Dachs HKA: Heizstab - Funktion?

  • Guten Morgen liebe Dachfans,
    ich habe mich bei meinem neuen Haus für einen Dachs (Gas) entscheiden.
    Im Angebot des Heizungsbauers ist ein Heizstab im Wärmespeicher als Eventualposition angegeben.
    Kann mir jemand erklären, welche Funktion der Heizstab hat ? Wie mir der Heizungsbauer sagte wird damit der Speicher bei laufenden Dachs noch zusätzlich erwärmt. Allerdings möchte ich doch den Strom den ich nicht verbrauche an meinen Energieversorger verkaufen.
    Und für den Fall, dass die "Heizkraft" des Dachses nicht ausreicht, gibt es doch den Spitzenlastkessel?
    Wird der Heizstab benötigt ?


    LG

  • Hallo bergmato,


    erstmal ^^ willkommen hier im Forum!
    Dass man bei vorhandenem Spitzenlastkessel noch einen Heizstab haben sollte kann ich mir eigentlich nicht vorstellen ?(
    Ich weis auch nur, dass der Heizstab bei Anlagen ohne Spitzenlastkessel zum Einsatz kommt, falls dort mal die thermische Leistung des Dachses nicht ausreicht!


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo AxelF,
    kann es sein, dass ich, wenn ich vielleicht doch den Heizstab einbauen lasse, den Spitzenlastkessel nicht brauche ?
    Das wäre dann eine reines Rechenexempel. Der Heizstab kostet, rd. 500 EUR und der Spitzenlastkessel 2000 EUR.


    Gruß
    Tobias

  • Aaaaachso :D
    wenn kein alter Kessel mehr vorhanden ist, sieht das natürlich etwas anders aus!
    Da kommt es natürlich auf den Wärmebedarf des Objektes an. Wenn der Heizstab die ganze Heizperiode zuheizen müßte macht er keinen Sinn und ein Spitzenlastkessel wäre wirtschaftlicher. Käme der Heizstab aber nur an ein paar extra kalten Tagen im Jahr zum Einsatz, macht der durchaus Sinn!
    Da würde ich mal beim Heizungsbauer nachfragen, was der so berechnet hat und hier mal posten, - dann bekommst du auch noch andere Meinungen ;)


    AxelF

    Wikipedia: ICH WEISS ALLES!


    Google: ICH HABE ALLES!


    Internet: OHNE MICH GEHT NICHTS!


    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • Hallo bergmato,


    beim Kauf meines Dachs wurde mir gesagt, der Heizstab könne das Brauchwasser aufheizen, sofern der Dachs mal ausfallen sollte. Ein kostspieliges Unterfangen.


    Da ich auf Nummer sicher gehen wollte, habe ich mich für die Variante mit der Brennwerttherme entschieden. Zum einen, weil ich meinen 228 qm Altbau vorher mit einem atmospährischen Brenner mit 40 kW Heileistung beheizt habe und mir die 12,5 kW des DACHS ein wenig knapp erschienen (was aber bisher nicht der Fall war). Zum anderen, weil ich im Fall einer Störung nicht auf Komfort verzichten möchte, nur weil der Dachspfleger eventuell erst am nächsten Werktag nachschauen kann.


    Ganz aktuell hat mir das geholfen: Wir kamen Samstags aus dem Urlaub zurück und der DACHS meldete nach der Deaktivierung der Urlaubsfunktion und zwei erfolglosen Startversuchen eine Anlagenstörung aufgrund angeblichen Ölmangels (Code 172). Da war ich heilfroh, dass die Therme automatisch ansprang und die Zeit bis zum Eintreffen des Dachspflegers problemlos überbrückte.


    Gruss


    maxnicks

  • Hallo maxnicks,


    ein guter Wartungsdienst hat einen 24h-Service, und Samstag sollte doch wirklich kein Problem sein.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Zitat

    ein guter Wartungsdienst hat einen 24h-Service, und Samstag sollte doch wirklich kein Problem sein.


    Dem stimme ich zu, unter 300 qm sollte man in der Regel keine Brennwertheizung als Spitzenlastkessel dazusetzen....


    @:-

  • ..."in der Regel" mag Deine Aussage zutreffen, Dachsfan. Doch bei den hohen Decken und der nicht allzu guten Isolierung unseres Altbaus aus dem Jahr 1913 ist der Wärmeverlust nicht zu unterschätzen. Zumal uns aufgrund der Auflagen des Denkmalschutzes nicht allzu viele Möglichkeiten bleiben, das Haus richtig einzupacken.


