Endlich wieder da: Die Atomenergie als Klimaretter

  • Im Zweifel der Staat, wer ist so irre und hat angefangen ein Kohlekraftwerk zu bauen, CO2 ist ja nicht erst seid gestern in der Kritik?


    Spätestens seit 1995 ist klar wir müssen Treibhausgase reduzieren, da war der erste Klimagipfel. Wie kann man da 2007 den Bau eines Kohlekraftwerks beginnen? Die Politik hat über Jahrzehnte nur gesagt wir müssen etwas tun, aber nichts getan. Nun müssen wir die Suppe auslöffeln, weder Industie noch Bevölkerung waren bereit etwas zu tun. Nun steigt eben der Druck und die Konsequenzen.


    Kraftwerke sollten ab einer gewissen Größe grundsätzlich verstaatlicht sein, hätte schon sehr viel Geld gespart, und einige Probleme vermieden! Wenn man nicht verstaatlichen will, sollte man grundsätzlich nur noch über kurze Zeiträume z. B. 10 Jahre Betriebsgenehmigungen erteilen, und die dann entsprechend verlängern, oder eben nicht. Abhängig vom Stand der Technik kann man dann die Laufzeitverlängerung an Modernisierungen knüpfen etc. Die KWK bekommt ihre Förderung ja auch nur für 10 Jahre, es sei den man modernisiert...


    Und was Datteln angeht, wieso zum Teufel steckt der Betreiber da mitte letzten Jahres noch Geld rein?

  • Weil man bei uns selbst mit Baugenehmigung nicht mehr sicher sein kann, ob man tatsächlich auch in Betrieb gehen kann!

    Und das betrifft nicht nur dieses Kraftwerk - Bananenrepublik läßt grüßen!


    Und im übrigen ist das Kraftwerk "ineffizient", hat ja nur mit der KWK-Auskopplung 60% Wirkungsgrad - elektr. 45% - und wäre für fast die Hälfte als "Bahnstrom" genutzt worden.

    So sieht heute bei uns "Umweltschutz" aus...

  • Ich meine man hätte die Genehmigung nie erteilen dürfen! Ineffizient stimmt ja auch, KWK im kleinen kommt nahe an die 100% ran wenn man Brennwertwärme und Strom zusammenrechnet, dagegen sind 60% nicht viel! Es brauch ja immer noch jedes Gebäude eine Heizung...

  • Wie kommt ihr auf diese Zahlen? Wikipedia verweist auf Siemens und GE mit 63 resp. 65% elektrischer Wirkungsgrad und 450g/kWh CO2. Aufgrund des Gaspreises könnnen die nicht gegen Braunkohle ankommen. Mit einem CO2-Preis oder -Handel würde sich das schlagartig ändern.

    Wir sollten uns wieder mal eine Regierung zulegen.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035

  • Bei den Zahlen von Solardachs geht es denke ich um das Kohlekraftwerk in Datteln. Du redest von dem GuD


    Aber ja du hast recht, mit der CO2 besteuerung, die knapp 200€ von mir aus ab sofort hören sich gut an. Hätte man nicht für den Kohleausstieg zahlen müssen, die wären freiwillig vom Netz gegangen. Aber nein wir Subventionieren den Abbau noch...

  • Also sind wir jetzt am Punkt der Diskussion, wo man immer landet, wenn man fragt, wer es denn sonst machen soll....


    Die Grünen? Nee, die nicht


    Wer sonst? Die xy?

    Nee, die auch nicht.


    Und Herr z?

    Um Himmels Willen, hör bloß auf, der doch nicht.


    Und dann bringt immer einer einen, der es ganz sicher nicht wird, da dann keine Rückfragen kommen. Gut geeignet ist hier Friedrich Merz. Weil der hat Ahnung von Wirtschaft (ach ja, woher? echt?)....


    Merz kommt eh nicht... Und dann kann man die Diskussion beenden, denn so Kacke die auch sind: Wir haben nix anderes. Wir wissen das auch alle.


    Und zweitens: Den gewaltsamen Putsch, mit dem Angela Dorothea Merkel sich 4x an die Macht gebracht hat, habe ich irgendwie verpasst. War da was? Oder sind die jedes Mal gewählt worden? Echt? Von wem denn?


    Ach ja: Von uns. Ja nu.... Aber Kacke sind se... aber alle!

  • .....hoffentlich nicht! Der Mensch als Feind im Biotop Erde möchte ich mir und meinen Kindern ersparen.....

    aber recht haben sie damit...


    Und dann bringt immer einer einen, der es ganz sicher nicht wird, da dann keine Rückfragen kommen.

    Den einen hätte ich, Sonneborn. Nicht korrumpierbar, sozial, gibt zu das er keine Ahnung hat, denkt und hinterfragt selbstständig, ignoriert Lobby.

    Blöd ist das die nächste Wahl noch lange hin ist, und wir keine Zeit haben. Vermutlich ist die einzige Möglichkeit der Einflussnahme die Petition.


    Also wer fängt an und startet eine zum abschaffen von H10 in Bayern? Meine Unterschrift habt ihr, und ich werde sicher effektiv Werbung dafür machen!


    Das nächste ist die Ausarbeitung eines Konzeptes, bzgl. Weiterbetrieb von KWK und PV nach Förderungsende, also eine Anschlussförderung. Außerdem die Anhebung der Vergütungssätze für den eingespeisten Strom. EV Förderung kann weg, dafür muss auch die EEG Umlage ab 10MW sowie auf Mieterstrom fallen.


