Eigenbau-BHKW mit 1,2L 3-Zylinder-TDI aus meinem VW Lupo

  • Ja, klar mach ich auch mit meinem Kubota, und der hat mit 722ccm deutlich weniger Leistung. Allerdings belaste ich auch nur mit 5KW.

    Die Schwungscheibe solltest du aber etwas vergrößern, damit Lastwechsel nicht zum Problem werde.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV, 2,7 KWp PV

  • Die Qual der Wahl....


    1500U/min direkt auf einen 8kW Generator, spart natürlich die Sache mit der Untersetzung, jedoch bin ich dabei eingeschränkt in Bezug auf "Luft nach oben".


    1800U/min mit Untersetzung auf 1500U/min eines 12kW Generators, habe ich meine "Luft", jedoch muss ich dann ne Übersetzung frickeln....


    Was natürlich auch für 1800U/min spricht, ist der bessere Arbeitspunkt des Motors, wenn ich das Muscheldiagramm richtig deute oder?

  • Glaubst du wirklich, dass dein Notstromer so lange in Betrieb ist, dass es relevante Unterschiede im verbrauch geben wird?

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  • Moin,


    für ein paar Stunden Notstrombetrieb ist die Effizienz wirklich nicht wichtig. Sollte sich das Projekt aber entwickeln und ein echtes BHKW werden hat man mit durchdachten Käufen mehr Spaß und weniger finanziellen Verlust. Deshalb würde ich den 12KW Generator nehmen auch wenn der ohne Übersetzung nur mit unter 10KW laufen sollte.

  • Kann ja kein BHKW werden, weil der Generator nicht Netzparallel laufen kann.


    Gruß

    Thomas

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  • Also nach 11 Jahren Betrieb konnte ich mal den Netzersatz-Zähler eines NE Dachses checken. In 11 Jahren keine 10 Stunden Betrieb, und sicher war von der Laufzeit noch einiges Prüfbetrieb.

    Und auch aus eigener Erfahrung: Wie oft / lange ist der Strom mal weg?

    Mach ich mir daher wenig Gedanken drüber..... das Geld und die Zeit kann man sinnvoller investieren.

  • Deiner läuft auch nicht Netzparallel :-)

    Meiner ist DC und lädt die Batterie.

    Wenn er sein Haus versorgen wollte, dann würde die Kiste großteils auf 200-300 Watt laufe. Das ist absolut nicht sinnvoll.

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  • Das ist absolut nicht sinnvoll.

    Wie in der Diskussion klar wurde geht es dem Fragesteller nicht um Sinnhaftigkeit seines Vorhabens, auch nicht um Wirtschaftlichkeit.


    Technisch wäre es denkbar das gesamte Gebäude für die Laufzeiten des Stromerzeugers vom Netz zu trennen.


    |__|:-)

  • alikante richtig, es geht weniger um Sinn, von finanziellen Aspekt mal ganz abgesehen, es geht eher um den Spaß am basteln.


    Sicher würde ich günstiger kommen und zeitlich besser weg kommen, wenn ich mir einfach einen 5kW Generator fertig im Baumarkt kaufe, aber ich möchte meinen Motor weiter am leben erhalten, wenn er dafür ganz nebenbei auch noch einspringen kann, um meinem Haus einen Netzersatz zu bieten, umso besser =)


    Ich werde also die Idee mit dem 12kW 1500U/min Generaror umsetzen, sobald mein neues Fahrzeug kommt und der Lupo zum Verwerter geht, sollte im Juni so weit sein =).


    Gruß Pierre

  • Hallo MA,

    generell besteht der Zusammenhang: Leistung = Drehmoment x Drehzahl;

    geht man von gleich bleibend vorhandenem Drehmoment(???) bei niedrigerer Drehzahl aus, dann wäre die Maximalleistung bei halber Drehtahl = halbe Nennleistung! (EinTurbomotor kann bei niedrigen Drehzahlen auch ein geringes Drehmoment haben(Turboloch!)

    Zum Notstrom (insellösung): da braucht man Leistungsreserven um Einschaltströme von Verbtrauchern zu "covern"

    Zum Notstrom-Generator: da kann man nur einen Inselfähigen, evt. Permanentmagnet-erregten Generator nehmen , mit Spannungs- Frequenz(Drehzahl) und Last-Regler, der die Motordrehzahl genau regelt! Damit ist ein Hobby-Elektroniker schnell überfordert!

    Einfachere Lösung: Gleichstromgenerator( Drehstromgenerator mit Gleichrichtern wie beim Auto) mit nachgeschaltetem Sinus-Wechselrichter (so wie es manche BHKW-Hersteller machen!)

    MfG heizerhermann

  • Ich habe auch einen DC Generator und gehe mit Wechselrichter auf das Hausnetz.

    Habe aber auch ne große Batterie als Puffer. Da muss dann der Generator nicht durchgehend laufen.

