SenerTec Dachs 2.6 - Wer hat den Dachs geschrumpft?

  • Falsch!

    PV nutzt wenig.

    Im Sommer haben wir genug Strom - aber sobald auch nur eine Wolke kommt und es dunkel wird, bricht die Leistung weg. Und der Stromspeicher kann da noch so groß sein, daß kann der nicht über Tage hinweg ausgleichen. Ein BHKW läuft zumindest im Winter durch.

  • Moin,


    ich unterstütze definitiv das "große Ziel" überschüssigen PV- und Windstrom mit P2G ins Erdgasnetz zu speisen und die bereits vorhandenen Gasspeicher für grünes Synthesegas zu nutzen. Wird dieses Gas dann zb. im Winterhalbjahr mittels KWK und nahe 100% Wirkungsgrad in Wärme und Strom zurückverwandelt ist alles im grünen Bereich. Nicht besonders clever wäre es dieses Gas in KFZ mit Hubkolbenmotoren bei unter 50% Wirkungsgrad zu verfahren!

  • Falsch!

    PV nutzt wenig.

    Im Sommer haben wir genug Strom - aber sobald auch nur eine Wolke kommt und es dunkel wird, bricht die Leistung weg. Und der Stromspeicher kann da noch so groß sein, daß kann der nicht über Tage hinweg ausgleichen. Ein BHKW läuft zumindest im Winter durch.

    Wir haben aber noch ein Stromnetz und nicht lauter kleine Inseln, es wird wohl selten über mehrere Tage hinweg ununterbrochen in ganz Deutschland "nur eine Wolke" alle PV lahmlegen.

  • Nein, das nicht. Aber wenn man sich mal anschaut, wie viel PV installiert ist und wie viel die mal gekostet hat und wie viel die bringt und dann bedenkt, dass sie nicht zuschaltbar ist (nachts), dann stimmen Aufwand/Nutzen kein Stück.

  • Das Stimmt allein von der Verfügbarkeitszeit her ist PV ohne entsprechende Speichermöglichkeit nur max. 1/3 der Lösung. Aber hier ist doch der Ansatz mit dem Wasserstoff der dann sauber im Winter verheizt/verstromt werden kann (wenn auch mit Vrlusten) ganz gut. Zumindest besser als Fossile Energie zu verwenden. Die Kombi PV / H2 / BSZ könnte eine 90% Lösung werden.

  • Zudem ist das Problem, daß gerade die schelle Leistungsänderung der PV Anlagen das Stromnetz immer instabiler werden lässt. So schnell ist eine Nachregelung durch Kraftwerke kaum möglich.

    Mir fehlt längst jedes Verständniss über die jahrelange hohe Förderung von PV. Das wäre mit sinvoll eingesetzten BHKW besser angelegt gewesen. Aber nein, Der BHKW Betreiber zahlt auch noch für PV....

  • Sorry aber die vielen PV Betreiber verpesten nicht die Luft.

    Stell dir vor was das für eine Umweltbelasung wäre, wenn anstatt PV überall ein BHKW laufen würde.

    Und bei der nächsten Öl/Gas Krise wäre das Stromloch noch viel größer.

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV u. 2,7 KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

  • Wärmepumpe?

    Und was machst du im Sommer mit dem BHKW? Wärme durchs Fenster blasen oder kein Strom produzieren?

    Wenn die Sonne scheint, dann reicht PV im Winter locker für WP aus. Den Rest muss man halt dazu kaufen.

    Auf L1 läuft gerade Brauchwasserwärmepumpe, auf L2 Heizung WP. Batterie ist auch schon voll und 1800Watt werden eingespeist.

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  • WP- typische Antwort!

    Und wieviel Leistung bringt PV im Winter, im Verhältnis zum Verbrauch? Und ich meine dabei nicht die sonnigen Tage ohne Schnee auf der Anlage. Woher kommt wohl der dann zugekaufte Strom? Und was passiert mit der Restwärme die dabei entstanden ist - ich sags dir, die wurde zu Wolken umgeformt.

