Stickoxide beim Heizöl-Dachs?


  • Aber wir werden hier immer weiter off-topic. Es geht ja eigentlich um die NOx-Emissionen von BHKW's - und da stellt sich halt heraus, dass ein BHKW, das wie ein Dieselmotor arbeitet, auch NOx-Emissionen hat wie ein Dieselmotor. Aus meiner Sicht ist das so lange kein Problem, wie derartige BHKW's klein sind und außerhalb der (verkehrsbedingten) NOx-Brennpunkte betrieben werden. Größere BHKW's werden dann eben auch einen SCR-Katalysator bekommen müssen: Da ist dann jedenfalls das Temperaturmanagement leichter als bei einem PKW, und man braucht keine Schummel-Software. Oder, noch besser: Man geht ganz von der Heizöltechnik weg und baut BHKW's, die z.B. mit Erdgas-Ottomotor und Dreiwege-Kat - oder zukünftig als Brennstoffzellen - emissionsärmer laufen.

    Völlig richtig ! Trotzdem sollte man bei den Antrieben immer die komplette CO2 Bilanz sehen..da ist der Diesel immer noch besser wie der Benziner.....Elektroautos müssen sich mit Gasbetriebenen (power to Gas) messen lassen..

    Probeentnahmestellen, welche die Grundwasserqualität kontrollieren, können sich jedenfalls nicht "direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen" befinden, da - hoffentlich - Kleinkläranlagen das Grundwasser nicht als Vorfluter benutzen

    Falsch genau das wurde gemacht (selbst vor Ort gesehen) denn jede Kläranlage entwässert in den Vorfluter den nächsten Bach oder Fluss. Die so gewonnenen Ergebnisse wurden nach Brüssel gemeldet. Deutlich mehr Messstellen wie die Bauern sie fordern würden im Durchschnitt deutlich bessere Messergebnisse für Deutschland ergeben.
    Hieran haben die Wasserwerke kein Interesse weil ihnen dann der Vorwand für höhere Preise fehlt....und das UBA möchte Wahlkampfhilfe für die Grünen und linken leisten....

    Also ich glaube jedenfalls eher den Zahlen einer staatlichen Behörde

    Ich kooperiere schon seit über 20 Jahren mit den Wasserwerken.Ich sehe jedes Jahr die Gewässerqualitäten die Immissionspunkte und die Schadstoff frachten. Nitrat ist seit 1990 rückläufig..trotz weniger Messstellen.


    Das unpopuläre Hauptproblem sind die undichte Kanalisation (trotz Regenwasser kommen nur ca. 70 % des Trinkwassers in den Kläranlagen an) und die damit verbundenen Medikamenteneinträge. Deshalb ist man gezwungen immer mehr Aktivkohle zur Reinigung einzusetzen. was diese aber auch nicht entfernen kann sind Hormone. Genauer gesagt u.a. die Anti Babypille.....Das werden sie aber nie vom UBA oder den Grünen oder den linken Journalisten hören.....Die Bauern mit dem Güllefass sind da viel präsenter .


    Steter Tropfen (über Jahrzehnte durch Medien und Politik) höhlt eben den Stein der Bildung !!!

  • Das werden sie aber nie vom UBA oder den Grünen oder den linken Journalisten hören......

    was soll denn immer wieder diese plumpe Propaganda?? Das Geschreibsel ist mit einem Klick als haltlos zu enttarnen.


    http://www.umweltbundesamt.de/…en_deutsche_gewaesser.pdf


    Auch in den mir zugänglichen grünen Mailverteilern ist das Thema seit mindestens 2 Jahren präsent - also lass doch bitte solche gequirlte S..... sein.


    Viele Klärwerke haben einfach noch keine 4. Stufe können also rein technisch weder Pestizide noch Antibiotika geschweige denn Hormone filtern.


    Wir sind hier ein öffentliches Forum und haben den Anspruch unseren Lesern Fakten zu vermitteln, darin sind "alternative Fakten" nicht eingeschlossen.



    ;-)_)

  • Trotzdem sollte man bei den Antrieben immer die komplette CO2 Bilanz sehen..da ist der Diesel immer noch besser wie der Benziner

    Einverstanden. Meine Anmerkung bezog sich ausschließlich auf den (Heizöl-)Diesel als BHKW-Antrieb - sowieso wohl eher ein Auslaufmodell.


    Wenn es um das CO2 geht, gibt es allerdings auch beim Auto Alternativen. LPG- und LNG-betriebene Fahrzeuge stoßen trotz des weniger effizienten Ottomotors ähnlich wenig CO2 aus wie der Diesel, außerdem wesentlich weniger Schadstoffe, auch weniger als Euro 6 Benzinmotoren. Elektroautos sind beim CO2 selbst mit dem heutigen Strommix ebenfalls günstiger, allerdings nicht viel. Das wird sich erst ändern, wenn wir aus der Braunkohle ausgestiegen sind und/oder die E-Motoren über Brennstoffzelle mit Wasserstoff aus überschüssigem PV- und Windstrom antreiben.


