Ecopower 1.0 Verbrauchsberechnungen für Einkommenssteuer / Umsatzsteuer

  • Hallo,

    nachdem ich mich jährlich mit dem gleichen Thema, "Verbrauchsberechnungen für steuerliche Zwecke" rumärgere, und ich mir immer nicht sicher bin ob ich das richtig mache, bitte ich um Eure Unterstützung. Seit September 2011 betreibe ich ein Ecopower 1.0 der Fa. Vaillant. Beim Einbau der Anlage habe ich mich mit den steuerlichen Themen eigentlich überhaupt nicht auseinandergesetzt, was ich im Nachhinein mehr als bereue. Nachdem ich keinen extra Gaszähler und keinen Wärmemengenzähler habe, versuche ich Jahr für Jahr mehr Schlecht als Recht die Verbräuche bzw. erzeugte Wärmemenge zu berechnen.

    Folgende Inputs stehen mir jährlich zur Verfügung (exemplarisch für 2018):

    Laufzeit Motor: 3777 h

    erzeugter Strom gem. KWK-Zähler: 3653 Kwh

    Gasverbrauch gesamt für BHKW + Spitzenlastgerät: 2999,2 m3

    Kennzahlen Gas: Z-Zahl 0,9243 Brennwert 11,262


    Die Frage ist nun, wieviel Wärme hat das BHKW erzeugt und wie hoch ist Anteil der Gaskosten darauf. Bis dato. habe ich folgende Formel angewandt:

    Laufzeit Motor x 2,5 kW = Erzeugte + Selbstgenutzte Wärme ( 3777 h x 2,5 = 9443 kWh)

    Laufzeit Motor x 4,1 kWh = Gasverbrauch BHKW ( 3777 h x 4,1 kWh = 15486 kWh) Anteil Gasverbrauch an Gesamtkosten des Gasrechnung


    Kann meine vereinfachte Rechnung überhaupt so angewandt werden? Natürlich möchte ich sowohl für die Einkommenssteuer als auch Umsatzsteuer die korrekten Werte an meinen Steuerberater, welcher meine Unterlagen bearbeitet, weitergeben.

    Ist meine Berechnung überhaupt so korrekt oder gibt es hier andere Berechnungsmethoden, welche ich bis dato. im Forum noch nicht gefunden habe? Ich bitte um Verständnis, sollte die Frage für den einen oder anderen lächerlich erscheinen, aber von Jahr zu Jahr werde ich bei dem Thema unsicherer.


    Über Eure Unterstützung würde ich mich freuen.


    Gruß aus Niederbayern

    Kurt

  • Hallo Knappe99,

    so wie "Der Dachs läuft ;)" schon sagte ist die Ermittlung recht einfach, wenn die Anzahl der Betriebsstunden bekannt ist. Bh x 0,4 = Gasverbrauch in m3 x Zustandszahl x Heizwert = Verbrauch in kWh.


    Hab Dir mal eine Beispielrechnung aus meiner Einnahmen-Überschußrechnung für 2018 als PDF-Datei angehängt. Die Gasmenge in der Zeile 7 (2305 m3) wurde für eine Laufzeit des BHKW von 5860 Stunden aufgewendet. Dies entspricht einem Verbrauch von 0,39334 m3/Bh des BHKW.

    Für die Umrechnung in kWh sind dann die Zustandszahl und der Heizwert des Gasversorgers einzusetzen. Steht auf der Jahresabrechnung.


    Mit dieser EÜ-Rechnung weise ich dem Finanzamt seit mehreren Jahren nach, wieviel Wärme mit dem BHKW erzeugt worden ist. Wird auch so vom Finanzamt anerkannt; zumindest hier in Oldenburg/Niedersachsen.