    Selbst bei der momentanen Witterung läuft mein Dachs ca 16-18 Stunden am Tag macht meinen Strom und die Heizung warm..... schönes Gefühl.


    PV kann aber ein BHKW durchaus sinnvoll ergänzen.

  • 16-18 Stunden am Tag, ca. 85 KWh Strom und 250KWh Wärme.

    Wieviel verbrauchst du davon selbst?


    Meins Läuft bei der Witterung nur ca. 4 Stunden am Tag ( 2Std. morgens 2Std. abends) , der Rest kommt von PV.

    Obwohl ich 2 Gebäude mit heize. Ab mitte März reicht PV komplett, da läuft mein BHKW gar nicht mehr.


    Ich werde auch sicher nur 1/4 Wartungskosten ( Öl, Filter u. Sonstiges ) haben pro Jahr, und bei den geringen Betriebstunden werde ich die nächsten 20 Jahre keine Reparaturen erwarten.


    Wirtschaftlich und Ökologisch ist meine Lösung sicher deutlich überlegen.

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  • Ein BHKW das steht, kann keine Erlöse produzieren! Da ist der grundlegende Unterschied zur normalen Heizung. Also jetzt 4 Stunden Laufzeit vom BHKW, dann ist das schlicht zu groß. Und ab Mitte März gar nicht mehr..... noch schlimmer fürs BHKW. Da ists mir lieber einmal im Jahr ne Wartung zu zahlen. Reparaturen hatte ich nix großartiges. Nach 11 Jahren hab ichs modernisieren lassen, das bezahlt sich über die Förderung selbst und ich hab Elektronik, Motorzylinder usw wieder wie neu. Daher - Reparaturen sehr selten.

  • Und ich gehe genau den anderen Weg. Mit dem BHKW nix einspeisen, nur soviel produzieren wie man verbraucht. Da ist jedes erzeugte KWh Strom 27 Cent wert auch wenn es nur 6-7 Cent in der Erzeugung kostet. Ca. die Hälfte des Stroms fliest bei mir in die WP, die aus jedem KWh Strom 3,5-4KWh Wärme erzeugt. Günstiger heizen geht wirklich nicht.


    Du speist zum Erzeugungspreis ein, wenn sich das überhaupt deckt.


    Gruß

    Thomas

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  • Also das die PV Förderung zu hoch war, darüber kann man streiten, das KWK stärker gefördert werden müsste ist aber ein Fakt. In beiden Fällen wird der Ausbau durch EEG Umlagen z. B. beim Mieterstrom behindert. Das PV das Netz so sehr destabilisiert glaub ich nicht, es ist ja nicht überall gleichzeitig bewölkt. Und wann die Sonne untergeht ist planbar.


    Das die PV im außer zur Warmwasserbereitung oft den Strom für die WP liefert ist aber auch Unsinn. Da die Einspeisevergütung üblicherweise nur 10 Jahre läuft muss man da schon Kalkulieren wann sich eine Anlage rechnet, ausschießlich im Eigenverbrauch ist natürlich optimal. Jedoch ist bei extrem geringen Laufzeiten auch die Frage wann sich das Invest in KWK rechnet. Wieviel hat dein BHKW denn gekostet und wieviel Betriebsstunden schaffst du im Jahr? Ohne Überschusseinspeisung ist die KWK aber auch nur halb so viel Wert was den Beitrag zur Energiewende angeht. Man müsste die KWK Umlage von ca. 0,3ct deutlich anheben um hier mehr Einspeisevergütung zu ermöglichen. Dennoch hat auch die PV ihre Berechtigung, und das (wenn auch mit Verlusten) Einlagern in Form von Wasserstoff ist eine gute Idee. Man darf nicht Vergessen die PV hat keine Emissionen, und der über sie erzeugte Wasserstoff dementsprechend auch nicht. Auf diesem Weg würde die KWK auch emissionsfrei werden können!