    Den Gesamtbeitrag des Diesel zur CO2-Einsparung sollte man (was immer die Kanzlerin dazu sagt) allerdings nicht überbewerten. Nimmt man im Vergleich zum Ottomotor bei gleicher Motorleistung einen CO2-Vorteil des Diesel von ca. 15% an, so sparen alle Diesel-PKW zusammen im Jahr ca. 10 Mio t CO2 ein. Das entspricht etwa 1% des deutschen CO2-Gesamtaufkommens - bzw., nur als Beispiel, einem Drittel der CO2-Emissionen des Braunkohlekraftwerks Neurath.

    Deutlich mehr Messstellen wie die Bauern sie fordern würden im Durchschnitt deutlich bessere Messergebnisse für Deutschland ergeben.

    Der "Durchschnitt" ist für die Tonne (um kein Wort mit A zu verwenden). Wenn Du eine Hand auf der heißen Herdplatte hast und einen Fuß in Eiswasser, hast Du dann im Durchschnitt eine angenehme Umgebungstemperatur? Oder, falls es Dir an der Hand zu heiß wird: Geht es Dir besser, wenn Du den zweiten Fuß auch noch ins Eiswasser stellst?


    Natürlich muss man in erster Linie dort messen, wo man ein Problem vermutet. Und wenn sich dann herausstellt, dass ein Problem vorliegt, dann muss man dort, wo das Problem ist, eingreifen. Wenn 18% der Messstellen mit >50 mg/l zu hohe Nitratwerte anzeigen (in Wirklichkeit sind es viel mehr, weil die Eingreifschwelle bereits bei 37,5 mg/l liegt), dann muss an jeder dieser Stellen eingegriffen werden. Es muss im Übrigen auch überall dort eingegriffen werden, wo die Werte etwas niedriger sind aber steigende Tendenz aufweisen. Und Eingreifen bedeutet, dass weniger Stickstoff in den Boden gebracht werden darf. Wenn dann an einer solchen Stelle z.B. keine Massentierhaltung mehr möglich ist, weil man den Abfall nicht mehr aufs Feld bringen darf, müssen die entsprechenden Betriebe eben schließen - wäre nicht schade drum. Entschädigungen für Einschränkungen bei der "Düngung" (in vielen Fällen = Abfallentsorgung) darf es selbstverständlich auch nicht geben. Die chemische Industrie (die weit mehr zum BIP beiträgt als die gesamte Landwirtschaft) kriegt schließlich auch keine Steuergelder als Ausgleich dafür, dass sie keine Chemikalien mehr in den Rhein leiten darf.


    Wenn wir wie die Niederländer deutlich mehr Messstellen hätten (eine Forderung, die ich voll unterstütze), würden wir dadurch ohne jeden Zweifel noch mehr Problemstellen entdecken, und auch dort müsste eingegriffen werden - kann schon sein, dass die Prozentzahl insgesamt dann auf 15 oder 10% sinkt (würde mich freuen), aber die absolute Zahl der kritischen Stellen wäre höher.

    Ich sehe jedes Jahr die Gewässerqualitäten die Immissionspunkte und die Schadstoff frachten. Nitrat ist seit 1990 rückläufig..trotz weniger Messstellen.

    1990 ist lange her, da gab es die DDR noch. Seit 2008 ist jedenfalls keine positive Entwicklung festzustellen. In manchen Bundesländern zeigen über 50% der Messstellen konstant problematische (>25 mg/l) und über 40% kritische (>50 mg/l) Werte.
    (Quelle: https://www.lanuv.nrw.de/liki/…ator=25&aufzu=3&mode=indi)


    Die bayerischen Werte (da kenne ich mich aus) sind übrigens ein gutes Beispiel für den beschönigenden Effekt von Durchschnittswerten. Auf dem Papier sieht Bayern mit 30% problematischen (>25 mg/l) Nitratwerten mittelgut und nur 6% kritischen (>50 mg/l) vergleichsweise hervorragend aus. Dabei ist es in einigen Gegenden Bayerns mit den Nitratwerten fast so schlimm wie im westlichen Niedersachsen.

    Das unpopuläre Hauptproblem sind die undichte Kanalisation (trotz Regenwasser kommen nur ca. 70 % des Trinkwassers in den Kläranlagen an) und die damit verbundenen Medikamenteneinträge. Deshalb ist man gezwungen immer mehr Aktivkohle zur Reinigung einzusetzen. was diese aber auch nicht entfernen kann sind Hormone. Genauer gesagt u.a. die Anti Babypille.....

