Vitovalor PT2 - Verbrauchs-/ Erzeugungszahlen

  • Tja, Gedanken machen...


    Ändern kann ich es jetzt sowieso nicht mehr.


    Es ist halt im Sommer derzeit kein erhöhter Bedarf an WW da. Evtl. wird das etwas mehr wenn die Kinder älter werden und öfters (ggf. täglich) Duschen.


    Immerhin ist das Verhältniss zwischen Eigenverbraucht und Einspeisung bei 6:4.

    Ob sich das ganze ökonomisch rechnet, werden die Wintermonate zeigen.


    Für mich gab es aber ja bei der Anschaffung der Heizung nur die Möglichkeiten einer BZ, Gasheizung mit riesiger ST (ökonomisch vollkommen uninteressant), WP (mit eigenen Vor-/Nachteilen) oder Pelletheizung (das sind mir zu viele mechanische Teile beteiligt).


    Für eine Sole-WP hatte ich einen schönen Grabenkollektor geplant. Allerdings hätte das bedeutet sich einmal durch den Garten zu wühlen.

    Desweiteren war kein Heizungsmonteur hier zu finden der ein Angebot zu einer Sole-WP abgegeben hat.

    Gasheizung (mit ST), Gasheizung mit Zeolith, Pelletheizung das wurde angeboten. Teilweise wurde gar nicht auf die Primärenergie geachtet, teilweise wurde trotz intensiver Besprechung gar kein oder ein falsches Angebot gemacht, ein/zwei Angebote waren so exorbitant teuer das ich fast rückwärts umgefallen wäre.


    Der Gasanschluss war mit 250 Euro inkl. Tiefbauarbeiten nachgeworfen.

    Für die Brennstoffzelle habe ich jetzt inkl. E-Arbeiten (neuer Zählerschrank), inkl. Wartungsvertrag für die BZ nach Förderung ~20000 Euro inkl. MwSt bezahlt (und das von einem lokalen Heizungsbauer).


    Wenn das erste Kalenderjahr rum ist, werde ich mal abrechnen.


    Ob ich mich bei der Wahl richtig entschieden habe? Keine Ahnung... Allerdings geht mir das mit der Bürokratie (Anmelden, Steruern,...) ein bisschen auf den Zeiger. Ansonsten läuft die Anlage ja bisher störungsfrei (und das ist sehr schön) :-)


    Bin noch am überlegen für die Sommermonate eine kleine PV Anlage auf die Garage zu basteln. Dach vom Haus ist ja derzeit noch durch die Regierung tabu :D


    Grüße

    Christian

  • Ach, mir ging es gar nicht darum, ob sich das rechnet. Mir war wichtiger zu wissen, wieso die Maschine so wenig Strom produziert... Grund: Wird die Wärme nicht los.


    Insofern sind alle Vorab-Berechnungen bei der BSZ von Viessmann Nonsens.


    Laut Viessmann-Prospekt produziert die BSZ "BIS ZU (!!) 18 kWh" am Tag.... Bei Dir waren es im August 3....


    Da "bis zu" eine andere Formulierung für "maximal" ist, hat man Dich nicht mal beschissen...


    Anders gerechnet kann man sagen, dass die Viessmann BSZ xtausend Euro kostet.

    Und dann im Jahr eben "BIS ZU" 365*18kWh=6.570 kWh Strom produziert. Kann auch weniger sein (wenn man wie Du zu wenig Kinder hat oder die zu jung sind).


    Die xtausend Euro sind aber fix..... Und ich bin mal gespannt, wo Du denn nach einem Jahr landest...


    Interessant wäre auch, ob Dir denn einer ne Wirtschaftlichkeitsberechnung gemacht hat, denn da muss ja "Stromproduktion xy kWh" drinnen stehen...

  • Wer die Formulierung bis zu nicht versteht dem kann man nicht helfen, da gibts nix zu meckern.

    Unter den oben genannten Gründen hast du denke ich alles richtig gemacht, evtl. ist noch ein wenig Optimierung drin indem man WaMa und Spülmaschine mit Warmwasser versorgt? Die PV ist sicher ne gute Idee, je eher desto besser, EEG wird ja immer weniger ;( Falls du da Material brauchst kannst dich gerne melden.