    Mit freundlichem Gruß aus Oldenburg/Niedersachsen

  • Ich halte die "vereinfachte Rechnung" für richtig, nur würde ich nicht über die Kubikmeter gehen sondern den Gasverbrauch direkt mit 4,22 kWh/Bh ansetzen. Grundlage: Mit 1,0 kWh Strom + 2,5 kWh Wärme und dem in den technischen Daten angegebenen Wirkungsgrad von 92% (Hi) kommt man auf 3,8 kWh Gasverbrauch (Hi) pro Betriebsstunde. Zur Umrechnung auf den vom Gasversorger in Rechnung gestellten Brennwert (Hs) muss man das noch durch 0,9 teilen und kommt auf 4,22 kWh/Bh.


    In 3777 Betriebsstunden hat das Gerät also 15.939 kWh Erdgas verbraucht. Die gleiche Zahl würde ich auch für die Energiesteuer-Erstattung beim HZA ansetzen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Hallo sailor773,

    da bin ich ja schon mal beruhigt, dass ich beim Erdgasverbrauch einigermaßen richtig liege. Das Hauptzollamt erstattet jährlich nach folgender Regel: erzeugter Strom (3653 kwh) x 4,1 kWh = 14977/1000 = 14,977 x 5,5 = 82,37 €.

    Nun stellt sich noch die Frage mit der erzeugten Wärme, welche steuerrechtlich ja auch noch relevant ist.

    Hier scheint meine vereinfachte Rechnung etwas zu hoch zu sein, da über die Motorlaufzeitzeit wohl nicht die kompletten 2,5 kwh Wärme ankommen bzw. mir zur Verfügung stehen.


    Im Voraus schonmal herzlichen Dank für Deine Mühe.


    Gruß aus Niederbayern

    Kurt

  • Das Hauptzollamt erstattet jährlich nach folgender Regel: erzeugter Strom (3653 kwh) x 4,1 kWh = 14977/1000 = 14,977 x 5,5 = 82,37 €.

    Meiner Meinung nach ist es technisch nicht korrekt, den Gasverbrauch eines BHKW über den erzeugten Strom (d.h. die Ablesung am Erzeugungszähler) auszurechnen, weil der so errechnete Wert in der Regel zu niedrig ist. Dafür, dass z.B. Dein Gerät in 3777 Bh nur 3653 kWh Strom erzeugt hat (967 Wh/Bh), kann es verschiedene Erklärungen geben. Die einfachste dürfte sein, dass das Gerät für Regelung, Pumpen, Zündung etc. ein bisschen von dem erzeugten Strom selbst verbraucht. Der Erzeugungszähler sitzt dahinter und misst nur die Netto-Erzeugung, d.h. den Strom, der vom Gerät nach außen abgegeben wurde. Erdgas (nach den technischen Daten 4,2 kWh/Bh, nicht 4,1) wurde aber auch zur Erzeugung des im Gerät verbrauchten Stroms verbraucht und müsste daher mitzählen. Bei unserem Vitotwin (das einen eingebauten KWK-Gaszähler hat) ist das jedenfalls so, und der Zoll hat damit kein Problem (das Finanzamt übrigens auch nicht).


    Wenn natürlich der Zoll beim Ecopower aus bestimmtem Grund anders rechnet, z.B. weil es eine entsprechende Vorschrift gibt oder man darauf besteht, die abrechnungsrelevanten Werte von einem geeichten Zähler abzulesen (was für den Erzeugungszähler zutrifft, für den Betriebsstundenzähler dagegen nicht) lohnt es sich kaum, wegen (15,939-14,977*5,5=) € 5,29 im Jahr ein großes Fass aufzumachen. In dem Fall spricht vielleicht auch einiges dafür, beim Finanzamt denselben Wert anzugeben wie beim Zoll.

    Nun stellt sich noch die Frage mit der erzeugten Wärme, welche steuerrechtlich ja auch noch relevant ist.

    Hier scheint meine vereinfachte Rechnung etwas zu hoch zu sein, da über die Motorlaufzeitzeit wohl nicht die kompletten 2,5 kwh Wärme ankommen bzw. mir zur Verfügung stehen.

