Stickoxide beim Heizöl-Dachs?

  • Senertec Dachs HRE 5.3: NOx 2150mg/m³
    Reindl BK 5.5: 1089mg/m³
    H&V DAH7500: 420mg/m³

    Wobei der Dachs unter den Heizölern den besten Gesammtwirkungsgrad hat.


    Wenn wir die hohen NOx Werte von Öfen,Kaminen und Pelletheizungen sehen dann ist eh alles egal.....


    Warum dann so unrealistische niedrige Grenzwerte bei den Diesel Autos ??? Die Hersteller hätten trotzdem nicht betrügen dürfen und sofort einen SCR Kat mit Harnstoffeinspritzung einbauen müssen.


    Auch wenn dadurch die Stickstoff (Nitrateinträge)ins Grundwasser wie bisher auch noch weiter steigen dürften....




    Meine Anfrage per Mail an Senertec wurde bisher übrigens nicht beantwortet....

    Gruß filou

    Einmal editiert, zuletzt von filou ()

  • Moin,

    Wenn wir die hohen NOx Werte von Öfen,Kaminen und Pelletheizungen sehen dann ist eh alles egal.....

    Hast Du für Deine Aussage irgendwelche Quellen?


    Bei Öfen und Kaminen dürfte der NOx-Ausstoß sehr stark von den Feuerungsbedingungen abhängen. Luftüberschuss und hohe Verbrennungstemperaturen erzeugen vielleicht NOx, aber zu wenig Luft und niedrige Verbrennungstemperaturen führen zu Qualm und Ausstoß von Unmengen an Feinstaub und unverbrannten Kohlenwasserstoffen. Also da ist mir im Vergleich das NOx allemal lieber. Höher als bei Pelletheizungen liegt der NOx-Ausstoß von Öfen und Kaminen jedenfalls kaum, da man die Luftverhältnisse und Verbrennungstemperatur einer gut eingestellten Pelletheizung in einem Ofen oder gar Kamin wohl nur unter Idealbedingungen hinkriegen kann.


    Und bei Pelletheizungen liegst Du schlicht falsch. Zumindest laut der folgenden Quelle


    https://www.baulinks.de/webplugin/2010/0456.php4


    liegt die NOx-Emission von Pelletheizungen im Dauerbetrieb bei 262 mg/kWh. Das lässt sich wie oben gelernt ungefähr 1:1 in mg/m3 umrechnen und wäre dann jedenfalls um eine Größenordnung weniger als der Wert für den Dachs - wenn auch immer noch wesentlich höher als bei Öl- oder gar Gasheizungen.

    Warum dann so unrealistische niedrige Grenzwerte bei den Diesel Autos ??? Die Hersteller hätten trotzdem nicht betrügen dürfen und sofort einen SCR Kat mit Harnstoffeinspritzung einbauen müssen.

    Die niedrigen Grenzwerte für Diesel-Autos sind nicht unrealistisch, da sie (wenn man will) technisch erreichbar sind. Das Problem ist einfach, dass bei niedrigen Temperaturen (unter den notorischen 10°C) der SCR-Kat immer stärker beheizt werden muss, damit die Reaktion mit dem Harnstoff in Gang kommt. Das kostet Kraftstoff und bringt Verbrauch und CO2-Werte in die Höhe. Das gefiel den Herstellern nicht, also kamen sie überein, stattdessen die Dinger unter 10°C abzuschalten. Und wenn VW nicht mit der Prüfstand-Erkennungs-Software noch einen draufgesetzt hätte, wäre das auch nie hochgekommen: Die Abschaltung selbst war ja "legal" und offensichtlich allen maßgeblichen Behörden in EU und D schon bei Einführung der EU 6 Norm bekannt. Man hat sich - und den Bürgern - jahrelang systematisch in die Tasche gelogen.


    Die niedrigen Grenzwerte für Diesel-Autos sind auch nicht unbegründet: Diesel-PKW sind derzeit deutschland-weit für ca. 25% aller NOx-Emissionen verantwortlich (LKW für weitere 9%). An den kritischen Punkten in den Städten (und nur um die geht es, auf dem Land ist NOx kein Problem) dürfte der Anteil des Straßenverkehrs weit höher liegen.


