Volksentscheid in Bayern für Artenvielfalt: "Rettet die Bienen!"

  • Sailor, sei mir nicht böse - aber alleine Deine Ausführungen zu Antibiotika in der LW zeigen bereits Deine Ahnungslosigkeit!

    Ich bin nicht böse, würde aber in meiner offensichtlichen Ahnungslosigkeit gerne aufgeklärt werden. Deshalb meine Frage: Kannst Du mir als offensichtlich "Ahnungsvoller" versichern, dass Reserve-Antibiotika NIEMALS, also unter absolut gar keinen Umständen (auch nicht in Ausnahmefällen, z.B. beim Auftreten einer für die Tiere gefährlichen Krankheit in einer Massentierhaltung) in der landwirtschaftlichen Tiermedizin eingesetzt werden?


    Oder wenn doch, dass es sich dann um seltene Einzelfälle handelt, in denen kriminelle Akteure trotz Verbot sich derartige Medikamente z.B. auf dem Schwarzmarkt verschaffen und dann an ihre Tiere verfüttern? Und dass in solchen Fällen, wenn es aufkommt, alle Beteiligten (ggf. einschließlich Tierarzt) wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschenleben in den Knast gehen?


    Wenn das so sein sollte, nehme ich meine Aussage mit einer Entschuldigung zurück. Ansonsten - sei mir nicht böse - bleibt sie stehen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • 1. Alles was legal ist, d.h. was für die Tiermedizin staatlich zugelassen ist, kann auch eingesetzt werden. Im Gegensatz zur Humanmedizin wird aber ein Antibiogramm verlangt - man schießt eben nicht ins Blaue


    2. Die Apotheke von Tierärzten wird mit Sicherheit häufiger und umfangreicher kontrolliert als von Humanmedizinern - u.a. Abgleich der Daten beim Tierarzt und beim Landwirt. Inkl. Datenbank die sehr zeitnah geführt werden muss und keine Abgabe ohne dazugehörigen Beleg. Nicht wie im Humanbereich mal eben eine Probepackung vom Vertreter verschrieben / verschenkt


    3. Der Begriff "Reserve-Antibiotika" suggeriert etwas, was damit gar nicht gemeint ist. Es sind vielmehr Antibiotika damit gemeint, welche man normal beim Menschen aufgrund der extremen Nebenwirkungen nicht einsetzt.

    "Als Reserveantibiotikum (engl. antibiotics of last resort oder drugs of last resort) werden Antibiotika bezeichnet, die für einen Einsatz mit strenger Indikation vorgesehen sind. Ein Grund für diese Einschränkung sind schwere Nebenwirkungen..."

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Reserveantibiotikum


    4. Der Wirkstoff, der in dem Zusammenhang am häufigsten genannt wird und -soweit ich weiß - auch noch in der Tiermedizin eingesetzt wird ist COLISTIN.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Colistin

    Dieser Wirkstoff ist mittlerweile fast 60 Jahre alt und wurde im Humanbereich aufgrund der starken Nierenschäden seit Jahrzehnten nicht mehr eingesetzt. Bei Tieren ist es ein Mittel gegen Durchfälle durch Coli-Bakterien und wurde sehr häufig gerade bei Jungtieren benutzt.


    5. Der Treppenwitz bei der Sache ist, das genau dieser häufig in der Tiermedizin verwendete Wirkstoff plötzlich als Rettungsanker für resistente Bakterien beim Menschen entdeckt wurde und seit 2012 wieder zugelassen ist - unter hohen Auflagen! Seitdem firmiert der Stoff plötzlich unter dem Begriff "Reserveantibiotika" und wird der Landwirtschaft um die Ohren gehauen.


    Daher kann ich Deine (Fang-)Frage" nicht verneinen! Weil es einfach so ist, das der Begriff von interessierten politischen Kreisen "gekapert" wurde! Und wie unter 1. erwähnt, haben auch Tiere ein Recht (Tierschutzgesetz!!!) darauf, bei Krankheit angemessen mit allen legal zur Verfügung stehenden Mitteln behandelt zu werden. Nicht mehr und nicht weniger.


    Und jetzt erzähl mir bloß nichts über MRSA usw., da ich in der Materie für einen Laien relativ fit bin, weil meine damalige Freundin in dem Bereich ihre Doktorarbeit gemacht hat. Mich nerven einfach diese (verdeckten) Anwürfe ohne wirkliche Ahnung der Materie - nicht nur - aber hauptsächlich im Bereich der Landwirtschaft!

