Mein Umstieg vom Dachs zum NeoTower 2.6

  • In früheren Jahren haben einige Center nur verkauft und fremd montieren lassen. Was da rauskam war manchmal grauenhaft. Ich sah mal nen HR 2700Bh (1Jahr alt) mit 5550 Starts. War natürlich ne verpfuschte Hydraulik, Aber auch ne Primitiv-Inbetriebnahme. Ich konnte etwas abmildern, aber "gut" war die Anlage auch danach nicht - was aber an den verbauten Komponenten lag (300l WW-Speicher als Puffer "missbraucht").

    Dachs und Teile bekommt man von Senertec nur als "Partner", also mit Vertrag.

    Und es ist wohl gar nicht so einfach, "schwarze Schafe" auszusondern.

    Ein RS ist schon Sonderfall - da gibts nur wenige die sich damit gut auskennen.

  • Der hat mir damals unter anderem die Transportsicherungen (zerlegter Transport und Montage) wieder fest geschraubt! Also RS unspezifisch... Von ihm montierte Kraftstoffpumpen hielten nur 2000 Stunden (seid ich das selbst mache halten sie ca. 14000 Stunden, und noch einiges mehr!

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • SenerTec hat sehr spät den sogenannten Systemcheck eingeführt, der von speziell ausgebildeten Center-Mitarbeitern verantwortlich durchgeführt wird, nachdem eine montierte, registrierte Anlage ab 1000 Bh gelaufen hat.

    Wäre eine derartige Kontrolle von Anfang an durchgeführt worden, gäbe es nur kurzzeitig schwarze Schafe. Es wären dann allerdings weniger Anlagen verkauft worden.


    Gruß Dietrich

  • Tja, also Transportsicherung - das deutet für mich auf einen ungeschulten Mitarbeiter, der auch die Montageanleitung nicht beachtet. Bei Inbetriebnahme sollte sowas aber bemerkt werden. Dafür gibts keine Entschuldigung.

    Aber KS-Pumpen, dafür kann man nix. Die werden nur bestellt und eingebaut. Allerdings möglich, daß er "normale" aus dem Handel genommen hat. Für RS geht sowas nicht.


    Und zum Systemcheck: sicher ne gute Maßnahme, kostet aber auch. Und bei Firmen die ohnehin auf die Betriebsbedingungen achten, eigentlich überflüssig. Und der Systemcheck heisst ja nicht, daß da nochmal die Einstellung optimiert wird.

  • Was ist denn an der RS Pumpe so besonders? Wenn ich die im Center hole ist die mit der HR Baugleich...


    Das Problem war das er die Pumpe nicht entlüftet hat...

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Der hat damals, internen und externen Filter mit gewechselt, das Glas um den Filter rum nicht aufgefüllt und die Pumpe eine Stunde lang einfach nur durch ansteuern entlüftet, das hat solange Luft in der Pumpe war ewig gedauert. Dadurch (Trockenlauf) hatte die Pumpe schon nen schlag weg.


    Ich mach das so das ich 1. jeden Filter sperat wechsle und entlüfte und 2. mit der fürs Motoröl absaugen vorhandenen Technik am Entlüftungsstutzen nachhelfe das das Öl schneller in die Pumpe gelangt. Seid ich das so mache hält die Pumpe um ein vielfaches länger und ich bin schneller fertig.


    Das mit den Dichtungen hab ich noch nie gehört, würde aber Sinn machen. Vielleicht sind die inzwischen wegrationiert so wie die Einspritzdüsen auch da es ja kaum RS gibt...

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Das Ansaugen mit der internen Pumpe dauert tatsächlich ewig. Das war aber damals auch die von Senertec angegebene Vorgehensweise. Aber durch die hohe Viskosität leidet die Pumpe. Die normalen Heizölpumpen können 10% biogene Bestandteile vertragen, reines Rapsöl macht aber sowohl NBR- als auch den Kupferdichtungen zu schaffen.

    DEr RS war damals ne gute Idee - aber er hat seine Probleme. Das liegt aber weniger an der Maschine selbst sondern eher am Brennstoff.

    Für mich wars kein Prob. beise Filter zusammen zu wechseln - ich hatte dazu immer gefiltertes Rapsöl dabei um die Filter vorzufüllen. Aber auch so gabs Pumpendefekte.

  • Das ist auch ne Variante mit dem Vorfüllen. Dennoch halten die Pumpen länger wenn man nicht ewig mit Luft laufen lässt. Alle 7000 Stunden wechsle ich die Kupferringe. Bin vermutlich der Einzige der mit nem RS übrig geblieben ist... Blöd ist auch das durch den Nachhaltigkeitsnachweiß der Ölpreis so angestiegen ist, und zwischenzeitlich der Heizölpreis so gefallen ist.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Weist du wer sich jetzt um den kümmert und wo der steht?