    Der Anteil der Raumheizungen an der NOx-Emission liegt dagegen nur bei 11%. Er ist im übrigen seit 1990 um 60% zurückgegangen, doppelt so viel wie beim Verkehr. (Zur Vervollständigung: Der Anteil der Energiewirtschaft, also fossile Kraftwerke, liegt bei 25% und Industrieprozesse bei 15%. Aber deren Emissionen finden hundert Meter weiter oben statt und nicht in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten. Das gleiche gilt für die Landwirtschaft mit 11%.) Das Problem an den neuralgischen Punkten ist also tatsächlich der Diesel und nichts sonst.

    Die Hersteller hätten trotzdem nicht betrügen dürfen und sofort einen SCR Kat mit Harnstoffeinspritzung einbauen müssen.


    Auch wenn dadurch die Stickstoff (Nitrateinträge)ins Grundwasser wie bisher auch noch weiter steigen dürften....

    Den Zusammenhang versteh' ich nicht. Wieso würde bei einem allgemeinen Einsatz von SCR Kats der Stickstoffeintrag ins Grundwasser ansteigen? Meinst Du dass die Leute beim AdBlue Tanken so viel verkleckern? Dafür ist das Zeug zu teuer.


    Der Stickstoffeintrag ins Grundwasser kommt jedenfalls zu mehr als 50% aus der (Über-)düngung durch die Landwirtschaft (genauer: Aus der Entsorgung von Gülle-Abfällen aus der Massentierhaltung). Das wird mittlerweile nur noch vom Bauernverband (genauer: von den Lobbyisten der industriellen Landwirtschaft) bestritten. Die Immissionen von Industrie, Verkehr und Privathaushalten verteilen sich gleichmäßig auf den Rest. Wenn also alle Dieselmotoren (PKW und LKW) die aktuelle Norm tatsächlich einhalten würden, so könnte das vielleicht zu einer Reduktion des Stickstoffeintrages um 5-10% führen. Aber wenn man hier wirklich was erreichen wollte, müsste man die EU-Vorschriften zur landwirtschaftlichen Abfallentsorgung (=Düngeverordnung) endlich durchsetzen und scharf kontrollieren.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • Wenn man die absoluten Mengen fossiler Brennstoffe die für die Beheizung der Gebäude in Deutschland verfeuert werden betrachtet dann kann ich mir kaum vorstellen das hier die NOx Menge nur 11 % beträgt....


    Ungesteuerte Öfen/Kamine etc. verursachen auch mehr NOx als gesteuerte Heizungsanlagen....


    Zum Nitrat siehe hier..


    https://www.uni-bonn.de/die-un…sseinformationen/2005/463


    https://www.bing.com/images/se…lauf&mode=overlay&first=1


    Die Stickstoffverbindungen fallen mit dem Regen nicht nur auf die Ackerflächen sondern auch auf die größeren Landesteile wie Wald ,Seen ,Straßen Häuser etc.


    http://www.rlv.de/nachricht/de…ht-wegen-nitratbelastung/


    Die Wasserwerke verkaufen jedes Jahr mehr Wasser (Neubaugebiete etc) ..statt neue Brunnen zu bauen pumpen sie pro Brunnen jedes Jahr deutlich mehr Wasser ab ...was zu höheren Versickerungsgeschwindigkeit führt und dem Boden und Pflanzen weniger Zeit lässt das Nitrat zu nutzen.


    Abgesehen davon nimmt die Düngung bei weiter steigenden Erträgen seit den 90 er Jahren wieder ab....in den 70-80 er Jahren wurde zu viel gedüngt....daher unser Problem heute..


    https://www.lanuv.nrw.de/filea…aft/nitrat/Stickstoff.pdf


    https://www.topagrar.com/news/…reden-wollen-7989883.html

  • Wenn man die absoluten Mengen fossiler Brennstoffe die für die Beheizung der Gebäude in Deutschland verfeuert werden betrachtet dann kann ich mir kaum vorstellen das hier die NOx Menge nur 11 % beträgt....

    Ist aber so (Quelle: Umweltbundesamt).

    Ungesteuerte Öfen/Kamine etc. verursachen auch mehr NOx als gesteuerte Heizungsanlagen....

