Neue Heizung muß her

  • Hallo allerseits,


    nachdem die alte Ölheizung (Hansa, 25kW Nennleistung) jetzt über 30 Jahre auf dem Buckel hat und ohnehin größere Umbauarbeiten im Haus anstehen, soll auch die Heizung erneuert werden.


    Erdgas ist gesetzt. Ist in der Straße, brauche nur den Hausanschluß.

    Und ich stelle mir auch vor, ein Brennstoffzellen-BHKW dazu zu installieren.

    Die Idee hatte ich früher auch schon, nur waren die Geräte alle zu hoch. Die Räumlichkeiten, wo das hin muß, sind nur 195cm hoch. Nach unten graben ist keine wirklich gute Idee.


    Mal ein paar Eckdaten:
    - Langfristig werden wieder 4 Erwachsene und 2 Kinder in dem Haus wohnen (aktuell sind wir nur zu Zweit, Generationen-Umbruch ...)

    - 327m2 beheizte Wohnfläche

    - Stromverbrauch pro Jahr bei 5 Erwachsenen: rund 9000kWh (2 E-Fahrzeuge), davon rund 6800kWh selbst von der PV genutzt

    - Ölverbrauch (Heizung + Warmwasser, getrennt kann ich es nicht sagen) war die letzten Jahre immer so um die 3000l, je nach Länge der Heizperiode mal mehr, mal weniger; einen hydraulischen Abgleich gibt es bislang nicht

    - keine Wanddämmung vom Haus (haben wir sein lassen, Budgetangebot nur für die Dämmung waren 60000 Euro - und da wäre noch einiges dazugekommen)

    - PV-Anlage mit knapp 25kWp

    - 1x Akku-Speicher mit 6.4kWh und 3.3kW Leistung vorhanden

    - 1x Akku-Speicher mit 13.4kWh und 4.6kW Leistung vorhanden


    Bei dem (unter anderem) geplanten Badumbau soll auch so eine Minisauna für 2 Personen rein. Was ich so gesehen habe, ziehen die, je nach Ausführung, 3.5-5kW Leistung.

    Nun ist es ja so, daß man eher im Winter die Sauna nutzt als an ohnehin schon heißen Sommertagen. Aber im Winter ist der PV-Strom zuweilen auch recht mau, auch mit 25kWp.


    Nun war letzten Sonntag eine Energiemesse bei uns am Ort, da habe ich mich ein wenig umgesehen.

    2 Möglichkeiten fielen mir da näher ins Auge:

    - Viessmann Vitovalor PA2 mit 750Wel und 1100Wth (die aus dem PT2 herausgelöste Brennstoffzelle?)

    - Buderus BlueGEN (eine genauere Typenbezeichnung steht in dem Prospekt leider nicht) mit 1500Wel und 600Wth


    Das Viessmann ist offenbar wärmegeführt, das Buderus elektrisch geführt.


    Jetzt stellt sich die Frage, wie groß man Pufferspeicher und Warmwasserspeicher wählen sollte.

    Die Therme für die Spitzenlast sollte nicht das Problem sein. Muß halt dazu passen.


    Und mir stellt sich noch die Frage:

    Viessmann oder eher Buderus?

    Im Grunde möchte ich soviel Strom wie möglich selbst erzeugen, um den Bezug möglichst runterzufahren.


    Bei 750W sind das 18kWh am Tag. Die bekomme ich die Akkus rein.

    Bei 1500W sind das immerhin schon 36kWh, und wenn die Akkus geladen sind und dort Strom raus benötigt wird, stehen immerhin insgesamt 9kW Leistung zur Verfügung, ohne daß Strom extern bezogen werden muß.


    Wenn die Sauna eine Stunde aufheizt und dann die Temperatur halten soll, sind das vielleicht so 5-8kWh, die da gebraucht werden. Eine mindestens 1-2 mal wöchentliche Nutzung der Sauna dürfte nicht übertrieben sein.

    Um 200l Wasser (Pufferspeicher) um 25K aufzuheizen, dauert es bei 600W rund 10 Stunden, bei 1100W etwas mehr als die Hälfte, ca. 5,5 Stunden.