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  • Hallo,

    Serienmotore auf BHKW kann schwierig sein. Alle PKW Komponenten sind auf sich flexible Drehzahlen ausgelegt. Fest Drehzahl dauerhaft kann zur Problemen bei der Kühlung und viel wichtigen bei der Schmierung führen. Nur so als Denkanstoß. Auch die Abgaskrümmer und andere Komponenten brauchen Luftstrom zur Kühlung die du bei einen Stationärmotor nicht hast.

  • Sorry aber das stimmt so nicht, Schmierung geht über Öldruckleitung und da ist im Standgas schon genug Druck drauf.

    Auch Kolben u. Zylinderwand werden bei geringen Drehzahlen mit Ölnebel versorgt. (Ölspritzdüsen)

    Achten sollte man auf Ölkühlung, aber die meisten Automotoren haben schon einen Ölkühler im Wasserkreislauf.

    Öl darf aber durch die Kühlung nicht zu kalt werden, weil sonst der Kraftstoffanteil im Öl stetig ansteigt. Öl sollte mindestens 100 Grad haben.

    Der Abgaskrümmer braucht keine Kühlung, den sollte man sogar isolieren damit die Wärme nicht vorm Abgaswärmetauscher entweicht.


    Gruß

    Thomas

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
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  • MasterOfPuppets : Ich hatte schon mal die gleichen Ideen, aber hier wirklich den richtigen Weg (effektiv bzgl. Kosten und Umwelt) zu finden ist nicht einfach. Ich denke, man muss sich eine Größe nehmen, die man abdecken will, und die damit notwendigen Rahmenbedingungen abdecken: wie z.B.

    - max el. Leistungsbedarf im Haus (~12 - 18 KW) -> Generator mit der Leistung und dann eben mit 50Hz

    (48 -52Hz) bei entweder Synchronmotor oder Drehstrom mit Kondensatoren


    - Jahres el. Energiebedarf (~5.000 bis 6.000 KWh) -> Generator mit geringerer Leistung ( 3 - 12KW) und Batteriepufferung

    Batteriepufferung ? Hier bestimmt der max Ladestrom die Batteriegröße bzw. Kapazität

    -> Kosten der Batterie sind fast direkt proportional mit der Kapazität

    Und auch der Wärmebedarf des Hauses sollte dazu passen. Wohin mit der Abwärme,

    Wenn ich Strom brauche.

    6.000 KWh / 12 KW = 500h Jahreslaufzeit

    6.000KWh @ 230g/KWh@1.500U/min@12KW = ~1.400Kg Heizöl = ~1.750L Heizöl

    6.000KWh @ 210g/KWh@2.400U/min@20KW = ~1.260Kg Heizöl = ~ 1.580L Heizöl

    6.000KWh @ 400g/KWh@1500U/min@3KW = ~2.400Kg Heizöl = ~ 3.000L Heizöl

    -> PV mit Batteriesystem? Erst gestern gab es wieder einen Fachartikel, dass ein Batteriesystem zur Erhöhung des Eigenverbrauchs nicht wirtschaftlich sinnvoll sind.


    - Jahres Wärmebedarf [15.000 - 24.000KWh) -> Solarthermie für den Sommer?

    1.2TDI hat einen sehr guten mechanischen Wirkungsgrad -> Elektrisch zu heizen?


    Noch zu beachten sind Wirkungsgrad Batterie ~85% (laden, entladen, Selbstentladung)

    Usw.

    Es gibt gute BHKW Hersteller, nur der Preis ist noch etwas hoch, auf der anderen Seite ohne Stückzahlen wird deren Preis nicht niedriger. Dies ist mal eine kurze Zusammenfassung von Überlegungen und Berechnungen, die ich mir vor der Verwirklichung eines Projektes gemacht habe.

  • Ich habe so ein Projekt durchgezogen.

    Die Überlegung war erstmal, wie ich so was legal betreiben kann. Da blieb nur nicht netzgekoppelt. Es sollte aber dennoch auf das Hausnetz gehen ohne Umschaltung.

    Da blieb nur ein Gleichstromgenerator, der die Batterie vom Batteriespeicher versorgt.

    So wurde es ein Kubota Diesel mit Syncro DC Generator.

    Das war die beste Idee die ich hatte. Ich erzeuge 3KWh Strom und 7KWh Wärme mit einem Liter Heizöl.

    Da kostet mich das KWh 6-7 Cent je nach Heizölpreis.

    Die Hälfte Strom geht im Winter für die WP drauf. Da kostet das KWh Wärme aus der WP nur noch 1.5Cent.


    Gruß

    Thomas

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  • Stromsparer du hast sicherlich keine JAZ von über 4 !


    Hier die Jahresübersicht.

    Markiert ist der Februar mit Cop 4.1, ausser im Januar liege ich überall über 4.1.

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