  • @ Sailor, schade das ich deinem Beitrag Nr. 12 nicht mehr als einen Daumen hoch geben kann. Dem Stimme ich zu 100% zu!


    Und wie unter 1. erwähnt, haben auch Tiere ein Recht (Tierschutzgesetz!!!) darauf, bei Krankheit angemessen mit allen legal zur Verfügung stehenden Mitteln behandelt zu werden. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wäre es nicht eine Super Idee die Massentierhaltung abzuschaffen, das wäre Tierschutz. Und dadurch würden auch nicht so viele Tiere krank werden, was wiederum zu weniger Antibiotika führen würde.


    Die Kleinbauern profitieren sicher von einer umstellung auf Bio. Die Großbauern, haben sicher aufgrund ihrer größe nicht das Problem zu verarmen.


    In meiner nähe gibt es eine konventionelle Schweinemastanlage, der Landwirt hat mir mal erzählt das er täglich einen LKW Futter bekommt. Nun kommt dieser aus Holland (Schiffscontainer), da es pro LKW 6000 € günstiger ist als das Futter regional (bis 300 km) zu kaufen. Es ist aber nicht so als hätte er vor diesem Lieferantenwechsel keine Schwarzen Zahlen geschrieben. Wenn ich das aufs Jahr hochrechne ist bestimmt der ein oder andere Euro für ökologische Landwirtschaft übrig.


    Solardachs, du verwendest sehr oft das Wort ahnungslos in diesem Beitrag. Wie kommst du eigentlich darauf das alle Quellen und Statistiken, außer denen die du nennst, Propaganda und Fake News sind?

  • Beweise mir das Gegenteil, dann diskutiere ich mit Dir!


    https://www.deutschlandfunkkul…ml?dram:article_id=408386


    Ach ja, zu deiner Futterrechnung:

    Teures deutsches Schweinefutter kostet ca. 30,- € je 100kg - ein LKW kann etwa 250 dt laden

    30 x 250 = 7500,- Euro je LKW abzg. 6000,- Ersparnis für das billige Futter = 1500,- Euro je LKW


    Kannst Du mir da mal eine Adresse geben? Oder soll ich es unter Fake News abhacken... :cursing:


    Genau das meine ich - viel Meinung aber wenig Ahnung! Aber diese fleißig verbreiten <X

  • Wenn sich alle Beteiligten die Mühe machen würden, nicht nur schnell Angriffe und Behauptungen zu posten, sondern sich Zeit nehmen, ihre Meinung fundiert untermauert und verständlich dargelegt in einen Beitrag zu gießen, wie es z.B. sailor773 getan hat, wäre die Diskussion wesentlich fruchtbarer. :thankyou:

  • Ich kann das leider nicht Belegen, da ich es nur erzählt bekommen habe. Und nein ich werde die Privatadresse des Benachbarten Landwirts nicht öffentlich ins Netz stellen, bzw. ohne sein Einverständniss auch sonst nicht weitergeben.


    Ich brauch dir nicht das gegenteil zu beweisen, in dem Artikel steht ja schon das Öko Tierhaltung artgerechter ist. Weiter steht da das die Tiere nicht wegen ihrer Hochgezüchteten Rasse oder der Massentierhaltung sondern wegen mangelnder Hygiene krank werden und das es genau wie bei der konventionellen Tierhaltung unterschiede von Hof zu Hof gibt. Es gibt also bei Öko genau wie bei konventionell Vorbildliche Höfe und welche die es nicht so genau nehmen.

  • Na wenigstens setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, daß das geschriebene


    - alternative Fakten waren

    - oder Tiergesundheit erst mal nichts mit der Erzeugungsform zu tun hat


    Ärgerlich ist trotzdem, daß solche Sachen immer und immer wieder verbreitet werden - Hörensagen vom Cousin der Großmutter meiner Exfreundin :evil:

  • Das habe ich so nicht gemeint, es gibt wohl unterschiede in der Gesundheit der Tiere die auf die Art der Tierhaltung zurückzuführen sind. Es gibt aber auch Faktoren die auf die nicht Einhaltung der Vorschriften zurückzuführen sind. Es kommt auch mal vor das ein Öko Schwein dem anderen den Schwanz abbeist, aber in der Massentierhaltung hast du die Gewissheit das alle Schwänze abgebissen sind!

