Endlich wieder da: Die Atomenergie als Klimaretter

  • 32 Haushalte (!) - der größte Stromverbraucher vermutlich die alte Gefriertruhe von Tante Trude, oder?

    Die unterbrechungsfreie Stromversorgung bekommt sogar meine Notstromaggregat hin, wenn ich 35kW Last am laufen haben - das dürfte vermutlich mehr Netzlast sein, als die 32 Haushalte zeitgleich ziehen...


    Natürlich funktioniert sowas im kleinen Maßstab gut, aber es müssen eben auch Großverbraucher in dem System mit drinnen sein und was würde der PV-Anlagenbetreiber sagen, wenn seine Anlage regelmäßig runtergeregelt wird weil der Strom nicht gebraucht wird? Einspeisevergütung ade...

    Das wird auch heute schon bei größeren Anlagen manchmal gemacht, aber mit Ausgleich - genau wie bei Wind. Aber ab einer gewissen Größenordnung wird das unbezahlbar!


    Im Bezug am meine Grafik z.B. bei einer Verfünffachung der Windkraft - da wäre oft ein Großteil einfach ausgeschaltet! Bei Flaute wäre es trotzdem zu wenig und bei normalen Bedingungen immer zuviel. Wer soll das bezahlen?

  • Ich empfehle die Lektüre dieser Untersuchung vom Fraunhofer-ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland.pdf Insbesondere Seite 34 und deren Vision auf Seite 72.

    Mein Fazit daraus: CO2-Neutralität bis 2050 ist machbar, vielschichtig, kompliziert. Mit dem Elan des 19. und 20. Jahrhunderts hätten sich unsere Vorväter lustvoll an die Arbeit gemacht. Jetzt scheinen andere dran zu sein.


    Btw.: Hat jemand Einblicke in die Verbrenner-KWK-Szene z.B. Polen, China. Ich meine Gasmotoren mit 20.000 Bh in Kisten packen, können auch andere - vor allem billiger.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035

  • Naja PV und Windkraft regeln ja jetzt schon Frequenzabhängig runter, soweit ich weiß bis 50%. Überschüsse sollten nicht abgeregelt werden sondern für P2G verwendet werden. Abregeln nur für die kurzzeitigen Spitzen.


    Man kann in dem Beispiel sicher auch davon ausgehen das von den 32 Haushalten mindestens 20 etwa gleichzeitig z. B. ihren Morgenkaffee kochen. Das gibt in Summe auch eine ordentliche Spitze im Vergleich zur Grundlast.

  • Das wäre mir neu, daß PV-Anlagen geregelt werden nach der Frequenz!


    Die können höchstens in Stufen geschaltet werden - wobei die "Nichteinspeisung" ersetzt werden muss. Das EEG zahlt für Strom der nicht produziert wurde...


    Und gerade Abbildung 26 auf Seite 34 zeigt doch ganz ganze Problem sehr deutlich - trotz der Kombination aus PV+Wind:

    Über 1000 Stunden jährlich werden weniger als 5 GW produziert und fast der gleiche Zeitrahmen (weit) jenseits von 30 GW - Faktor 6!!!


    Und dieser Faktor wird relativ konstant bleiben - egal wie groß der Ausbau ist.

  • Soweit ich verstanden habe war das doch die Lösung der 50,2 Hz Problematik. Die Wechselrichter reduzieren bis 47,5 Hz ausgehend von der Momentanleistung linear ihre leistung auf 50% runter und schalten erst dann ab.


    https://www.sma.de/partner/pv-…anwendungsregel-4105.html


    Man müsste halt entsprechend viel zubauen, das die Unterversorgung so gering ausfällt das man es mit einfachen mitteln wie Pumpspeichern ausgleichen kann. Die 1000 Stunden werden wohl nicht am Stück sein. Die dadurch längeren Zeiten der Überversorgung nutzt man für P2G. Den Wasserstoff (Speicherbarkeit muss natürlich noch optimiert werden) kann man für Mobilität, Heizen, und Stromerzeugung sicher gut gebrauchen. In z. B. einer Brennstoffzelle ist das Gas dann gut dezentral als Grundlast verwendbar, dadurch reduziert sich auch der Aufwand für Netzausbau.

  • Beitrag von Solardachs ()

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht ().
  • Und wer soll Deine Wünsche bezahlen?


