Wärmepumpe am Dachs Planungshilfe gesucht

  • Hallo, nun ist es so weit. Ich möchte den Überschussstrom nicht mehr in den Heizstab leiten sondern etwas effizienter in einer Wärmepumpe nutzen. Hierbei stellen sich mir aber einige Fragen, bei denen ich über eure Hilfe und Tipps dankbar wäre. Bisher dachte ich an eine Panasonic WH-MDC09H3E5 Monoblock WP mit 9kW Heizleistung.


    Die erste Frage ist ob es besser ist diese in den Dachs (mit Kondenser) Rücklauf anzuschließen, oder unabhängig an die Untere Hälfte des Pufferspeichers zu gehen? Rücklauftemperaturen sind meist zwischen 35 und 55 Grad.


    Die zweite Frage ist ob jemand weiß die hoch die Stromaufnahme der WP ist und ob man den Integrierten Heizstab abschalten kann?


    Dritte Frage betrifft die Steuerung von Wärmepumpen, wie werden die geregelt? Ist die Austrittstemperatur immer gleich, oder ist die Differenz zwischen WP VL und RL immer gleich?


    Danke schonmal

  • Bin inzwischen schon etwas weiter gekommen. Die WH-MXC09G3E8 scheint besser zu passen. Um wegen der hohen Volumenströme den Speicher nicht durchzumischen denke ich wird es das Beste sein im RL Zwischen Speicher und Dachs einen 2. kleinen Speicher (150L) als Hydraulische Weiche zwischenzuschalten. Die Spreizung an der WP sollte immer ca. 5 Grad sein.


    Nun Stellen sich andere Fragen:


    1. Macht es Sinn den Kleinen Speicher mit Wärmetauscher zu nehmen um so bei einem Stromausfall im Winter (mögliches Auffrieren) ein Leerlaufen der ganzen Anlage zu verhindern? Falls das möglich ist gibt es noch weitere unklarheiten...


    2. Ist es möglich (Unter welchen Voraussetzungen) die Wärmepumpe über den BPR in ihrer Leistung zu Regeln?

  • Bitte hilf mir mal auf die Sprünge: Ich verstehe zwar etwas - aber nicht viel - von Wärmepumpen und verstehe auch nicht, was Du genau vorhast. Die Wärmequelle für Dein Vorhaben soll der Dachs bzw. das Heizungswasser sein? Das kann doch nicht funktionieren?! Eine Wärmepumpe "pumpt" Wärmeenergie von einer Seite auf die andere. Bedeutet aber auch: Wenn die Wärmepumpe 5 kW Wärme eine Seite pumpt, dann pumpt sie 5 kW Kälte auf die andere Seite und braucht dafür auch noch Strom. Der Trick besteht darin, die Umweltwärme (draußen) anzuzapfen und ins Haus zu pumpen. Das geht beispielsweise mit einer Splt-Klimaanlage, die kühlen und heizen kann. Da gibt es auch Modelle, denen man die Leistung vorgeben kann über ein Eingangssignal. Ich meine, der Tom3244 hat sowas im Einsatz und lässt seine Split-Klimaanlage immer so laufen, dass diese den Überschussstrom vom Dachs nutzt. Im Haus Wärme im Kreis zu pumpen ergibt wenig Sinn. Aber wie gesagt: Vermutlich stehe ich bei Deinem Vorhaben auf dem Schlauch.

  • Für mich passt WP und Dachs so nicht zusammen.

    Denn die WP will möglicht "kalt" bleiben um effektiv zu sein. 35° Vorlauf wären gut und max 55° für WW sollten die Ausnahme sein. Der Dachs bringt aber immer ca 80° und erzeugt beim Laufen Strom. Mit ner WP zusätzlich reduziert man die Dachs Laufzeit.

  • Die Wärmequelle dürfte bei der Panasonic Luft sein....


    Es ist dann so, dass der Dachs 5 kW Strom macht und die WP als SLK funktioniert. Knallt man die 5 kW Strom in die WP, kriegt man dann je nach VL-Temperatur und Außenluft 12 oder 15 kW Wärme raus...


