Vitovalor PT2 - Verbrauchs-/ Erzeugungszahlen

  • Solche Tabellen finde ich wie immer hochinteressant, habe aber auch hier eine Frage: Die Betriebsstunden der BZ (Spalte acht) stimmen irgendwie nicht mit den Angaben zur Stromerzeugung (Spalte 2) zusammen. Insgesamt passt es schon: 1.605 kWh in 2.114 Bh gibt 0,76 kWh/Bh, das ist möglich. Aber beispielsweise im Juni wären es 357 kWh in 204 Bh gewesen, das kann nicht sein. Hast Du die Werte jeweils an unterschiedlichen Tagen abgelesen?

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Ich glaube die 4te Spalte ist die produzierte Energie der Brennstoffzelle: z.B. Juni 143 kWh aus 204 Std Produktion (errechnet 153kWh).


    Die Differenz zu den 357 kWh wird aus der PV geliefert.


    Wie groß ist die PV Anlage? Bin am überlegen für die Sommermonate evtl. auch ne kleine Anlage zu errichten.

  • sailor773


    Nein, Spalte 2 und 3 sind die Bezugs- und Lieferwerte an den NB. Mestapholes hat es richtig erfasst. Es ist aber nicht Spalte 4, wie er postete, sondern Spalte 5. Z4 ist der interne und von meinem NB akzeptierte Erzeugungszähler.


    Mestapholes


    Zu Post #17

    Kann Dich beruhigen, es gibt keinen versteckten Menuepunkt. Bin da genauso enttäuscht wie Du, dass Viessmann nicht mehr vorhandene Datenpunkte zeigt. Wenn ich schon die Anlage nicht an das Nutzerverhalten anpassen kann (der Energiemanager ist da nicht ausreichend), dann wäre es vielleicht sinnvoll das Nutzerverhalten an die Anlage anzupassen. Dazu will ich aber nicht die Daten von Hand erfassen, sondern sie kontunierlich in einer vernüftigen Erfassungsrate haben. Der Temperaturverlauf einer Außentemperatur, auf den ich keinen Einfluss habe, wird angezeigt, der Temperaturverlauf Kessel, Vorlauf, Rücklauf etc. wird nicht kontinuierlich über einen Graphen angezeigt. In meinen Augen sehr schwach. Bin da auch vom Vitotwin mit dem Siemensregler etwas verwöhnt.


    Habe mir jetzt wieder Equipment ins Haus geholt damit ich genauer erfassen kann, wann die BZ überhaupt läuft und vielleicht mal ein bisschen nachvollziehen kann, was der Energiemanger in den Einstellungen Aus, okologisch und ökonomisch überhaupt macht.


    Aktuell mache ich nichts anderes wie vermutlich viele und Du auch......die Daten aus dem Menue des Vitovalor per Hand auf ein Blatt Papier zu schreiben oder abzufotografieren, um es dann in eine Tabelle am PC einzutragen. Aber das ist ja mit all den anderen Zählern das gleiche.


    Zu Post #19

    Ost/West-Ausrichtung

    Je Seite 12 Module (mit je 6x10 polykristalline Siliziumzellen) 270Wp

  • Alles klar, hab's kapiert.:)

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Hallo Zusammen!


    Bezüglich den häufigen Starts des Zusatzbrenners habe ich meinen HB angeschrieben.


    Meine Frage an den HB:

    Ich habe festgestellt, dass der Brenner in den Monaten März bis einschl. Mai bei ca. 700 Betriebsstunden insgesamt ca. 3000 Starts hatte. Das sind in diesen Monaten im Durchschnitt 4 Starts pro Stunde. Was sagt da die Fachfirma dazu? Mir kommt es etwas viel vor.


    Die Fachfirma hatte dazu garnichts zu sagen, sondern die hat das e-Mail an Viessmann weitergereicht.


    Die Antwort von Viessmann:

    Die Brennstoffzelle kann 2 mal pro Tag starten. Den Startbefehl erhält die Brennstoffzelle über eine Warm-Wasser-Anforderung.

    Dabei errechnet sich die Brennstoffzelle ihre Laufzeiten, welche mindestens 2 Stunden betragen muss. Die Brennstoffzelle heizt zunächst die Heizkreise, ehe sie dann den Speicher Iädt.

    Da wir in den Sommermonaten keinen oder nur einen geringen Heizbetrieb haben, Iädt die Brennstoffzelle auch nurden Speicher.Die hohen Brennerstarts entstehen dann, wenn beispielsweise immer nur kleine Mengen Warm-Wasser gezapftwerden.

