Vergütungssätze

  • Hallo miteinander,


    ich treib mich ja schon einige Zeit im Forum rum
    ...und seit kurzem bin ich ja auch angemeldet ;)


    Auch wenn hier viele für Ordnung im Forum sorgen und es auch einen sehr aufgeräumten Eindruck hinterlässt,
    vermisse ich ein thread zu den Vergütungssätzen, oder ich bin zu blöd den zu finden ?(
    ..aber dann könnte es anderen Interessierten ja genau so gehen.



    Also,
    mich würden mal die Vergütungsätze bei eingespeisten Strom interessieren.


    Meines Wissens,
    wird der ja aus drei Teilen berechnet.



    1. Arbeitspreis
    oder wie auch immer das heisst.
    Also eine Vergütung die Ihr erhaltet für den Strom an sich, den Ihr einspeist....also pro kwh
    Dieser dürfte wohl variable sein, je nach dem an wen Ihr Euren Strom verkauft (muss ja nicht EVU , kann ja auch anderer Stromhändler sein).


    2. KWK-Zuschlag
    ...für Neu-Interessierte dürfte nur die seit 2002(?) geltende Regelung interressant sein.
    Dies ist ein fester Zuschlag, den man lt. Gesetz für 10 Jahre pro erzeugter kwh bekommt (vom EVU)


    3. vermiedene Netznutzung
    dies ist ein Betrag den man wohl vom zuständigen EVU bekommt, da man als örtlicher Stromerzeuger Sanierungen/Aufbau/Unterhalt großer Fernnetze vermeiden hilft.
    Der Betrag ist wohl auch variabel.



    Ist doch sicherlich interressant,
    wenn Ihr mal Eure Zahlen bekannt geben könntet?



    DANKE !!! :D



  • Hallo firestarter,


    der von Dir als "Arbeitspreis" bezeichnete Anteil ist der durchschnittliche Baseloadpreis der Leipziger Strombörse für das der Lieferung vorangegangene Quartal. KWK-Infozentrum

    • BHKW: Lion Powerblock Erdgas modulierend 2,5 - 16 kW th / 0,2 - 2,2 kW el
    • PV: 2,31 kWp / 1x SMA Sunny Boy 2500 / 11x SunTechnics STM 210 FWS
    • PKW: Toyota Prius II
  • Hi,


    Zitat

    Auch wenn hier viele für Ordnung im Forum sorgen und es auch einen sehr aufgeräumten Eindruck hinterlässt,


    Das haben wir unseren "Putzweibern" Axel und Spornrad zu verdanken :]


    Zu deinem Anliegen,


    eigentlich findest du hier alles zur Vergütung.


    Preis für die KWh Strom ist wie Heidjer geschrieben hat , also eine Variable Größe die an der EEX ausgehandelt wird.


    KWK-Zuschlag ist eine feste Größe für 10 Jahre ab IBN. Das sind 5,11 Cent/KWh.


    Vermiedene Netznutzung findest du in der Auswertung VNNE , ist sehr variabel und hängt vom Netzbetreiber ab wie der das rechnet



    Gruß
    Tom

  • Hallo liebe BHKWler,
    das Bundeskabinett beschließt am 28. 08. 20 07Eckpunkte für die Novelle des KWK- Gesetzes.
    Hier hab ich mal vom Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK)
    zwei Zitate eingefügt:


    Zitat

    Einer der Kernpunkte für die Wirksamkeit der Gesetzesnovelle ist nach Auffassung des B.KWK die Frage, ob künftig nicht mehr nur der in das öffentliche Netz eingespeiste KWK-Strom gefördert werden wird, sondern auch der bisher nicht unterstütze selbstgenutzte Strom, dessen Anteil bei industriellen und sonstigen privaten KWK-Betreibern in der Regel überwiegt. Dies wird zwar in den Eckpunkten nicht deutlich festgelegt, jedoch interpretiert das Umweltministerium die Verabredungen mit dem BMWi in diesem Sinne. In der Tat war im Entwurf des BMWi zunächst von einer Zuschlagszahlung für „in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeisten KWK-Strom" die Rede, während die beschlossene Formulierung eine „Zuschlagszahlung für eingespeisten KWK-Strom“ vorsieht, was auch auf die in jedem Fall gegebene Einspeisung in ein Stromnetz (z.B. Hausinstallation) bezogen werden kann.



    Zitat

    Die Formulierung "…Zuschlagszahlung des Netzbetreibers für den aus zugelassenen KWK- Anlagen eingespeisten KWK- Strom …" lautete zuvor im Entwurf des BMWi: "… für den aus KWK-Anlagen in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeisten KWK-Strom". Das BMU interpretiert die jetzt beschlossene Formulierung so, dass der gesamte erzeugte KWK-Strom, unabhängig von der Verwendung, die Zuschlagszahlung erhält. In diesem Sinne hatte der B.KWK vor der Kabinettssitzung in einem Schreiben an die Bundesregierung appelliert.


    Man stelle sich mal vor, die 5,11 ct gäbe es demnächst auch auf den selbst genutzten Strom (y) ^^ :~~.......ich bin schon ganz wuschig :D


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Zitat

    Original von AxelF



    Man stelle sich mal vor, die 5,11 ct gäbe es demnächst auch auf den selbst genutzten Strom (y) ^^ :~~.......ich bin schon ganz wuschig :D


    Das Gerücht über die 5,11ct für selbstgenutzten Strom gibts schon lange, die Frage ist nur, kommt das so ins Gesetz. Bei der letzten novellierung haben sie es nicht geschafft, da wurde auch schon drüber geredet.