    Warum nimmst Du an, dass die 2,5 kWh/Bh Wärme nicht ankommen? Der Anteil der Wärme, der mit dem Abgas über Dach oder auf andere Weise verloren geht, ist bei der Wärmeleistung lt. technischen Daten bereits abgezogen. Daher ja der Wirkungsgrad von lediglich 92% (Hi). Selbst wenn das aber nicht der Fall wäre, hättest Du (anders als beim Strom, siehe oben) m.E. keine belastbare Grundlage, um mit dem Finanzamt über diese Zahl zu streiten. Deshalb würde ich ohne Wenn und Aber mit 2,5 kWh abgegebener Wärme pro Betriebsstunde rechnen.


    Wenn Du bei der Umsatzsteuer Geld sparen willst, könntest Du aber die unentgeltliche Wertabgabe (also 2,5 kWh Wärme pro Betriebsstunde) in Deiner USt-Erklärung nicht mit den Herstellkosten ansetzen (beim Ecopower einschl. Wartungskosten und AfA wohl nicht viel unter 0,2 €/kWh), sondern mit dem (Netto-)Durchschnittspreis für Fernwärme des Vorjahres lt. Energiedaten des BMWi. Laut Tabelle 26 waren das im Jahr 2017 (maßgeblich für das USt-Jahr 2018) € 22,86/GJ. Geteilt durch den Faktor 2,78 entspricht das 8,22 ct/kWh brutto bzw. 6,91 ct/kWh netto.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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  • Moin,


    der Eco1.0 hat einen KWK-Stromzähler und intern nochmal einen Erzeugungszähler, bei meinen 30.000 Betriebstunden haben diese Zähler ein Delta von 1000kWh.

    Wärme gibt das Auskopplungsmodul tatsächlich nur 2,3kW ab.


    mfg

  • Hallo alikante,

    ergibt sich die Wärmeleistung dann nach der Formel Betriebsstunden x 2,5 kW x 0,92 Wirkungsgrad ?

    Wäre dann nachvollziehbar!


    Gruß

    Kurt

  • Nein, die Wärme ist bei mir gemessen mit einem geeichten Zähler.


    die mir bekannten Zertifikate/Prüfbescheide weisen für den 1.0 folgende Werte aus :

    - Gasverbrauch 3,8KW (Hi)

    - Wärmeleistung 2,5KW

    - elt.Leistung 1KW


    Edit : stimmt gar nicht, das war nur die DVGW CE-Prüfung, das GWI hat folgendes ermittelt :

    - Q B 3,65KW (Hu)

    - Q th 2,5KW

    - Q el 0,95KW

  • Ich fasse zusammen:


    Technisches Datenblatt: 1 kW(el); 2,5 kW(th); Eta (Hi) 92%; Gasverbrauch (errechnet) 3,8 kW(Hi) entspricht 4,22 kW(Hs)


    DVGW CE-Prüfung: 1 kW(el); 2,5 kW(th); Gasverbrauch 3,8 kW(Hi) entspricht 4,22 kW(Hs); Eta (errechnet) 92,1% (Hi) entspricht 83% (Hs)


    GWI: 0,95 kW(el); 2,5 kW(th); Gasverbrauch 3,65 kW (Hi) entspricht 4,05 kW (Hs); Eta (errechnet) 94,5% (Hi) entspricht 85,2% (Hs)


    jzwayer: gemessen Gasverbrauch 21.881 kWh (Hs) für 5.860 Bh, entspricht 3,734 kWh/Bh. Wenn die Betriebsstundenzahl stimmt und das Gerät hier tatsächlich 1+2,5 kW geleistet hat, würde das einem Gesamtwirkungsgrad von 93,7% bezogen auf den Brennwert und 104% (!?) bezogen auf den Heizwert entsprechen. Hier muss also irgendwo ein Fehler vorliegen.


    Alikante: Wärmeleistung gemessen 2,3 kW(th). Zähler-Delta 1.000/30.000 = -3,33%, das würde bei 1 kW erzeugtem Strom 967 W abgegebenem Strom entsprechen und wäre exakt derselbe Wert wie beim TS. Dieses Verhältnis scheint also zu stimmen und passt auch zu den 0,95 kW, die von GWI gemessen wurden.