    Die Temperaturdiffernz im Speicher reicht dann nicht aus, dass die Brennstoffzelle eine Laufzeit von mindestens 2 Stunden erreicht, sodass der Spitzenlastkessel die Speicherladung übernimmt.


    Meine Frage wurde nicht direkt mit "viel", "wenig" oder "normal" beantwortet. Mit dieser Antwort gehe ich aber davon aus, dass 1000 Starts pro Monat für den Zusatzbrenner durchaus als "normal" zu bewerten sind.


    Interessant wäre, welcher Temperaturdifferenzbetrag den Zusatzbrenner einschaltet.


    In der Zwischenzeit hatte ich mal versucht, über das Warmwasser-Zeitprogramm auf die Startzeit Einfluss zu nehmen.

    Nach der Erstinbetriebnahme hatte ich das Warmwasser-Zeitprogramm durchgängig auf 24h gestellt, weil ich annahm, dass ein Zeitprogramm den Betrieb der BZ beschränken würde.

    Vor kurzem habe ich das Warmwasser-Zeitprogramm überwiegend in die Nachtstunden gelegt, um die Grundlast Nachts über die BZ abzudecken. Da kam es dann tagsüber vor, dass mein redundantes Temperaturmesssystem (= Ehegattin ;)) mitteilte, dass kein warmes Wasser mehr da sei. Die obere und untere Temperatur im Speicher waren sehr niedrig. Demnach hätte also entweder der Zusatzbrenner und/oder die BZ starten können. Zusatzbrenner startete nicht, weil das Warmwasser-Zeitprogramm noch keine Freigabe erteilte und warum die BZ nicht lief, konnte ich nicht nachvollziehen. Vermutlich war sie beim reformieren oder irgendeine Zeitkonstante war noch im Eingriff.


    Ich habe festgestellt, dass die BZ auch außerhalb der im Warmwasser-Zeitprogramm festgelegten Zeiten startet, aber halt auch u.U. nicht, wenn mir unbekannte zusätzliche Parameter den Start verhindern.


    Der Wunsch, wie in verschiedenen threats schon gelesen, mit BZ und PV 100% autark zu werden, wird zumindest mit dem Vitovalor und in den Sommermonaten nicht funktionieren.


    Grüße

    Loule

  • Die Werte vom Juli eingetragen.


    Bzgl. des Verhaltens der Brennstoffzelle:

    Wir waren über den Monatswechsel Juli/August für eine Woche unterwegs. Als wir wieder da waren sollten die Kinder am Abend in die Badewanne. Dabei ist mir aufgefallen das die obere Temperatur des WW bei 43,x Grad lag. Eingestellt ist die WW Temperatur auf 45 Grad. Hatte bzgl. des Urlaubs das Ferienprogramm nicht aktiviert.


    Zumindest scheint die oberer Speichertemperatur also nicht zwingend ein Zielkriterium für die WW Bereitung durch die Zelle zu sein (hatte erwartet das diese immer mindestens gehalten wird).


    Hatte dann mal das Programm für Speicher laden in der App aufgerufen. Für mich schien es aber so zu sein als ob nichts geschah (Brenner blieb aus, Zelle blieb aus).

    Erst das Umstellen auf "Energiemanager aus" brachte die Zelle dazu den Speicher zu laden. Allerdings schien es eine Ewigkeit zu dauern bis die Zelle von "Starten" auf "Produktion" wechselte (zumindest deutlich länger als es sonst gefühlt war, mag mich aber täuschen).


    Grüße

    Christian

  • Zumindest scheint die oberer Speichertemperatur also nicht zwingend ein Zielkriterium für die WW Bereitung durch die Zelle zu sein (hatte erwartet das diese immer mindestens gehalten wird).

    Die Differenz 43,X zu 45 bedeutet noch nichts, das kann die ganz normale Regelungs-Hysterese sein. Wenn ich den Text im Handbuch (Vitovalor 300-P Seite 139, Codierebene 2, Code 59:0) richtig verstehe und bei Deinem Gerät die Einstellung auch so ist, so kommt bei 45°C Solltemperatur die Wärmeanforderung erst, wenn die Speichertemperatur unter 42,5°C fällt. Nach dem Einschalten an diesem Punkt würde die BZ mindestens so lange laufen, bis die Speichertemperatur auf 47,5°C gestiegen ist.


    Wenn Dir die 42,5°C am Einschaltpunkt zu niedrig sind (was ich verstehen könnte), solltest Du am einfachsten im normalen Betreiber-Menü die TWW-Solltemperatur z.B. um drei Grad anheben. Dann schaltet sich das Gerät bei 45,5°C ein und frühestens bei 50,5°C aus. Alternativ kann man anscheinend auch den Einschaltpunkt selbst unter Code 59:0 verstellen. Aber bei einer Vitovalor wäre ich (selbst wenn man als Betreiber da überhaupt reinkommt) sehr vorsichtig mit der Änderung von Werkseinstellungen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    Einmal editiert, zuletzt von sailor773 ()

  • Danke für die Rückmeldung, das ist durchaus eine Überlegung wert.