  • Ich habe ja auch nicht gesagt, dass dieser oder egal welcher Endkunde was falsch gemacht hat...


    Der Mensch ist nicht auf "bis zu" gepolt.... Der Mensch denkt, dass "bis zu" das ist, was das Ding produziert. Solarthermieanlagen sparen "bis zu 60%" der Kosten...


    Umgekehrt wäre mal interessant: "Herr Heizungsbauer Schmitz, Sie bauen mir nen Vitovalor ein und ich bezahle Ihnen bis zu 27.000 Euro"


    Ob Meister Schmitz da macht?

  • Hans Dampf :

    Eine Berechnung hat damals Sailor hier im Forum gemacht (wofür ich immer noch dankbar bin ;-) ).

    Sanierung Einfamilienhaus Erdwärme vs. Viessmann PT2


    Bin mir im Moment nicht sicher ob der Heizungsbauer auch ne Berechnung gemacht hat, wenn dann war diese aber deutlich mehr über den Dicken Daumen erfolgt. Die Berechnung von EnergyWorld hätte ich noch, danach wäre ich aber jetzt schon Millionär :P


    Wenn ich bisher die Stromherstellung im April mit 415kWh als Grundlage nehme zur Berechnung (wobei es da ja noch Klärungsbedarf für die Tage gibt an denen die BZ nicht lief)...

    Oktober-April * 415 ~> 2500 kWh + 2 Monate (September, Mai) * 200 ~> 400kWh + 4 (Sommer) * 90 kWh ~> 360kWh = 3260kWh


    Damit würde ich bisher ca 1000 kWh hinter der Berechnung bleiben (das ist aber im Moment "Extreme Glaskugeling", die stochastischen Daten geben für die kalten Monate im Moment sehr wenig her).


    Der Dachs läuft ;) :

    Die Waschmaschine steht leider zu weit weg von der Heizung.

    Die SpüMa könnte evtl. interessant sein, ich muss mal den Inhalt des Rohres bis dahin ausrechnen (das Gerät kommt ja mit wenig Wasser, glaube es sind so 7-9Liter aus).


    Bzgl. der PV melde ich mich bei Dir, muss das noch ein paar Detail ansehen.


    Grüße

    Christian

  • Der Mensch ist nicht auf "bis zu" gepolt.... Der Mensch denkt, dass "bis zu" das ist, was das Ding produziert. Solarthermieanlagen sparen "bis zu 60%" der Kosten...

    Also gerade bei Werbeversprechen denke ich das die meisten das bis zu schon eher kritisch erfassen. Oder bin ich der Einzige der solche Texte kritisch liest??? Es sollte doch jedem klar sein dass, das Verkaufen der Job des Verkäufers ist, womit er sein Geld verdient und damit hat er natürlich ein Interesse, oder zumindest eine Tendenz Dinge schön zu rechnen...

    Die SpüMa könnte evtl. interessant sein, ich muss mal den Inhalt des Rohres bis dahin ausrechnen (das Gerät kommt ja mit wenig Wasser, glaube es sind so 7-9Liter aus).

    Die Entfernung sollte egal sein, wenn du eine Ziruklation hast. Nebenbei, diese nicht permanent laufen zu lassen, sondern nur bei Bedarf z. B. über Taster oder Funk anzufordern spart auch einiges, sowohl an Strom als auch an Wärme.

  • Bei 7-9 Liter WWbedarf pro Tag für die Spüma kann sich das schlichtweg nicht lohnen... Er kann aber die Spüma immer nur halb beladen, dann sind es fast 20 Liter... und dann noch Leute zu Essen einladen, dann wird es noch mehr...


    Mal ernsthaft:

    Wieso kapiert hier keiner, worum es wirklich geht? Ein normales BHKW hat wegen seiner Wärmeauskopplung das Problem der Laufzeit, wenn der Wärmebedarf zu gering ist.


    Denkt man mal drüber nach, ist der PT2 nix anderes als ein normales BHKW... Und eben keine Dauerläufer-BSZ, die 18 kWh Strom am Tag macht und eine gute Eigenversorgung leistet...


    Wendepunkt ist doch, ab wann der Kunde die Faxen dicke hat... Liegt sicher an dem Kunden, aber auch daran, was denn der Verkäufer so versprochen hat... Konkret EW Energy World hat da wohl extremste Leichen im Keller, denn die versprechen ja alles und noch mehr...