    Ich bin mir etwas unschlüssig, was wohl besser ist.

    Mehr elektrische Energie (die ich im Sommer so oder so nicht selbst verbrauchen kann, dann aber einfach eingespeist wird), im Winter aber relativ problemlos die Sauna füttern kann, dafür aber länger für den Pufferspeicher braucht.

    Oder eben mehr Wärme-Energie, die den Pufferspeicher in der grob halben Zeit aufheizen kann, was aber im Sommer wieder problematisch werden kann, weil man da auch nicht so viel warmes Wasser braucht (was man unter Umständen nicht wegbekommt => Brennstoffzelle schaltet ab; einen Swimming-Pool haben wir nicht), dafür aber weniger elektrische Energie.


    Rein vom Bauchgefühl, wegen der E-Autos, der Sauna, der Erfahrung der PV-Stromerzeugung im Winter, der bisherigen Stromverbrauchssituation im Winter (Winter so 30-35kWh am Tag, Sommer eher 15-20kWh) tendiere ich eher zum Buderus-System.


    Angebote werde ich mir auf jeden Fall für beide Systeme erstellen lassen.


    Was meint ihr?

    Andere Vorschläge?

    Meinungen, Kommentare, ...?


    Danke und Gruß
    Markus

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  • Moin Moin,

    Stromverbrauch pro Jahr bei 5 Erwachsenen: rund 9000kWh (2 E-Fahrzeuge), davon rund 6800kWh selbst von der PV genutzt

    Sehr schön das Du den Fragebogen gleich gefüllt hast :thumbup:, ich möchte mal obigen Punkt heraus greifen. Du hast also eine Lücke von 2200kWh ~ 600€ p.a. die Du gern mit Eigenstrom füllen möchtest ? Würdest Du für den PV Strom eine Einspeisevergütung bekommen ? Welche Leistung benötigen Deine PKW Ladegeräte ?

  • Bei der Lücke reden wir im Wesentlichen über das Winterhalbjahr.

    Die PV speist natürlich ein. 10-12MWh pro Jahr lasse ich doch nicht verpuffen.


    Die PKW-Ladegeräte haben jeweils 3,7kW.

    Parallel laden kann man aber vermeiden, ist selten notwendig. Im Sommer wäre auch das kein Problem.

    Ich habe ja immer die Pufferung durch die Haus-Akkus.


    Durch die geplante Mini-Sauna dürfte diese Lücke, die möglichst durch das BHKW gefüllt werden soll, eher größer werden.

    Und dadurch, daß viele kostenlose Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge wegfallen, steigt auch da der heimische Verbrauch an. Die Tendenz ist erkennbar.

    D.h. da dürften langfristig vermutlich mehr als 600 Euro pro Jahr an möglicher Einsparung drin sein - wobei ich mich mit den aktuellen Konditionen für eingespeisten BHKW-Strom noch nicht näher beschäftigt habe.

    Dazu auch: Amortisation ist schön und gut. Mir reicht am Ende allerdings eine Schwarze Null.


    Aktuell habe ich sogar noch einen Doppeltarif, der mir ca. 80 Euro pro Jahr ggü. dem Normaltarif trotz höherer Grundgebühr spart, weil ich die Fahrzeuge an sonnenlosen Tagen natürlich nachts zum Niedrigtarif lade.

    Mit dem BHKW wird der Doppeltarif wohl nicht mehr nötig sein.


    Ob das BHKW letztendlich strom- oder wärmegeführt ist, ist mir egal. Es muß zu meinem Verbrauchsverhalten passen.


    Ach so, ja ...

    Das Thema Wärmepumpe habe ich durch, egal welcher Typ, es ist nicht sinnvoll machbar. Wenn überhaupt, dann ginge - auch aus "tektonischen" Gründen - nur eine Luft-WP ... und mit der habe ich wieder das Problem: Woher den Strom im Winter?

