Vitovalor PT2 - Verbrauchs-/ Erzeugungszahlen

  • Bzgl. der Modulation und den Brennerstarts habe ich mal im Viessmann Forum nachgefragt:


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    Dabei ist mir aufgefallen das die Modulation des Brennwertgerätes sich meines Erachtens nicht richtig verhält.

    Wenn die Brennstoffzelle die benötigte Temperatur nicht schafft, dann schaltet sich das Brennwertgerät zu, allerdings bei 46% Modulation. Nach einiger Zeit geht das Brennwertgerät dann aus, um sich nach einiger Zeit wieder bei 46% Modulation einzuschalten.

    Sollte nicht die Modulation so gewählt werden dass diese dauerhaft in einem niedrigen Prozentbereich liegt?

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    Darauf ist folgende Antwort gekommen:

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    Hallo Mestapholes,
    ich kann mir vorstellen, dass die Ein- und Ausschaltbedingungen des Brenners den einen oder anderen Betreiber irritieren werden. Die Besonderheit ist ein sehr spezielles Integralverfahren. Die erhöhte Modulation des Spitzenlastbrenners resultiert aus einer aktiven Brennstoffzelle. Kurzum, startet das Gebläse der Brennstoffzelle, wird die Leistung vom Spitzenlastkessel angehoben. Die Anhebung dient zur Flammenstabilisierung, wo die minimale Teillast dann bei ca. 7 kW Brennerleistung liegen wird. Entgegen den gewohnten Brennerhysteresen bei bisherigen Wärmeerzeugern gibt es im Heizkreisregelbetrieb bei der Vitovalor PT2 keine „festen“ Ein- und Ausschalttemperaturen des Brenners, sodass Sollwerte bewusst überfahren oder unterfahren werden.

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    Beeinflusst das Gebläse der Brennstoffzelle den Spitzlastbrenner? Irgendwie finde ich die Antwort etwas merkwürdig.

    Wird durch dieses Verhalten nicht der Brennwert des Spitzenlastbrenners niedriger als er sein könnte? Überall wird versucht das Takten der Heizung zu vermeiden und hier wird es einfach hingenommen?


    Ohne aktiver Brennstoffzelle fährt die Spitzenlasttherme tatsächlich auch mal mit 9% durch die Gegend, wobei ich meine mehr oder weniger direkt vorher 93% gesehen zu haben (ohne WW Entnahme).


    Aber das ist halt alles ohne vernünftiges Logging nicht richtig nachvollziehbar :-(


    Grüße

    Christian

  • Das wird so korrekt sein. Denn die BSZ hat ja auch ein Gebläse welches ins Abgasrohr reindrückt. Da muß die Therme dagegenarbeiten. Ganz ähnlich wie bei Sturm. Da wird zur Flammenstabilisierung ebenfalls die Leistung angehoben.

    Salopper Vergleich: Streichholz geht bei Wind schnell aus - aber der Propanbrenner bleibt an......

  • Wird durch dieses Verhalten nicht der Brennwert des Spitzenlastbrenners niedriger als er sein könnte?

    Also das sicher nicht. Der Wärmetauscher des Spitzenlastbrenners muss so ausgelegt sein, dass er auch bei Volllast noch funktioniert. Wenn das gegeben ist, hängt der Grad der Brennwertnutzung ausschließlich von der Temperatur des Kühlmittels (d.h. des umgebenden Heizwassers) ab, nicht von der Leistung des Brenners.


    Häufiges Takten muss eine normale Gastherme abkönnen. Unsere läuft im Jahr ca. 700 Stunden mit über 1400 Starts und einer Durchschnittsleistung von 7,5 kW, das sind auch etwa 40%.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Danke für Eure Rückmeldungen.

    Das mit dem Gebläse hatte ich zunächst falsch interpretiert, mir ist der Bezug zum Schornstein nicht aufgefallen (so gesehen ergibt das halt auffallend Sinn).