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

  • Hallo BHKW-Freunde,

    mein Dachs HR läuft jetzt fast 15 Jahre mit 38000 h auf der Uhr. Ersatzteile: neuer Kolben, Heizölentlüfter, Kabelbaum und Wasserpumpe. Da ich ganz vorneweg den TRABOLD-Filter geschaltet habe, sind seitdem auch keine weiteren Kraftstofffilter gewechselt worden. Der TRABOLD Einsatz wird einmal pro Jahr erneuert und mit Diesel vorher durchfeuchtet. Entlüftung und Pumpenstarts ohne Dachsbetrieb kommen so nicht vor. Eine Ausnahme bildet der Wechsel der Einspritzdüse alle 2 bis 3 Jahre.

    Viele Grüße

    Hololoy


    Senertec Dachs HR 5,3 kW (2004), PV 1: 10 kWp (2008), PV 2: 5 kWp (2009), PV 3: 3,75 kWp mit Eigenstromnutzung (2013), PV 4: 7,5 kWp mit Eigenstromnutzung (2015), Speicherakku stationär: 24V, 10kWh brutto (2010), Zero SR: 13 kWh (mobiler Speicher, 2016), Opel Ampera: 16 kWh (mobiler Speicher mit Wärmeerzeuger, 2013)

  • 2007 gab es von Senertec nur den Dachs mit 5,5 kw/h der würde überall eingebaut ob er passt oder nicht spielte keine Rolle.

    Genau so ist bzw. war es! Das Marketing von Senertec ist bzw. war seinerzeit nahezu unschlagbar und mehr oder weniger ein Musterbeispiel gelungenen Marketings. Ich erhielt als Unternehmen einer sog. Zielbranche seinerzeit auch eine Prospektmappe mit den bekannten Argumenten. Ein ortsansässiger Heizungsbauer und Senertec Fachpartner hätte mir auch jederzeit so eine Anlage eingebaut. Auch ohne aufwändigeres Nachrechnen erschien mir das ganz Projekt auf den ersten Blick eher überdimensioniert. Heute bin ich froh, es nicht gemacht zu haben. Leider war meine erste Anlage, das Kirsch 4.12 auch eher ein Griff ins Klo, aber die Auslegung immer noch vernünftiger als der Dachs.

    Allein schon die Aussage "den zuviel erzeugten Strom verkaufen Sie an Ihren Energieversorger und verdienen damit Geld" ist schon mehr oder weniger eine Frechheit. Ohne die 8 Cent KWK-Vergütung, die es damals gab, ist die Stromeinspeisung ein absolutes Draufzahlgeschäft. Wenn der großteil des erzeugten Stroms nicht selbst verbraucht wird, ist kein BHKW wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben.
    Und 5,5 kW sind auch bei deinen 6 Wohneinheiten eine Hausnummer zu groß. Denn die Grundlast liegt bedeutend niedriger!
    In meinem Fall beträgt der Stromverbrauch ca. 40.000 kWh/p.a. und der Eigenverbrauch bei den 2,6 kW des Living bei 90%.

    PV-Anlage 4,2kWp und 7,92kWp seit Mai 2010, seit April 2012 umgestellt auf Überschussseinspeisung, Eigenverbrauch ca. 65-70%
    BHKW Kirsch L 4.12 (2012 bis † 2017), RMB Neotower Living 2.6 (09/2017), Pufferspeicher 800L. mit 8m² Wellrohr-WT,
    Spitzenlasttherme Paradigma Modula NT 15kW seit 20.03.2014
    Stromverbrauch p.a. ca. 36.000 - 40.000kWh

  • Update zum 2. Betriebsjahr:

    Viel gibt es nicht zu berichten. Die Anlage hat mittlerweile über 13.180 Stunden bei 555 Starts was eine Laufzeit von knapp 24 Stunden je Start entspricht. Die Anlage lief völlig störungsfrei, bei 15 000 Stunden steht die erste Wartung an.

    Zwischendurch hat RMB lediglich das UMTS Modem gegen ein LTE ersetzt und bei 7 500 Stunden einen zusätzlichen Ölwechsel durchgeführt.

    Dass sich aufgrund der Laufleistung meinen Eigenverbrauch zulasten der Einspeisung sehr gut entwickelt hat, brauche ich sicherlich nicht zu erwähnen.

    Vom 28.10.2019 bis zum 11.04.2020 lief der NeoTower durch und hatte teilweise so gar in der Nachtabsenkung Unterstützung durch die Therme. Nachts ist auch der Zeitraum, wo ich Strom einspeisen, da sechs Kühlschränke zuzüglich Heizungspumpen nicht 2,6 kWh Strom benötigen.


    Unter Aspekten der Energiewende war der Dachs sicherlich besser, er hat das 6. Familienhaus mit 360 qm Wohnfläche und 135 Kubikmeter Warmwasser teilweise autark ohne Therme versorgt. Aber was bringt mir 80 % Einspeisung beim Dachs? Betriebswirtschaftlich Schwachsinn Volkswirtschaftlich sinnvoll? Aber das muss eben die Politik entscheiden!

    Ich jedenfalls bin auch im 2. Jahr mit RMB sehr zu zufrieden und kann die Firma nur uneingeschränkt empfehlen.


    Viele Grüße und bleibt gesund


    Bernigo