Wärmepumpe am Dachs Planungshilfe gesucht

  • Laut Datenblatt hat die T-Cap Version bei -7/35 einen COP von 3,16 bei -7/55 COP 2,02 wenn ich nun den Volumenstrom halbieren kann und dadurch die Spreizung verdoppeln kommt die gleiche Leistung raus, die Effizienz sollte irgendwo zwischen den obigen Werten liegen, vielleicht bei COP 2,5. Wenn dem so wäre und man den Volumenstrom tatsächlich drosseln kann wäre das für mich eine akzeptable Lösung. Der Speicher würde sich vermutlich nicht mehr durchmischen (ich schätze Volumenstrom dann ähnlich hoch wie den des Heizkörper Heizkreises) und ich könnte mit dem bestehenden Puffer arbeiten. Da der Wirkungsgrad aber noch deutlich über dem eines Heizstabes wäre, wäre es dennoch mehr als eine verdopplung der Effizienz im vergleich zum Bestand.


    Könnten diese Annahmen in etwa hinkommen? Leider finde ich nicht allzuviel brauchbare Dokumentation zur WP im Netz...

  • Hi,


    die Pumpleistung läßt sich im Service Menü Einstellen.

    Wie sich das Temperaturniveau ändert kann ich dir nicht vorhersagen, aber mit steigender Temp fällt der Wirkungsgrad.

    Bei der Investition die du da vor hast, sollte die Jaz schon mindestens 3,5-4 liegen. Sonst kommen die kosten nie rein.

    Deine Hydraulik muss stimmen, sonst wird das nix.

    Ich würde hier nicht viel über 40 Grad gehen.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Ab ca. 0 Grad brauch ich für die HK im Vorlauf 59°, Warmwasser benötigt min. 70°. Rücklauftemp. ist entsprechend ca. 20° geringer.


    Wenn ich danach gehe müsste ich beim Heizstab bleiben, denn im Sommer läuft die Anlage eigentlich nie wegen ST und im Winter werde ich einen COP zwischen 3 und 4 nicht erreichen. Einen weiteren Puffer müsste ich 2 Räume weiter (min. 10 Meter) aufstellen, was nur dann Sinn macht wenn ich ihn zwischenschalte als Weiche. Dann jedoch bekomm ich die Wärme dort nur raus wenn der Dachs läuft, sobald der abschaltet kann kein Wasser mehr zirkulieren und der Speicher kühlt aus. Wie lange hält so eine WP denn ca.?


    Ich ging davon aus das sich alles über dem Wirkungsgrad des Heizstabes lohnt, da es Strom spart bzw. Heizöl. Über den Rückfluss des Invests habe ich mir keine Gedanken gemacht. Dementsprechend wäre ich auch mit COP 2 zufrieden.

  • Wenn dem so wäre und man den Volumenstrom tatsächlich drosseln kann wäre das für mich eine akzeptable Lösung.

    Dann gibt es wohl eine sog. Hochdruckstörung an der WP.... vor 10 Jahren, als der WP-Boom war, haben die ahnungslosen Lötis zig Luft-WPs eingebaut, ohne eben auf Volumenstrom und Dimensionierung der UWP zu achten.


    Dann kam eben diese Störung, weil die WP ihre Wärme nicht mehr wegbekommt

  • Ist das vielleicht Modellabhängig? Aktuell ist die Frage ob es überhaupt Sinn macht, aber wenn ich zu viel an der Verrohrung ändern muss und nen 2. Puffer einbauen wird es wohl doch nichts werden.


    Plan B wäre wasserführender Kamin, aber da hab ich mich auch noch nich näher mit beschäftigt...

  • In Speichermitte wären noch 2 Anschlüsse frei, wenn ich mit nem T-Stück hier den VL der WP auftrennne müsste sich doch pro Einlass in den Speicher die Fließgeschwindigkeit auch halbieren, und dadurch die Durchmischung reduziert werden oder?


    Die Stromaufnahme der UWP wird mit 36 - 152 Watt variabel angegeben, daraus schließe ich das die WP bei höherem VL einen geringeren Volumenstrom hat, ist diese Annahme richtig?


    Wenn man nun den Max. Volumenstrom von 1545 L/h nimmt und (ich weiß das das nicht hinkommt, aber als Anhaltspunkt) das auf die Pumpenleistung überträgt dann könnte man annehmen dass, bei VL 55° nur noch ein Volumenstrom von 366 Liter anliegt. Dann würde die Durchmischung auch nur bei einem kalten Puffer stattfinden, und das Problem gar nicht soo groß sein. Kann ich auch davon ausgehen?