    Wesentlich mehr bringen würde mein Vorschlag an Herrn Gabriel: Erleichterung für Vermieter, den Strom an die Mieter rechtssicher und ohne viel bürokratischen Aufwand zu verkaufen (rechtssicher geht es schon, aber mit viel Bürokratischem Aufwand). Das kostet den Staat keinen Cent und bringt ein Potential von abertausenden BHKWs in Mehrfamilienhäusern. Damit schaffen die dann auch ihr Ziel der CO2-Reduktion.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • ...sag mal Bruno, hast Du schon eine Antwort von Herrn Gabriel erhalten? Ich hab ihm im Mai und im Juli dieses Jahres zwei Briefe wegen der Sauerei mit der vNNe-Berechnung geschickt. Waehrend alle anderen von mir angeschriebenen Stellen geantwortet haben, scheint das Bundesumweltministerium überlastet oder nicht interessiert zu sein (oder gar beides). Vermutlich hilft es nur, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Vielleicht ist ja eines der bekannteren Wochenmagazine mal wieder auf der Suche nach einem netten Artikel...


    Gruss


    maxnicks

  • Mir wäre lieber die würden endlich eine einheitliche und gerechte VNN beschliessen. Denn damit würden sich viel mehr BHKW´s in kleineren Objekten lohnen. Man könnte viel wirtschaftlicher eine Anlage betreiben auch wenn man nicht den großteil des erzeugten STromes selber verbraucht.
    Wenn nun auch der selbstgenutzte Strom mit 5,11 cent vergütet wird, provitiert der am meisten davon bei dem sich das BHKW auch vorher schon am besten gerechnet hat. Ich will damit nicht sagen das ich das Geld nicht will, aber ich glaub mit einer höheren VNN wäre der Kraft-Wärme-Kopplung mehr geholfen.


    Gruß Dachs

  • ^^ Keiner weiß im Moment was ins Gesetz kommt und was nicht.


    Es wird viel geredet, viele Vorschläge liegen vor, man kann nur abwarten. Im Moment sind die Absatzzahlen aller Hersteller in Erwartung des neuen Gesetzes stark abgesackt....... ;( Jeder zukünftige Betreiber schaut, was kommt jetzt - besser..?? schlechter..?


    Neue Stichtage.... keiner weiß etwas genaues, das vertreibt Interessenten die sich eine KWK Anlage kaufen wollten, einige haben sich wieder eine Heizung gekauft, nach dem Motto ist ja doch alles Subventioniert. ;(

  • Moin,


    auf jeden Fall hat Herr Gabriel und die Lobby links und rechts erreicht, dass der Modernisierungsrückstau von Heizungsanlagen durch das Gezeter gegenüber 2006 bisher geringer ausgefallen ist.
    Könnte ja auch bedeuten, dass durch diese Verzögerung die eine oder andere geplante "Zweidübeltherme" dann durch ein Klein-BHKW ersetzt werden könnte.


    Gruß Dietrich

  • Hallo


    Zitat


    Man stelle sich mal vor, die 5,11 ct gäbe es demnächst auch auf den selbst genutzten Strom (y) ^^ :~~.......ich bin schon ganz wuschig :D


    also ich möcht hier liueber vor zu früher Euphorie warnen ;)


    hier mal der Auszug aus dem Klimagipfel der Koalition


    na immerhin,
    KWK steht auf Platz 1 des Papieres (gesamtes Papier kann man hier nachlesen.


    Wo ich schon wieder stuzig werde "Förderung nur von hocheffizienter KWK "
    irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass es sich bei hocheffizienten um etwas mehr als die dachse+co handelt



    zu den VNNE
    ich denke, eine Förderung (deutlich erhöhte^^) des direkt eingespeisten wär schon besser, als das gleiche Geld über komplizierte Umwege dem Betreiber zukommen zu lassen.

  • Zitat

    Wo ich schon wieder stuzig werde "Förderung nur von hocheffizienter KWK "
    irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass es sich bei hocheffizienten um etwas mehr als die dachse+co handelt


    Ne, Dachs und Co sind schon hocheffizient, Wirkungsgrad und Jahresnutzungsgrad werden da locker reichen, gemeint sind größere Anlagen mit Biogas und Palmöl, die werden meist notgekühlt nur damit die Stromproduktion läuft!


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Zitat

    Original von AxelF


    Ne, Dachs und Co sind schon hocheffizient, Wirkungsgrad und Jahresnutzungsgrad werden da locker reichen, gemeint sind größere Anlagen mit Biogas und Palmöl, die werden meist notgekühlt nur damit die Stromproduktion läuft!


    AxelF


    Naja,
    ich hab mal irgendwo gelesen,
    dass bei uns in Berlin ein Kraftwerksneubau(große KWK...einer der fantastischen vier) extra gestreckt wird, um eine evt. bessere Förderung mit zu kassieren.


    aber ich möcht ja nicht unken,
    sondern das Beste hoffen (y)

  • Zitat

    Original von AxelF


    Ne, Dachs und Co sind schon hocheffizient, Wirkungsgrad und Jahresnutzungsgrad werden da locker reichen


    Ja Dachs und Co werden reichen, ob Lion und Co reichen werden ist eine andere Frage... @:pille Es geht ja darum Strom beim heizen zu produzieren, da ist natürlich die Strommenge die "mitproduziert" wird interessant. Es ist natürlich toll das ein Lion genug Strom für den Eigenbedarf macht, aber eigendlich ging es darum das grosse Strommengen produziert werden. Es kann daher sein, wie von vielen Vorgeschlagen, das über kurz oder lang z.B. mindestens 25 % der eingesetzten Gasmenge als Stromleistung herauskommen muss etc.