Vitotwin 300-W für Übergangszeit optimieren?

  • Da die WW Bereitung in dem Speicher integriert ist fällt mir hier nichts ein, außer vielleicht unter einer bestimmten Speichertemperatur die Heizkreispumpe auszuschalten damit der Puffer schneller warm wird. Falls die Dusch etc. Zeiten immer gleich sind kann man das auch mit einer Zeitschaltuhr kombinieren...



    Um einen passenden Vorwiderstand zu finden zwecks Laufzeitmaximierung müsste man noch die minimale Vorlauftemperatur kennen, ab der der Sterling startet.

  • Da die WW Bereitung in dem Speicher integriert ist fällt mir hier nichts ein, außer vielleicht unter einer bestimmten Speichertemperatur die Heizkreispumpe auszuschalten damit der Puffer schneller warm wird. Falls die Dusch etc. Zeiten immer gleich sind kann man das auch mit einer Zeitschaltuhr kombinieren...

    Könnte man, wenn einen das nervt – zumal der Wirkungsgrad bei den höheren Rücklauftemperaturen nachlässt, die für die TWW-Bereitung nötig sind. Bei uns bringt er z.B. gegen Ende des Zyklus (wir haben 58°C Nenntemperatur) nur noch ca. 920 Watt.


    Für eine längere Laufzeit pro Start (damit begann ja diese Diskussion) ist das aber gut. Wenn man es in der Übergangszeit schafft, ihn möglichst oft in den TWW-Modus zu bringen, hört das Takten nahezu auf, weil die Heizung – wenn er dann endlich fertig ist – erst mal die Wärme im unteren Teil des Speichers verbraucht bevor der Stirling wieder anspringt.


    Unabhängig davon kann man natürlich auch den Ladevorrang unter Code 1630 auf "Absolut" stellen. Dann stellt er während des TWW-Ladevorgangs den Mischer zu und ist mit dem TWW in etwa 2-3 Stunden fertig. Dass in der Zeit dem Heizkreis keine Wärmeenergie zugeführt wird, merkt man in einem halbwegs ordentlich isolierten Haus gar nicht – außer jemand fasst einen Heizkörper an, spürt die Kühle und fängt dann aus psychologischen Gründen an zu frieren.;)

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Werte Forumsmitglieder,


    erst mal vielen Dank für die ausführliche Diskussion dieses Themas. Meine Anlage ist jetzt zwar schon aus der Garantie raus, aber ich denke, ich werde trotzdem nicht mit Widerständen oder ähnlichem experimentieren. Die Kiste war so oft schon kaputt, da bin ich heilfroh, dass das Ding jetzt läuft.


    Für mich sehe ich nur noch die Möglichkeit, die 18° C Heizgrenze nach unten zu setzen. Das wäre zwar eine deutliche Komforteinbusse bei bestimmten Wetterlagen, müsste aber dazu führen, dass beim Anspringen der Heizung bei z.B. 15° C Grenze auch tatsächlich mehr Wärme abgenommen wird, somit sollte Mr. Sterling also auch länger laufen.


    Gruß Elwood

  • Für evtl. mitlesende Besitzer eines Gerätes der dritten und damit letzten Gerätegeneration:

    Die Leistung manuell runtermodulieren auf 600W(el) - mit dieser Einstellung läuft unserer seit Beginn der Heizperiode 24h durch. Achtung: Der Startzähler zählt täglich einen Start hoch, auch wenn er in "Wirklichkeit" durchbrummt. (Keine Ahnung, warum das so ist.)

    Ich habe 3 TWW Zeiten á 3h gleichverteilt über den Tag programmiert: Soll+ von 50° Soll- von 45°. Damit werden die Heizkreise für jeweils 2-3h nicht versorgt, dass passt aber aus o.g. Gründen der bauphysikalischen Temperaturträgheit ganz gut.

    Meine Schwiegermutter ist hier der beste Behaglichkeits-Sensor im Haus.. ;)


    Heizungsvorlauf liegt bei dem momentanen Schmuddelwetter (8-12°) bei 35-40°. Dank Dachdämmung dieses Jahr.


    Wenn die Temperaturen fallen reguliere ich die Leistung jeweils am Morgen vor dem Verlassen des Hauses etwas hoch. Das ist zwar nur was für Freaks, aber mir macht es Spaß die Anlage auf diese Weise jeden Tag im (gefühlten) Optimum zu fahren.