    Die 45 Grad hat damals der Viessmann Service Techniker eingestellt. Sinngemäß war seine Aussage das dies (solange ich keine Angst vor Legionellen hätte) entsprechend Energie sparen würde (sollte halt so tief wie möglich, ohne das der Komfort leidet, eingestellt sein).


    An die Werkseinstellung gehe ich erstmal nicht ran (wobei das PW dafür schon erschreckend einfach ist :-) ).

  • Wenn die BSZ angesprungen ist, nachdem du den Energiemanager deaktiviert hast, kann es sein dass zu diesem Zeitpunkt zu wenig Strom in deinem Haus verbraucht wurde und sie deshalb keine Freigabe erhalten hat. Denn der Energiemanger lernt anhand deiner Verbäuche im Haus wann die optimalste Einschaltung / erzeugung des Strom im Tagesverlauf ist. Es könnte durchaus sein dass du ohne Energiemanager längere Laufzeiten erzielst. Die Frage ist allerdings ob sie dann zu den richtigen Tageszeiten einschaltet. Denn Ziel ist es ja dass du den selbsterzeugten Strom selbst nutzt und nicht ins Netz einspeist.


    Die Brennstoffzelle braucht eine Mindestlaufzeit von 2 Std. diese errechnet Sie sich über die Speichertemp. oben und unten. Wenn nun die Differenz dieser beiden Werten zu gering ist kann es auch sein dass der Gasbrenner einschaltet und für Nachschub sorgt. Natürlich auch abhängig von deinen WW Schaltzeiten. Dadurch verschiebt sich natürlich auch wieder der Startvorgang der Brennstoffzelle falls sie ausgeblieben ist.


    Du kannst auch mal testweise deine WW Temp auf 50° einstellen so wie es bereits vorgeschlagen wurde.

    Ein weiterer Versuch wäre das WW über das Display direkt auszuschalten, dadurch deaktivierst du nämlich den Zusatzbrenner und die Brennstoffzelle ist für die WW Bereitung zuständig. Nachteil: kein WW Komfort mehr, dass bedeutet es dauert lange bis der Speicher wieder warm ist. Als Gegenmaßnahme kannst du aber über die App eine einmalige WW Bereitung aktivieren dann wird der Speicher OBEN durch den Zusatsbrenner auf 50° erhitzt. Ist halt die Fragen ob du vor jedem Duschen schauen willst ob das WW im Speicher für einen Duschvorgang ausreicht.

  • So langsam gewinnen wir ein vollständiges Bild. Nach diesen Diagrammen sieht es so aus, als ob der Regenerationsprozess etwa alle zwei Tage stattfindet, und zwar unabhängig davon wie viele Stunden das Gerät zuvor gelaufen ist. (Endgültige Klarheit werden wir erst haben, wenn Diagramme aus der Heizperiode vorliegen.)


    Aus dem Diagramm lässt sich ferner herauslesen, dass der Stromverbrauch für die Regeneration im Mittel ca. 150 W für 1,4 Stunden beträgt, insgesamt also ca. 0,2 kWh pro Regeneration. Der Aufheizpeak vor jedem Start verbraucht ca. 0,35 kWh. In beiden Fällen handelt es sich zwangsläufig um Bezugsstrom.


    Bei normaler Betriebsweise (4 Sommermonate ein Start pro Tag, Heizperiode ein Start alle zwei Tage, gibt 244 Starts im Jahr) dürfte eine PT2 also für die Startvorbereitung ca. 85 kWh Bezugsstrom im Jahr verbrauchen. Für die Regenerierung (183 pro Jahr) sind weitere 37 kWh Bezugsstrom erforderlich, so dass man insgesamt auf ca. 120 kWh Bezugsstromverbrauch kommt.

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  • Auf die Gefahr, dass ich zu dämlich bin, aber der August hatte dieses Jahr 31 Tage :) und dann eben 744 Stunden....


    Bei 750W wäre das Maximum 558 kWh Stromproduktion gewesen. Produziert hat die Maschine 91,1 kWh...


    Habe ich das richtig verstanden? Falls ja:


    Ein PV-Anlage produziert im Januar und Februar (also in der miesesten Zeit) jeweils 20 kWh je kWp....


    Sollten einem die 91,1 kWh jetzt Gedanken machen oder bist Du damit zufrieden?