Ein BHKW für zwei Häuser: Weiterverfolgen oder nicht?

  • 2 Häuser mit dem Ziel eine Heizung.


    Jährlicher Stromverbrauch: 6000 kWh + 18000 kwh
    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 3500 l Heizlöl + Flüssiggas für 5 Personenhaushalt auf 250 m2 ...denke im Verhältnis die gleiche Menge
    Derzeitige HeizungEnergieträger der Heizung: Leitung + Flüssiggastherme
    Alter und Typ der der Heiztechnik: 1977 + 2005
    Ist bereits eine Solarthermie vorhanden: Nein
    Vorhandener Heizungspufferspeicher und Größe: Nein
    Art der Warmwasserbereitung und Vorratsvolumen: durchlauferhitzer + Speicher 200 l
    Gibt es ein besonderes Strom-/Wärmeverbrauchsverhalten: hoher Stromverbrauch durch Landwirtschaft
    Hydraulischer Abgleich durchgeführt: nein
    Temperaturen der Heizkreise: ???
    Art der Heizkörper: Standard
    Immobilie und RahmendatenBeheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 180 m2 3 Personen + 250 m2 5 Personen
    Art und Baujahr der Immobilie: 77er BJ, 2 Wohneinheiten
    + altes Bauernhaus 2017 modernisiert
    Erfolgte Modernisierungen:
    Weitere geplante Modernisierungen: keine
    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: n n
    Erdgasanschluss vorhanden oder möglich: ja
    Zusammenschluss von Nachbarhäusern möglich: 40 m Abstand zwischen den beiden beschriebenen Häusern


    Nächste Woche habe ich ein vorgespräch mit dem heizungsbauer.
    Mich würde mal eure Meinung zu den beschriebenen Daten interessieren.
    Alternativ Hackschnitzel durch Forsteigentum
    Gruß und schönes WE

  • Hallo,
    da wir fast in der selben Situation leben wir ihr, und der Verbrauch ähnlich ist, taucht bei mir eine wesentliche Frage auf:

    Alternativ Hackschnitzel durch Forsteigentum

    wie groß ist die Forstfläche, welchen Bestand---was muß raus aus dem Wald ( Zustand )
    Die Kombination von Bhkw und Spitzenlast-kessel ist hier entscheidend.
    Gruß aus Bayern

    Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
    Pv seit 2007- 7,64 kwp
    .
    Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
    Bhkw eco 3.0


  • Ich würde sagen auf jeden fall ein BHKW, und die Hackschnitzel als Spitzenlast. Grob überschlagen sollte die 5 kW Klasse auf 3000 - 4500 Betriebsstunden im Jahr kommen. Wichtig ist im Sommer die Laufzeit und WW Bereitung auf die Stromintensiven Zeiten zu legen, also entsprechend große Pufferspeicher.

  • muß mich meinem Vorredner anschließen.
    Faustregel: pro ha./a ist ein Zuwachs von 4x6m3---24 m3----48 m3 --wenn was zusätzlich----pauschal 50 m3 x80 Ltr Heizöl----40 000 kwh/ Wärme
    Bhkw 5kw. el.---14 kw therm. x4000 Std---ca.42ooo kwh Wärme----zusammen 82 ooo kwh Wärme

    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 3500 l Heizlöl + Flüssiggas für 5 Personenhaushalt auf 250 m2 ...denke im Verhältnis die gleiche Menge

    das wären dann ca 70 ooo kwh----also bist du immer "auf der sicheren Seite.
    Nach meiner Erfahrung reicht hier ein 25 kw Hackschnitzel Brenner.

    Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
    Pv seit 2007- 7,64 kwp
    .
    Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
    Bhkw eco 3.0


  • Danke schonmal...
    Ich hatte gehofft das ich aus zwei Heizungen eine mache. Jetzt habe demnach wieder zwei.
    Wie groß denkt ihr sollte der Pufferspeicher sein? Platz habe ich genug hier.
    Was wäre mit einer größeren Hackschnitzelheizung ohne BHKW?
    Kann man die vorhandene Gastherme nicht für spitzenlast lassen?
    Hackschnitzel habe ich immer mit geliebäugelt aber wegen der Arbeit immer skeptisch gewesen.

  • ch hatte gehofft das ich aus zwei Heizungen eine mache. Jetzt habe demnach wieder zwei.

    Das ist eine Heizung---Bhkw ohne Spitzenlast geht nicht----der Puffer sollte ca. 1000 Ltr haben.