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  • Im Winterhalbjahr (Sommerhalbjahr ist egal bei der Betrachtung, da die PV immer genug abwirft):

    Fahrzeug 1: 2x 12kWh pro Woche (da kann ich auch zeitlich "spielen", wenn ich den volllade, sprich: Supertag: Vollladen, wenn die nächsten 3 Tage sonnenlos sind)

    Fahrzeug 2: täglich 5kWh (es stimmt nicht wirklich, manchmal gar nichts, manchmal 10kWh, es hängt sehr davon ab, inwieweit ich noch anderweitig als für den Arbeitsweg unterwegs bin)


    Fahrzeug 2 wird derzeit hauptsächlich beim Arbeitgeber geladen, weil es da bis Ende 2020 kostenlos ist (zumindest Stand heute). Zu Hause wird nur zwischengeladen, wenn der Strom am nächsten Tag nicht mehr auf Arbeit reicht. Oder eben am Wochenende, wenn man da unterwegs ist. Der hat im Winter nur 40-60km Reichweite - und bei naßkaltem Sauschmuddelwetter wird es einmal hin und her dann schon eng ohne zwischenladen. Ist zwar ein PluginHybrid, stehenbleiben würde ich nicht, aber wenn man ohne Sprit auskommen will, lädt man eben nach.


    Dazu weiter:
    Wenn wir wieder 4 Erwachsene in dem Haus sind, wird über kurz oder lang sehr wahrscheinlich noch ein weiteres E-Fahrzeug hinzukommen.


    PS: Das dürfte mit dem BHKW auch ein interessantes Meßkonzept werden.
    Wie will man feststellen, wieviel Strom von welchem Erzeugungsgerät im Haus verbraucht wurde?

    Aktuell habe ich ja nicht einmal einen PV-Erzeugungszähler, in Absprache mit dem VNB, weil ich anderweitig plausibel darlegen kann, daß ich unter 10MWh Eigenverbrauch bleibe. Die PV wurde 10+10+5 in entsprechenden Zeitabständen aufgebaut.

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  • Also ich sehe bei Dir keine Brennstoffzelle das hat verschiedene Gründe :

    1. es ist wegen der Verluste nicht Sinnvoll einen Batteriespeicher aus dem anderen zu Laden, vom Dach bis zum Auto würde 4x DC/AC bzw. umgekehrt gewandelt

    2. die BZS müsste ganzjärig 24/7 laufen und würde 6570 bzw. 13140kWh PV Strom "verdrängen"

    3. im Winterhalbjahr kann auch die BSZ ( 750Watt ) zusammen mit PV nicht den gesamten benötigten Strom bereitstellen


    Aus dem Bauch würde ich ein Motor BHKW der 5KW Klasse nehmen, das kann entgegen der BSZ über die sonnigen Monate stehen und trotzdem bei Bedarf beide Autos innerhalb 2-3 Stunden laden ( bei angenommenen 3200kWh/365Tage ) und gleichzeitig/anschließend intelligent also passgenau Deine Speicher bis zum nächsten Tag/Zyklus laden. Für WW-Bereitung über die heizungsfreie Zeit könnte eine Brauchwasser-WP eingebaut werden die - wenn es baulich passt - als Nebeneffekt Wechselrichter und Batterielader kühlen kann.


    Das ganze könntest Du schön in einer Excel mit geordneten oder laufenden Jahreslinien "simulieren" denn alle Verbrauchs- bzw. Erzeugungsmengen sind bekannt.

  • Äh, ne, ein Motor-BHKW kommt nicht in Frage. Ausgeschlossen. Egal wie gut das Ding gedämmt und abgeschottet wird, ich werde es hören und fühlen. Ich höre und spüre es auch (2 Stockwerke drüber), wenn der Brenner der aktuellen Heizung anspringt (wenn er mal läuft, ist er wieder leise). Meiner Frau kann ich das auch nicht beibringen.

    Dann eher gar kein BHKW.


    Nr. 1 hat jetzt auch nichts mit einem BHKW oder nicht zu tun, das ist doch unabhängig davon. Der Effekt besteht jetzt schon.
    Nr. 2 verstehe ich jetzt nicht. Wieso verdrängen? Das ist doch zusätzlich, oder nicht?