    Bei uns in der Gemeinde darf ich keine Freifläche PV bauen, selbst wenn ich wollte! Landschaftsbild...

    Versuch mal in Bayern eine WKA zu bauen mit der H10 Regelung

    Bei uns war auch mal ein Pumpspeicherwerk geplant - da zünden Dir die örtlichen Grünen die Hütte an

    Biogas ist verpönt wegen der Vermaisung - die wäre wenigstens regelbar

    Etc...


    Viele Spaß mit der Energiewende - Kopfgeburt einer abgehobenen „Elite“, welche aber selbst nach dem St. Florians Prinzip lebt!

  • Abstandsregel müsste natürlich geändert werden, den Regierenden solls ja nicht langweilig werden.

    Biogas, nu ja es sind halt auch Lebensmittel und Monkulturen sind nicht gerade ökologisch, wäre also nicht meine erste Wahl.

    Ob man PV auf Freiflächen noch braucht bin ich erst bereit zu Diskutieren wenn alle Dachflächen und Südwände bereits mit PV ausgerüstet sind.


    Pumpspeicher ist vielleicht nicht schön, aber wenn er denn nötig ist, ist das immer noch besser als die Alternative den Planeten für Menschen unbewohnbar zu machen. Was genau ist hier eigentlich das Problem, ob ich einen Quadratkilometer mit PV zupflastere oder ob ich an gleiche Stelle in gleicher größe einen Pumpspeicher baue.?

    Viele Spaß mit der Energiewende - Kopfgeburt einer abgehobenen „Elite“, welche aber selbst nach dem St. Florians Prinzip lebt!

    Is ja interessant, ich dachte bisher die reiche Elite steht nicht so sehr hinter der Energiewende wie die restliche Bevölkerug, insbesondere die junge Generation (die es dann ja auch betreffen wird.)


    Falls du dich auf die auf nichts Verzichten Einstellung der breiten Masse beziehst, die ist hier nicht das Thema.


    Wir sind Hier ein BHKW Forum und das Ursprungsthema war der (mal wieder) Ausstieg aus der Atomkraft, deshalb wurde auf die anderen Notwendigkeiten wie Abschaffung des Flugverkehrs nicht eingeganen. Ebenso ist klar das die Massentierhaltung abgeschafft werden sollte, seltener, aber dafür hochwertiges Bio Fleisch wäre vermutlich ein Kompromiss.

  • Ja nu, ich hatte halt nur die Frage gestellt, wie wir denn die 20 GW-Lücke schließen, die ab 2022 vor der Türe steht. Und hier ist meiner Meinung nach nur KWK, wie auch immer geartet, geeignet.


    Wer eine grundlastfähige andere Idee hat, immer ran... Aber bitte den Kalender im Blick behalten, sooo lange is nicht mehr hin

  • Ich beziehe mich (wieder mal) auf die Grafik!


    Es sind noch DREI Jahre und kein Mensch hat einen Plan wie es wirklich funktionieren soll - selbst die Stromtrassen sind nur geplant, nicht gebaut!

    In der Phantasie mit man KÖNNTE, SOLLTE, MÜSSTE ist alles möglich - die Realität ist aber der Maßstab.


    Ich habe vor ein paar Tagen irgendwo gelesen, daß mittlerweile so mancher Grüner Politiker schon ins Grübeln gerät, wie er es der Basis erklären soll, wenn die AKW noch länger laufen müssen.

    Die Geister die ich rief...

  • Sollte es nicht ausreichen die Stromexporte herunterzufahren, Aktuell sind doch nur noch unter 10 Gigawatt AKW am Netz?


    Also Stromexporte 2018 50TWh

    Atomstrom der innerhalb der nächsten 3 Jahre vom Netz geht 76TWh.

    Diese 26 TWh sollen wir in 3 Jahren wohl schaffen. Vorausgesetzt wir fangen endlich damit an KWK und Erneuerbare vernünftig zu fördern und Strom zu sparen.

  • Diese Aussage ist doch naiv, was hilft Dir eine rechnerische Null?

    Strom muss genau zu dem Zeitpunkt produziert werden, wenn er verbraucht wird!