    Ich denke, dass dies gemeint ist.

    Sollte erhitztes Wasser die Wärmequelle sein, würde ich demjenigen, der das vorhat raten, nochmal nachzulesen, über welche Volumina wir denn reden.... Man ist da gerne mal bei 2 oder 4m³ Fördermenge PRO STUNDE..... kann aber auch mehr sein...


    Also:

    Wenn WQ=Luft, dann sinnvoll

    Wenn nein, dann Schwachsinn

  • Ich habe die 9KW Splitt von Panasonic in Kombi mit meinem BHKW.

    Mit der Zusatzplatine kannst du die WP in der Leistung regeln. Geht über 0-10 Volt Spannung.

    Die WP nimmt bei Volllast max 3 KW hat bei mir im ungeregelten Betrieb aber nie mehr als 1,5KW genommen. Mit der Smartgridfunktion kannst du aber auch auf 150% gehen, dann zieht sie 3 KW. Der Heizstab kann im Menü deaktiviert werden. Der Stromanschluß für den Heizstab muss trotzdem angeschlossen werden, sonst kommt es zur Fehlermeldung und die WP läuft nicht.

    Ich habe zwei 800 Liter Puffer. Beide mit Wärmetauscher. Am Wärmetauscher in Puffer 1 hängt der Motor, am Wärmetauscher in Puffer 2 hängt der Abgaswärmetauscher. Die WP zieht am unteren Anschluß von Puffer 2 und strömt in den mittleren Anschluß zurück. Funktioniert perfekt.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Die WP soll Paralell zum Dachs laufen, und so Heizöl einsparen.

    Sie soll den Rücklauf zum Dachs sozusagen vorwärmen.

    Und ja sie soll nur mit Überschussstrom betrieben werden.

    Es ist eine Luft Wasser WP.


    stromsparer99 Sicher das die maximal 3kW Verbrauchen kann? Falls dem so ist bräuchte ich die nämlich überhaupt nicht in ihrer Leistung zu regeln...

    Was ist die Smartgridfunktion?


    Entschuldigt das ich mich so missverständlich ausgedrückt habe!

    Ich hoffe mit Bild wird es verständlicher...


    Bei dem Orangen Speicher ist die Frage ob das mit Wärmetauscher vielleicht sinnvoller ist?

    Stromsparer, wie hast du deinen Frostschutz gelöst?


    Da der Dachs ja einen variablen Volumenstrom bis ca. 800 L/h hat und die WP bis zu 1550 L/h wird diese warscheinlich zumindest Zeitweise takten, und es ist eine Hydraulische Weiche erforderlich, deshalb überhaupt der 2. Speicher...

  • Smartgrid: du hast auf der Platine 3 Klemmen die du brücken kannst. Je nach Kombination geht die Leistung rauf oder runter. Im Menü kannst du die Smartgrid konfigurieren.

    Stell dir vor du hast die WP auf 40 Grad stehen und die sind erreicht, dann geht die WP in der Leistung soweit zurück um die Temp zu halten.

    Mit Smartgrid kannst du jetzt der WP sagen gib Vollgas und heize über die 40 hinaus.


    Bei einer Split WP brauchst du kein Frostschutz, weil keine Wasserleitung zum Aussengerät führt.


    Die WP solltest du nicht über einen Wärmetauscher laufen lassen, weil da der Wirkungsgrad stark abnimmt.

    Die WP sollte das Heizungswasser an der kältesten stelle ( Heizkörper/Fußbodenheizung Rücklauf ) abnehmen.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Natürlich kannst du. Die sind Vorgefüllt. Brauchst eine Bördelgerät kostet ca 20€ und eine Vakumpumpe ca. 100€

    In der Anleitung steht alles drin. Kannst nix verkehrt machen, wenn du keine 2 linke Hände hast.


    Gruß

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • So inzwischen wird es wohl dieses Modell:


    https://www.immotecshop24.de/j…KIT-WXC09H3E8-T-CAP-400-V

    Damit ist das Frostschutzproblem auch vom Tisch.