    Öfen und Kamine verursachen wahrscheinlich mehr NOx als Öl- und Gasheizungsanlagen. Soweit OK.


    Mehr NOx als gesteuerte Pelletsheizungen könnten sie aber nur dann produzieren, wenn sie (ungesteuert) üblicherweise mit höherem Luftüberschuss und höheren Verbrennungstemperaturen betrieben würden als diese. Das widerspricht m.E. sowohl der Lebenserfahrung als auch den technischen Gegebenheiten.

    Zum Nitrat siehe hier..


    uni-bonn.de/die-universitaet/i…sseinformationen/2005/463

    Der in dem Zitat erläuterte Sachverhalt war mir zugegeben neu. Bitte beachte aber, dass es hier offensichtlich um Emissionen aus Dreiwege-Katalysatoren für Benzinmotoren geht. In SCR-Katalysatoren wird NOx durch Reaktion mit aus Harnstoff freigesetztem Ammoniak zu unschädlichem Luftstickstoff umgesetzt, d.h. die Menge an letztendlich pflanzenverfügbarem Stickstoff (in Form von Ammoniak oder Ammoniumnitrat) wird dort vermindert und nicht vermehrt. (Im übrigen gehe ich mal davon aus, dass auch die Benzinkatalysatoren heute besser arbeiten als 2005.)

    Die Stickstoffverbindungen fallen mit dem Regen nicht nur auf die Ackerflächen sondern auch auf die größeren Landesteile wie Wald ,Seen ,Straßen Häuser etc.

    Alles richtig. Nur ist es eben so, dass jährlich allein aus Gülle etwa 2 Mio t Stickstoff (N) auf unsere Böden ausgebracht werden; etwa 1,3 Mio t aus Mineraldünger kommen noch hinzu. Die gesamten NO2-Emissionen (alle, nicht nur Verkehr) entsprechen etwa einem Zehntel davon. Natürlich geht nicht alles ins Grundwasser, der größte Teil wird von den Pflanzen aufgenommen. Aber es bleibt dabei, der mit weitem Abstand bedeutendste Emittent ist die Landwirtschaft.


    Wie dem auch sei, so lange ich keine bessere Quelle habe, halte ich mich an die Zahlen vom Umweltbundesamt. Und die besagen nun mal, dass über 50% der Nitratbelastung im Grundwasser aus der Landwirtschaft kommen - in Oberflächengewässern sind es sogar 70%.

    Abgesehen davon nimmt die Düngung bei weiter steigenden Erträgen seit den 90 er Jahren wieder ab....in den 70-80 er Jahren wurde zu viel gedüngt....daher unser Problem heute..


    lanuv.nrw.de/fileadmin/lanuv/l…aft/nitrat/Stickstoff.pdf


    topagrar.com/news/Home-top-New…reden-wollen-7989883.html

    Deine Aussage kann ich aus den genannten Quellen nicht nachvollziehen. In der Tat wird heute weniger Mineraldünger ausgebracht, aber die Probleme im Grundwasser werden (mit starken regionalen Unterschieden, am schlimmsten ist es in Nordwest- und in Südostdeutschland) durch die immer stärkere Gülleausbringung verursacht. Das können auch die Propaganda-Broschüren des Bauernverbandes nicht wegleugnen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • Leider ist es heute so und erst recht im Wahlkampf, das sogar ein Umweltbundesamt absolut Ideologie behaftet ist. Neutralität gibt es nicht und Fakten werden nicht ermittelt oder verdreht.


    Die Art und Weise wie es Immissionen und Grenzwerte kontrolliert ist absolut inkompetent !! Oder warum wurden Autos nicht im realen Verkehr überprüft ???


    Für die Meldung das wir angeblich viel zu viel Nitrat haben hat man 1200 ganz bestimmte Probenentnahmestellen ausgewählt und diese befanden sich nicht selten direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen im Außenbereich !


