BHKW Eigenbau, ein Thread für alle die selbst bauen

  • Der Heizwert von Heizöl liegt bei 9,8KWh


    Ich kenne jetzt nicht den Verbrauch von einem Öldachs pro KWh Strom, jedoch fallen bei mir jetzt keine Verluste an beim Laden vom Speicher.

    Mit einem AC gekoppelten Generator müsste jetzt über einen Batteriewechselrichter der Akku geladen werden, was je nach System 8-10 % Wandlungsverluste erzeugen würde. In Summe sollte ich also nicht schlechter da stehen wie ein AC gekoppeltes BHKW.

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW, Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100

    3 Victron Multiplus2_5000, 42KWh Lifepo4 (48x 280Ah EVE Zellen, REC BMS)

    9,9 KWp PV, 2,7 KWp PV, 3,85KWp PV

    WP Panasonic Aquarea 9KW

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    Einmal editiert, zuletzt von stromsparer99 () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von stromsparer99 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Es gab ja mal eine Zeit wo Saxpower im PV Forum werbung gemacht hat und Fragen beantwortet hat. Bisher habe ich aber von keinem installierten System gelesen.

    DC gekoppeltes Eigenbau BHKW, Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100

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  • hey Thomas,


    Iwo hattest du mal geschrieben wp läuft nachts und bhkw über Tag, richtig?


    1. Wenn du das ganze umdrehst wird es effizienter da die wp am Tag höhere Außentemperaturen ansaugen kann und dadurch steigerst du deine arbeitszahl.


    2. Wär es nicht auch eine Option die wp während des Betriebs des bhkws auf minimal Drehzahl runter zurampen?


    Meine Überlegung war wp direkt an Fbh zu adaptieren - heizungspumpe der wp nutzen und 0-10v Regelung zu nutzen. In den Vorlauf kommt noch ein plattenwärmetauscher der mit einer pwm Pumpe am Puffer hängt. Schaltet nun das bhkw ein und wärmt den Puffer - regelt man mittels pid Regler die pwm Pumpe so ein das die Vorlauftemperatur in der fbh passt. Bhkw läuft so lang bis Akku voll oder Puffer voll. Dann geht bhkw aus und wp übernimmt wieder die vorlauftemperatur der Fbh. Der Rücklauf der Fbh führt man durch den kondenser da der vermutlich 25 grad hat und dadurch das Medium im System ist welches die niedrigste Temperatur hat.


    Ob man jetzt die wp ausmacht oder runter rampt muss man dann schauen - kommt halt auf den energiehunger der Fbh an. Das durchlaufen wär halt ideal um die taktungen der wp so gering wie möglich zu halten


    Ich kenn jetzt nicht genau deine hydraulik aber ich hab zb nur Fbh und hatte überlegt es so umzusetzen .


    Wie lang benötigt eig das bhkw nach Start bis es 100% Wirkungsgrad hat? Elektrisch hat man ja direkt 5kw anliegen und muss dann nur noch warten bis der Wärme Kreis Energie produziert…


    Lg Jan

  • Nein mein BHKW läuft wenn Puffer kalt und Batterie leer ist, die WP läuft bei mir temperaturgesteuert und regelt sich selbst runter wenn der Puffer in der Temp hoch geht.

    Am Anfang war mal der Gedanke da, das BHKW nur Tags laufen zu lassen, damit man nachts kein Summen im Haus hat. War aber von Wärme und Strom Bedarf so nicht machbar.

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  • Hi Stromsparer and all,


    deine DC Lösung ist charmant. Ich hatte das bisher nur theoretisch überlegt, und wusste nicht, dass das schon jemand gemacht hat.


    Kannst du grob einschätzen, wie viel schlechter der Wirkungsgrad deiner DC-Lösung gegenüber einer AC-gekoppelten Lösung ist? Und bist du dir mit 100% Nutzungsgrad sicher? Nutzt du auch die Abstrahl/Konvektionswärme des Motors/Generators irgendwie? Das macht schnell 10-20% der Gesamtenergie jeder Klein-KWK, die ich bisher sauber bilanziert gesehen habe.


    Ich sehe da eine Mischkalkulation. Für den Strom, den du später aus der Batteriebank entnimmst, könnte die DC-Ladung gleichwertig oder sogar besser sein. Für den Strom, den du direkt aus dem Generator verbrauchst, hat DC größere Nachteile. Das kommt aber meinem Lastfall näher.


    Nicht netzgekoppelt zu sein hat legale Vorteile. Wobei ich auch kein schlechtes Gewissen hätte, einen netzgekoppelten Piratengenerator zu betreiben. Das wäre z.B. mit 3x Victron Quattro 2 (NA-Freigabe seit Februar!) extrem komfortabel. Kommerzielle Lösungen finde ich wirtschaftlich uninteressant.