    Aber was nimmt man nun für Gasverbrauch und Wärmeerzeugung? Das arithmetische Mittel?


    Ich persönlich würde dem Gasverbrauch der GWI-Messung nicht trauen, und zwar deshalb, weil - wenn sie stimmen würde - das Gerät in der Praxis einen um 2,5 Prozentpunkte besseren Gesamtwirkungsgrad hätte als vom Hersteller selbst angegeben. Aus dem gleichen Grund stimmt der gemessene Gasverbrauch bei jzwayer mit den anderen Parametern auf keinen Fall zusammen. Hier arbeitet entweder das Gerät mit geringerer Leistung als 1+2,5 kW (vielleicht weil das Erdgas offenbar eher "mager" ist), oder der Bh-Zähler läuft zu schnell.


    Ansonsten kann es natürlich sein, dass die Werte der einzelnen Geräte einfach streuen. In dem Fall müsste man selber messen, z.B. mit einem geeichten Wärme- und Gaszähler: Wobei die Dinger Geld kosten und außerdem m.W. auch wieder ganz legal Abweichungen haben können, bei Wärmezählern plusminus 5%, bei Gaszählern plusminus 3%.


    Aber wenn es nicht um die Wissenschaft geht, sondern um den Verkehr mit Behörden wie Zoll oder Finanzamt, würde ich (zumindest so lange für das fragliche Gerät keine direkt gemessenen Daten vorliegen) mit den Werten aus dem technischen Datenblatt argumentieren.


    Edit: In den technischen Daten weiter unten wird die thermische Leistung des Wärmeauskopplungsmoduls mit 2,4 kW angegeben. Anscheinend gehen zwischen BHKW und Modul noch mal 100 Watt (th) über die Wupper. Damit liegt auch die Messung von Alikante mit 2,3 kW im grünen Bereich. Beim Finanzamt sollte man damit jedenfalls eine Wärmeabgabe von 2,4 kWh pro Bh begründen können. Der Gasverbrauch liegt aber weiterhin bei 4,22 kWh pro Betriebsstunde, außer möglicherweise in Gegenden wo LL-Gas aus der Leitung kommt.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    Einmal editiert, zuletzt von sailor773 () aus folgendem Grund: Edit

  • sailor773 ,


    ich kann nicht erkennen, warum die genannten Parameter auf keinen Fall zusammenpassen sollen: für das BHKW gibt es einen separaten geeichten Gaszähler. Für die Stromproduktion gibt es den geeichten Stromzähler im BHKW sowie 2x Zweirichtungszähler für Stromeinspeisung, Stromproduktion, Eigenverbrauch Strom des BHKW und Strombezug vom Versorgers. Bei den 5860 Betriebsstunden wurden 5720 kWh Strom produziert. Dies entspricht einer durchschnittlichen Leistung von 976 Watt, d.h. produzierte Strommenge und Betriebsstunden passen durchaus zusammen. Die Umrechnung der Gasmenge von m3 aus kWh erfolgt mit den Werten des Versorgers für Zustandszahl und Heizwert. Sämtliche Daten für Laufzeit, Gasmenge des BHKW, Stromproduktion, usw. werden seit Einbau des BHKW in 2013 monatlich jeweils am letzten Tag des Monats um 20.00 Uhrabgelesen und anschließend sowohl für den jeweiligen Monat als auch für die Jahre ausgewertet. Die Relationen für Erzeugung, Gasverbrauch und Betriebsstunden haben bisher sehr gut zusammengepaßt. Mir scheint das gemessene plausibler als die unterschiedlichen Werte aus den technischen Unterlagen, von Vaillant, DVGW und GWI. Es sei denn, dass mir jemand etwas anderes nachweisen kann. Übrigens: das Gerät wird mit LL-Gas betrieben.

    Gruß aus Oldenburg

  • Moin jzwayer ,

    Bei den 5860 Betriebsstunden wurden 5720 kWh Strom produziert.