    Kein Zweifel, das ist auch ein Problem. Aber was hat das mit dem Nitrat zu tun? Wir müssen beides angehen, und die Tatsache, dass wir uns mit den Hormonen derzeit noch schwer tun, kann doch kein Grund sein, beim Nitrat auch nichts zu machen.

    das UBA möchte Wahlkampfhilfe für die Grünen und linken leisten....

    Sag mal, ist das Dein Ernst? Dann sollten wir die Diskussion an diesem Punkt besser abbrechen. ;-_

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Die Medien haben ständig nur die Aussagen des UBA sowie der Wasserwerke bezüglich des Nitrat zur prime Time weiter gegeben. Natürlich passend zur NRW Wahl....


    Nochmals die Proben sind absolut nicht Repräsentativ....Will aber niemand wissen !


    http://www.spiegel.de/wissensc…trinkwasser-a-314868.html



    https://wasserhelden.net/ratgeber/produkte/hormone-filtern/


    https://www.test.de/Private-Ab…s-Risiko-1348505-2348505/


    Alles sehr alte Artikel...was ist seit dem passiert????


    Wasser wird teurer! Haupsächlich aber nicht wegen Nitrat und der Bauern .(bestätigt durch die Bundesregierung)


    Wenn die Autohersteller bei den Stickoxiden so betrogen haben das die Autos 10 mal mehr davon ausstoßen, dann wird deren Anteil am Nitrat im Grundwasser auch deutlich höher sein als bislang berechnet wurde.




    Ganz ehrlich.....


    Ich werde hier niemanden überzeugen können..aber Vielleich habe ich Leute,auch hier im BHKW Forum(Off Topic) zum Nachdenken gebracht die sich sonst mit diesen Zusammenhängen nie beschäftigt hätten.


    Wenn ich von den hohen Emissionen des Heizöl BHKW vorher gewusst hätte, dann wäre es ein Grund mehr für mich gewesen bei der Modernisierung von Heizöl auf Gas umzustellen. Auch wenn wir hier nur Propangas hätten einsetzen können.

  • Generator und Elektronik OK. Aber der Motor?? Ich hatte bisher angenommen, dass ein Heizöl-Dachs einen Dieselmotor hat, ein Gasdachs dagegen einen Ottomotor. In dem Fall wäre eine Umrüstung des Motors bestimmt nicht möglich.

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  • Aha, wieder was dazugelernt.


    Schade, dass man das bei den Euro-5-Schummel-Dieseln nicht auch so machen kann. (Einen Abgas-Katalysator bräuchte man natürlich auch noch.)

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  • Aha, wieder was dazugelernt.


    Schade, dass man das bei den Euro-5-Schummel-Dieseln nicht auch so machen kann. (Einen Abgas-Katalysator bräuchte man natürlich auch noch.)

    naja, ob wir mit unseren Magergasmotoren mit Lambda ca. 1.5 - also nicht einmal "richtig" mager - wirklich auf der sicheren Seite bzgl. NOx sind, sollte man nicht wirklich hier diskutieren. Ein Hinweis, bevor hier sich nicht erfüllbare Hoffnungen festsetzen, der Kat beim Gas Dachs kann eigentlich nur ein Oxi-Kat sein und damit im Magerbetrieb z.B. HC, CO und Formaldehyd oxidieren aber sicherlich keine NOx reduzieren. Eher ist sogar die Gefahr da, dass NO in NO2 gewandelt wird, was die Sache nicht wirklich verbessert.

  • Moin, moin,

    da muss ich meine Aussage aber ganz schnell korrigieren. Der Umbau von Heizöl auf Gas wird sich nicht so einfach gestalten, denn ich habe den Einbau der gesamten Gasstrecke unterschlagen, kostenseitig und handwerklich, sorry.


    Gruß Dietrich

  • Nein es geht nicht!

    Die Gasstrecke, Zündung, Gasregelung usw lässt sich nicht anschließen / montieren. Bis man da komplett ist (und dann steht da ein Gerät ohne Zulassung) ist man sicher wesentlich mehr Geld los als für einen neuen Dachs.

  • Hört doch mit der Spinnerei auf!

    Solange ein Heizöl-Dachs läuft bleibt der im Keller - das ist mit Abstand das wirtschaftlichste und umweltfreundlichste.


    Und wenn der am Ende seiner Lebensdauer angelangt ist, kann man sich ja ein Gasgerät zulegen. Aber mit riesigem finanziellem Aufwand einen "schwarzen" Gas-Dachs zu zaubern, nur um in einer Scheindebatte mitreden zu können ist doch irrwitzig...