    Nr. 3: Daher die Frage, ob das Buderus-System mit 1500Wel nicht besser wäre. Das sollte doch weitgehend reichen.


    Das

    vom Dach bis zum Auto würde 4x DC/AC

    stimmt nur bedingt. Nämlich nur für den Teil, der nicht "on the Fly" zur Verfügung steht. Und das habe ich auch jetzt schon. Ich bin mit meinem Auto, wenn ich arbeite, selten zu sonnigen Zeiten zu Hause. Da ist es meistens schon dunkel.

    Die PW1 ist übrigens DC-gekoppelt, da fällt auch das unter Umständen zur Hälfte weg.


    als Nebeneffekt Wechselrichter und Batterielader kühlen kann.

    ??? Das sind geschlossene Systeme. Außerdem steht das neue Heizungssystem dann in einem anderen Raum (Ex-Öltank-Raum).


    Nachdem ich mich jetzt auch ein wenig über die steuerlichen Belange eingelesen habe, frage ich mich, ob ich überhaupt ein BHKW will. Da scheint mir viel Gängelung dabei zu sein. Muß ich mich aber noch genauer informieren, so ganz durchgestiegen bin ich da noch nicht. Bei der PV bin ich auch sofort in KUR. Der Papier-Aufwand, nur um anfänglich mehr Steuer sofort zurückerstattet zu bekommen, ist das nicht wert. Am Ende gibt sich das nichts - und bei der 0%-Zinspolitik ist das auch egal, ob ich das Geld sofort habe oder nicht. Dafür ist meine Abschreibung höher.


    Das Meßkonzept ist auch so eine Sache. Warum gehen eigentlich alle Meßkonzepte davon aus, daß man genau einen PV-Einspeisepunkt am Grundstück hat? Ich habe deren zwei. Das BHKW würde an einem dritten Punkt einspeisen. Der AC-gekoppelte Akku steht nochmal ganz woanders.

    Sowas kann man bei einem Neubau machen, aber nicht bei einem über die Jahrzehnte gewachsenen Gebäude.

    Das ist ja das Schöne am Strom, der sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes.


    Die PV-Steuerung inkl. ModBus-Zähler zählt auch nicht genauer oder ungenauer als der VNB-Zähler, die Abweichung beträgt gerade mal 0,05% (interessanterweise bisher immer zu meinen Gunsten, sowohl bei Einspeisung als auch bei Bezug).

  • Moin,


    ja Du hast das Effizienzproblem bereits jetzt, könntest es aber mit einem richtig dimensionierten BHKW zumindest für die weniger sonnige Zeit entschärfen.

    Bei einer so großen PV Anlage mit nur 1/3 Selbstverbrauch - tendenziell durch BHKW/BSZ noch weniger - hast Du aber mit KUR ganz schön daneben gefasst.

    Es ist ein Vorurteil das Motor-BHKW lauter sind, ein Brenner macht mehr Lärm.

    Das mit Deinem Meßkonzept hab ich nicht verstanden, laufen alle deine PV gleichermaßen auf Speicher und Verbraucher ?


    Grüße

  • Mit KUR habe ich nicht daneben gefaßt.

    Nach hinten raus gibt es sich fast nichts (kann man auch schön mit Excel-Tabellen darstellen ;-) ), ich habe deutlich weniger Arbeit - und die Akkus sind in der Abschreibung drin, was bei Regelbesteuerung wohl kaum möglich gewesen wäre, weil das FA da eher genauer hinschaut.

    Ich schreibe ja bei KUR auch den Bruttobetrag ab. Und ob ich den Batzen gleich am Anfang bekomme oder auf 20 Jahre verteilt ... egal. Im Gegenteil, da meine Abschreibung wegen Brutto höher ist, mache ich - rein fiskalisch fürs Finanamt betrachtet - derzeit sogar immer leichte Verluste, was dann auch meine private Steuerlast um ein paar Euro mindert.


    Ich habe mir durchaus schon Gebäude von Bekannten, die ein modernes Motor-BHKW haben, angesehen. Ne, möchte ich nicht. Mich nervte auch der Anti-Marder-Fieper von Nachbars Auto, das 10m von unserem Schlafzimmerfenster entfernt stand ... ist vor 2 Jahren zum Glück umgezogen.