    Bzgl. des Brennwerteffekts dachte ich das durch die erhöhte Leistung halt nicht die gesamte Abgaswärme umgesetzt werden kann. Ist aber wie von Dir beschrieben der Wärmetauscher tatsächlich groß genug dürfte es wohl egal sein.


    Dann scheint das ja alles so in Ordnung zu sein. Wieso wird dann z.B. im HTD Forum eig. immer so auf dem Takten von den Geräten rumgeritten (mal von Wärmepumpen abgesehen)?

  • Weil viele Heizungen einfach schlecht abgestimmt sind. Da werden zB 24 Kw Geräte in ein Haus gebaut, was mit 15 Kw ausreichend beheizt wäre. Das 15 kw Gerät könnte bis auf 3 kw runterregeln - das 24 kw aber nur bis ca 6 kw. Dadurch ist es meistens am takten. Insofern gibts da Verbesserungspotential.

  • ... denn sie wissen nicht was sie tun ... oder was sie reden ... oder beides?!

    Ich meine jetzt meinen HB und Viessmann.


    Mit Interesse habe ich diesen Fred gelesen, meine 300-P ist seit April kaputt (bereits im anderem Fred erwähnt,

    eine große Deutsche VS mit A..z im Namen kommt nicht in die Pötte...), hoffe bald wieder eine laufende Anlage zu haben.


    Was mir immer wieder auffällt ist die Interpretation rund um die Steuerung und Laufzeit der 300-P bzw PT-2

    (wobei nach jüngsten Rückmeldungen im Viessmann-Forum der Geräteaufbau bezüglich WW/Puffer "sehr"

    unterschiedlich sein soll).


    Aber das Ganze ist dermaßen intransparent, dass ich mir wünschen würde Viessmann macht OpenSource daraus,

    so dass man sich vielleicht selbst die Logik erklären kann (und am besten selbst regeln kann).

    Ich selbst verstehe das Gerät/die Logik jedenfalls nicht mehr...:


    Nach meinem Verständnis sollte die 300-P von Oktober bis April annähernd 100% laufen, da es immer WW Bedarf gibt und

    draußen kalt genug für eine Fußbodenheizung ist (Mai-September ist ein anderes Thema).


    Meine Anlage lief von 11/2018 - 02/2019 exakt 22 Stunden jeden Tag (nicht nur 20), produzierte jeden Tag brav volle 16,5 kWh.

    Wir haben ein EFH, 4 Personen, 200 m2, Fußbodenheizung und eine kleine PV Anlage mit 4 kWp.


    Ich war happy, nach meinem Kenntnissstand lief der Energiemanager die ganze Zeit mit: "Tolles Tool das anhand

    des Bedarfs die Start- und Laufzeiten der 300-P optimiert" (so der HB). -Fragt sich nur welches Bedarfs?

    Viessmann nimmt die Anlagen ja selbst in Betrieb und achtet auf korrekte Einstellung (oder?).

    Und die Anlage lief ja sowieso 22 Stunden, also Vollzeit.


    Im Februar dann ein Defekt, BSZ steht, Spitzenlastmodul funktioniert zum Glück noch.

    Viessmann Techniker kommt sofort, nachdem das Ersatzteil (Pumpe) geliefert ist (1 Woche), ist die Anlage ruckzuck repariert.

    Der Technikerstellt fest dass die WW-Zirkulation falsch angeschlossen ist und den Speicher immer durchmischt, daher hätten

    wir sehr viele Starts des Spitzenlastmoduls (warum eigentlich, BSZ läuft doch auch die ganze Zeit, 22 h/Tag)?

    Ansonsten scheinbar alles OK soweit.


    Die Anlage läuft dann genau 1 Tag, dann steht die BSZ wieder.