    Hydraulische einbindung hab ich mir vorerst so Vorgestellt:Hydraulikschema WP.pdf


    Elektrisch soll sie vom BPR gesteuert werden und nur mit Überschussstrom laufen wenn Batterie voll und Hausverbrauch gedeckt. Bei 55° bzw. an dem Punkt an dem sie nicht mehr effizienter arbeitet als der bestehende Heizstab soll dieser dann die Temperatur (ebenfalls nur mit Überschussstrom) weiter erhöhen.


    Das hätte den Vorteil das ich in der Übergangszeit evtl. mit PV Strom Heizen könnte, da der Hydr. Zwangsweg duch den Dachs nun nicht mehr existiert.


    Was mir jedoch noch Kopfzerbrechen macht ist ob es bei der Hydraulik evtl. zu einer Durchmischung des oberen Speicherdrittels kommt in dem ja eine höhere Temperatur herschen könnte.


    Bzgl. Durchmischung wegen des hohen Volumenstroms würde mich eure Meinung interessieren.

    Bzgl. elektrischer Einbindung muss ich mir noch die Möglichkeiten des BPR genau ansehen, und die Kombination mit der WP Steuerung prüfen.


    WP seitig gehe ich davon aus dass sie Lastabhängig über das 0-10V Signal arbeiten kann und bei erreichen einer Speichertemperatur von z. B. 55° selbsttätig abschaltet, egal welches Signal anliegt. Wenn dem so ist müsste die Schaltung über den BPR gut funktionieren...


    Nachtrag: Falls der Wirkungsgrad min. 1,4 ist wäre das verheizen Von PV Strom (10ct. pro kW) sogar günstiger als Heizöl (ca. 7ct pro kW). Wartungskosten bewusst ignoriert. Das sollte doch beim T-Cap Modell bis -15 Grad AT und VL 55 Grad erreichbar sein, also in meiner Region immer. Sobald der Dachs läuft (4ct. pro kW) wird die Rechnung sogar ab Wirkungsgard 0,57 besser ausfallen als das Einspeisen. Wobei spätestens bei COP 1 der Heizstab sinnvoller ist. Klimaschutz und Finanziell sinnvoll! Bin schon auf den Ölverbrauch des nächsten Jahres gespannt.

  • Natürlich kannst du. Die sind Vorgefüllt. Brauchst eine Bördelgerät kostet ca 20€ und eine Vakumpumpe ca. 100€

    In der Anleitung steht alles drin. Kannst nix verkehrt machen, wenn du keine 2 linke Hände hast.


    Gruß

    Ach ja?

    Und was ist mit dem für diese Arbeiten notwendigen Kältemittelschein?

    Nur daß man Werkzeug dafür bekommt heisst noch lange nicht, daß man diese Arbeit auch machen darf. Und Bördelgerät bzw Vakuumpumpe ist längst nicht alles was man braucht.

    Un WP mit Dachs ist ähnlich wie WP mit Pellets. Die WP schafft es kaum, die pufferseitig geforderte Temperatur zu bringen. Und sie durchmischt den Puffer zu stark.

  • Bzgl. Durchmischung hab ich auch bedenken, da gäbe es aber Lösungen.


    Was spricht gegen die Kombination? Die WP kann doch den Rücklauf vom Dachs vorwärmen. Da die WP eine ähnliche Leistung hat wie der Dachs kann sie auch etwa gleich viel Wärme Produzieren. Nur das die dazu mehr Volumenstrom generiert...


    Stromseitig finde ich das das eine netzentlastende und preiswerte Lösung ist um fossile Energie einzusparen, den Strom Eigenverbrauch zu erhöhen, oder umgekehrt den Bezug zu reduzieren. Um den EV bezüglich kürzerer Laufzeiten brauch ich mir wegen Batteiespeicher auch keine Gedanken zu machen... Und dank der Kombi mit PV wird die Batterie auch nie leer.


    Hast du den wegen der Durchmischung konkrete Vorschläge? Hydraulikschema ist ja im vorherigen Beitrag.