    Soll sind bei 18 kWh am Tag 6.570 kWh im Jahr.... im Schaltjahr noch mehr, aber das ist ja nur alle 4 Jahre...

    Entscheidend ist dann die IKG (=individuelle Kotzgrenze) des Kunden. Und da darf man mal abwarten, was das Ding denn bei Herrn Müller oder Herrn Meier so ausgeworfen hat, wenn Jahr 1 rum ist.... Dumm nur, dass die ganze Nummer mega-transparent ist und es schwer sein wird, wie bei anderen Techniken (Wärmepumpe: Herr Müller, Sie heizen zu viel, deshalb ist die JAZ so schlecht) dem Kunden die Schuld in die Schuhe zu schieben.


    Ach nee, Herr Meier, da steht ja "bis zu".... Sind Sie nicht in der Lage, Werbeversprechen von Fakten zu unterscheiden? Ihre Schuld!


    Da wühlt Herr Meier doch dann mal schnell in seinem Ordner, den er so liebevoll mit "Versicherungen" beschriftet hat... Unter Register arabisch 4 liegt hier die Police namens Rechtsschutz....


    Das Thema bleibt spannend....

  • Also mir persönlich steht jetzt nicht das Streben danach meine Rechtsschutz einzuschalten...


    Mir war / ist bewusst das die BSZ im Sommer in der Laufzeit durch die Abnahmen von WW in der Laufzeit beschränkt ist.


    Natürlich wäre es evtl. schöner wenn die BSZ eine niedrigere thermische Leistung bei erhöhter elektrischer Leistung hätte, um mehr Strom im Sommer zu produzieren.


    Wäre für mich nun die Bluegen die bessere Alternative gewesen?

    Achtung jetzt wirds subjektiv...


    Ökologisch:

    Meiner Meinung nach kann man im Sommer mit einer kleinen PV wunderbar das kompensieren was eine energiegeführte BSZ leistet.

    Solange man diese nicht hat (wie bei mir beim Status Quo) ist die energiegeführte BSZ sicher ökologisch besser (kommt halt auf den Strommix im Netz an), sobald aber PV zur Eigenversorgung ins Spiel kommt dreht sich das wieder.


    Ökonomisch:

    Solange die beiden BSZ das gleiche kosten (inkl. Spitzenlasttherme, Wartungsvertrag,...) dann ist die energiegeführte BSZ die bessere Wahl.

    Ich habe das mal grob bei meinen Verbräuchen gegen die Bluegen ausgerechnet und komme im Besten Fall auf Mehreinnahmen von ~1030 Euro/Jahr (vor Steuern).

    Klingt zunächst nach viel...

    Von diesen 1030 Euro gehen zunächst 450 Euro / Jahr für den Wartungsvertrag runter (PT2 1500 Euro / 10 Jahre gegen 600 Euro / Jahr Bluegen).

    Bleiben 580...

    Jetzt wird etwas hakelig, da ich die genauen Kosten der Bluegen nicht kenne...


    Für die Spitzenlasttherme kann man denke ich getrost 5000 Euro (inkl. Einbau) ansetzen (Vitodens 222-F).

    Wenn man jetzt 10 Jahre ansetzt, dann bleiben 80 Euro / Jahr an Vorteil...


    Für die PT2 habe ich 30900 Euro brutto bezahlt. Hiervon gehen ~1500 Euro für Elektroarbeiten (neuer Zählerkasten) ab.

    29400 - 9300 Förderung KfW = 20200 - 1800 Euro Bafa (hier nehm ich mal den Pauschbetrag zur einfacheren Berechnung)

    Endsumme 18300 Euro brutto.


    Jetzt kommt für mich die große Frage was die Installation einer Bluegen gekostet hätte. Im Netz habe ich von jemanden gelesen der 16000 Euro netto nach allen Abzügen (KfW, Bafa) bezahlt haben möchte (kann man die dafür wirklich Stand heute noch bekommen?).

    Gehen also von den 800 Euro für 10 Jahre an Mehreinnahmen nochmal 800 Euro runter.


    Wäre für mich also vermutlich ein Nullsummenspiel geworden...