  • Ab ca. 0 Grad brauch ich für die HK im Vorlauf 59°, Warmwasser benötigt min. 70°. Rücklauftemp. ist entsprechend ca. 20° geringer.


    Wenn ich danach gehe müsste ich beim Heizstab bleiben, denn im Sommer läuft die Anlage eigentlich nie wegen ST und im Winter werde ich einen COP zwischen 3 und 4 nicht erreichen. Einen weiteren Puffer müsste ich 2 Räume weiter (min. 10 Meter) aufstellen, was nur dann Sinn macht wenn ich ihn zwischenschalte als Weiche. Dann jedoch bekomm ich die Wärme dort nur raus wenn der Dachs läuft, sobald der abschaltet kann kein Wasser mehr zirkulieren und der Speicher kühlt aus. Wie lange hält so eine WP denn ca.?


    Ich ging davon aus das sich alles über dem Wirkungsgrad des Heizstabes lohnt, da es Strom spart bzw. Heizöl. Über den Rückfluss des Invests habe ich mir keine Gedanken gemacht. Dementsprechend wäre ich auch mit COP 2 zufrieden.

    Aber die 59 Grad machst du ja nicht mit der WP sondern mit dem Dachs.

    Mit der WP erhöhst du die Rücklauftemp vom Heizkreis von geschätzt 25 auf 40-45 Grad. von da heizt der Dachs weiter auf 60-70 Grad. Arbeitsteilung. Wenn du mit der WP in dem Tempbereich bleibst dann läuft deine WP auch mit COP4.

    Die WP heizt vor und der Dachs heizt nach. Anders geht nicht.


    Wenn du die Möglichkeit mit dem 2, Puffer in Reihe nicht hast, dann macht die Sache keinen Sinn.

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  • Die Möglichkeit ist mit sehr großem Aufwand verbunden, aber nicht unmöglich.


    Mir ging es um den von dir genannten Wirkungsgrad. Bei 0 Grad draußen ist mein RL ja schon 40 Grad warm und da bleibt nicht viel Luft für die WP. Aber wie gesagt kann ich mich auch mit bescheideneren Wirkungsgraden anfreunden. Laut Datenblatt käme ich bei RL 55° AT2° immerhin noch auf COP 2,21 und bei RL 55° AT -7 auf COP 2,02. Ich denke in dem Bereich werde ich mich ungünstigsten Falls die meiste Zeit bewegen. Natürlich ist noch ein großer Teil bei RL 33° AT+7 und COP ca. 5,03 dabei.


    Große Frage ist gerade noch (wegen ein Speicher Lösung) ab welchem Volumenstrom keine größere Durchmischung des Speichers zu erwarten ist, und ob das einleiten der WP in den Speicher an 2 Anschlüssen den Volumenstrom im Speicher ausreichend verringert...


    Theoretische Volumenströme wären bei


    VL 35° 1545 L

    VL 40° 1250 L

    VL 45° 955 L

    VL 50° 660 L

    VL 55° 366 L


    Volumenstrom am Dachs wäre bei WP VL


    55° 440 L

    50° 350 L

    45° 290 L

    40° 250 L

    ...


    Demnach müsste der Puffer ohne Durchmischung "nur" mit Volumenströmen zwischen -80 und 1000 L klar kommen. Wenn man den Dachs wegen Stromanforderung durchlaufen lässt bist der Generatorfühler abschaltet kommen hier auch 880 Liter zusammen. Im Normalbetrieb schätze ich liegt der Volumenstrom meist bei 250 bis 440 L. Also sollten 440 Liter für den Puffer auf jeden Fall kein Problem sein. Da die WP bei 40° VL nur ca. 30 Minuten braucht um den Speicher von 40° auf 50° zu erwärmen sollte das Problem also nicht lange und nur bei wärmer als 0 Grad AT vorhanden sein, dann liegt der Volumenstrom Richtung Puffer schon nur noch bei 300 Liter.

    Nach 15 Minuten Laufzeit wären es noch 660 Liter.


    Bei COP 2 erwarte ich immerhin noch ca. 1000 Liter Ölverbrauch pro Jahr weniger (700 €) also finanziell betrachtet könnte es nach 10 Jahren ne Null Rechnung werden.

  • Wenn dein Rücklauf bei 0 Grad Aussentemperatur schon bei 40 Grad liegt, dann hast du aber ein anderes Problem.
    Hast du für Fussboden und Heizkörper getrennte Mischer mit einstellbaren Heizkurven?

    Hydraulischer abgleich gemacht?

    Pumpen zu hoch eingestellt?

