Stromzählertausch beim EcoPower 1.0 (Saia ALD1D5)

  • Hallo in die Runde,


    ein Freund muss bzgl. der Eichfrist (8 Jahre) den Stromzähler tauschen der im Valliant Eco Power 1.0 verbaut ist.

    Wir sind örtlich leider zu weit von seinem Mini-BHKW entfernt und wollten vorab das Ersatzgerät kaufen und dann vor Ort tauschen lassen.

    Nach studenlangen Telefonaten mit Valliant und deren Vertriebspartner konnte oder wollte mir keiner weiterhelfen.

    Auf Anfrage bei einem Händler wurde mir dann der Typ Saia ALD1D5 genannt. " Es gibt davon aber mehrere Spezifikationen..."

    Kennt sich jemand von Euch aus?

    Wäre Klasse.

    Vielen Dank im Voraus

  • Auf dem Zähler steht "ALD1D5F10". Unter dieser Nummer findet man aber Zähler mit M-Bus, Modbus und S-Bus sowie S0. Anhand der Klemmbezeichung würde ich S0 mit 2000 Impulse/kWh vermuten. Und wenn der Zähler für Abrechnungszwecke verwendet wird, müsste der auch noch MID-konform sein.

  • Super. Warum bin ich erst jetzt asuf das Forum gestossen.

    Vielen Dank Euch.


    Wir benötigen S0. Also der ALD1D5F10KA3A00.


    Ihr seid meine Helden.

    Wenn Ihr noch den Tipp habt wo ich den günstiger als 259,00 EUR beziehen kann...?

    Habe bei Distrilec, e-bay und Energiezählershop günstigere gefunden.

    Hat da jemand Erfahrung?


    Danke im Voraus.

  • Hallo zusammen,

    zum Thema Zähler 2 Fragen:

    1. Zähler des BHKW aus 2013. Galt damals schon die Eichfrist von 8 Jahren. In meinen VAILLANT-Unterlagen zum BHKW meine ich eine Eichfrist von 5 Jahren gelesen zu haben.

    2. Habe den BHKW-Zähler und 2 Zweirichtungszähler für Netto-Produktion, Eigenverbrauch BHKW (Z1), Strombezug und Einspeisung (Z2). Maßgebend für die Abrechnung mit dem Netzbetreiber sind die Werte der Zweirichtungszähler.

    Der BHKW-Zähler zeigt 33.916 kWh abrechenbare Leistung bei 34335 kWh erzeugte Leistung. Ergibt 419 kWh Eigenverbrauch des BHKW. Der Zweirichtungszähler zeigt 33092 kWh produzierte Leistung und 239 kWh Eigenverbrauch des BHKW. Die Zähler sind allesamt am gleichen Tag in Betrieb gegangen. Sind diese Differenzen auf normale Toleranzen zurückzuführen? Gibt es weitere Verbräuche, die den höheren Wert des Eigenverbrauch beim BHKW begründen?

    Gruß aus Oldenburg

  • Hallo zur Eichfrist:

    Der Gesetzgeber hat für elektronische Stromzähler (egal ob 1-phasig oder 3-phasig) eine Eichgültigkeit von 8 Jahren festgelegt.

    Die guten alten Ferraris-Zähler haben eine Eichgültigkeit von 16 Jahren.

  • Zähler des BHKW aus 2013. Galt damals schon die Eichfrist von 8 Jahren.

    Ja. Für elektronische Zähler aus 2013 läuft also die Eichfrist zum 31.12.2021 ab. Falls allerdings der Zähler z.B. im Jahr 2012 hergestellt wurde, läuft die Frist ein Jahr früher ab, auch wenn das BHKW erst 2013 in Betrieb genommen wurde. Normalerweise sollte deshalb dem Zähler bzw. der Dokumentation zum BHKW ein Eichschein des Herstellers beigelegt sein, in dem das Ablaufdatum dokumentiert ist. Aber bei unserem Viessmann-BHKW war der auch nicht dabei, warum sollte ausgerechnet Vaillant das besser machen?