    Per Ferndiagnose stellt der Support fest, der Energiemanager muss abgeschaltet werden, da wir eine PV Anlage haben

    (hatten wir die ganze Zeit über, der EM war auch die ganze Zeit an). Aber Tatsache, die BSZ springt wieder an, nachdem

    ich per Fernanleitung 2-3 (versteckte) Knöpfe gedrückt habe.


    Nebenbei erfahre ich dass die 300-P nur 1x am Tag starten kann (die PT-2 kann es 2x sagt Viessmann?), hat mir mein HB

    nicht erzählt und ich hab's auch nirgends gelesen.

    Aber wieso das denn? Ok, eine Wartezeit zwischen zwei Starts von meinetwegen ein paar Stunden kann ich einsehen.

    Aber der BSZ kann es doch egal sein ob sie am Tag 2x10, 3x6 oder 1x22 Stunden läuft (mit z.B. je 2 Std Pause bis Neustart)?


    Da das Ganze nun wärmegeführt ist (kann das überhaupt nach Strombedarf gehen?) und sich die BSZ am laut

    Viessmann am WW-Puffer orientiert), kann es passieren, dass der WW-Puffer geladen ist und weil keiner zuhause

    ist (und kein WW verbraucht), die BS sich nach 2-3 Stunden abschaltet, weil sie die Wärme -im Winter- nicht los wird?!

    Das war's dann für den Kalendertag.


    Äh wie bitte, draußen ist Frost und die Kiste orientiert sich am WW Bedarf? Was ist mit der Heizung?

    Und was interessiert den Energiemanager überhaupt ob wir eine PV Anlage haben? Im Winter/Nachts erzeugt die

    kaum/keinen Strom und selbst wenn, dann speist man ihn eben (zu schlechten Konditionen) ein.


    Unsere PV Anlage erzeugt Strom der 1. verbraucht wird, 2. in den Stromspeicher geht (8kWh) und 3. eingespeist wird.

    Die BSZ hat den Stromspeicher nie geladen (falsch angeschlossen?), wenn zu geringe Abnahme war, wurde der Überschuss

    der BSZ direkt ins Netz eingespeist.


    Meiner Meinung nach macht nur eine wärmegeführte Steuerung Sinn, die auch eine "geringe Überlieferung" zulassen

    muss, um eine zu frühe Abschaltung der BSZ zu vermeiden.

    Im Sommer könnte man vielleicht für eine zusätzliche Kühlung (Swimming-Pool) sorgen, um ein paar Stunden Laufzeit zu gewinnen.


    Wenn man die Antworten von Viessmann auf Problemmeldungen in deren Forum liest, hat man das Gefühl dass

    sie mal so und mal so antworten, je nachdem wie es gerade passt.

    -Als würden Sie die Steuerung selbst nicht verstehen...


    Oder geht das nur mir so?

  • Zunächst mal muß man sagen, daß die 300 P auch für Viessmann und Heizungsbauer noch Lehrzeit war. Viele Infos die heute gegeben werden, gabs bei der so noch nicht.

    Zunächst mal:

    Es stimmt, die 300P startet max. 1x am Tag.

    Die nächste Info wird dich, falls du es nicht weist, wenig begeistern: nach 20 Betriebsjahren schaltet die BSZ endgültig ab. Das ist eine Funktion vom Hersteller Panasonic, da ab dem die Gasaufbereitung erschöpft ist.


    Der Energiemanager macht ohnehin kaum Sinn. Wenn die Anlage schon 20-22 Stunden täglich läuft ist da wenig zu Optimieren.


    Das WW interessiert die 300-P quasi gar nicht. Sie kann das WW nicht aktiv beladen! (Die PT 2 kanns, die Konstruktion ist anders). Die BSZ ist für die Heizung da.

  • Hallo martin123,


    es geht nicht nur Dir mit Deiner 300-P so, es geht auch mir mit meiner PT2 so.

    Nach meinem Verständnis sollte die 300-P von Oktober bis April annähernd 100% laufen

    Ich versuche seit Juli 2018 das Betriebsverhalten der PT2 zu verstehen.