    Die beiden Einspeisepunkte der PV sind sozusagen irgendwo im Haus, kurzer Weg von den Wechselrichtern zu einer "dicken" Stromleitung. Der AC-gekoppelte Akku ist nochmal woanders (wo halt Platz war für das Teil). Ist ja auch völlig egal, die Meßzangen für die Steuerung müssen richtig positioniert sein, nämlich direkt am Zähler. Die Steuerung versucht Bezug und Einspeisung im Rahmen der maximal möglichen Leistungen der Akkus auf 0 zu regeln und teilt den Akkus entsprechend mit, mit wieviel kW sie laden oder entladen sollen. Woher die Leistung zum Laden kommt, ist dem Akku schnurz ... PV, BHKW, Fahrraddynamo ... es wird einfach beim Zähler gemessen.

    Was ich mich bei dem ganzen Meßkonzept frage, wie unterschieden werden soll, welcher Strom (PV, BHKW) in den Akku geht (wegen der Abrechnerei mit vermiedenen Netzkosten usw.). Es gibt bei uns nicht die eine dicke Leitung, wo das alles schön nacheinander aufgereiht ist, eben ein über die letzten 60 Jahre gewachsenes Bestandsgebäude. Die Geräte wurden dort aufgestellt und angeschlossen, wo der Platz dafür vorhanden war.


    Was an einer großen PV, bei der ich nur grob ein Drittel Selbstverbrauch habe, schlecht sein soll, weiß ich nicht. Das Dach vollmachen, lautete die Devise. Ich habe sogar Module nach Norden raus ... die macht jetzt immerhin schon 2.5kW, trotz leichter Bewölkung.

  • Ihr beleuchtet nur die elektrische seite.

    Bei 3000 l Öl/a und 330 qm braucht man ca 20-25 kw Heizleistung. Das ist mit der Vitovalor dank des eingebauten Brennwertgeräts und nur einer Abgasleitung problemlos. Meist hat man nur einen Kamin zum Einbau zur Verfügung.

    Andere BHKW wie Dachs können das nicht.

    Die Solidpower benötigt sogar Edelstahl anstatt Kunststoff....


    Die Valor reicht aber nicht um Autos zu laden - die soll die Hausgrundlast decken. Für mehr brauchts nen Motor.

    Der neue Dachs2.0 ist bei 2,9 kw el übrigens sehr leise und auch bei 5,5 kw ist er gegenüber dem Vorgänger deutlich leiser.

  • Es gibt nur einen Kamin mit einem Rohr. Ich meine, das ist sogar schon Edelstahl.

    Das Haus hat zwar noch einen zweiten Kamin von einem Kachelofen, der da mal war, aber der geht nicht bis in den Keller runter, ist auch zu weit weg vom Aufstellort des BHKWs, und ist aktuell auch stillgelegt.


    Der alte Kessel hat ja 25kW Leistung, das muß die neue Therme im Zweifelsfall auch zur Verfügung stellen können.


    Das BHKW soll die E-Autos auch nicht direkt komplett laden können. Das geht auch über die Akkus.

    Das Solidpower erzeugt dauerhaft 1,5kW, der Überschuß geht im Winter zum Großteil in die Akkus, im Sommer wird halt eingespeist.

    Im Moment, wo wir nur zu Zweit sind, haben wir eine Grundlast (in der Nacht) von gerade mal 100-150W (dazu noch der Verbrauch aktuellen alten "Ineffizenz-Heizungspumpe"). Als wir noch zu Fünft waren, lag die Grundlast bei ca. 400W (ein Kühlschrank und eine Gefriertruhe mehr, mehr Licht und sonstiger Verbrauch, der sich zusammen läppert).


    Was Motor-BHKWs betrifft, naja, jetzt, wo ich vor etlichen Jahren damit angefangen habe, beim Auto auf sowas zu verzichten, warum sollte ich mir dann sowas in den Keller stellen? Das erscheint mir ein wenig widersprüchlich.

