BHKW sinnvoll im Nahwärmenetz?

  • Verbrauchsdaten

    Jährlicher Stromverbrauch: 6000kWh+8000kWh+2000kWh

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 7000 Liter Heizöl, 25 Ster Buche, 2000 Watt Strom


    Derzeitige Heizung

    Energieträger der Heizung: Öl, Holz

    Alter und Typ der der Heiztechnik: Siehe Grafik

    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden:Nein

    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe:3 x 850 Liter

    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen:Strom, Boiler, Luftwärmepumpe

    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten:Nein

    Hydraulischer Abgleich durchgeführt:

    Temperaturen der Heizkreise:60

    Art der Heizkörper: Konvektion und Rippen


    Immobilie und Rahmendaten

    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: Siehe Grafik

    Art und Baujahr der Immobilie:Grafik

    Erfolgte Modernisierungen:Keine

    Weitere geplante Modernisierungen:Keine

    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei:Evtl

    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich:Ja

    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich:Ja



    Hallo zusammen,


    Ich plane eigentlich eine Hackschnitzelanlage, jedoch wollte ich die Wirtschaftlichkeit eines BHKW prüfen.

    Ist es immernoch so, das man zuviel Wärme über hat im Sommer ? Hab vor ein paar Jahren schonmal angefragt und zwischenzeitlich noch die Nachbar immos erworben und will sleber auch noch bauen.


    Wie seht ihr das Projekt ?


    Des Weiteren würde ich (natürlich nur ohne BHKW) eine Solarthermie anlage installieren auf der Heizzentrale mit 40 m² damit der Hackschnitzel im Sommer steht

  • Moin,


    dazu müsstest Du noch schreiben ob im angegebenen Stromverbrauch die PV schon drin ist, also ob es Strombezug oder Stromverbrauch darstellt. Außerdem kann mit "2000 Watt Strom" keiner rechnen, wenn das die WP Pumpe ist sollten kWh oder zumindest Betriebsstunden dazu stehen.


    Grüße

  • Moin,


    dazu müsstest Du noch schreiben ob im angegebenen Stromverbrauch die PV schon drin ist, also ob es Strombezug oder Stromverbrauch darstellt. Außerdem kann mit "2000 Watt Strom" keiner rechnen, wenn das die WP Pumpe ist sollten kWh oder zumindest Betriebsstunden dazu stehen.


    Grüße

    Ja die Wärmepumpe läuft ebenfalls mit PV und hat ca 2 kW Leistung und läuft von 10 Uhr morgends bis 16 Uhr abends im Sommer.

    Das ist der Stromverbrauch insgesamt, was die PV abdeckt müsste man rausrechnen

  • Ja mit Arbeit ist es verbunden, aber wohin mit der Wärme im Sommer?

    Das mit der BHKW-Wärme im Sommer läuft genauso wie mit dem Ölkessel: der produziert dann einfach keine sondern steht still. Ausserdem brauchst Du aufgrund der hohen PV-Erträge im Sommer auch keine elektrische Energie per KWK, ggf. ein bischen am Abend.


    Das Wärmenetz und die Übergabestationen würde ich so auslegen, dass die nicht nur die Heizung bedienen können, sondern auch eine Frischwasserstation haben. Da gibt es eine ganze Auswahl von Herstellern, die solche Kompaktübergabestation anbieten (incl. Wärmemengenzähler).


    Beim Buddeln für das Wärmenetz lohnt es sich, auch gleich ein paar Kabel für die Elektrik mit zu vergraben. Dann gilt der ganze nachbarschaftliche Komplex als eine Kundenanlage mit zentralem Netzanschlusspunkt. Wenn man auch den Strom an die Mieter liefert, ist das zwar aufwendig in der bürokratischen Abwicklung, aber es bringt effektiv eine höhere Rendite. Nichts destoweniger kann man auch eine Volleinspeisung angehen, dann hat man aber das Problem, das nach 60.000 h die hohe Marktpräme wegfällt und man dann das Geschäftsmodell ändern muss. Besser finde ich die Eigenversorgung mit Überschusseinspeisung, auch wenn es administrativ aufwendiger ist.


    Wegen der Auslegung gilt die pi-mal-Daumenregel: pro Wohneinheit ein kW elektrische Leistung (und auf Modulierbarkeit der Anlage achten. Eine Marktübersicht bietet die ASUE-Broschüre zu den BHKW-Kenndaten. Hilfreich ist weiterhin auch der Leitfaden für Mieterstrommodelle (auch wenn sich die aktuelle Rechtslage stetig weiterentwickelt).


    Gruß,

    Gunnar

  • Das ist der Stromverbrauch insgesamt, was die PV abdeckt müsste man rausrechnen

    Hast Du schon elektronische Zähler, die Lastgangkurve aufzeichnen? Alternativ würde auch eine Übersicht der Jahresarbeitszähler (Verbrauch und Einspeisung) helfen, am besten über die letzten 3 Jahre, um sich einen Überblick zu verschaffen.