    Wie Du in diesem thread vielleicht gesehen hast, logge ich die Leistungsabgabe und -aufnahme der PT2 um überhaupt zu sehen, wann und wie lange die BZ läuft. Aktuell warte ich darauf, dass sie mal 45h durchgehend läuft. Bei einer aktuellen wöchentlichen Durchschnittstemperatur von 13°C tut sie das noch nicht. Die längste geloggte Laufzeit war 32h. Letztes Jahr konnte ich die max. Laufzeit auch nicht feststellen, weil sie wegen einem Defekt in den Monaten Oktober bis einschl. Januar außer Betrieb war.


    Deshalb beobachte ich immer wieder über die App ViCare das Betriebsverhalten und stelle dabei fest, dass bei
    - Außentemperaturen um 15°C

    - Speichertemperaturen um 50/46°C,

    - Vorlauftemperatur Heizkreis um 33°C,

    - BZ ab ca. 01:00 - 04:00Uhr aus

    immer wieder der Brenner anspringt und die Vorlauftemperaturen mit 2 kW Leistung bis zur hydr. Weiche auf 50°C erhöht, ohne dass sich die Speichertemperatur ändert. Dieses Spiel findet gefühlt im 5-10 Minutentakt (Brenner 53 Bh, 552 Starts im September) statt und zwar solange, bis untere Speichertemperatur bei ca. 40°C liegt, denn dann springt die BSZ an. Solange die obere Speichertemperatur unter der erforderlichen Vorlauftemperatur des Heizkreises ist springt der Brenner auch an wenn die BSZ läuft. Welches DeltaT erforderlich ist, damit der Heizkreis aus dem Speicher versorgt wird, konnte ich noch nicht feststellen.


    Bedeutet für mich, dass der Wärmebedarf Heizkreis für die Steuerung/Regelung nicht hoch genug ist, um die BSZ einzuschalten. Ohne das Näherungsweise ausgerechnet zu haben habe ich das Gefühl, dass die BSZ eigentlich diesen Wärmebedarf der Heizung mit einer Mindestlaufzeit decken könnte, zumal bei Vorlauftemperaturen unter 50°C auf jeden Fall auch keine Rücklauftemperaturen auftreten, die zu einer Abschaltung führen könnten.


    Soviel zum Geräteverständnis.

    Aber das Ganze ist dermaßen intransparent, dass ich mir wünschen würde Viessmann macht OpenSource daraus,

    so dass man sich vielleicht selbst die Logik erklären kann (und am besten selbst regeln kann).

    Ich selbst verstehe das Gerät/die Logik jedenfalls nicht mehr...:

    Die Transparenz bekomme ich über die Beobachtung des Betriebsverhaltens und durch das Studium dieses Forums.


    Per Ferndiagnose stellt der Support fest, der Energiemanager muss abgeschaltet werden, da wir eine PV Anlage haben (hatten wir die ganze Zeit über, der EM war auch die ganze Zeit an). Aber Tatsache, die BSZ springt wieder an, nachdem

    ich per Fernanleitung 2-3 (versteckte) Knöpfe gedrückt habe.

    Es erscheint mir nicht glaubwürdig was der Support da erzählt hat.

    Auch ich hatte von Juli 18 bis August 19 den Energiemanager immer eingeschaltet. Seit September ist er ausgeschaltet, denn er hat nicht dafür gesorgt, dass sich die BSZ entsprechend meinem Lastprofil einschaltet.

    Geht ja auch garnicht, denn sie ist ja wärmegeführt. Es muss also immer Wärmebedarf da sein, damit die BSZ startet. Der Energiemanager könnte höchstens den Start vorverlegen oder hinauszögern. Dies erfordert aber entsprechenden Puffer. Dieser Puffer war beim 300-P als stand alone kaum vorhanden und bei der PT2 ist 220 Liter auch nicht gerade üppig. Bei Immobilien, die die max. Rücklauftemperaturen überschreiten, wird die Laufzeit ebenfalls bei sehr kalten Tagen beschränkt.


