Transparente Wärmedämmung

  • Da ich momentan mich einlese in Dämmungstechnologien ist mir wieder die TWD Technik aufgefallen.


    Hat das schon jemand, oder arbeitet schon damit?
    Vom Grundgedanken gefällt mir das schon sehr gut, da mein Häuschen auch Vollbeton ist, aber welche nicht vom Hersteller mitgeteilten Nachteile fängt man sich ein?


    Zu normalen Dämmstrategien gibt ja auch genügend Aufklärungsseiten.


    Bernd

  • Hallo Bernd,


    ich hatte vorher noch nie was von diesem System gehört ;( , habe mal ein bisschen gegoogelt und es so verstanden: es wird das System der Eisbären das Sonnenlicht zu nutzen kopiert. Die Sonnenstrahlen werden durch die helle Oberfläche durch eine Art Kapilarröhrchen auf eine dunkle Absorberfläche gelenkt und erwärmen dort die Bausubstanz -sprich die Aussenmauer. Kann man das so sagen ?
    Für mich würde sich folgende Frage auftun:
    Macht diese Art der Dämmung Sinn, wenn auf der Sonnenseite des in Frage kommenden Objektes eh schon die größten Fensterflächen sind
    ?( Moderne Fenster mit entsprechender Verglasung kommen da vieleicht günstiger, zumal die TWD ja mit den Fenstern nichts zu tun hat. @:-


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hi Axel,


    Zitat

    Die Sonnenstrahlen werden durch die helle Oberfläche durch eine Art Kapilarröhrchen auf eine dunkle Absorberfläche gelenkt und erwärmen dort die Bausubstanz -sprich die Aussenmauer. Kann man das so sagen ?


    Das ist fast richtig. Die ist nicht hell sondern transparent ;)


    Es gibt aber mehrere Arten, nämlich mehrschichtige transparente Stegplatten die von dir angesprochenen Platten in Kapillarstruktur, TWD Wabenstruktur und TWD-Material auf Basis von Aerogelen (mikroporöse Silikatstruktur -> 90% Lufteinschluß wird noch nicht am Markt angeboten was ich weiß).


    TWD als Solarwand:
    Bei Sonneneinstrahlung wird die Aussenoberfläche der Wand hierdurch bis auf 60-70°C aufgeheizt. Die Wärme wird in der Wand gespeichert und zeitversetzt (6-12 Stunden) nach innen geleitet. Die Innenseite der Wand erwärmt sich hier dann auf ca. 25-30°C. Du hast dann quasi ne Wandheizung in den Abendstunden wo der Heizwärmebedarf steigt. Nachteil ist evtl. Überhitzung, also für Sonnenschutz sorgen.


    Als Wärmedämmverbundsystem:
    Hier ist der Wirkungsgrad ca. 30% geringer als bei der Solarwand, sehr gut geeignet für Betonwände da große Dichte der Wand. Auf Sonnenschutz kann meist verzichtet werden. Auf die Platten kommt ein lichtdurchlässiger Putz.


    Diese Dämmung ist nur für Südwände sinnvoll.
    Mit dieser Art Dämmung erreicht man über das Jahr gesehen eine positive Energiebilanz, d.h. man macht mit dieser Wand einen Energieüberschuss.


    Kosten ca. 200-300€/m² ;(


    Gruß
    Tom


    P.S. Das sich Bernd aber auch immer die teuersten Lösungen aussuchen muß :rolleyes: :P

  • Teuer schon, aber scheinbar auch effizient.
    So wie unser Dachs (y)


    Mich interessiert halt die Möglichkeit die Wärme zeitversetzt zu erhalten, und die wesentlich angenehmere Strahlungswärme zu erhalten.
    Da ich ja n einem Vollbeton Bunker sitze mit 60 cm Wänden sollten eigentlich ideale Voraussetzungen dafür gegeben sein.


    Ich hab inzwischen einiges an Seiten durchgelesen.
    Da man nur partiell mit TWDs und den Rest konventionell dämmt auf einer Wandseite sollte sich der Kostenrahmen einhalten lassen.
    Die Wärme verteilt sich dann von diesem Hotspot aus in der Wand, dadurch soll man halt nicht vollflächig diese Technik einsetzen.


    Das Problem der hohen Einstrahlungenergie im Sommer soll bei den günstigen Zellen mittes Verschattung erfolgen, bei den höherwertigen durch die Kapillaren erfolgen, die Sonne kommt halt nur bei passendem Einfallwinkel an die Hauswand.