    Für mich hört sich das so an, als wenn irgendwo das Heizungswasser zu schnell durchläuft, und den Rücklauf unnötig erhöht.


    40 Grad Rücklauf schaff ich nichtmal bei -10 Grad, obwohl ich nur Heizkörper habe.

    Mit Fußbodenheizung sollte dad Tempniveau deutlich tiefer liegen.

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  • Hast du für Fussboden und Heizkörper getrennte Mischer mit einstellbaren Heizkurven?

    Ja

    Hydraulischer abgleich gemacht?

    Ja

    Pumpen zu hoch eingestellt?

    Nein


    Es sind teilweise kleine Heizkörper (die mit 3 Blechen) das Ganze ist Baujahr 1970 und im EG ist die FB Heizung. Das Problem sind wohl die Heizkörper und die sind im ausgebauten nicht optimal gedämmten Dach. Als Beispiel sind in einem 40 qm Wohnzimmer 4 Heizkörper mit den Maßen 80*20cm. Das ist deshalb so weil hinter den Heizkörpern die komplette Wand aus Glas besteht.


    Wie gesagt ist die FB Heizung über einen VA Wellrohr Wärmetaucher angeschlossen, weil die Rohre im Boden nicht diffusionsdicht sind. Vor dem Einbau dieses Puffers mit diesem Wärmetauscher sind damals innerhalb von 3 Jahren 2 Kessel durchgerostet... Deshalb ist es auch recht aufwändig das so wie du beschrieben hast mit 2 Puffern umzusetzen.

  • Kann mir jemand sagen ob man die o. g. Volumenströme als Näherungswerte nehmen kann?


    Ich gehe davon aus das die WP nur die erste halbe Stunde mit hohem Volumenstrom läuft, den Speicher Vermischt (wobei zu dem Zeitpunkt der Speicher oben nur 50 Grad haben kann), danach wird sie voraussichtlich (solange Wärmebedarf besteht) mit RL zwischen 50 und 55 Grad den Rücklauf zum Dachs erwärmen und mit geringem Volumenstrom in den Puffer laden, bis die Soll Temperaturen erreicht sind. Bei RL 55 Grad zieht der Dachs bereits wieder den Puffer leer, bei RL 50 kann die WP den Dachs versorgen und langsam den Puffer laden.


    Ich hab mal einen neuen Entwurf angehängt. Das blaue ist Bestand, das orange der Plan.

  • Deine hohe Rücklauftemp ist dein größts Problem. Deine WP wird immer in einem ungünstigen Bereich laufen.

    Deine Heizkörper sind auch keine Entschuldigung für die hohe Rücklauftemp. Mein Haus ist älter, ohne Isolierung und hat nur Heizkörper.

    Ich komme bei weitem nicht auf solche Temperaturen. Wenn du deine Rücklauftemp runter bekommst, dann kommst du auch in den Brennwertbereich und sparst nochmal 10%. Löse doch erstmal dein Rücklauftemp Problem.


    Warum klemmst du die FB nicht an einen 2. Puffer mit Heizwendel und die WP direckt an den 2. Puffer.

    Oder Die FB diekt an die WP ohne Puffer.

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    2 Mal editiert, zuletzt von stromsparer99 ()

  • Weil ich die WP nur mit Überschussstrom laufen lassen will, und bei der Konstruktion mit 2. Puffer oder nur an der WP nicht sichergestellt ist das beides, WP und Dachs, immer zeitgleich laufen und/oder das in beiden Heizsystemen auch immer ausreichend temperatur ist. Und weil der 2. Puffer fast die hälfte von dem kostet was die WP kostet...


    Mit den Temperaturen werde ich mich aber auf jeden Fall diese Heizsaison nochmal auseinandersetzen! Vielleicht liegt es auch am Rentenalter der Bewohner und dem entsprechenden wärmeempfinden?!

  • Ich gehe mal davon aus, dass die Räume mit Heizkörper schneller kalt werden wie die mit FB. FB speichert Wärme wie ein Puffer.

    Du kannst doch die WP dann laufenlassen wenn BHKW läuft. Die WP hat dafür extra einen Kontakt. Du könntest sogar mit einem Arduino und mit einem Gavazi den Überschuß messen und ein 0-10 Volt Signal erzeugen. Dann würde die WP sogar geregelt nach Überschuß laufen.


    Und wenn du bedenken hast , dass es hier zu auskühlungen kommt, könntest du ja ein WT zwischen reinhängen und mit Wasser aus Puffer 1 nachhelfen. Auf jeden Fall günstiger wie ein Puffer mit Edelstahwendel.

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