    In meinem Fall mit PV und Batterie habe ich übewiegend in der Nacht Strombedarf, wenn die Batterie leer ist. Dann ist aber der Wärmebedarf gering. Der Energiemanager nützt also in der Übergangs- und Sommerzeit nicht viel und im Winter läuft die BSZ (hoffentlich) durch, da brauche ich keinen Energiemanager.


    Der Energiemanager ist jetzt noch nicht so lange aus, aber bis jetzt habe ich noch keinen Nachteil entdecken können.

    Die BSZ hat den Stromspeicher nie geladen (falsch angeschlossen?), wenn zu geringe Abnahme war, wurde der Überschuss

    der BSZ direkt ins Netz eingespeist.

    Bei mir wird die Batterie Nachts geladen, wenn die Grundlast kleiner ist, als die Erzeugung durch die BSZ. Wenn das bei Dir nicht so ist, hat das meiner Meinung nach eher was mit der Parametrierung der PV-/Batterieanlage zu tun.


    Nebenbei erfahre ich dass die 300-P nur 1x am Tag starten kann (die PT-2 kann es 2x sagt Viessmann?), hat mir mein HB

    nicht erzählt und ich hab's auch nirgends gelesen.

    Aber wieso das denn? Ok, eine Wartezeit zwischen zwei Starts von meinetwegen ein paar Stunden kann ich einsehen.

    Aber der BSZ kann es doch egal sein ob sie am Tag 2x10, 3x6 oder 1x22 Stunden läuft (mit z.B. je 2 Std Pause bis Neustart)?

    Hier kannst Du nachlesen, dass die BSZ eine gewisse Startzeit benötigt und sich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen regenerieren muss. Es war auch schon die Rede davon, dass sich die BSZ erst einschaltet, wenn mindestens eine 4-stündige Laufzeit gegeben ist.

    Bei mir hat das Logging von 00:00 bis 24:00 Uhr schon 3 Starts gezeigt.


    Meiner Meinung nach macht nur eine wärmegeführte Steuerung Sinn, die auch eine "geringe Überlieferung" zulassen

    muss, um eine zu frühe Abschaltung der BSZ zu vermeiden.

    Die PT2 zeigt dieses Verhalten. WW-Solltemperatur habe ich auf 48 °C stehen. Die BSZ erwärmt den Speicher auf 55 °C. Ich vermute, um eine ausreichende Laufzeit zu haben.


    Wenn man die Antworten von Viessmann auf Problemmeldungen in deren Forum liest, hat man das Gefühl dass

    sie mal so und mal so antworten, je nachdem wie es gerade passt.

    Den Eindruck könnte man gewinnen. Die Antworten auf meine Fragen waren auch nicht sehr präzise. Es ist doch auch oftmals so, dass die Fragen nicht genau genug gestellt werden und die Anlagenkonstellationen sehr unterschiedlich sind.


    In Deinem anderen thread habe ich gelesen, dass Du Dich für die PA2 interessierst. Bedenke dabei, dass Du dann die "Intransparenz" und die hier im Forum geschilderten Einschränkungen nach wie vor hast.


    Die Alternativen werden Dir einige Experten aus dem Forum schon noch aufzeigen.;)


    Gruß

    Loule

  • Hallo Zusammen,


    ich bin seit heute neu hier - freue mich, endlich mal ein Forum mit Informationswert gefunden zu haben.

    Ich habe auch schon ein Jahr Vitovalor PT2 "Erfahrung" hinter mir - und trotz Ingenieurs-Studium und diverser Iterationen mit Kundendienst blicke ich immer noch nicht so ganz hinter die Logik. Ich lasse meine "Frust-Tiraden" mal weg - würde zu viel Platz in Anspruch nehmen.