    Ja, die Zahlen sind wackelig. Ich glaube aber das ich mit der PT2 jetzt ökonomisch im Vergleich zur Bluegen nicht total daneben gegriffen habe.


    Genaueres kann erst nach einem vollen Kalenderjahr mit meinen Verbräuchen berechnet werden (und wenn ich genauere Zahlen zur Bluegen kennen würde).


    Über die Berechnung können wir gern diskutieren :-)


    Grüße

    Christian

  • Also, der BlueGEN kostet mit separater Therme 32.000 Euro netto. Wenn man dann die Förderungen 12.450 und KWK-Sofortauszahlung abzieht, landet man bei 16.000 Euro netto. Fertig und in Betrieb.


    Der Vowa beim BlueGEN kostet 600 Euro im Jahr und der läuft 10 Jahre.


    Der entscheidende Unterschied ist, dass der BlueGEN 13.000 kWh Strom im Jahr macht, da kann man nicht viel dran drehen... Die sind dann eben da... Und die kann man dann selber verbrauchen oder aber gegen immerhin 5 Cent/kWh einspeisen.


    Die Wärme von 800 Watt wird man auch im Hochsommer fast immer los, wenn mal nicht, läuft Greta Thunberg auch keine Träne übers Mondgesicht, denn die Maschine spart dann noch immer 40 oder 50% CO2 verglichen mit dem Deutschen Strommix.


    Der Kunde hat eben eine verlässliche Größe und weiß am 01.01., dass die Kiste 13.000 kWh Strom machen wird. Unsere älteste Anlage ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und stinklangweilig.


    Du hast ja immerhin im Juni, Juli und August jeweils >200 kWh Strombezug, also knapp 700 in den 3 Monaten.... sind auch 200 Euro...


    Und sicher kann man sich dann noch ne PV kaufen.... Ist einfach total ökologisch... Problem ist nur, dass die dann auch wieder Kohle kostet...


    Anders formuliert:

    Ich habe eine BSZ von Viessmann, die im Sommer nicht ganz so performt, wie sie denn sollte, weil sie die Wärme nicht los wird.

    Deshalb kaufe ich mir dann noch ne PV-Anlage (Preis je kWp 1.200 Euro).


    Macht das Sinn?

  • Moin,


    ich finde wir sollten in dieser Diskussion die Polemik von den Fakten trennen.


    Polemik ist zum Beispiel

    Der Mensch ist nicht auf "bis zu" gepolt.... Der Mensch denkt, dass "bis zu" das ist, was das Ding produziert.

    Also sagen wir, ein Auto erreicht laut technischen Daten "bis zu" 220 km/h, und in Praxistests wird dieser Wert auch bestätigt. "Der Mensch denkt" demnach, er kommt damit in vier Stunden von München bis Flensburg. Schafft er das nicht (auch nicht nach mehrmaligen Versuchen), fühlt er sich betrogen und geht mit seiner Rechtsschutzversicherung zum Kadi. Richtig?


    "Der Mensch" als solcher denkt das m.E. in aller Regel nicht, insbesondere nicht wenn es um eine Investition (netto nach Förderung) von 20.000 Ocken geht. Stattdessen schätzt oder rechnet er, nach bestem Können, was "bis zu" in seinem speziellen Fall bedeuten könnte, und entscheidet dann ob das für ihn attraktiv ist. Und wenn er das nicht allein schafft, holt er sich Rat hier im Forum.

    Mir war wichtiger zu wissen, wieso die Maschine so wenig Strom produziert... Grund: Wird die Wärme nicht los.


    Insofern sind alle Vorab-Berechnungen bei der BSZ von Viessmann Nonsens.

    Surprise, surprise, das Gerät wird im Sommer die Wärme nicht los. Wer hätte das gedacht? Und deshalb sind alle Vorab-Berechnungen Nonsense??


    Dass eine Vitovalor im Sommer wegen des geringen Wärmebedarfs deutlich weniger läuft und daher auch deutlich weniger Strom produziert als im Winter, ist ein wesentlicher Teil aller Überlegungen und Berechnungen zu diesem Thema, die ich hier im Forum jemals gesehen oder selbst gemacht habe. Die Frage dabei ist nicht "ob" sondern um wie viel weniger. Jedem, der irgendeinen Beitrag zur Vitovalor hier im Forum gelesen hat, muss diese Tatsache bekannt sein.


