35 Jahre alt Ölheizung - welche Technik für die Zukunft?

  • Da stimme ich dir zu, wobei 2 kW Klasse (vor allem ohne Batterie) warscheinlich in ein bis zwei Jahren knapp werden, wenn dann das e Auto dazukommt. Deshalb würde ich auf Kosten der Jahreslaufzeit eher in Richtung 5 kw Klasse gucken oder mit Batterie kalkulieren.

  • Also nur wegen des E-Autos würde ich Nachteile bei der Laufzeit nicht in Kauf nehmen, das lohnt sich bestimmt nicht - zumal es in der Übergangszeit gerade auch um die Tageslaufzeit geht.

    - 2020/21 ist geplant den Zweitwagen durch ein kleines Elektroauto zu ersetzen (wahrscheinlich gebrauchter VW e-up). FZG würde nach jetzigem Stand ca. 60km pro Tag an 6 Tagen in der Woche bewegt werden. Aufladen nur zwischen 17 Uhr und 6 Uhr möglich.

    Der e-up dürfte einschl. Ladeverlusten so um die 15 kWh/100 km verbrauchen. Es geht also um ca. 9 kWh pro Nacht, im Winter wohl eher 10-11 kWh. Wenn man aus der Steckdose mit 2,3 kW lädt, ist das selbst im Winter in fünf Stunden locker zu schaffen. Angenommen man lädt z.B. über Zeitschaltuhr zwischen 24:00h und 05:00h, wo im Haus nur noch die Grundlast mit z.B. 200 W gefragt ist, dann bleiben bei einem durchlaufenden 2 kW-BHKW 1,8 kW für das Auto. Dieses wird also (wenn das BHKW nachts durchläuft) zu drei Vierteln mit BHKW-Strom geladen. Zugegeben, bei einem 5 kW BHKW wären es 100% – aber eben nur so lange es läuft. Wenn sich ein größeres BHKW aber beispielsweise um 02:00h abschaltet, weil mit 12 kW(th) der Wärmespeicher dann schon voll ist, hat man mit Zitronen gehandelt. In den vier Sommermonaten ist es sowieso egal, weil da weder ein 2 kW(el)- noch ein 5 kW(el)-BHKW nach 23:00h noch läuft.


    Mit Batterie kann man diesen Bedarf natürlich besser abdecken und dann insbesondere im Sommer das Auto auch mit PV-Strom laden. Nur bräuchte man dann allein für das E-Auto einen Boliden von Batterie mit ca. 10 kWh Kapazität. Einschl. Hausbedarf wäre damit eine Powerwall 2.0 mit 13,2 kWh (netto) eher schon knapp bemessen. Eine PW 2.0 dürfte einschl. Installation so um die 10.000 EUR kosten.


    Und jetzt zur Rechnung: Angenommen man kommt damit im Haus anstatt konservativ geschätzten 70% Autarkie (s.o.) auf 100%, dann ersetzt man durch die Batterie 2.400 kWh Bezugsstrom. Das E-Auto verbraucht im Jahr ca. 270 Tage * 10 kWh = 2.700 kWh. Schätzt man grob, dass davon im Winterhalbjahr 25% und ansonsten 100% über die Batterie laufen, so sind das ca. 1.700 kWh. Eingespart werden also 4.100 kWh Bezugsstrom, bei 28 ct/kWh etwa € 1.150. Bei Ladeverlusten von 8-10% muss der Betreiber dafür aber ca. 4.500 kWh Ladestrom hineinstecken. Bei je 50% BHKW-Strom (Opportunitätskosten ca. 9 ct/kWh) und PV-Strom (ca. 11 ct/kWh) kostet ihn das ca. 450 EUR. Durch die Batterie spart er also ca. 700 €/Jahr (bzw. wegen EEG-Umlage auf den EV>10.000 kWh noch etwas weniger) und hat somit nach ca. 15 Jahren sein Geld zurück. Ich nehme an, dass die Batterie so lange hält, aber ob das attraktiv ist muss jeder selbst entscheiden.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Im Sommer trägt die PV noch einiges zum Ladestrom bei ab 17 Uhr. Im Winter ist das durchlaufende BHKW allein fürs laden zuständig da wirds der Batterie langweilig... und in der Übergangszeit läuft bei geschicktem timing das BHKW auch mit, Nachts sollte die Grundlast nicht so hoch sein. Also denke ich das je nach PV größe die Batterie nicht ganz so groß sein muss.