    Mein Setup:

    • Vitovalor PT2 (seit 10/2018),
    • 2 Heizkreise (Heizkreis 2 FBH und auf HK1 mein Pool); Pool steuert HK1-Pumpe (könnte m.E. schon ein Setup-Fehler sein....?!)
    • Heizkreis 1 (Pool) ohne Mischer: Komfortbetrieb (Raumsollwert 28° um auch bei Sommertemperatur zu heizen) zwischen 20h-23h, sonst reduzierter Betrieb bei 10° VL
    • Heizkreis 2 (Haus - FBH) mit Mischer: Komfortbetrieb (Raumsoll 21°) zwischen 04:00 - 20:00 Uhr
    • Heizkennlinie Kreis 1 (Pool): Neigung 0,2 / Niveau 2
    • Heizkennlinie Kreis 2 (Haus FBH): Neigung 0,4 / Niveau 8
    • Warmwasser zunächst 50°- vor einigen Wochen aus Hygienegründen auf 60° umgestellt - läuft nach Standardkonfiguration (05:30 - 22:00h)
    • ....WW mittlerweile wieder auf 50° und 24h, sonst scheint die BSZ nicht zu laufen (vermutlich wg. Abschalttemperatur)
    • Einzelraumsteuerung über KNX MDT Raumtemp-Sensor und MDT Heizungsaktor auf COMFORT 230V Stellantriebe; Aktoren mit PWM Zyklus 10min


    Ich tüftele noch nach wie vor rum - folgende Themen beschäftigen mich:


    • Ich habe bei der Brennstoffzelle Betriebsstunden von 8701 Stunden und Produktionsstunden von 3722h - dieses Verhältnis ist mir unerklärbar, zumal auch der Pool im Sommer einen kontinuierlichen Wärmebedarf abnimmt
    • Ich habe mittlerweile 7063 Brennerstarts (!) und 3352 Brennerbetriebsstunden - Wahnsinn....
    • Im Sommer lief die BSZ de facto gar nicht- einzige Erklärung könnte die zu hoch eingestellte WW-Temperatur sein.....ich habe den Eindruck, dass das gesamte System darauf ausgelegt ist, nicht über 50° zu agieren (führt bei mir aber oft zu 45° WW-Temperatur, vermutlich wg Hysterese) - das ist mir eigentlich beim besten Willen zu gering, solange mir keiner mit Blut unterschreibt und wissenschaftlich nachweist, dass davon keine Gefahr für meine Kleinkinder ausgeht - auch wenn EFH mit vermeintlich hohem Durchlauf etc blahblah
    • Mein Gasverbrauch im letzten Jahr betrug 27.900 kWh in nur 9 Monaten in einem 240qm hoch wärme gedämmten Neubau (2018 Baujahr) - mein Energieausweis geht von 13kWh + 7kWh = 20kWh pro Jahr aus; hier ist natürlich aber Estrich-Phase mit drin

    Was mich echt fuchsig macht ist, dass es keine klare Empfehlung gibt bzgl. Rahmenparameter - ich habe jetzt hier rausgelesen und durch ausprobieren folgendes gelernt:


    • WW-Temperatur über 55° scheint BSZ außer Betrieb zu setzen - ich vermute wg. zu hoher Rücklauftemp (>45°C)?
    • Zeitschaltung von HK1 oder HK2 scheint wenig Einfluss zu haben - gibt es überhaupt einen Sinn nicht 24h die Heizkreise laufen zu lassen? Welche Zeitschaltung von WW, Heizung, Zirkulation ist denn nun der "Goldstandard"?
    • HK1 scheint irgendwie auch system-intern eine wichtige Rolle zu spielen - die in ViCare und Display angezeigten VL/RL-Temperaturen sind völlig willkürlich und abweichend vom eingestellten Vorlauf des Heizkreises und der Analog-Anzeige an der HK-Pumpe...ich befürchte, es war vielleicht nicht so clever, den Pool ohne Mischer dort aufzulegen
    • Klar ist - wie auch hier öfters geschrieben - die Abschaltung bei 45°, mir aber noch nicht ganz klar welchen Einfluss das WW-Speicher Thema hat

    Ich poste hier mal meine (händisch!!) notierten Detail-Daten im Excel (sorry, nicht ganz strukturiert und aufgeräumt) und zum besseren Verständnis auch mein Heizverhalten bzw. Stellwert-Regelung über 24h.

