Wie oft lasst Ihr Euren DACHS warten?

  • Ein guter Servicetechniker hält sich an die Intervalle laut Serviceheft.

    Für ihn wärs ärgerlich und nicht zu berechnen, wenn die Zündkerze nach 9000 Bh verreckt und der Besitzer (mit Recht) auf die Intervalle im S-Heft verweist.

    Die Zusatzarbeiten alle 17.500 Bh kann man durchaus mal verschieben.

    Aber es gibt auch die Austauschempfehlungen für Starter, Thermostat...... Da muß man entscheiden ob man das machen lässt oder den Ausfall des Dachses riskiert.


    Ein guter Dachsbetreiber kauft auch genau nach Serviceheft die originalen Ersatzteile von Senertec - damit sich der Dachs rechnet!

    Die Frage ist nur für wem...

    Ist doch die Frage wer die Wartungen macht, tut man dies selbst und hat die entsprechenden Teile auf Lager liegen ist die Situation ja ganz anderst als wenn man an nem Sonntag mogen friert und den Notdienst rufen muss.


    Bei manchem kann man auf andere Händler zurückgreifen. Wenn man aber Gewährleistung geben muß, ist es besser man verbaut Orginalteile. Ein defekter Motor zB wegen falschen Öls kam schon vor.....

    Deshalb ist es ja gut wenn sich hier Leute die mühe machen herauszufinden welches Öl nicht das falsche ist! Sicher ist es besser Originalteile zu verwenden, für manchen mit schlecht geplanter und ausgelegter Anlage ist es aber nicht möglich einen Dachs wirtschaftlich zu betreiben bei regulären Wartungskosten. Genau diese "Planungsfehler Anlagen" können so aber weiter zur Energiewende beitragen und müssen nicht stillgelegt werden sobald die Förderung ausläuft!

  • Es sind ja nicht nur Teile, sondern auch passendes Werkzeug und das Wissen! Sicher gibts Leute, die mit beidem aufwarten können. Aber 98 % können das sicher nicht.

    Ich fülle kein anderes Öl in den Motor. Die Ölkosten liegen bei 3-4 ct/Bh.

    Sicher gibts schlecht geplante oder falsch gebaute Anlagen, genauso aber auch Anlagen die richtig geplant wurden - aber der Nutzer in der Planungsphase falsche Angaben machte. Ich kenn so nen Fall - der ging nach 2 Jahren vor Gericht weil die Anlage die Laufzeit nicht erreichte. Aber der Verkäufer hatte noch vom Kunden selbst aufgeschriebene Planungsangaben.... Rate wer da plötzlich gaaanz schlechte Karten hatte.

  • Es geht ja nicht darum weshalb eine Anlage nicht läuft wie geplant, sondern das es bei manchen nun mal so ist. Hierzu können viele Umstände führen, es reicht ja schon wenn bei einer Scheidung z. B. das e-Auto nicht mehr den gleichen Eigentümer hat wie das BHKW. Aber wie gesagt Gründe gibt es wie Sand am Meer.


    Es geht darum das die Anlagen die sonst verlust fahren würden am laufen gehalten werden können wenn die Wartungskosten sinken, und das ist gut fürs Klima. Welche Arbeiten und mit welchen Ersatzteilen nun der Betreiber selbst ausführt und sich zutraut muss jeder selbst wissen, und hierfür ist diese alternativ Liste sinnvoll.


    Ich z. B. mach meine Wartung selbst, würde aber warscheinlich wenn es mal soweit ist den Motor nicht selbst tauschen, da ich es noch nie gemacht habe und mir das ohne Hilfestellungen eines Profis auch nicht zutrauen würde. Ich kann zwar das Ventilspiel messen, musste es noch nie nachstellen und hätte dafür auch gar kein Werkzeug, also auch hier bin ich auf Hilfe oder eine Einweisung und Werkzeugverleih angewiesen. Es gibt sicher auch Center die für die Kaffeekasse ein Spezialwerkzeug verleihen würden...

  • Naja, aber auch das Einstellen des Ventilspiels, Abgasgegendruckmessung, Tausch der Filzscheibe, Abdichten des Abgas-WT oder Öl-WT kommt bei ner Wartung mal dazu. Und wenn da jemand fremdes anruft mit nem halb zerlegten Dachs, wird der sicher länger warten müssen als ein Wartungskunde. Und ob der Werkzeug geliehen bekommt? Ich würde es nicht machen.

  • Ich fülle kein anderes Öl in den Motor. Die Ölkosten liegen bei 3-4 ct/Bh.

    Ohne es jetzt nachgerechnet zu haben:

    Das ist ca. 1/5 des EEX - Stromertrages je Betriebsstunde - nur für Motoröl!


    Und da kannst Du rechnen wie Du willst, die BHKW-Förderung brauchst Du grob für die Anschaffungskosten. Somit bleibt für den Betreiber nicht mehr viel - er braucht ja noch Brennstoff / sonstige Wartungsutensilien / Arbeitslohn für Wartung usw.


    Und erzähl mir nichts über die Wirtschaftlichkeitsrechnung beim Dachs:

    Ich habe zwei Maschinen laufen mit Laufzeiten jenseits der 4000 Bh im Jahr - das schaffen viele der Betreiber nicht, denen die Wirtschaftlichkeit schön gerechnet worden ist.

  • Weil wir der Augenwischerei der Förderung unterliegen und immer das Optimum suchen, geht vieles ungut aus. Wegen der schier unendlichen bürokratischen Schikanen zur Betreibung einer "geförderten" BHKW-Anlage habe ich mich auf gebrauchte und überholte Anlagen konzentriert, die über Nullpunktregelung den Bedarf an netzbezogenem Strom reduzieren und auf jede Art von Förderung verzichten.


    Gruß Dietrich

  • Naja, aber auch das Einstellen des Ventilspiels, Abgasgegendruckmessung, Tausch der Filzscheibe, Abdichten des Abgas-WT oder Öl-WT kommt bei ner Wartung mal dazu. Und wenn da jemand fremdes anruft mit nem halb zerlegten Dachs, wird der sicher länger warten müssen als ein Wartungskunde. Und ob der Werkzeug geliehen bekommt? Ich würde es nicht machen.

    Bisher musste ich in 40tbh kein Ventilspiel einstellen, Abgasgegendruck messe ich regelmäßig, Filzscheibe kann ich tauschen, WT mussten auch noch nie abgedichtet werden. Man sollte schon vorher wissen was man sich zutraut, und nicht mit halb zerlegtem Dachs in Panik geraten.

    Ich musste beim RS mit Motorschaden an einem Sonntag, nur bis Dienstag um 9 auf Monteur mit ATM warten. (Montag war Feiertag und kein Motor auf Lager). Meine Wartungen mach ich seid 10 Jahren selbst und bisher bekam ich immer Hilfe wenn sie benötigt wurde, egal ob es um Werkzeug, Tipps, oder Passwörter ging.

  • Weil wir der Augenwischerei der Förderung unterliegen und immer das Optimum suchen, geht vieles ungut aus. Wegen der schier unendlichen bürokratischen Schikanen zur Betreibung einer "geförderten" BHKW-Anlage habe ich mich auf gebrauchte und überholte Anlagen konzentriert, die über Nullpunktregelung den Bedarf an netzbezogenem Strom reduzieren und auf jede Art von Förderung verzichten.


    Gruß Dietrich

    Genau so läuft mein HR und das klappt gut! Jedoch muss ich 4 mal im Jahr in den Keller um manuell die Leistung an die Außentemperatur anzupassen. :) (Laufzeitoptimierung ohne Batteriespeicher)