    Aber natürlich kann man sich dabei auch verschätzen. Und damit kommen wir weg von der Polemik zu dem wahren Kern, den jede gute Polemik haben muss.

    Bei 750W wäre das Maximum 558 kWh Stromproduktion gewesen. Produziert hat die Maschine 91,1 kWh...

    Also hat sie 2,94 kWh am Tag produziert und ist dafür 3,92 Stunden am Tag gelaufen. Nach meiner (auf einer Schätzung des Warmwasserverbrauchs nach der Personenzahl beruhenden) Berechnung, die Mestapholes erwähnt hat, hätten es aber eher 10 Stunden mit 7,5 kWh Stromerzeugung sein sollen. Es fehlen also in der Tat ca. 4,5 kWh Strom pro Tag, und es lohnt sich durchaus, nachzudenken woran das liegt.


    Mal davon ab, dass offenbar ein paar Tage wegen Urlaubs kein Warmwasserbedarf war, könnte das an zwei Ursachen liegen:


    1) Der Warmwasserbedarf ist tatsächlich geringer als angenommen

    2) Der Warmwasserbedarf wird auch im Sommer zum Teil vom Zusatzbrenner gedeckt, weil der Speicher für auftretende Stoßbelastungen zu klein ist (z.B. wenn alle Personen im Haus direkt nacheinander duschen).


    Falls 1) zutrifft kann man nichts machen.


    Im Fall von 2) könnte man versuchen an der Regelung zu spielen (bei einer Vitovalor nicht ganz unkritisch), oder – wenn man es vorher weiß – vielleicht eine andere hydraulische Einbindung mit größerem TWW-Speicher wählen. Wenn das nicht geht oder zu teuer ist, muss man wahrscheinlich wirklich bei den Berechnungen zur Vitovalor-Laufzeit im Sommerbetrieb einen Sicherheitsfaktor abziehen. Deshalb sind Praxisbeobachtungen wie die von Mestapholes so unheimlich wichtig.


    Übrigens noch eine Frage:

    Und schon wieder ist ein Monat rum. Tabelle entsprechend ergänzt :-)

    Wie kommt man denn an die aktualisierte Tabelle? Ich kann sie nicht finden und bin anscheinend (im Gegensatz zu Hans_Dampf ) zu blöd dafür. Aber zum Ausgleich bin ich bereit, ständig dazu zu lernen...^^


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Sailor, ich habe auch suchen müssen und bin dann mal auf Seite 1 dieses Threads gegangen...


    Gut, dass allen klar war, dass der Vitovalor im Sommer nicht voll läuft. Dass das so extrem ist, war mir aber nicht klar. Ich kenne halt nur den BlueGEN, der durchläuft...


    Gut, dass es nur 4,5 fehlende kWh am Tag sind, sind ja nur 135 kWh im Monat... nicht der Rede wert...

    Man sieht ja auch, dass der Stromzukauf auch nicht der Rede wert ist und der Themenersteller froh sein soll, dass die Maschine überhaupt was gemacht hat, oder?


    An der Wirkung der "Bis zu" Aussagen gibt es nun mal nix zu diskutieren, denn wenn diese nicht die Wirkung hätten, die ich beschrieben habe, würden die Hersteller diese Aussagen ja nicht machen.


    Ich kann ja demnächst auch hergehen und ein 50 kW-BHKW damit anpreisen, dass es bis zu 438.000 kWh Strom produziert. Was es ja auch tut, nur nicht eben in dem fraglichen Objekt.


    Die Frage ist doch, ob

    a) Der Kunde dann mit x kWh Stromproduktion, die welche Maschine auch immer gebracht hat, zufrieden ist

    b) Ob er sich die Maschine nochmal kaufen würde


    Spannend wäre es zu wissen, mit welcher Stromproduktion der Themenersteller denn gerechnet hat. Wie gesagt macht der PT2 pro Jahr BIS ZU 6.570 kWh Strom. Ab wann wird man dann sauer? 6.300? 5.800? 4.000?