    1200 Stück für das ganze Bundesgebiet!! In den wesentlich kleineren Niederlanden hat man über 6000 Probeentnahmestellen !!


    https://www.topagrar.com/news/…s-Zahlenwerk-7789907.html


    Hier im Münsterland haben die Landwirte schon aus eigenem Interesse ihre Hausbrunnen direkt unter dem Maisacker untersuchen lassen---> alles Ok bis Nitrat nicht nachweisbar... Im nördlichem Ruhrgebiet (hohe Mark) direkt unterm Wald sehr oft um die 70mg/l.


    Abgesehen davon ist Gülle Stickstoff deutlich wertvoller für Bodenlebewesen und dem Humusaufbau.

  • Zitat von filou

    Leider ist es heute so und erst recht im Wahlkampf, das sogar ein Umweltbundesamt absolut Ideologie behaftet ist. Neutralität gibt es nicht und Fakten werden nicht ermittelt oder verdreht.



    Die Art und Weise wie es Immissionen und Grenzwerte kontrolliert ist absolut inkompetent !!

    Also ich glaube jedenfalls eher den Zahlen einer staatlichen Behörde als solchen, die von Lobbyisten kommen. Und zwar grundsätzlich.


    Oder warum wurden Autos nicht im realen Verkehr überprüft ???

    Ist das denn überhaupt die Aufgabe des UBA?

    Für die Meldung das wir angeblich viel zu viel Nitrat haben hat man 1200 ganz bestimmte Probenentnahmestellen ausgewählt und diese befanden sich nicht selten direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen im Außenbereich !

    Probeentnahmestellen, welche die Grundwasserqualität kontrollieren, können sich jedenfalls nicht "direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen" befinden, da - hoffentlich - Kleinkläranlagen das Grundwasser nicht als Vorfluter benutzen. Es ist also davon auszugehen, dass die Daten beim Grundwasser stimmen. Auch auf Deinen Links steht - vom Bauernverband also bestätigt - dass sehr stabil ca. 18% der Messstellen Nitratwerte über 50 mg/l anzeigen. Das sind genau 18% zu viel. Und zwar offensichtlich schon seit Jahren.

    In den wesentlich kleineren Niederlanden hat man über 6000 Probeentnahmestellen !!

    Die Niederländer - das ist bekannt - nehmen die Düngemittelverordnung ernst, Deutschland bisher nicht - das ist leider auch bekannt. Deswegen haben die Niederländer wohl auch so viele Probeentnahmestellen. Und dadurch wissen die Niederländer um ihr Problem und schicken die Gülle aus der niederländischen Massentierhaltung zu uns, damit das Grundwasser in Deutschland versaut wird und nicht in den Niederlanden.


    Mehr Probeentnahmestellen auch bei uns wären zweifellos gut, damit das Ausmaß des Problems besser und vor allem genauer sichtbar wird. Noch besser wäre, wenn der Staat dann auch entsprechend handeln und insbesondere die Abfallentsorgung aus der Massentierhaltung (darum geht es ja und nicht um Düngung) endlich adäquat regeln und kontrollieren würde.

    Hier im Münsterland haben die Landwirte schon aus eigenem Interesse ihre Hausbrunnen direkt unter dem Maisacker untersuchen lassen---> alles Ok

    Das glaub' ich gerne, dass der Landwirt die Gülle - wenn er zu viel davon hat - nicht gerade über seinem Hausbrunnen abpumpt.


    Abgesehen davon ist Gülle Stickstoff deutlich wertvoller für Bodenlebewesen und dem Humusaufbau.

    Bezweifle ich nicht. Niemand hat hier behauptet, dass das Ausbringen von Gülle grundsätzlich schlecht ist für den Boden. Ich behaupte nur, dass das Ausbringen von zuviel Gülle schlecht ist für das Grundwasser.


    Aber wir werden hier immer weiter off-topic. Es geht ja eigentlich um die NOx-Emissionen von BHKW's - und da stellt sich halt heraus, dass ein BHKW, das wie ein Dieselmotor arbeitet, auch NOx-Emissionen hat wie ein Dieselmotor. Aus meiner Sicht ist das so lange kein Problem, wie derartige BHKW's klein sind und außerhalb der (verkehrsbedingten) NOx-Brennpunkte betrieben werden. Größere BHKW's werden dann eben auch einen SCR-Katalysator bekommen müssen: Da ist dann jedenfalls das Temperaturmanagement leichter als bei einem PKW, und man braucht keine Schummel-Software. Oder, noch besser: Man geht ganz von der Heizöltechnik weg und baut BHKW's, die z.B. mit Erdgas-Ottomotor und Dreiwege-Kat - oder zukünftig als Brennstoffzellen - emissionsärmer laufen.