  • Wenn sich alle Beteiligten die Mühe machen würden, nicht nur schnell Angriffe und Behauptungen zu posten, sondern sich Zeit nehmen, ihre Meinung fundiert untermauert und verständlich dargelegt in einen Beitrag zu gießen, wie es z.B. sailor773 getan hat, wäre die Diskussion wesentlich fruchtbarer. :thankyou:

    Ich denke, ich habe jede meiner Beiträge bisher mit mindestens einer Quelle untermauert - wo hat Sailor773 dies bitte getan?


    Das habe ich so nicht gemeint, es gibt wohl unterschiede in der Gesundheit der Tiere die auf die Art der Tierhaltung zurückzuführen sind. Es gibt aber auch Faktoren die auf die nicht Einhaltung der Vorschriften zurückzuführen sind. Es kommt auch mal vor das ein Öko Schwein dem anderen den Schwanz abbeist, aber in der Massentierhaltung hast du die Gewissheit das alle Schwänze abgebissen sind!

    Jetzt geht es schon wieder los mit Behauptungen, die Du weder belegen noch beweisen kannst...

    So ist jede Debatte sinnlos!

  • Jedes Schwein hat auch seinen charakteristischen Ringelschwanz behalten dürfen – in der konventionellen Haltung wäre dies undenkbar. Dort ist den Tieren derart langweilig, dass sie sich gegenseitig die Schwänze abknabbern würden:


    „Wir haben überhaupt keine Probleme mit Schwanzbeißen in diesem System, weil wir mit viel Stroh arbeiten, sowohl im Stall als auch im Auslauf, und die Tiere genug Beschäftigungsmaterial haben, um ihre Verhaltensweisen ausleben zu können.“


    Dieser Ausschnitt ist aus dem Artikel den du selbst verlinkt hast, vielleicht solltest du dort nicht nur den ersten Absatz oder nur die Überschrift lesen sondern den ganzen Artikel. Der Artikel ist nämlich entgegen der Annahme wenn man nur die Überschrift liest leicht pro Öko Tierhaltung.


    Frag doch bitte nächstes mal nach der Quelle bevor du einfach die Behauptung aufstellst man könne nichts belegen. (Wobei das im eigentlichen Sinne auch kein Beleg ist sondern nur der beweiß das das irgendwann mal jemand anderes gesagt oder geschrieben hat.) Einen absoluten Beweiß werden wir nur bekommen wenn wir beide uns eine Große Anzahl Bauernhöfe selbst ansehen und gemeinsam eine eigene Statistik erstellen die dann, da Vertreter beider Lager die Verfasser sind, objektiv werden müsste. Leider müssten wir aber auf z. B. verschiedene Tierärzte vertrauen, deren neutralität wir wieder nicht beweisen könnten.


  • Mich stört es auch nicht, daß der Artikel eine positive Grundeinstellung zu Bio-Haltung hat - warum auch? Mich stört in erster Linie die negative Grundhaltung von Leuten die hier schreiben, welche Ihre ganze Meinung aus Vorurteilen gegenüber konventioneller Landwirtschaft beziehen!


    Deine oben fett gedruckte Aussage stammt aus meinem verlinkten Artikel - das ist richtig! Aber man sollte auch verstehen was man liest. Getroffen hat diese Aussage (Zitat): "Martin Schulz gehört dem Neuland-Verband an und ist dort auch als Geschäftsführer in der Vermarktung tätig."


    Möge sich selbst jeder seine Meinung über die Neutralität dieser Aussage bilden!


    Ich finde es immer wieder erschreckend, wenn Laien über komplizierte und vielfältige Sachverhalte - die Heerscharen von Wissenschaftlern beschäftigen -

    https://www.bioaktuell.ch/tier…weine/schwanzbeissen.html

    eine feste, vorgefertigte Meinung haben und diese fleissig verbreiten. Und es finden sich immer ähnliche einfach gestrickte Leute die dieser Meinung hinterherlaufen und auch noch mit einem Like versehen!



  • Du bist aber schon Resistent gegen Fakten oder ?


    Aussage des ach so bösen und total nicht neutralen Herrn Schulz

    Zitat

    „Wir haben überhaupt keine Probleme mit Schwanzbeißen in diesem System, weil wir mit viel Stroh arbeiten, sowohl im Stall als auch im Auslauf, und die Tiere genug Beschäftigungsmaterial haben, um ihre Verhaltensweisen ausleben zu können.“

    Aussage im Beitrag der total Neutralen BIO Bauer Plattform

    Zitat

    .......Die Ursachen sind sehr vielfältig. Das Risiko ist am geringsten, wenn die Schweine permanent Zugang zu Stroh haben, die Buchten eingestreut und Objekte zum Bearbeiten vorhanden sind. Schweine müssen ihre angeborenen Verhaltensweisen, hier im speziellen die Futtersuche und Erkundung, ausleben können, sonst kommt es zu einer Verhaltensstörung, nämlich dem Schwanzbeissen.