  • Ein paar kleine Klarstellungen:

    A) Vitovalor 300-P benötigt 4 h/Tag Ruhezeit (Modelle aus 2017/18 und das Nachfolgemodell Vitovalor PT2 wohl nur noch 2 h).

    B) Trinkwasserpufferspeicher hat auch Nachteile wie Anschaffungskosten (ca. 1000,- €) und dauerhafte Zusatzverluste. Ich habe mir daher keine zugelegt, die ersparten Kosten mit für eine PV-Anlage 5,4 kWp verwendet. De Weiteren noch 8,8 kWh Stromspeicher von LG Chem (Achtung: Speicher rechnet sich nur in Bundesländern wo 40 % Förderzuschuss gegeben wird, ansonsten gilt die allgemeine Regel: Geld für Stromspeicher lieber in zusätzliche KWp PV stecken.)

    C) Serviekosten sind für 10 Jahre in den Anschaffungskosten drin (Voraussetzung für die KfW-Förderung). Es muss also nur die Therme ab und an gewartet werden. Der Schornsteinfeger will/muss bei KWK-Anlagen alle 2 Jahre vorbei (Brennwert-Gastherme alle 3 Jahre)


    Praxis-Erfahrungen:

    Damit bekomme ich für 170 m² EFH mit Ferienwohnung 98% Stromautarkie hin (mit Disziplin wie in den ersten 3 Monaten könnte man auch 100 % schaffen ;).


    Ich bin voll zufrieden mit Viessmanns Vitovalor 300-P.

    Die Brennstoffzelle wird im Sommer Juni-August komplett abgestellt (Würde sonst nur 4 h (ineffizient auf 70°C integrierten Pufferspeicher hochheizen für 1 x Duschen und den Rest in Wäremverluste wandeln, Fpr Strom reicht die PV komplett). Mai und September wird die Brennstoffzelle nur an trüben und kalten Tagen angestellt. Oktober bis April läuft sie durch

    KWK-BSZ: Vitovalor 300-P

    PV: 5,1 kWp (8 x 300 W Ost, 9 x 300 W West) SMA-WR SunnyBoy 4.0

    Stromspeicher: LG RESU 10 (8,8 kWh nutzbar) und 5 kW Lade-/Entladeleistung mit SMA-WR SI 6.0, L/E: 4,6 kW

    1-phasiges Ersatzstromsystem mit allpoliger Trennung

  • Nun, die 6570 sind möglich.

    man hat kein Problem, wenn man ein wenig rechnet und dem Kunden sagt, daß er mit zB 4500 kwh rechnen kann.

    Aber das ist eben der Unterschied - manche wollen nur verkaufen und sparen in der Beratung.

  • Hallo zusammen,

    Im Fall von 2) könnte man versuchen an der Regelung zu spielen

    Die Regelung gibt nicht viel her zum Spielen.

    Ich habe die Zeiten für die Warmwasserbereitung über den Zusatzbrenner auf ein verträgliches Maß reduziert. Das heißt konkret:

    Mo - Di 05:00 - 09:00Uhr

    Sa - So 06:00 - 11:00Uhr

    Die Zeiten habe ich so gewählt, damit die Mieter morgens sicher warmes Wasser haben. Die Mieter verlassen morgens gegen 08:00Uhr die Wohnung und der erste kommt so gegen 14:00Uhr zurück.

    Zu diesen Zeiten hat das WW aber meistens noch um die 50° C (oben und unten) von der Warmwasserbereitung der BSZ vom Tag zuvor. Der Speicher wird durch BSZ auf 55° C geladen, obwohl ich als Solltemperatur "nur" 48° C vorgegeben habe.

    Bei ausserplanmäßigem Warmwasserbedarf (Enkelüberfall mit Duschbedarf) starte ich den Zusatzbrenner über die App.


    Vorher hatte ich die WW-Bereitung durchgängig auf 24h stehen, weil ich dachte, dass auch die BSZ von dem Zeitprogramm anhängig ist. Dem ist aber nicht so. Ich habe beobachtet, dass die Brennstoffzelle bei einer unteren Temperatur von um die 40° C startet. Durch den Viessmann-Techniker weiß ich, dass durch die untere Speichertemperatur die Laufzeit und das Startverhalten BSZ beeinflusst wird.


    Ein weitererEffekt ist, dass der Zusatzbrenner nicht mehr so oft taktet.