    Abgesehen davon würden die Maximalleistungen dieser BHKWs auch nur sehr punktuell benötigt werden. Für solche Spitzen habe ich aber die Akkus. Habe ich halt etwas mehr Verlust ... ja und?

    Beide Akkus haben einen Gesamtwirkungsgrad (Batterie und Wechselrichter) von rund 86%.


    (Und dazu könnt ihr noch wissen, daß der AC-Akku stellenweise auch aus dem DC-Akku geladen wird, weil dessen unabhängige Steuerung nicht unterscheiden kann, ob das direkter PV-Strom ist oder eben aus dem DC-Akku kommt, weil das von dem auch erst noch über den Solar-Wechselrichter laufen muß. Hält sich aber in Grenzen, weil der DC-Akku immer zuerst geleert wird. Der AC-Akku kommt dann hinzu, wenn die Leistung des DC-Akkus nicht ausreicht oder er eben leer ist.)

  • zur Heizleistung


    bei der Wohnfläche würd man die aktuelle erwarten,

    aber bei den bisherigen Verbräuchen (mit altem Öler) kann man doch 1-2 Nummern kleiner gehen.

    Faustformel Jahresbedarf[kwh] / 3000 wären sogar nur 10kW

    Wär bei der Objektgröße und späterer Nutzungsänderungen vll. bissl hart an der Grenze,

    aber bis auf 20kW würd ich auch nicht gehen.

  • Ja, die Therme muß der Heizungsbauer halt richtig auslegen.

    Da sowohl das Viessman- wie auch das Buderus-System modular aufgebaut sind, kann man ja das von der Leistung her passende Gerät hinstellen.


    Wie gesagt, langfristig 4 Erwachsene und 2 Kinder, die auch mal Pubertiere werden und dann erfahrungsgemäß einen höheren Energie- und Wasserverbrauch haben ...

  • Moin Moin,


    also die benötigte Wärme wäre klar, zurück zum Strom.


    Da Erzeugungsanlagen nicht an Verbraucherstromkreisen angeschlossen werden dürfen hast Du die verschiedenen PV und Stromspeicher sicher an unterschiedliche Unterverteilungen angeschlossen. das stellt auch kein Problem dar solange die Einspeisevergütungen identisch sind.

    Bei unterschiedlicher Vergütung gibt es nur die Zählerkaskade(n) bzw. die teurere Lösung der Lastgangmessung mit elektronischen Zählern.

    In erstem Fall muß eben dann die Erzeugungsanlage(n) eine separate Zuleitung zum Zählerschrank bekommen, der Vergütungsanspruch kann eben nicht rechtssicher mit mehreren Unbekannten ermittelt werden.

    Mich würde an dieser Stelle noch Interessieren wie Du die 70% PV Kappung bewerkstelligst ?

    Die Lösung die Du dem Finanzamt unter geschoben hast will ich nicht näher kommentieren, ich wünsch Dir Glück und das auf dem Bescheid kein Vorbehalt nach §164 AO steht.

    Grundsätzlich würde für einen Speicher nämlich nur wenn er zusammen mit der PV errichtet wird die Vorsteuer abzugsfähig, niemals aber eine AfA und bezüglich Einkommensteuer gehört er immer in den privaten Bereich......es sei denn man veräußert den Strom an seine Mieter, was aber wieder andere Baustellen auftut. Egal.


    Grundsätzlich hast Du Dich bereits von vorn herein gegen ein Motor BHKW entschieden obwohl es technisch genau das kann was Du benötigst, nämlich im Winterhalbjahr für wenige Stunden täglich rel. viel elt. Leistung mit hohem Gesamtwirkungsgrad bereit zu stellen.

    Eine Brennstoffzelle tut genau das Gegenteil, sie erzeugt ganzjährig wenig Strom mit einem moderaten Gesamtwirkungsgrad. Damit füllt die BSZ dir auch ganzjährig die Akkus, es wird so gut wie kein PV-Strom mehr in den AC Akkus landen.


    Grüße

  • Also, bei einem Kamin kann man es zu 95% vergessen, 2 Abgasleitungen zu montieren. Bei einer Leitung geht nur Vitovalor PT2. Da ist die Heizleistung mit der Brennwertzelle abgedeckt.