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    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)


  • Aber wir werden hier immer weiter off-topic. Es geht ja eigentlich um die NOx-Emissionen von BHKW's - und da stellt sich halt heraus, dass ein BHKW, das wie ein Dieselmotor arbeitet, auch NOx-Emissionen hat wie ein Dieselmotor. Aus meiner Sicht ist das so lange kein Problem, wie derartige BHKW's klein sind und außerhalb der (verkehrsbedingten) NOx-Brennpunkte betrieben werden. Größere BHKW's werden dann eben auch einen SCR-Katalysator bekommen müssen: Da ist dann jedenfalls das Temperaturmanagement leichter als bei einem PKW, und man braucht keine Schummel-Software. Oder, noch besser: Man geht ganz von der Heizöltechnik weg und baut BHKW's, die z.B. mit Erdgas-Ottomotor und Dreiwege-Kat - oder zukünftig als Brennstoffzellen - emissionsärmer laufen.

    Völlig richtig ! Trotzdem sollte man bei den Antrieben immer die komplette CO2 Bilanz sehen..da ist der Diesel immer noch besser wie der Benziner.....Elektroautos müssen sich mit Gasbetriebenen (power to Gas) messen lassen..

    Probeentnahmestellen, welche die Grundwasserqualität kontrollieren, können sich jedenfalls nicht "direkt hinter Einleitungen von Kleinkläranlagen" befinden, da - hoffentlich - Kleinkläranlagen das Grundwasser nicht als Vorfluter benutzen

    Falsch genau das wurde gemacht (selbst vor Ort gesehen) denn jede Kläranlage entwässert in den Vorfluter den nächsten Bach oder Fluss. Die so gewonnenen Ergebnisse wurden nach Brüssel gemeldet. Deutlich mehr Messstellen wie die Bauern sie fordern würden im Durchschnitt deutlich bessere Messergebnisse für Deutschland ergeben.
    Hieran haben die Wasserwerke kein Interesse weil ihnen dann der Vorwand für höhere Preise fehlt....und das UBA möchte Wahlkampfhilfe für die Grünen und linken leisten....

    Also ich glaube jedenfalls eher den Zahlen einer staatlichen Behörde

    Ich kooperiere schon seit über 20 Jahren mit den Wasserwerken.Ich sehe jedes Jahr die Gewässerqualitäten die Immissionspunkte und die Schadstoff frachten. Nitrat ist seit 1990 rückläufig..trotz weniger Messstellen.


    Das unpopuläre Hauptproblem sind die undichte Kanalisation (trotz Regenwasser kommen nur ca. 70 % des Trinkwassers in den Kläranlagen an) und die damit verbundenen Medikamenteneinträge. Deshalb ist man gezwungen immer mehr Aktivkohle zur Reinigung einzusetzen. was diese aber auch nicht entfernen kann sind Hormone. Genauer gesagt u.a. die Anti Babypille.....Das werden sie aber nie vom UBA oder den Grünen oder den linken Journalisten hören.....Die Bauern mit dem Güllefass sind da viel präsenter .


    Steter Tropfen (über Jahrzehnte durch Medien und Politik) höhlt eben den Stein der Bildung !!!

  • Das werden sie aber nie vom UBA oder den Grünen oder den linken Journalisten hören......

    was soll denn immer wieder diese plumpe Propaganda?? Das Geschreibsel ist mit einem Klick als haltlos zu enttarnen.


    http://www.umweltbundesamt.de/…en_deutsche_gewaesser.pdf


    Auch in den mir zugänglichen grünen Mailverteilern ist das Thema seit mindestens 2 Jahren präsent - also lass doch bitte solche gequirlte S..... sein.


    Viele Klärwerke haben einfach noch keine 4. Stufe können also rein technisch weder Pestizide noch Antibiotika geschweige denn Hormone filtern.


    Wir sind hier ein öffentliches Forum und haben den Anspruch unseren Lesern Fakten zu vermitteln, darin sind "alternative Fakten" nicht eingeschlossen.