    Ansonsten gilt die Abschätzung: elektrische Leistung rund 1 kW (ggf. weniger) pro Wohneinheit.

    Von der Thermischen Seite kann man auch die installierte thermische Leistung nehmen, eine Null wegstreichen, und das ist ebenfalls ein erster Anhaltspunkt für eine BHKW-Auslegung (P_el).


    Gruß,

    Gunnar

  • Was bekommt man denn Förderung/Entgelt ab den 60.000 h?


    Also Wärmebedarf sind es ca 100.000 kWh mit 8000 kWh Verlust.

    Haus 1: (Pv erst seit Juli)



    Haus 2:



    6000 kWh

    davon ca 3000 durch Pv gedeckt .


    Haus 3 wird erst gebaut und ca 2500 kWh Strom verbrauchen





    So wie es sich jetzt andeutet ist die ganze BhKW Geschichte richtig komplex, wartungsanfällig und wenig Gewinn bringend? Kann man das so pauschal sagen ?

  • Was bekommt man denn Förderung/Entgelt ab den 60.000 h?

    Förderung : nüscht

    Entgelt bei Einspeisung : EEX+VNNE


    komplex, wartungsanfällig und wenig Gewinn bringend?

    1. Ja

    2. Herstellerabhängig

    3. es gibt teurere Hobbys

  • Worauf bezieht sich hier dein Verlust bei der benötigten Wärme enge?


    Die Kombination aus PV und BHKW ist ja gar nicht so sehr abwägig, kommt auf den Deckungsgrad für die Strom & Wärmemenge an.


    Aber du möchtest zusätzlich auch noch Biomasse verwenden, richtig?

  • Worauf bezieht sich hier dein Verlust bei der benötigten Wärme enge?

    Das sind die max. errechneten Wärmeverluste der Leitung. (Konservativ gerechnet)


    Also zusaätzlich nicht, entweder oder! Habe auch schon mit dem Hersteller HDG geliebäugelt, welcher eine Kooperation mit Re²Spanner betreibt:


    HDG + Spanner


    aber keine Ahnungn ob das stabil läuft, auf Experimente hab ich wenig Lust!

  • Die Frage ob eine Anlage mit Solarthermie und Biomasse / Holz oder einer KWK Anlage und PV musst du dir selbst beantworten welche Variante du Betriebswirtschaftlich am besten betreiben kannst.


    Wenn du den Zugang zum Material Holz hast ist die Variante einer Biomasseanlage mit dem Verkauf der Wärme sicherlich reizvoll. Wenn du diese Variante mit einer Holzvergaseranlage realisieren möchtest solltes du dir die oben erwähnte Anlage mal im Betrieb ansehen und ggf. die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erstellen lassen, ich kann für mich aus der Vergangenheit sagen das ich einige Spanner KWK Anlagen im Betrieb gesehen habe und kann nur dazu sagen das es eine Frage der Pflege & Wartung ist, so wie der Betreiber so auch seine Anlage. Die Anlagen die ich vernommen habe liefen gut weil das Eingangsmaterial Hackschnitzel von sehr guter Güte war und ohne viel Rindenanteil oder mäsig gutes Holz.


    Du kannst die Heiztechnik auch im Sommer dann mit einem vernünftig konzeptionierten PTH ( Power to Heat ) Modul ausstatten welches bei eventueller Netzeinspeisung auf ein Freigabe & Lastensignal dir eine verwertbare thermische Energie erzeugt, welche du dann im Nahwärmenetz verwendest.


    Die Liegenschaften kannst du mit Wärmeübergabestationen und Pufferspeicher & Frischwasser TWW Systemen ausstatten, musst du aber auch nicht. Auch hier eine Frage des Kosten / Nutzer Faktor.


    Viele Wege führen nach Rom ;-)


    Grundsätzlich macht die Kopplung der Liegenschaften wenn möglich Sinn....

  • Du kannst die Heiztechnik auch im Sommer dann mit einem vernünftig konzeptionierten PTH ( Power to Heat ) Modul ausstatten welches bei eventueller Netzeinspeisung auf ein Freigabe & Lastensignal dir eine verwertbare thermische Energie erzeugt, welche du dann im Nahwärmenetz verwendest.

    Kannst Du das mal vorrechnen? So in Cent und so????

  • Moin,


    ich habe eine altmodische Ölheizung und denke, dass es jetzt mal an der Zeit für einen Wechsel ist. Ein BHKW wäre da sicherlich eine mögliche Lösung, ich habe aber auch schon über eine Pelletheizung nachgedacht. Die werden ja schließlich auch vom Staat gefördert. Kennt jemand eine Statistik, wo auch hier ein Vergleich existiert?:saint:


    VG
    Julian