    Hat eigentlich mittlerweile jemand einen eleganten Weg, die BSZ/PT2 Daten in eine SQL Datenbank zu schreiben? Viessmann mag sie mir nicht (über Portal o.ä.) bereitstellen....und ViCare Schnittstelle abgreifen schaffen meine Programmier-Kenntnisse nicht.


    VG

    Brainee

  • Hallo Brainee,


    Viessmann sagt gar nichts, egal was man fragt - kann ja evtl. daran liegen das es seitens Panasonic verboten ist etwas rauszugeben.

    Aber seitens Viessmann verhält man sich bei jeglichen anderen angefragten Datapoint-Werten meist ebenso.(siehe diverse Foren;()


    Schau bitte im im FHEM vorbei und nimmt das Modul VCONTROL300.

    Man muss dazu einen Raspberry mit SQLite + 1 X Viessmann USB-Lesemodul in der Nähe des Vitovalor benutzten bzw. in dein Heimnetz einbinden.

    Die ersten Vitovalor-Datapoint (evtl. auch für den PT2 anwendbare Werte) sind in dem letzen Beitrag

    https://forum.fhem.de/index.ph…c,67744.300.html#lastPost

    aufgezeigt.


    Heizungsspezifische Viessmann Datapoint's stehen genügend Parameter im Netz "rum". :)


    Hab selbst mehr als 2 Jahre alles verzweifelt für die FCU irgendwo gesucht, dann vor kurzem die Erleuchtung der speziellen Datapoint's für den Vitovalor300P gehabt.;)

    Um die Übersicht nicht zu verlieren sollte man sich auf die FCU Energie- / Wärme-/ Temperatur- / Betriebszustand- / und Gaswerte beschränken.8|


    Gruß

    300P

  • Vielen Dank 300P - das wäre vielleicht ein Projekt für die Weihnachtsferien, ich laufe zur Zeit auf Openhab und müsste alles neu aufsetzen.


    @All:
    Was ist denn Euer Fazit - quasi "Goldstandard" - zu den Kernparametern HK1/2-Zeitschaltung, WW-Zeitschaltung, WW-Soll-Temperatur für beste Wirtschaftlichkeit?

    Hat jemand wie ich 2 Heizkreise im Einsatz? (ob jetzt Pool oder nicht).


    Hier mal meine Datenhistorie abgelesen vom Energiecockpit:


    MonatGasverbrauch
    (Wärme u Wasser in m³)
    Gasverbrauch BSZ in m³Erzeugte elektr.
    Energie in kWh
    Eingespeiste elektr.
    Energie in kWH
    Betriebsstunden BSZ
    (kumulativ in h)
    Stromerzeugung BSZ (kum. in h)Betriebsstunden Brenner (kum. in h)
    Januar 2019333532000
    Feb2761074000
    Mar25311341621
    Apr15911742662
    Mai15010940161
    Jun386122522
    Jul483813922
    Aug82000
    Sep0000855537033099
    Oct1595219133933439553349


    VG

    Brainee

  • Hallo Brainee!

    Was ist denn Euer Fazit - quasi "Goldstandard" - zu den Kernparametern HK1/2-Zeitschaltung, WW-Zeitschaltung, WW-Soll-Temperatur für beste Wirtschaftlichkeit?