    Im relativ milden Januar diesen Jahres lief unser Dachs immerhin durchschnittlich(!) 17 Stunden am Tag. Wenn's mal richtig kalt werden sollte (-15 Grad oder mehr), wird unser Dachs vermutlich nicht ohne die Hilfe seiner "kleinen Schwester" auskommen.


    Gruss


    maxnicks

  • ^^Hab ich doch geschrieben, in der Regel...
    Ohne E-Stab sollte die Anlage nicht sein, denn für die 5 ganz kalten Tage oder Dachsausfall sollte man immer vorsorgen.

  • Zitat

    Original von Dachsfan
    Ohne E-Stab sollte die Anlage nicht sein, denn für die 5 ganz kalten Tage oder Dachsausfall sollte man immer vorsorgen.


    Das kommt auf das Einsatzgebiet und die Risikobereitschaft an. Ich bin eher nicht der Typ "alles Vollkasko". Wenn eine Sache so ausgelegt ist, dass 98%ige Sicherheit gewährleistet ist, dann reicht das mir sogar in der Verantwortung als Vermieter (andere Heizkessel haben auch kein Backup). Es gibt aber Fälle, z. B. in Hotels, da sehe ich es uneingeschränkt ein, dass man ein Backup benötigt.
    Aber auch da gilt: das letzte Prozent Sicherheit ist das teuerste!


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • ^^Da hast Du Recht, letzlich muss der Betreiber entscheiden, ob er den Dachs monovalent ( ohne zusätzlichen Wärmeerzeger) oder bivalent mit Elektrostab oder sogar Zusatzheizung betreiben will.


    In diesem Fall würde ich dem Betreiber einen E-Stab empfehlen.

  • Hallo,
    hab auch so einen Heizstab beim (Öl) Dachs. Der ist an ca 30 Tagen im Winter mitgelaufen. Dachs lief dabei 24 Std am Tag.
    Komm nur noch nicht so recht mit der Steuerung des Stabs zurecht. Hab ihn an manchen Tagen dann per Hand abgeschaltet, weil es rein gefühlsmäßig an diesen Tagen nicht notwendig war.
    Bei einem Gasdachs würde ich allerdings eher die neuerdings verfügbare Zusatzgastherme bevorzugen.


    Alles wohlgemerkt nur dann, wenn der Dachs im Winter an seiner Kapazitätsgrenze arbeitet.
    Ein Heizstab lässt sich sehr einfach auch später nachrüsten - wie's bei der Gastherme aussieht, weis ich nicht.

  • eine kleine Therme kann man auch jederzeit daneben stellen/hängen. Nur die hydraulische Einbindung ist da einiges Aufwändiger als ein Heizstab in den Pufferspeicher zu stecken.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Hallo Bruno,
    ich meine nicht irgendeine Therme, sondern die von Senertec serienmäig angebotene - die dürfte sich ja wohl problemlos einbinden lassen, nehm ich mal an.
    Gibts halt leider nur für Gasbetrieb.

  • Hallo Kazumba,


    die original Therme von Senertec kann man fast so einfach nachrüsten wie den Heizstab (voraussetzung MSR2). Das einzige was aufwendiger ist als beim Heizstab ist das Abgassystem. Wenn nicht schon am Anfang vorbereitet mit DN 125, muss entweder das Abgassystem von DN 80 auf DN 125 erweitert werden, oder ein zwetes mit DN 80 aufgebaut werden. Zur Zeit ist die Zusatztherme wirklich nur mit Gas zu bekommen, habe aber die Spatzen vom Dach(s) pfeifen hören, dass demnächst auch ein Heizölbrennwertgerät in Verbindung mit dem original Puffer kommen soll. War auf jeden Fall auf der ISH die Rede von.
    Ansonsten bin ich eher der Meinung das zumindest der Heizstab zu jedem Dachs gehört. Habe bei mir auch an sehr kalten Tagen eine max. Laufzeit von etwa 14 Stunden. Den Heizstab hab ich mir allerdings trotzdem gegönnt. Wenn ich ca. 30000,- Euro für ein Heizsystem ausgebe, habe ich bestimmt noch knapp 600,- Euro für einen Heizstab, der mir Sicherheit gibt, auch wenn der Dachs mal ne Störung hat. Zudem kann ich mich so auch bei einer Störung am Wochenende auf den Montag morgen retten und brauch die teuren Notdienstgebühren nicht zu bezahlen.


    Gruß Dachs