    Das Puffersoll wird auf diese Weise übrigens nie erreicht, der Stirling ist somit ständig in Anforderung. Letztes Jahr hatte ich nur für sehr kurze Zeit die (Zusatz)Brennersperre aufgehoben, weil es selbst mit 1000W nicht mehr gereicht hat.


    Noch ein Tipp: Nach meiner Erfahrung bringt die Nachtabsenkung keine (Einspar- bzw. Gasmengen-)Vorteile. Ohne eine thermodynamische Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen zu wollen, halte ich eine "thermisch stabile" Betreibsweise für das Feilen an den Parametern des Sytems für hilfreich...

    Vitotwin 300W an 340-M (950)

    7,5er BYD Akku an SI 3.0
    5 kwp REC (südost) an SB 4.0
    1.8 kwp SOLARTRON (südwest) an SB 1.5

    Ersatzstromsystem per Enwitec-Box

    Citroen C-Zero (12kWh / 100km)

    Ariston Nuos Primo 100 geplant

  • Die Leistung manuell runtermodulieren auf 600W(el) - mit dieser Einstellung läuft unserer seit Beginn der Heizperiode 24h durch.


    Wenn die Temperaturen fallen reguliere ich die Leistung jeweils am Morgen vor dem Verlassen des Hauses etwas hoch. Das ist zwar nur was für Freaks, aber mir macht es Spaß die Anlage auf diese Weise jeden Tag im (gefühlten) Optimum zu fahren.

    Erfahrungswerte in meinem Fall, ganz grob:

    >10° 600W

    10-5° 800W

    5-0° 1000W

    <0° Zbr freigegeben (7222)


    Ich wurde gefragt, wie ich im Detail die Laufzeit hoch und die Taktzahl runter und die Modulation stotterfrei bekomme.


    Hauptsächlich ist es der überlegte Einsatz von:


    1. Möglichst flacher (und wenn möglich recht tiefer) Heizkennlinie 720, bei uns +/- 1 und bei uns maximaler Lift 721 von 4,5

    2. Überdauernd stabil belassener Raumsollwert 710, bei uns 20 (Auswirkung auf HK_VL-Soll und damit auf das Puffersoll)

    3. Die Mischerüberhöhung/Pufferlift 830 (bei uns ganzjährig 12) ...sehr modulationsrelevant

    4. Die Kesselvorlaufsollwertanhebung/Kessellift 4734 (Nur im Januar bei Zbr-Nutzung bei 10, sonst 0-3) weil auch sehr modulationsrelevant

    5. Ich habe noch VLmin 740 auf 40 und VLmax auf 50, diese Werte sind aber nur für die interne Berechnung der Steuerung für das geforcte Puffersoll von Bedeutung, der reale HK-VL wird dann doch streng nach Heizkennlinie gefahren, habe ich beobachtet.

    (6. Die Außengrenzen habe ich 730 bei 17 und 732 bei -5, das muss ich aber nochmal beobachten ob das taugt...)


    Wichtig: Ich habe Anlagenkonfiguration 6 mit großem Hygienespeicher und dem Stir am/im SOLAR Wärmetauscher im Puffer. Muss man sehen, ob das auch bei anderen Anlagenkonfigurationen taugt.


    Nochwas zur Erwähnung: Ich wohne in einer der wärmsten Gegenden der Republik und mache gerne Feuer im Kamin.


    Aber ich stehe unter Druck: Meine Schwiegermutter und deren Tochter sind sehr fein justierte Raumsollgeber ;)


    Frage in die Runde: Weiß jemand was mit 3209 "Freigabeintegral mod Zus'br" anzufangen? Einstellbarer Bereich 0 - 500 [°Cxmin]??

    Das es ein Integral ist und was das ist weiß ich, aber was es macht frage ich mich...


    Gruß vom Krümelmonster

    Vitotwin 300W an 340-M (950)

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    1.8 kwp SOLARTRON (südwest) an SB 1.5

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    Ariston Nuos Primo 100 geplant

  • Für die mitlesenden Stirlingfreaks, hier ein Shot aus der Anleitung:


    ... also "je klein der Parameterset, desto Modulation" :/

    Bilder

    Vitotwin 300W an 340-M (950)

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