    Danke, diese Information hatten wir bisher nicht. Der Bh-Zähler scheint also korrekt zu funktionieren. Außerdem kann man jetzt besser rechnen.


    Um was es mir ging ist folgendes: Aus Deiner EÜ-Rechnung in #3 geht hervor, dass insgesamt 21.881 kWh (Hs) Erdgas verbraucht wurden. Umgerechnet auf den Heizwert (Hi) sind das ca. 19.715 kWh. Mit dem vom Hersteller angegebenen Wirkungsgrad von 92% (Hi) sind davon ca. 18.138 kWh nutzbar. Wenn Dein Gerät aber wie von Vaillant angegeben 1 kW(el) und 2,5 kW(th) leisten würde, wären in 5.860 Betriebsstunden (5.860+14.650=) 20.330 kWh erzeugt worden. Das erscheint schwer vorstellbar.


    Wenn Dein Gerät jetzt aber gemessene 5.720 kWh Strom produziert hat und der Wirkungsgrad den technischen Daten entspricht, konnten zusätzlich maximal (18.138-5.760=) 12.378 kWh Wärme erzeugt werden. Das wären dann ca. 2,1 kW(th) neben 976 W(el) und allein schon technisch hochinteressant, denn es würde bedeuten, dass beim Einsatz des energie-ärmeren LL-Gases (und anscheinend gleichbleibendem Gasvolumen von ca. 0,4 m3/Bh) die geringere Energiezufuhr fast ausschließlich zu Lasten der erzeugten (Ab-)Wärme gegangen ist. Will heißen: Beim Einsatz von LL-Gas steigt anscheinend - jedenfalls nach den vorgelegten Daten - der elektrische Wirkungsgrad des Ecopower. Dass auch der Gesamtwirkungsgrad steigt, womöglich gar von 92% (Hi) auf 103% (Hi), halte ich nach wie vor für unwahrscheinlich. Aber das Ergebnis ist m.E. so schon erstaunlich genug. Wäre mal interessant ob andere Ecopower-Betreiber in Nordwestdeutschland auch Ähnliches beobachtet haben.


    Schade nur, dass sowohl das Ecopower als auch das LL-Gas Auslaufmodelle sind...


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

    Einmal editiert, zuletzt von sailor773 () aus folgendem Grund: Typo

  • Moin,


    "Bei den 5860 Betriebsstunden wurden 5720 kWh Strom produziert."


    Das kann ich so nicht betätigen, in 5860h werden um die 5950kWh Strom produziert aber nur ca. 5680kWh davon sind nutzbarer KWK-Strom.


    Ansonsten ist das gerät kaputt bzw. der Motor hat das bekannte Leistungsproblem.

  • Moin alikante,


    Du hast recht: In den 5860 Bh wurden laut BHKW-Zähler 5978 kWh Strom erzeugt. Aber die abrechenbare Strommenge laut BHKW-Angabe sind nur 5709 kWh, während die Strommenge laut EASYMeter-Zähler 5720 kWh beträgt. Der Eigenverbrauch des BHKW liegt bei 37,6 kWh. Fragt man sich: wo bleiben die 258 kWh abzüglich Eigenverbrauch?

    Das Leistungsproblem ist permanent vorhanden. Seit dem Einbau des BHKW im September 2013 hat das BHKW folgende Bh und Leistungswerte geliefert: mal mehr mal weniger als 1,0 kW.