    Hackschnitzel habe ich immer mit geliebäugelt aber wegen der Arbeit immer skeptisch gewesen.

    wenn du Landwirt bist hast du doch gerade hier immer Arbeit--wenn du das Holz rausholst, und nicht selbst verbrauchst, kannst es dann für ein Butterbrot weggeben.
    raus muß es so und so.

    Kann man die vorhandene Gastherme nicht für spitzenlast lassen?

    ja, kann man schon.
    Die Alternative: Hackschnitzel und Photovoltaik---ist eben immer eine persönliche Entscheidung-------ist bei uns so zur Zufriedenheit gelöst

    Pv seit 2000-8.67 kwp--.-therm.E.= Hackschnitzel 42%x Miscanthus 16% x Bhkw 24% x Scheitholz 8% x WW.WP 6%. x H.Öl 3%xSoTh.1%
    Pv seit 2007- 7,64 kwp
    .
    Pv seit 2014 -8,16 kwp mit Elektrospeicher 11,6 kwh 3 phas.
    Bhkw eco 3.0


  • BHKW ohne Spitzenlast geht schon, ist aber aus 2 gründen ungünstig. 1. Bei der dimensionierung das es auch im Winter reicht kommst du im Sommer nicht auf Laufzeit und 2. Wenn ein defekt vorliegt wirds schnell kalt, also schon allein der Ausfallsicherheit wegen sollte man das nicht tun. Die Gastherme für die Spitzenlast erhalten kannst du schon, die Frage ist nur ob es langfristig günstiger ist Gas zukaufen zu müssen als eigenes Holz zu verwenden.


    Alternativ bzw. ergänzend wäre die PV sicher auch Sinnvoll, nur Holz oder Gas zum heizen geht auch, dann machst halt keinen Strom...(was sich bei dir aber lohnen würde)


    Speicher würde ich mindestens 1000 Liter sagen, evtl. sogar bis 2000 kommt auch drauf an wie groß der Warmwasserspeicher wird, denke hier sind (wenn möglich) auch veränderungen Sinnvoll um vom Durchlauferhitzer wegzukommen.

  • Moin Roaf3,


    der Einsatz eines BHKW dient nicht primär der Erzeugung von Wärme, sondern der Verdrängung von bisher zugekauftem Netzstrom. Damit möglichst viel Eigenstrom genutzt werden kann, darf die BHKW-Leistung nur die Grundlast der Wärmeanforderung abdecken, um die Laufzeit zu erhöhen.


    Es geht also gar nicht um die Frage BHKW oder Hackschnitzel, sondern darum, ob ich Netzstrom verdrängen will oder nicht. Die Entscheidung, welches System - Hackschnitzel oder Therme - die weitere Wärmeleistung übernimmt, ist
    individuell verschieden. Wenn Holz da, warum nicht nutzen. Und trotzdem könnte die vorhandene Therme als Standby zuschauen.


    Hast du meine email nicht erhalten?


    Gruß Dietrich

  • Dietrich, per Mail werde ich dich nacher noch kontaktieren.


    Ich bin mir bislang noch nicht sicher ob ich die Zeit für eine Hackschnitzelheizung habe.
    Starker Saisonbetrieb...
    Sonst würde ich sehr gerne mit Hackschnitzel arbeiten.


    Für PV hätte ich noch eine kleine schöne Süddachfläche frei.
    Eine neue Garage in Südausrichtung mit ca. 6×12 m.
    Das reicht aber vermutlich nicht oder? 40000 kw benötige ich ja noch....oder?


    Bislang habe ich nur eine 10 kw Anlage.


    Ich denke immer das die Investitionen von zwei solchen komplexen Heizungen kaum eine wirtschaftlichkeit zulassen.

  • BHKW ist in deinem Fall mit allergrößter Warscheinlichkeit wirtschaftlich.


    Ob der Umstieg auf Hackschnitzel wirtschaftlich ist hängt von dem Preis ab zu dem du dein Holz verkaufen und Gas einkaufen kannst.


    bei der PV kommt es drauf an wie viel du Einspeisen / selbst verbrauchen willst, mit 40MW ist das schon recht groß. Je nach Standort wäre das doppelt so viel wie du selbst verbrauchst, da aber die Sonne ja nicht immer zu deinen Verbrauchszeiten scheint wirst du bei der Größe die Anlage bestimmt abregeln müssen...