  • Mein BHKW ist gekapselt, ich nutze die komplette abwärme von Motor und Abgasen. Meine Abgastemperatur liegt nach dem Abgaswärmetauscher bei max 45 Grad.

    Anders wie herkömliche BHKW entziehe ich zusätzlich die Wärme aus dem Gehäuse.

    Einzig der DC-Generator ist ausserhalb dem Gehäuse, die Abwärme heizt das Haus. es geht also nichts verloren.

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  • Ich hab den Wärmetauscher auf den Bildern jetzt identifizieren können.


    Man kann den Motor dort warme Luft ansaugen lassen. Das ist für die elektrische Leistung nicht so doll, aber nutzt immerhin die Energie irgendwie und kühlt das Innere. Was macht die wärmere Luft mit dem mechanischen Wirkungsgrad des Motors? Sollte bei nem Diesel im Teillastbetrieb nicht so relevant sein, aber Thermodynamik ist zu lange her... ;)


    Die thermische Trennung zwischen Motor und Generator ist übrigens erneut sehr elegant. Dein Konzept gefällt mir sehr gut.


    Nach einer Recherche über Generatoren bin ich übrigens etwas ernüchtert über die niedrigen Wirkungsgrade von Generatoren <10kVA. Auch von AC Synchronmaschinen, von denen ich mehr erwartet hätte. Da ist flächendeckend von 80-90% die Rede. Ich finde 10-20% Verlust in der elektrischen Maschine ganz schön happig. Wobei ich noch keine Daten finden konnte, bei welcher Last der Verlust ist. Bei Vollast und Maximalstrom sind da sicher relevante Kupferverluste in den Wicklungen. Der Anteil sollte bei 50 - 75% Last deutlich geringer sein.


    Hast du Zahlen/Diagramm für deinen DC-Generator?

  • Die Verluste am DC Generator sind eigentlich irrelevant, weil die Verlust ja in Wärme abgegeben werden.

    Und die Wärme bleibt ja im Gebäude. Ob man jetzt 33% Strom und 67% Wärme oder 30% Strom und 70% Wärme erzeugt ist in Summe egal.


    Mein Motor saugt Frischluft aus dem Aussenbereich, ich hatte es auch mal mit Ansaugung im Kellerraum versucht, aber dann hört man das BHKW im ganzen Haus.


    Ich habe keine Diagramme , aber aus einem Liter Heizöl erzeuge ich 2,9KWh Strom. (bei 100A Last)

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  • Das hängt halt - wie du in diesem Thema glaube ich auch schon gesagt hast - von dem Verhältnis der Bedarfe ab. Für meinen Anwendungsfall möchte ich den elektrischen Wirkungsgrad maximieren, weil ich viel Strom brauche. Elektroauto, Serverbetrieb im Keller, Sauna, meine Frau steht auf sehr viel Beleuchtung,...


    Wobei dein Setup schon gut ist. Das sind 288 g/kWh.

    Wenn ich jetzt einen Deutz F2L 2011 Zweizylinder mit nem 85% Generator kopple, dann bin ich auch bei 276 g/kWh.

    Gibt es effizientere Motoren als den Deutz? Was ist tendenziell die effizienteste Generatortechnologie?


    Man kann das ganze Konzept auch noch auf den Kopf stellen: Das Haus mit Victron Multiplus/Quattro und AC Generator als Insel betreiben, und die 48V Schiene bei Bedarf aus dem Netz stützen. Das sollte doch ebenso legal sein.

    Wenn man nur noch wenig Strom aus dem Netz bezieht, könnte das eine Lösung sein. Spricht hier was dagegen?

  • Der Kubota ist halt ein Vorkammer Diesel, mit einem Direkteinspritzer solltest du 2-3% mehr Wirkungsgrad erreichen.

    Dafür ist der Kubota ein Industriediesel mit relativ hoher Lebensdauer und geringem Wartungsaufwand.

    Bei mir steht halt die Wärme im Vordergrund, daher waren mir die 2-3% nicht so wichtig. Die Kiste soll ohne viel Wartung laufen.

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  • Kubota ist mir grundsätzlich auch sympathisch. Aber ich hätte gerne ca 10kW elektrische Leistung. Und die kann der kleine Kubota bei 1500rpm nicht liefern. Generell fühlt der sich da ja noch nicht richtig wohl. Dass du den etwas höher drehen lassen kannst, wird dem sicherlich gut tun.


    Ich schau mir mal die Kubota Palette an. Der könnte auf den ersten Blick passen. Dreht langsamer, und hat dann dort auch die Power.

  • Aber Moment mal. Verluste sind schon relevant weil man will die kWh ja entweder im Wasser haben oder in Form von Strom.. was bringt mir ein warmer Keller?!


    Hast du einen wärmemengenzähler und das mal genau nachgemessen?


    Lg