    Wenn keiner HGÜ und GuD bauen will, wird das staatlich umgesetzt!


    Und wenn dann plötzlich bei den BSZ überstunden anfallen, schickt die 6000 Kohlearbeiter hin...

  • Unser Thema hier ist ja die KWK, die ja ein Baustein der Energiewende sein kann/soll....


    Ich habe gestern einem Kunden ein 30-kW-BHKW verkauft, es ist die vierte Anlage, die er bekommt. Der Kunde ist mittlerweile gut im Thema und weiß, dass ich "nix dafür kann"....


    Wir haben gestern 2 Stunden über den Auftrag gesprochen, davon 10 Minuten über den Preis, Technik, Einbringung etc. und 1:50 Stunden über die rechtlichen Dinge...


    Wie gesagt, ich kann nix dafür...


    Wofür? Naja:


    a) Dass er für eine seine Anlagen eine Förderung bekommen hat (11 kW), da haben wir den Kessel behalten, der war erst 4 Jahre alt


    b) Dass er für die zwei anderen Anlagen keine Förderung bekommen hat, denn da haben wir einen neuen Kessel installiert, aber keinen Abgleich gemacht, da jeweils 5.000m² Fitnessstudio und unwirtschaftlich


    c) Dass er für die 30-kW-Anlage jetzt auch keine Förderung bekommt, obwohl wir hier den alten Kessel (9 Jahre, Brennwert) beibehalten. Denn für 30 kW gibbet keine Förderung. Vom BAFA jedenfalls nicht


    d) Dass das Programm progresNRW hier bei uns BHKW sehr gut fördert und er für den jetzigen 30er weit über 10.000 Euro gegeben hätte, die aber jetzt ausgesetzt sind, wobei "jetzt" falsch ist, denn die Förderung ist seit Februar 2016 ausgesetzt (guckst Du: HIER) Die Förderung soll aber Zitat "schnellst möglich" wieder aufgenommen werden. Ist jetzt knappe 3 1/2 Jahre ausgesetzt, aber es war wohl aus Zeitgründen noch nicht möglich, sich mit dem Programm erneut zu beschäftigen


    e) Dass er eventuell mit einem Bußgeld rechnen muss, denn er hat vergessen dem Hauptzollamt zu melden, wie viel er denn an Energiesteuer vom Hauptzollamt zurückbekommen hat. Ich hatte ihm wie allen anderen auch seinerzeit eine Mail geschrieben und ihn darauf hingewiesen, dass er dies melden muss. Er hat aber neben den BHKWs als Nebenjob noch seine Fitnessstudios, um die er sich nebenbei neben dem Hauptjob Verwaltung BHKWs kümmert. Gestern habe ich ihm dann aber gesagt, dass er dem Hauptzollamt nicht mehr melden muss, wie viel Euro er denn vom Hauptzollamt bekommen hat, da diese Verordnung ausgesetzt wurde. Fand er gut und hat jetzt allerdings Sorge, wie er den Tag rum kriegt, denn nur die Verwaltung der Fitnessstudios lastet ihn nicht aus...


    f) Dass wir dann diesmal die Anzeige beim BAFA in Papierform machen statt wie bei den anderen Anlagen mal eben online. Und dass er dann eben Monate auf die Vergütung warten muss, weil eben die Bestätigung der Anzeige dem NB noch nicht vorliegt.


    Es ist aber wirklich so, dass noch immer Leute Blockheizkraftwerke kaufen. Es ist der Politik noch immer nicht gelungen, das Thema zu Tode zu bürokratisieren...

  • Thomas,

    du hast recht mit dem was du schreibst.

    Was in den letzten 10 hahren von der Politik kam war vor allem eins: Verkomplizierung und Bürokratisierung auch bei kleineren BHKW. Mittlerweile kann man fast sagen: Ein Antrag pro Euro Förderung... ;-)

    Wenn die Politik wirklich BHKW fördern wollte, müsste das endlich so sein, daß es für Anmeldung und Förderung eine Stelle gibt und diese auch die Daten für NB, Zollamt usw zur Verfügung stellt. Das natürlich online, ohne blödsinnige Gebühren.

  • Sorry, ich hatte das Marktstammdatenregister vergessen, auch dabei halten mich meine Kunden ab und an mal für bescheuert... Das kommt auch noch oben drauf.


    Es häufen sich durch den Klimahype etc. gerade die Anfragen von Besitzern von MFH, die ein BHKW installieren lassen wollen und dann Strom an die Mieter verkaufen wollen. Manche haben sogar schon mit den Mietern gesprochen, die sehr interessiert sind, günstigen Strom zu beziehen, der vor Ort erzeugt wird.


    Ich rate den Vermietern dann immer, sich statt eines BHKW/Mieterstrommodells doch lieber am Hauptbahnhof einer beliebigen größeren Stadt hier in NRW für nen schmalen Taler ne gebrauchte 44er zu kaufen und sich ne Kugel in den Kopf zu jagen, wäre nicht so schlimm wie ein Mieterstrommodell...


    Dann kommen Fragen wie "wieso das denn? Meine Mieter sind doch einverstanden und es ist doch ganz einfach...:"


    Und dann erkläre ich kurz Dinge wie EEG-Umlage etc. und der Vermieter zieht sich die Schuhe an und macht sich, meinem Rat folgend, auf Richtung Hauptbahnhof...