    Solidpower, Dachs und Co benötigen ne eigene Abgasleitung, das wird montagetechnisch nichts.

    Die Vitovalor PA2 ist ein Nachrüstgerät, ähnlich wie Solidpower. Auch dafür gilt: 2. Abgasleitung - was wohl nicht möglich ist.

  • Die PV-Anlagen werden bzgl. des Vergütungssatzes einfach prozentual der Leistungsanteile nach Dreisatz gerechnet. Guggst du ins EEG bzw. Auslegung der Clearingstelle.

    Das mit dem Finanzamt ist längst abgeklärt. Da erzählst du mir nichts neues, auch mit Speicher&Co nicht. Die Speicher sind in der AfA drin, kannst mir's jetzt glauben oder auch nicht ...


    Ein Wechselrichter ist der Master, die anderen drei Slaves. Sie kommunizieren via RS485 miteinander. Der Master steuert die 70% weich über alle Wechselrichter aus. Abgesehen davon habe ich ohnehin nicht diese Spitzenleistungen, weil die Module in alle Himmelsrichtungen gehen. Dafür habe ich im Hochsommer schon ab etwa 5 Uhr satt PV-Strom und das bis abends ca. 21 Uhr.

    Das ist alles vom Solarteur sauber installiert und vom VNB abgenommen.


    Welcher Strom im Akku landet, dürfte eher zufällig sein. Strom sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes. Es wird irgendein Mix aus PV-Strom und BHKW-Strom sein.

    Die Frage ist nur, wie man das mißt.

    Ich werde erstmal abklären, ob man mit der gewachsenen Stromleitungsversorgungs-Struktur überhaupt ein Meßkonzept aufbauen kann, das den gesetzlichen Vorgaben entspricht, mit dem man die Werte für den BHKW-Strom (Erzeugung, Eigenverbrauch usw.) herauslesen kann.

    In einem älteren Thread habe ich was dazu gefunden, sieht logisch aus. Nur: Das geht bei mir einfach nicht. Jedenfalls nicht ohne jeden Stein mindestens einmal anzufassen, zweimal herumzudrehen und dreimal neu anzuordnen. Da würde das Verhältnis von Nutzen und Aufwand sehr schlecht aussehen.


    Das mit den kurzzeitigen hohen Leistungen im Winter ist zwar richtig, aber nochmal: Das machen bereits die Akkus, sofern da halt Strom drin ist. Ich brauche nur eine Möglichkeit, die Akkus im Winter bei fehlender Sonne zu füllen.

    Ein Motor-BHKW nur bei Bedarf anzuwerfen, würde z.B. bedeuten, daß ich das Ding nachts um 0 Uhr starte, weil ich mit leerem Akku heimkomme und morgens um 8 Uhr wieder weg muß. Konstruiert? Mitnichten, kommt pro Woche etwa einmal vor. Im Sommer unproblematisch, da wird das Ladeende auf 8 Uhr gesetzt - und selbst an so einem vergleichsweise schlechten Tag wie heute macht die PV um 8 Uhr schon 4kW Leistung, vorher kommt das fehlende halt aus den Akkus.


    Da der neue Heizungsraum ein Eckraum ist, könnte man theoretisch noch so eine Edelstahlaußenkaminröhre installieren. Ein paar Nachbarn haben sowas. Sieht halt immer nur wie gewollt, aber nicht gekonnt aus. Gefällt mir nicht so wirklich.


    So wie ich das im Moment sehe, wird das mit keinem BHKW etwas, weil man das notwendige Meßkonzept nicht mit vertretbarem Aufwand realisieren kann.

    Dann wird im Winter halt weiterhin Ökostrom aus dem Netz gezogen, wenn der eigene Strom nicht reicht.

    Meine Solaranlage, 24,57kWp

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    Einmal editiert, zuletzt von MarkusD ()

  • Ich kenne das Votum 2012/22 und habe auch keine Zweifel das Du aktuell die AfA für die Speicher ansetzt, ich sage nur es entspricht nicht dem Gesetz, soweit kein Prüfungsvorbehalt besteht kannst Du damit durchkommen.