    JuliAugust
    Betriebsstunden Brenner
    5h1h
    Startzähler Brenner
    8112
    Betriebsstunden BSZ
    123h150h


    – wenn man es vorher weiß – vielleicht eine andere hydraulische Einbindung mit größerem TWW-Speicher wählen.

    Allein das Wissen reicht nicht.


    Ich hatte versucht meinen vorhanden WW-Speicher aus der Vitotwin-Anlage zu behalten, um im Sommer längere Laufzeiten zu bekommen. Viessmann hat sich darauf nicht eingelassen. Es gab nur freigegebene Anlagenschemas Anschlussschemas.pdf ohne separate Speicher.


    Grüße

    Loule

  • A) Vitovalor 300-P benötigt 4 h/Tag Ruhezeit (Modelle aus 2017/18 und das Nachfolgemodell Vitovalor PT2 wohl nur noch 2 h).

    Ah, das erklärt die unterschiedlichen Zeiten, die in verschiedenen Beiträgen berichtet wurden. Bei den aktuellen Modellen sind es laut technischen Daten 2,5 Stunden Regenerationszeit alle 48 Stunden.

    Der Schornsteinfeger will/muss bei KWK-Anlagen alle 2 Jahre vorbei (Brennwert-Gastherme alle 3 Jahre)

    Bei unserem Vitotwin kommt er nur alle drei Jahre. Möglicherweise liegt das daran, dass auch der Stirling mit Brennwert arbeitet, während eine Brennstoffzelle das aus technischen Gründen nicht kann – und dass womöglich irgendeine Vorschrift die zwei Jahre für alle Nicht-Brennwertgeräte vorgibt. Technisch wäre das bei einer BZ natürlich kompletter Unsinn, aber das wäre bei Vorschriften ja nichts Neues.

    Die Brennstoffzelle wird im Sommer Juni-August komplett abgestellt

    ... und es scheint ihr ja bisher nicht geschadet zu haben. Ich würde wirklich mal gerne wissen, ob dies nur für die 300-P gilt (und für die späteren Modelle einschl. PT2 nicht mehr) und warum. Ein wichtiges Argument gegen eine Vitovalor PT2 ist ja in manchen Fällen, dass sie längeres Ab-(bzw. Standby-)stellen lt. technischen Daten nicht verträgt und deshalb z.B. auch parallel zu einer ST-Anlage (von wirtschaftlichen Aspekten abgesehen) grundsätzlich nicht betrieben werden kann.

    Die Regelung gibt nicht viel her zum Spielen.

    Ich habe die Zeiten für die Warmwasserbereitung über den Zusatzbrenner auf ein verträgliches Maß reduziert.

    ...

    Betriebsstunden Brenner

    5h1h

    Na ja, immerhin 80% Brennerlaufzeit weniger – das ist doch kein Pappenstiel!:thumbup:

    Und Du musstest dabei noch auf Deine Mieter Rücksicht nehmen. In einem EFH ist das weniger kritisch und man kann vielleicht die Zeitvorgaben bei Bedarf noch mehr auf Kante nähen. Also wenn das mit dieser Methode so hinzukriegen ist, muss man sich über größere Speicher etc. keine Gedanken machen.

    Zitat von Hans_Dampf

    Sailor, ich habe auch suchen müssen und bin dann mal auf Seite 1 dieses Threads gegangen...

    Danke, so einfach ist es manchmal...:)

    Die Tabelle zeigt in den Sommermonaten jeweils 1m3 (also ca. 10 kWh) Erdgasverbrauch pro Monat im Zusatzbrenner. Damit lag der TWW-Verbrauch einschl. allfälliger Speicherverluste bei insgesamt ca. 3,3 kWh pro Tag, und der Zusatzbrenner hat davon gerade mal 10% abgedeckt. Da kann man eigentlich nicht meckern. Offenbar ist der TWW-Verbrauch zumindest im Sommer tatsächlich weit geringer als angenommen, und die wenigen Betriebsstunden haben ihre Ursache zu 90% darin.


    Ich werde jedenfalls für zukünftige Rechnungen dieser Art vorab fragen wie der TWW-Verbrauch pro Person ist, bzw. ob der Anfragende diesen eher hoch oder niedrig einschätzt.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

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