    Bei mir ist die Südseite sowieso ein fast vollständig mit Fenstern verbaut, daher denke ich eher an die West und Ostseite des Hauses die Wandflächen sind dort groß genug und bisher völlig ungenutzt.
    Wenn ich dort kostenlose Wärme einlagern könnte wär das schon eine schöne Lösung.


    Mal sehen, ich muss erstmal jemanden finden der für mein Haus kostengünstig :rolleyes: eine Bestandsaufnahme und Energieberechnung macht.
    Ich will nach der Dämmung ja nicht in einer Tropfsteinhöhle leben.


    Bernd

  • Zitat

    Original von Bernd der Dachsausbeuter
    Da ich ja n einem Vollbeton Bunker sitze mit 60 cm Wänden sollten eigentlich ideale Voraussetzungen dafür gegeben sein.
    Bernd


    ?( 60 cm ?( kommt denn da nach ein paar Sonnenstunden innen überhaupt was an?


    AxelF

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  • Hi Bernd,


    Zitat

    Da man nur partiell mit TWDs und den Rest konventionell dämmt auf einer Wandseite sollte sich der Kostenrahmen einhalten lassen.


    Das ist richtig.


    Zitat

    Das Problem der hohen Einstrahlungenergie im Sommer soll bei den günstigen Zellen mittes Verschattung erfolgen, bei den höherwertigen durch die Kapillaren erfolgen, die Sonne kommt halt nur bei passendem Einfallwinkel an die Hauswand.


    Das ist auch richtig, deswegen habe ich ja geschrieben das hier meist kein Sonnenschutz nötig ist.



    Zitat

    Bei mir ist die Südseite sowieso ein fast vollständig mit Fenstern verbaut, daher denke ich eher an die West und Ostseite des Hauses die Wandflächen sind dort groß genug und bisher völlig ungenutzt.


    Ohne groß zu rechnen würde ich behaupten das du dass ganz schnell vergessen kannst. Wann geht die Sonne in der kalten Jahreszeit nochmal auf und unter ?( ;)


    Das bisschen Energie das in diesem kurzen Zeitfenster zu ernten wäre kannste vergessen und dann müsste es auch noch jeden Tag früh und abends wolkenlos sein (kein Regen, kein Nebel einfach nix). Ist das bei euch im Norden vielleicht so ?(


    Gruß
    Tom

  • Hallo Bernd,


    In meiner Solartechnic I Vorlesung haben wir uns auch mit Transparenter Wärmedämmung beschäftigt. Der vortragende Professor, besitzt selbst ein Niedrigenergie Haus mit TWD, welches auch als Forschungsobjekt diente.


    Falls du Fragen hast oder das Objekt begutachten möchstest, könnte ich dir die Emailadresse vermitteln.


    Gruss Mario

  • Hallo zusammen,


    auch alte Bausubstanz lässt sich nachträglich hervorragend dämmen 8o


    http://www.wdr.de/tv/serviceze…02_niedrigenergiehaus.jsp


    Zitat

    Nur 200.000 Euro kalkulierte Carsten H. für die Sanierung und den Ausbau. Das ist ein beeindruckend günstiger Preis.

    Ich habe den Beitrag zufällig gesten im WDR gesehen, klasse gemacht |__|:-)


    AxelF

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  • Aufgenommen ?(


    Gruß
    Tom

  • Zitat

    Aufgenommen ?(


    nö, nicht dran gedacht, weil ich es ja zufällig gesehen hab!


    Vielleicht wird es ja noch in die Mediathek vom WDR eingestellt?

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • schade ;(


    Aber vielleicht hat Bernd das aufgenommen, der nimmt doch alles auf, BEEEEEERRRRNNNNNDDDDDDDDD .||.



    Gruß
    Tom

  • Hallo Bernd,


    der Fred ist ja schon etwas älter. Hast Du jetzt schon einen Plan zu transparenten Dämmung? Zumindets in Sachen Solarwand und ähnlicher Betondicke (44cm) als Wärmespeicher hätte ich da einige Ideen. Vielleicht sollten wir aber dazu zum Hörer greifen, sonst fülle ich hier glatt Seiten mit meinen dummen Ideen. Telefon unter sandbleche.de


    Ich hoffe der Neuling macht hier keinen Verlinkungsfehler.


    Gruß Kay