    Die Meinungen könnten Gegensätzlicher nicht sein.|:-(|:-(|:-(

  • Gut zu wissen das jeder der nicht Studiert hat ein einfach gestrickter Mensch ist, dem gegenüber sind die Fachideoten die nicht über den Tellerrand gucken können sicher die die ganz allein die Welt retten werden.


    Auch dein Link bestätigt nicht deine Meinung, hier wird nur deutlich wie Schwanzbeißen verhindert werden kann und das das in der Massentierhaltung schwer oder nicht umzusetzen ist dürfte wohl klar sein.

  • Du bist aber schon Resistent gegen Fakten oder ?



    Zitat

    .......Die Ursachen sind sehr vielfältig. Das Risiko ist am geringsten, wenn die Schweine permanent Zugang zu Stroh haben, die Buchten eingestreut und Objekte zum Bearbeiten vorhanden sind. Schweine müssen ihre angeborenen Verhaltensweisen, hier im speziellen die Futtersuche und Erkundung, ausleben können, sonst kommt es zu einer Verhaltensstörung, nämlich dem Schwanzbeissen.

    Die Meinungen könnten Gegensätzlicher nicht sein.|:-(|:-(|:-(

    Wenn Du schon zitierst, dann lass nicht den wesentlichen Teil der Aussage weg, weil genau dies die "alternativen Fakten" auslöst:


    "Schwanzbeissen kann in jeder Haltungsform auftreten. Die Ursachen sind sehr vielfältig. Das Risiko ist am geringsten, wenn..."


    Alleine Deine spezielle Auswahl der Zitate zeigt doch schon genau, in welche Richtung Du ausschließlich willst ohne die tatsächlichen Fakten zu berücksichtigen. Und es ist nunmal Fakt, daß es eben ÜBERALL inkl. Bio damit Probleme gibt (!) nicht nur geben kann.


    Gut zu wissen das jeder der nicht Studiert hat ein einfach gestrickter Mensch ist, dem gegenüber sind die Fachideoten die nicht über den Tellerrand gucken können sicher die die ganz allein die Welt retten werden.


    Auch dein Link bestätigt nicht deine Meinung, hier wird nur deutlich wie Schwanzbeißen verhindert werden kann und das das in der Massentierhaltung schwer oder nicht umzusetzen ist dürfte wohl klar sein.

    Wieder eine Aussage, die Du nicht belegen oder beweisen kannst!


    Weil es genügend Beispiele aus der Praxis gibt, das "Massentierhaltungen" (= mehr als ein Tier) es eben doch können bzw. teilweise sogar gesetzlich vorgeschrieben ist...


    Im Übrigen hat Intelligenz gar nichts damit zu tun, ob man studiert hat oder nicht! Sondern einzig und alleine damit, ob man in der Lage ist (komplizierte) Sachverhalte richtig zu erfassen und zu bewerten / zu lösen.


    Warum diskutierst Du eigentlich nicht mit einem Gefäßchirurgen über sein Fachgebiet? Hier hast Du vermutlich den selben Fundus an Grundwissen wie über die Landwirtschaft...

  • Ja die Probleme gibt es überall, aber im gegensatz zu Massenhaltung kann man bei Bio leicht etwas dagegen unternehmen, und die meisten Betriebe werden es auch tun da die aus Überzeugung Bio sind. Nur weil einige hier nicht so achtsam sind kann man doch nicht die Bio Ausnahmen zu Regel machen die in der Massenhaltung gilt. In dem Artikel wird ja schließlich auch aufgezeigt worauf es ankommt, und die punkte sind bei Massenhaltung nun mal schwer umzusetzen. Wenn hier jemand aus dem Zusammenhang reißt und nur Textstellen zitiert dann bis das du.


    Sebst der Einfältigste begreift doch das mehr Tiere pro Fläche weniger Freiraum bedeuten und somit solche Probleme fördern, dazu muss man kein Fachmann sein. Ist ja auch bei anderen Lebewesen wie dem Menschen nicht anderst das viele Menschen auf wenig Raum zu Stress führen kann jeder selbst erfahren... Stress führt zu Adrenalinauschüttung und die fördert agressives Verhalten.