    Der BHKW-Zähler zeigt 33.916 kWh abrechenbare Leistung bei 34335 kWh erzeugte Leistung. Ergibt 419 kWh Eigenverbrauch des BHKW. Der Zweirichtungszähler zeigt 33092 kWh produzierte Leistung und 239 kWh Eigenverbrauch des BHKW. Die Zähler sind allesamt am gleichen Tag in Betrieb gegangen. Sind diese Differenzen auf normale Toleranzen zurückzuführen?

    Ich fürchte ja. Angenommen der Zweirichtungszähler ist (wie bei uns) ein Zähler Klasse A (Aufschrift "Cl. A", früher "Cl.2"), so beträgt die Eichfehlergrenze laut Wikipedia 4% (d.h. wohl +/- 2%). Die zulässige Verkehrsfehlergrenze ist noch mal doppelt so hoch. Angenommen die tatsächlich produzierte Leistung war 34.000 kWh, so lägen alle Anzeigen zwischen 34.680 und 33.320 kWh sogar noch innerhalb der Eich-, und zwischen 35.360 und 32.460 kWh zumindest innerhalb der Verkehrsfehlergrenze. Die einschlägigen Kommentare der Verbraucherbünde sagen deshalb, dass man mit Beschwerden zu Stromzählern überhaupt erst bei erkennbaren Abweichungen von mehr als 10% eine Chance habe.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • terraquest , Neuendorfer , sailor 773,

    vielen Dank für Eure Erläuterungen. Die Zweirichtungszähler sind EASYMETER, Kl. B. Jetzt verstehe ich auch, warum die Versorger bei der Inbetriebnahme des BHKW eine Abrechnung der eingespeisten kWh nach den Werten des geeichten KWK-Zählers abgelehnt haben. Damals hatten bereits viele Forennutzer über diese Weigerung der Versorger berichtet.

    Gruß aus Oldenburg.

  • Jetzt verstehe ich auch, warum die Versorger bei der Inbetriebnahme des BHKW eine Abrechnung der eingespeisten kWh nach den Werten des geeichten KWK-Zählers abgelehnt haben. Damals hatten bereits viele Forennutzer über diese Weigerung der Versorger berichtet.

    Zumindest halbwegs verständlich ist das nur, wenn die vom Versorger stattdessen installierten bzw. geforderten Zähler - so wie bei Dir - tatsächlich eine höhere Genauigkeitsklasse haben. Ich bin mir nicht sicher, ob das in allen berichteten Fällen so war, und (selbst wenn es so war) noch weniger ob ein genauerer Zähler ausgerechnet hier wirklich Sinn macht.


    Bei einem BHKW bzw. einer BZ der 0,75 bis 1-kW-Klasse (das waren die Fälle wo die meisten dieser Weigerungen berichtet wurden, besonders bei der Vitovalor) laufen vielleicht 4-6000 kWh im Jahr über den Zähler. Bei einer mittleren Vergütung (reale plus fiktive Einspeisung) einschl. KWK-Zulage von 10 ct/kWh netto entspricht das gerade mal 400-600 EUR/Jahr, die über so einen Zähler abgerechnet werden. Jeder normale Haushalt mit 4000 kWh Verbrauch hat bei 25 ct/kWh netto das doppelte Abrechnungsvolumen, und da haben die Versorger keine Probleme, die ungenaueren Class A Zähler einzubauen. Selbst unser PV-Erzeugungszähler, wo im Jahr mehr als 2.500 EUR EEG-Vergütung drüber laufen, ist nur Class 1 (entspricht A).


    Also ich halte derartige Weigerungen mancher Versorger eher für Schikane – ausgenommen vielleicht die derzeit noch verschwindend wenigen Fälle, wo ein Smart Meter eingebaut wurde oder für die nahe Zukunft geplant ist.

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