    2014 in 5824 Bh 5917 kWh erzeugt. Abrechenbare Leistung BHKW 5656 kWh, EasyMeter-Zähler 5706 kWh, Gasverbrauch BHKW 2693 m3

    2015 in 5743 Bh 5586 kWh erzeugt. Abrechenbare Leistung BHKW 5379 kWh, EasyMeter-Zähler 5559 kWh. Gasverbrauch BHKW 2645 m3

    2016 in 5567 Bh 5727 kWh erzeugt. Abrechenbare Leistung BHKW 5593 kWh, EasyMeter-Zähler 5352 kWh. Gasverbrauch BHKW 2563 m3

    2017 in 6141 Bh 6090 kWh erzeugt. Abrechenbare Leistung BHKW 5915 kWh, EasyMeter-Zähler 5875 kWh. Gasverbrauch BHKW 2844 m3

    2018 in 5860 Bh 5978 kWh erzeugt. Abrechenbare Leistung BHKW ? kWh, EasyMeter-Zähler 4631 kWh. Gasverbrauch BHKW 2693 m3


    Wodurch die unterschiedlichen Messwerte zwischen BHKW (Produktion und Abrechenbar) und EayMeter-Zähler zustandekommen, hab ich bisher noch nicht ergründen können.


    Der Gasverbrauch liegt recht konstant bei 0,45-0,47 m3/Bh. Der Eigenverbrauch des BHKW bei i.M. 38 kWh. Nur in 2018 ist der Eigenvebrauch des BHKW auf 52 kWh gestiegen.


    Da für die E- und U-Steuer und für den Zoll definitive Werte für den Gasverbrauch nachzuweisen sind, habe ich bisher nur die Gasabrechnungen der Versorger herangezogen, die mit dem Brennwert und der Zustandszahl die Gasmenge in kWh ermitteln. Ob mit Brennwert oder Heizwert gerechnet, hat bisher weder Finanzamt noch Zoll interessiert. Hab mal vergleichsweise mit dem Heizwert statt Brennwert gerechnet. Machte gerade mal 8 € aus bezogen auf die Gesamtgasmenge für das BHKW. Und die Ermittlung der Wärmemenge aus BHKW gem. meiner Beispielrechnung ist bisher auch anerkannt worden. Überlege aber trotzdem, ob es sinn macht, Wärmemengenzähler zu installieren.


    Gruß aus Oldenburg

  • Aha.

    Beitrag # 3:

    Die Gasmenge in der Zeile 7 (2305 m3) wurde für eine Laufzeit des BHKW von 5860 Stunden aufgewendet. Dies entspricht einem Verbrauch von 0,39334 m3/Bh des BHKW.

    Beitrag # 14:

    2018 in 5860 Bh 5978 kWh erzeugt. Abrechenbare Leistung BHKW ? kWh, EasyMeter-Zähler 4631 kWh. Gasverbrauch BHKW 2693 m3

    Also stimmte in #3 einfach die Angabe der Kubikmeter nicht.


    Mit den in der Anlage zu #3 angegebenen Gas-Parametern entsprechen die 2693 m3 ca. 25.575 kWh oder 4,36 kWh/Bh. Es ist also doch nix mit dem besseren Wirkungsgrad des Ecopower mit LL-Gas (eher das Gegenteil), und meine entsprechende Anmerkung in #12 kann aus dem Protokoll gestrichen werden.

    Da für die E- und U-Steuer und für den Zoll definitive Werte für den Gasverbrauch nachzuweisen sind, habe ich bisher nur die Gasabrechnungen der Versorger herangezogen, die mit dem Brennwert und der Zustandszahl die Gasmenge in kWh ermitteln. Ob mit Brennwert oder Heizwert gerechnet, hat bisher weder Finanzamt noch Zoll interessiert.

    Natürlich nicht, denn die haben's ja nicht gewusst (in den einschlägigen Formularen wird nicht danach gefragt). Selbstverständlich ist sowohl für den Zoll als auch für das Finanzamt der Brennwert maßgeblich. Und zumindest der Zoll will die Gasrechnungen sehen, um Deine Angaben zu den Verbräuchen ggf. mit den Abrechnungen abgleichen zu können. Aber wenn Du natürlich Deine Energiesteuer-Erstattung nach dem niedrigeren Heizwert abrechnest (obwohl Du die Energiesteuer auf den Brennwert bezahlt hast) und somit de facto auf ca. 10% Deiner Erstattung verzichtest, hat der Zoll bestimmt keinen Anlass zu meckern.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)