    Die Exporte laufen doch nur, wenn bei uns zuviel da ist (PV + Wind). Ansonsten haben wir heute schon oft Importe, um den Laden halbwegs am laufen zu halten...

    Und wenn Du ohnehin zuwenig hast, sind 10 Gigawatt eine Menge Holz!

  • Wie wärs mit diesem Kraftwerk

    Nissan Leaf ist als Kraftwerk in D zertifiziert:

    https://www.autonews.com/autom…long-lasting-ev-batteries

    Porto Santo - Blaupause für die Welt:

    https://www.electrive.net/2019…-von-renault-emm-und-tmh/

    Amsterdam macht schon mal Nägel mit Köpfen:

    http://unternehmen-heute.de/news.php?newsid=572681



    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
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  • bkohl :


    Du weißt aber schon, wo Porto Santo liegt?

    Winter, Nebel usw. dürften da relativ wenig Einfluss auf die PV-Produktion haben - Großverbraucher sollten da auch nicht viele sein.


    Und Du bekommst keine Freigabe von den Autoherstellern, um die Batterie zu entladen. Versuch ich nämlich gerade, weil das für mich die Lösung dafür wäre, meine letzten 6000 kWh Bezug (ca. 10% des Gesamtbedarfs) gegen Null zu drücken. Wenn ich den i3 mal kurzfristig mit 11 kW entladen könnte, wären meine Lastspitzen zu einem Großteil abgefedert.

    Im Übrigen, stell Dir mal vor es wäre möglich. Was da auf das Niederspannungsnetz zukommen würde...

  • Solardachs

    Sind die i3 denn technisch überhaupt V2G-fähig geschweige denn mit 11kW 3Ph. Bzgl. Deiner Frage gibt es 2 Antworten:

    1. V2G mit Netzdienlichkeit: Dein i3 unterstützt das Netz aktiv nach den Wünschen Deines Netzbetreibers

    2. V2G ohne Netzdienlichkeit: Du koppelst Dich praktisch ab. Das Netz wird von Leuten wie dir entlastet.

    PS: Der Leserkommentar unterhalb ist auch nicht schlecht.

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  • Gibt es denn bzgl. Kohle eine Liste wann welche Leistung vom Netz gehen sollte? Mich würde das pro Jahr aufgeteilt interessieren.


    Angenommen 2022 fehlen 20 GW, das sollte einer Energiemenge von etwa 152 TWh pro Jahr entsprechen.


    Um diese Leistung zu erzeugen, müsste man bei 40 Mio. Haushalten in D pro Hauhalt etwa 3,5 kW PV installieren (benötigt 20m2 Fläche). jeder Haushalt wäre mit ca. 3000€ einmalig belastet, um für die nächsten mindestens 20 Jahre die Stromversorgung zu sichern. Und das ohne das die Leistung irgendwie vergütet wird. Für einige sicher nicht machbar, für andere dafür aber deutlich größer realisierbar.


    Also wo die Leistung herkommt ist denke ich nicht das Problem. Interessant ist die Speicherung, hier muss man wohl oder übel Pumpspeicher und langfristig P2G in kauf nehmen. Ich denke Batteriespeicher in der Größenordnung kommen erst in Frage wenn aus den e- Autos ausgemusterte in großer Menge verfügbar sind.


    Alternativ könnte man (teilweise) statt PV BSZ in der 1,5 kW Klasse nehmen. Damit hätte man wesentlich weniger oder keine Speicherprobleme. Nur 29 % der Haushalte müssten sich für diese Technologie entscheiden, Kostenpunkt etwa 36.000 €, Nachteil ist das CO2 zwar deutlich reduziert aber nicht ganz vermieden wird.


    Finanziell ist das auf jeden Fall machbar, und das ganz ohne Netzausbau. Die Frage ist nur wann man anfängt damit die Produktion auch noch nachkommt. Denn 11,7 Mio. BSZ fallen auch nicht einfach so vom Himmel, und die 400 Mio PV Module auch nicht.

  • Also, manchmal denke ich, dass bei dem einen oder anderen das Grundverständnis für die Thematik fehlt.


    Generell werden 2022 etwa 22 GW abgeschaltet, Atom und Kohle. Die sind dann weg, futsch, nicht mehr da. Und das ist (derzeit noch) Fakt.