    Meinen Gold-Standard habe ich auch noch nicht gefunden.;(

    Wobei es mich etwas wundert, dass Du in Bezug HK- und WW-Zeitschaltung nach unserem Standard fragst. Hängt doch eher von den persönlichen Bedürfnissen ab.

    Ich wohne in einem ZFH, bin Rentner und habe die zweite Wohnung an eine junges Ehepaar mit Kind vermietet, welche beide berufstätig sind. Wenn ich meinen Gold-Standard gefunden hätte, wäre er mit großer Wahrscheinlichkeit nicht übertragbar.

    Mein Bronce-Standard ist:

    • Vitovalor PT2 (seit 06/2018),
    • Heizkreis 2 (Haus - Kompaktheizkörper) mit Mischer: Sollwerte Raum ( Komfort 23°C, Normal 21°C, Reduziert 18°C)
      Mo - Fr 22:00 - 05:30 Uhr reduzierter Sollwert, sonst Komfort
      Sa - So 23:00 - 07:00 Uhr reduzierter Sollwert, sonst Komfort
    • Heizkennlinie Kreis 2 (Haus Kompaktheizkörper): Neigung 1,1 / Niveau 0
    • Sollwert Warmwasser 48°
      Siehe auch #44 in diesem thread.
    • Keine Einzelraumsteuerung

    In diesem thread habe ich zu den Laufzeiten schon einiges geschrieben. Prinzipiell bin ich der Auffassung, dass die BSZ in den Übergangszeiten mehr zum Heizkreis beisteuern könnte. Die Heizkreisvorlauftemperaturen von aktuell 30 - 40°C sollte die BSZ eigentlich schaffen. Im vergangenen Monat hat die BSZ bei einer Laufzeit von 485h 95m³ Gas verbraucht und der Brenner bei 169h 130m³.

    Nach meinem Bauchgefühl stimmt das Verhältnis nicht.


    Ich habe mal Deine Werte, die von Mestapholes und meine Mal nebeneinander in eine Tabelle eingetragen. So kann man die Zahlen besser vergleichen. Um die Zahlen besser beurteilen zu können, habe ich auch noch die Immobilien- und Geräteparameter aufgeführt. Wenn ihr wollt könnt ihr eure Werte hinzufügen.


    Gruß

    Loule

  • Hallo Loule,


    ja - alle haben andere Anforderungen und ich habe auch mind. 5 mal den gesamten Thread durchgelesen, samt #44... :-)

    Ich glaube aber schon, dass - bei gegebenen HK-VL/RL-Temperaturen unter dem Grenzwert (45°) (bei mir mit FBH immer gegeben) - primär die WW-Solltemperatur und die WW-Zeitschaltuhr einen Einfluss auf Laufzeit der Brennstoffzelle hat. Über 55°C Soll ist nach meinem Austesten "Schicht im Schacht" (=BSZ läuft gar nicht mehr bei z.B. 60° WW Soll). WW-Zeitschaltung hat auch logischerweise Einfluss auf Brennerlaufzeit - je nach WW-Solltemperatur aber m.E. möglicherweise auch auf BSZ-Laufzeit. Letzteres teste ich gerade mal über die nächsten 2 Wochen.

    Meine Logik wäre, wenn ich WW-Aufbereitung auf 55° Soll durchlaufen lasse (24h), hat der WW-Speicher kaum noch Abkühlung, um Wärmeüberschuss der BSZ aufzunehmen (falls mal die FBH keine Abnahme hat).....?!

    Bei <50° Soll dürfte die Zeitschaltung keine große Rolle mehr spielen....es sei denn die Hysterese ist zu breit bemessen; glaube ich aber nicht.


    Deine Aufstellung ist trotz ganz anderer Gebäudestruktur super und interessant. Ich habe daher mal einige Datenpunkte ergänzt und noch einige Berechnungen für bessere Vergleichbarkeit aufgenommen. Datei anbei!


    VG

    Brainee