendlich weniger den offenen Kamin benutzt, und die Wärmedämmung war durch die "Baustelle" im Haus auch wesentlich schlechter. Ich würde aus dem "Bauch heraus " sagen, das diese faktoren den milden Winter kompensieren, und trotz dem, das der Dachs so einfach nebenher ca. 16.000 kwh erzeugt hat, ist der Verbrauch annähernd gleich geblieben !
    (Edit Ich muß dazu sagen, es wurde ein Heizkessel Bj 1987 "ersetzt" d.h. der Kessel steht als Backup noch zur verfügung, und einmal war ich auch sehr froh darüber, aber wenn der Kessel läuft, dann wird es im Heizraum wieder richtig warm... )))) )


    Ich würde die grüne Kiste nochmal einbauen !


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo Frischling,


    du hast Dir schon viele richtige Gedanken gemacht, nur über den erzeugten Strom hast Du Dich noch nicht geäußert. Gerade die Verwendung des Stroms ist aber entscheidend für die finanzielle Freude an einem BHKW .


    Bei Deinem Energiebedarf sind jährliche Laufzeiten bis 5.000 Stunden möglich. Das ist nicht schlecht, in dieser Zeit werden ca. 25.000 kWh Strom bereitgestellt. Kannst du diesen Strom selber verwenden, ist alles in Ordnung. Wenn Du wie genannt mit einem Strombedarf von ca.11.000 kWh pro Jahr rechnest, kannst Du von diesem Bedarf unter optimalen Bedingungen 7.000 kWh selber liefern, schließlich benötigst Du auch Strom wenn das BHKW wegen geringem Wärmebedarf im Sommer nicht immer arbeitet.


    Du wirst also ca. 4.000 kWh Strom im Jahr zukaufen müssen und gleichzeitig die Differenz zwischen 25.000 erzeugten und 7.000 selbstgenutzten kWh also 18.000 kWh an das EVU verkaufen. Genau hier aber liegt der Hase im Pfeffer.


    Mit der zur Zeit gezahlten gesamten Einspeisevergütung von ca. 9 Cent pro kWh ist kein kostendeckender Verkauf möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass mit steigendem Ölpreis der Fehlbetrag zwischen Aufwand und Ertrag größer wird. Fällt dann nach 10 Jahren die staatliche Förderung von 5,11 Cent pro kWh Strom weg, gäbe es noch 4 Cent. Wahrscheinlich wird in 10 Jahren der Preis an der Strombörse höher liegen, der Preis für Öl und Gas aber auch.


    Sicherlich kann es nicht schaden, wenn Du Deine Investition danach ausrichtest in Zukunft möglichst wenig Energie zu verbrauchen, denn die gewinnbringenste kWh ist immer noch die, welche ich nicht benötigt habe.




    Mit freundlichen Grüßen

  • Zitat

    .. hier aber liegt der Hase im Pfeffer....


    @:pille liegt jetzt der Hase im Pfeffer oder der Fuchs im Pfeffer ???


    Ist der Fuchs vieleicht so schlau und will uns weismachen, das der Hase im Pfeffer liegen müsste obwohl der Fuchs in den Pfeffer gehört.....egal ))))



    Zitat

    Mit der zur Zeit gezahlten gesamten Einspeisevergütung von ca. 9 Cent pro kWh ist kein kostendeckender Verkauf möglich. Erschwerend kommt hinzu, dass mit steigendem Ölpreis der Fehlbetrag zwischen Aufwand und Ertrag größer wird. Fällt dann nach 10 Jahren die staatliche Förderung von 5,11 Cent pro kWh Strom weg, gäbe es noch 4 Cent. Wahrscheinlich wird in 10 Jahren der Preis an der Strombörse höher liegen, der Preis für Öl und Gas aber auch.


    Fuchs mit Glaskugel ))))


    Auch wenn die Rahmenbedingungen für KWK ANlagen derzeit wirklich nicht so toll sind, wie sie sein müssten, lohnt eine KWK Anlage.


    Einige begeisterte Betreiberberichte:


    http://kwk-infozentrum.info/wi…p?title=Dachsg%C3%A4rtner
    http://kwk-infozentrum.info/wi…ex.php?title=Thomas_Reger
    http://kwk-infozentrum.info/wiki/index.php?title=S%C3%BCfke


    Zitat

    Sicherlich kann es nicht schaden, wenn Du Deine Investition danach ausrichtest in Zukunft möglichst wenig Energie zu verbrauchen, denn die gewinnbringenste kWh ist immer noch die, welche ich nicht benötigt habe.


    Das stimmt hab ich auch so gemacht :D
    http://kwk-infozentrum.info/wiki/index.php?title=S%C3%BCfke