Dachs oder neue Gasheizungsanlage?

  • Hallo Forum,


    ich bin neu hier, daher möchte ich mich zunächst kurz vorstellen.


    Ich besitze ein ca. 25 Jahre altes Haus, in dem anfangs eine Wärmepumpe (die nie genutzt wurde) und eine Ölheizung installiert waren, vor ca. zehn Jahren wurde ein Gasbrenner installiert, der Rest der Anlage blieb weitgehend unverändert, schreit aber langsam nach einer Modernisierung.


    Das Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung hat eine Wohnfläche von insgesamt ca. 300m², die komplett über eine Fußbodenheizung beheizt werden. In dem Haus leben aktuell drei Personen und im Winter wird ab und zu mit dem Kachelofen geheizt.


    Weitere Eckdaten sind ein jährlicher Gasverbrauch von ca. 42.000 kWh sowie ein jährlicher Stromverbrauch von ca. 6.300 kWh.


    Eine neue Gasheizungsanlage würde vermutlich ca. 7.000-10.000,- EUR kosten, die Umstellung auf eine Dachs-Anlage veranschlagen wir mit ca 30.000,- EUR laut vorliegendem Angebot.


    Nun stellt sich zum Einen die grundsätzliche Frage, ob ein Dachs für uns in Frage kommt (sowohl aus ökonomischer Sicht als auch aus ökologischer Sicht) und zum Anderen gibt es noch Detailfragen wie z.B. die Geräuschentwicklung eines Dachses zu bewerten ist (ggf. durch übertragene Vibrationen in die Wände etc. denn das Grundgeräuschniveau eines Dachses ist uns bereits vorgeführt worden).


    Vielen Dank bereits jetzt für die ein oder andere Hilfestellung.

  • Hallo,


    Deine grundsätzliche Frage wird imemr wieder gestellt.
    Man sollte einmal hier nachlesen:
    http://kwk-infozentrum.info/wi…ntralen_Energieversorgung


    http://kwk-infozentrum.info/wi…ristige_Energieversorgung


    Also ein Dachs mit den beiden Paketen Wärmedämmung und Schwerschallmatten ist sehr leise und brummt etwa wie eine Waschmaschine. Wichtig ist auch das der Dachs korrekt ausgerichtet wird.


    @:-

  • Hallo mombi,


    denke Dachsfan konnte dir weiter helfen. Was mich interesieren würde, wo soll der Dachs später stehen. Im Keller wo bisher auch die Heizung stand. Und wenn dem so ist, was für ein Raum ist über dem Heizungsraum. Bei einer Aufstellung im Keller sehe ich zwar keine Bedenken, aber wenn über dem Heizungskeller ein Schlafzimmer liegt und man den alten Kessel eventuell gehört hat, könnte es im ungünstigen Fall sein, dass der Dachs auch zu hören ist. Um dem entgegen zu wirken empfehle ich wie auch schon Dachsfan die Schwerschichtkapsel und die Zusatzisolierung. Die beiden Teile liegen zusammen unter 200 Euro und sollte in der Investition berücksichtigt sein. Wenn du trotzdem noch bedenken hast, würde ich dies bei einem Gespräch mit dem Ersteller des Angebotes, das du ja schon hast, vorbringen um über weitere Maßnahmen zu besprechen (Isolierung der Decke oder ähnliches)


    Gruß Dachs

  • Hallo Dachs,


    über dem Heizungskeller (in dem der Dachs dann instaliert werden würde) ist die Küche. Das Schlafzimmer befindet sich eine weitere Etage darüber diagonal am anderen Gebäudeende.


    Ich persönlich kann aber sagen, dass ich extrem geräuschempfindlich bin und schon den Wäschetrockner über drei Etage durch die Vibrationen im Mauerwerk höre, obwohl dieser nicht an der Wand steht und Gummifüße hat.


    Mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung bin ich noch nicht ganz durch, hier sind soviele Faktoren zu berücksichtigen, dass man eigentlich gar keine exakte Berechnung durchführen kann. Ich bleibe am Ball ... ;)

  • Zitat

    Original von mombi
    Mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung bin ich noch nicht ganz durch, hier sind soviele Faktoren zu berücksichtigen, dass man eigentlich gar keine exakte Berechnung durchführen kann. Ich bleibe am Ball ... ;)


    Mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung ist man nie fertig, die begleitet einen auch noch nach dem Kauf ein BHKW-leben lang, da sich die Vergütungen,Kosten und Laufzeiten ständig ändern. Zur Entscheidung sollte man eine sehr konservative Rechnung und eine mit guten Prognosen erstellen. Wenn man mit der konservativen Rechnung im schlechtesten Fall grade noch so leben kann und man mit dem Mittel aus konservativer und guter Prognose zufrieden ist, sollte man nicht weiter rechnen sonder sich lieber darauf konzentrieren, dass man eine gute Ausführung und einen Guten Preis bekommt.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Hallo mombi,
    auch ich habe ähnliche Verhältnise in meinem Haus (qm) wie Sie.


    Mein Dachs steht um die Ecke in einem L-Förmigen Technik Raum. Wenn ich die Türe bei laufendem Gas-Dachs öffne, ist er schon unter diesen Umständen fast nicht zu hören. Im Haus schon gar nicht!


    Was die Wirtschaftlichkeit anbetrifft, habe ich so meine Bedenken. Bei 3000h im Jahr und etwa einem drittel selbst genutztem Strom, ein Drittel gelieferten und ein Dritte bezogenem Strom rechnet sich gar nichts, vor allem wenn man den Mehrverbrauch 2,4cbm/h an Stelle der Werksangabe 2,1cbm/h anrechnet. (Stadwerke nennen bei mir Faktor 9,998 als Energiegehalt im Gas)


    Was bleibt, ist die Freude am Gerät, an der Schonung der Umwelt und am BHKW-Forum mit vielen Inputs.....(auch wenn man sich den Luxus etwas kosten lässt!)


    Behörden mögen diese Geräte in finanzieller Hinsicht lieber nicht. Darum rechnen Sie den Strom für jede Phase getrennt (dann verkauft man, obwohl man mehr produziert als man nutzt) und verlangen Anmeldegebühren (BAFA), die den Gewinn im 1.Jahr auf ein Almosen schwinden lassen. Lediglich der Zoll hat das getan, was man sich beim Kauf wünschte - er Zahlte wie es vorgesehen ist ;-)


    Gruss AirBoes

  • Zitat

    1. wenn man den Mehrverbrauch 2,4cbm/h an Stelle der Werksangabe 2,1cbm/h anrechnet. (Stadwerke nennen bei mir Faktor 9,998 als Energiegehalt im Gas)


    2. Was bleibt, ist die Freude am Gerät, an der Schonung der Umwelt und am BHKW-Forum mit vielen Inputs.....(auch wenn man sich den Luxus etwas kosten lässt!)


    3. Behörden mögen diese Geräte in finanzieller Hinsicht lieber nicht. Darum rechnen Sie den Strom für jede Phase getrennt (dann verkauft man, obwohl man mehr produziert als man nutzt)


    ^^ zu 1. Ich möchte gern zu den angeblichen "Mehrverbrauch" etwas sagen, es wird ein Brennstoffeinsatz von 20,5 kW ho also etwa 23 kW Ho angegeben, dies sind etwa 2,4 m3 - so wie Du verbrauchst also kein Mehrverbrauch.


    zu 2 - da gebe ich Dir Recht und so sollte es sein.


    zu 3 - Da erhalten wir auch auf dem nächsten Treff Infos und schaffen es vieleicht diesmal ein richtiges Protokoll zu schreiben. ;(
    Andererseits, wir machen das alles kostenlos und Hobby mäßig und investieren viel Zeit, vieleicht finden wir ja Freiwillige die as Protokoll schreiben ?? :rolleyes: :D ^^