    1) Dabei ist es dann total egal, ob 100 oder 1000 oder 1 Trillionen kWp PV installiert werden. Man kann schlichtweg die Stromproduktion PV und den Bedarf nicht gegeneinander rechnen


    2) Durch das Abschalten von Kohle und Strom im ersten Step 2022 fehlen etwa 127 Mrd. TWh Strom. Dies sind 127 Milliarden kWh und wären dann eben z. B. 9,7 Millionen BlueGEN... Die Leute bei Solidpower müssten also noch fleißiger sein, als sie damals waren, als wir das Werk besichtigt haben


    3) Eine auch nur im Ansatz machbare Speicherung der fehlenden Menge ist absolut nicht machbar. Es gibt absolut nix, was das nur im Ansatz kann, außer natürlich Prof. Dr. Schmitz in Wolkenkuckucksheim, der da gerade aber sowas von am forschen ist (von unserem Geld)... Leider hat der aber nur noch 2 1/2 Jahre Zeit. Also mal gepflegt vergessen...


    4) Wir werden ohne Verzicht (oh jeeeeeeh, welch grauenhaftes Wort) und weniger Verbrauch definitiv nicht 127 Mrd kWh Strom einsparen. Und wer jetzt wieder kommt mit "D exportiert ja auch Strom" hat es eben nicht verstanden. Es geht um Strombedarf 24/7/365, und eben genau nachts oder wenn mal die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, dann ist nix mit Stromexport... dann gab es mal die Kohle und den Atomstrom... der ist dann aber futsch...


    5) Es hat absolut niemand eine Idee, wie denn diese gigantische Lücke geschlossen werden kann und manchmal denke ich, dass es nur der Plan war, durch die Hintertür die AKW wieder einzuschalten oder länger laufen zu lassen. Um dies zu ermöglichen, hat man die böse Kohle abgeschafft. Greta hat ja auch gesagt (was die nie gesagt hat, aber kann man ja mal behaupten), dass Atomstrom ein Teil der Lösung sein kann. Der Mensch vergisst schnell und der Deutsche noch schneller... Soooo schlimm sind AKW auch nicht, Kohle ist viel böser und wir sind ja kein Erdbebengebiet oder haben Schrott wie die Russen am Start. Also bleiben wir beim AKWs....


    Ansonsten wird es halt dunkel. Wollt Ihr das? Wollt Ihr Euch einschränken?


    Genau so werden die argumentieren und man merkt den Grünen an, wie sehr sie sich davor fürchten, dass sie jemand nach Lösungen fragt. Dass jemand fragt, welche Idee denn die Grünen haben, die 122 TWh zu besorgen... Wohlgemerkt 2022...


    6) Kernfrage: Wo geht denn losgelöst von den fehlenden 122 TWh die Reise hin beim Stromverbrauch generell gesehen? Wärmepumpen werden gerade wie geschnitten Brot verkauft. E-Autos werden immer mehr... Wird also künftig mehr oder weniger Strom verbraucht?


    Mit dem Hammer gerechnet frisst jede WP im Jahr 6.000 kWh Strom. Wenn einer 15.000 KM im Jahr fährt und die Karre 15 kWh/100 KM braucht, sind dies im Jahr pro E-Auto 2.250 kWh Strom.


    Leute, das wird nix! Alles Flickwerk, nicht durchdacht, ohne Konzept. Wir haben eben keine Fachleute in der Politik.

  • Klar brauchen wir BSZ und zwar jede Menge, aber eben auch PV, langfristig muss ja auch PV und Windkraft Überschuss für P2G genutzt werden. Sonst bekommt man ja das eigentliche Ziel des Kohleausstieges nicht hin nämlich 0 CO2, oder ist die BSZ Emmisionsfrei? Wie hoch sind die Emmissionen denn, ich konnte keine angaben finden.

    Und ohne öfter aufs Auto zu verzichten etc. und einfach sparsamer zu sein gehts auch nicht das ist klar. Flugreisen am besten ab sofort im Inland verbieten! Kreuzfahrten abschaffen! Das is alles auch nötig, aber wenn wir von Kohle nur auf Emmisionsärmeres Gas wechseln, und den Wirkungsgrad verdoppeln, dann muss um die krichende Geschwindigkeit des Energiewandels zumindest beizubehalten die Anzahl der früher stillgelegten Kraftwerke noch größer werden.