    Welcher Strom in den Akkus landet ist eben kein Zufall sondern wird vom Meßkonzept vorgegeben. Wie schon geschrieben gibt es nur Kaskadenmessung oder Lastgang wobei in der Kaskade die Erzeuger mit geringfügigem Verbrauch, also PV WR, zwischen Abgrenzungs- und Einspeisezähler kommen. Damit ergibt sich automatisch das vorrangig BHKW/BSZ Strom verbraucht bzw. eingelagert wird.

    Du schreibst das geht bei Dir nicht also bleibt nur Lastgangmessung der Erzeuger mit Bildung virtueller Zählpunkte für Einspeisung und Verbrauch.


    Deine Schlussfolgerung ist falsch denn ein BHKW ist disponibel und kann "smart" Morgens 6Uhr starten, Dir bis 8Uhr Dein Auto laden und gleichzeitig das Duschwasser erwärmen. Das tut es mit Gesamtwirkungsgraden über 100% nicht wie die Batteriespeicher bei denen von 10kWh nur noch 8,6kWh verfügbar sind.

    Aber auch das ist egal wenn es, wie bei Dir, nicht um Effizienz geht.

  • Wenn ich eine Lastgangmessung mache, dann fressen die Kosten die halbe zu erwartende Einsparung schon wieder auf. Mindestens.

    (Sacht mal, was ist das für ein Editor? Ich drücke ENTF - und der macht ein Leerzeichen rein. Häh?!?!?! Hatte ich jetzt schon etliche Male und so dicke Finger habe ich auch nicht.)


    Ich habe mich mal daran versucht, die grobe Verkabelungsstruktur aufzuzeichnen.

    Kaskadenmessung? Sehe ich schwarz.

    Wie schon geschrieben, ich habe keinen geeichten PV-Erzeugungszähler. Ist gemäß EEG-Clearingstelle zulässig, solange ich anderweitig plausibel darlegen kann, daß ich unter 10MWh Eigenverbrauch bleibe. Kann ich.


    kann "smart" Morgens 6Uhr starten, Dir bis 8Uhr Dein Auto laden und gleichzeitig das Duschwasser erwärmen.

    Hm ... woher weiß das BHKW, wann das Auto das Laden anfängt? Das weiß nicht einmal ich. Ich kann es ungefähr abschätzen, aber das ist Erfahrung, kein echtes Wissen. Ich weiß definitiv nur, daß es um 8 Uhr fertig geladen ist.

    Die Ladedauer hängt auch ein wenig von der Außentemperatur ab (+/- 30 Minuten, je nachdem). Das Fahrzeug fängt je nach SOC und Temperatur (und sogar der Spannung) entsprechend früher oder später an.


    Ich frage mich wirklich, wie ein Meßkonzept den Stromfluß beeinflussen will.

    Das BHKW ist einphasig. Es wird auf einer anderen Phase sein als der einphasige AC-Akku. Der einphasige Wechselrichter mit dem DC-Akku ist nochmals auf einer anderen Phase.

    Klar, Saldierung, aber dann müßte ja jeder dieser Kaskadenzähler dreiphasig sein. Sind sie das? Bei einem einphasigen Gerät, das gezählt werden soll? Und wenn nur "1 Draht" reingeht, wie soll da über 3 Phasen saldiert werden?

    Definitiv saldiert wird erst am Zähler im Hausanschlußkasten.


    Wie gesagt, ich werde das erstmal mit dem Meßkonzept eruieren.

    Wenn das zu aufwendig wird, lasse ich das mit dem BHKW sein. Auch ein Motor-BHKW müßte entsprechend gezählt werden und angemeldet sein.


    Die Effizienz-Diskussion bei Speichern führe ich nicht mehr. Da stehe ich mittlerweile drüber. Das war mir im PV-Forum schon zu doof. Die gehen sich da ja regelrecht an die Gurgel. Ich weiß, wie sie funktionieren und was ich daran habe. Das habe ich einigen "Besserwissern", die keine Speicher haben, voraus.