    ;-)_)

  • Trotzdem sollte man bei den Antrieben immer die komplette CO2 Bilanz sehen..da ist der Diesel immer noch besser wie der Benziner

    Einverstanden. Meine Anmerkung bezog sich ausschließlich auf den (Heizöl-)Diesel als BHKW-Antrieb - sowieso wohl eher ein Auslaufmodell.


    Wenn es um das CO2 geht, gibt es allerdings auch beim Auto Alternativen. LPG- und LNG-betriebene Fahrzeuge stoßen trotz des weniger effizienten Ottomotors ähnlich wenig CO2 aus wie der Diesel, außerdem wesentlich weniger Schadstoffe, auch weniger als Euro 6 Benzinmotoren. Elektroautos sind beim CO2 selbst mit dem heutigen Strommix ebenfalls günstiger, allerdings nicht viel. Das wird sich erst ändern, wenn wir aus der Braunkohle ausgestiegen sind und/oder die E-Motoren über Brennstoffzelle mit Wasserstoff aus überschüssigem PV- und Windstrom antreiben.


    Den Gesamtbeitrag des Diesel zur CO2-Einsparung sollte man (was immer die Kanzlerin dazu sagt) allerdings nicht überbewerten. Nimmt man im Vergleich zum Ottomotor bei gleicher Motorleistung einen CO2-Vorteil des Diesel von ca. 15% an, so sparen alle Diesel-PKW zusammen im Jahr ca. 10 Mio t CO2 ein. Das entspricht etwa 1% des deutschen CO2-Gesamtaufkommens - bzw., nur als Beispiel, einem Drittel der CO2-Emissionen des Braunkohlekraftwerks Neurath.

    Deutlich mehr Messstellen wie die Bauern sie fordern würden im Durchschnitt deutlich bessere Messergebnisse für Deutschland ergeben.

    Der "Durchschnitt" ist für die Tonne (um kein Wort mit A zu verwenden). Wenn Du eine Hand auf der heißen Herdplatte hast und einen Fuß in Eiswasser, hast Du dann im Durchschnitt eine angenehme Umgebungstemperatur? Oder, falls es Dir an der Hand zu heiß wird: Geht es Dir besser, wenn Du den zweiten Fuß auch noch ins Eiswasser stellst?


    Natürlich muss man in erster Linie dort messen, wo man ein Problem vermutet. Und wenn sich dann herausstellt, dass ein Problem vorliegt, dann muss man dort, wo das Problem ist, eingreifen. Wenn 18% der Messstellen mit >50 mg/l zu hohe Nitratwerte anzeigen (in Wirklichkeit sind es viel mehr, weil die Eingreifschwelle bereits bei 37,5 mg/l liegt), dann muss an jeder dieser Stellen eingegriffen werden. Es muss im Übrigen auch überall dort eingegriffen werden, wo die Werte etwas niedriger sind aber steigende Tendenz aufweisen. Und Eingreifen bedeutet, dass weniger Stickstoff in den Boden gebracht werden darf. Wenn dann an einer solchen Stelle z.B. keine Massentierhaltung mehr möglich ist, weil man den Abfall nicht mehr aufs Feld bringen darf, müssen die entsprechenden Betriebe eben schließen - wäre nicht schade drum. Entschädigungen für Einschränkungen bei der "Düngung" (in vielen Fällen = Abfallentsorgung) darf es selbstverständlich auch nicht geben. Die chemische Industrie (die weit mehr zum BIP beiträgt als die gesamte Landwirtschaft) kriegt schließlich auch keine Steuergelder als Ausgleich dafür, dass sie keine Chemikalien mehr in den Rhein leiten darf.


    Wenn wir wie die Niederländer deutlich mehr Messstellen hätten (eine Forderung, die ich voll unterstütze), würden wir dadurch ohne jeden Zweifel noch mehr Problemstellen entdecken, und auch dort müsste eingegriffen werden - kann schon sein, dass die Prozentzahl insgesamt dann auf 15 oder 10% sinkt (würde mich freuen), aber die absolute Zahl der kritischen Stellen wäre höher.

    Ich sehe jedes Jahr die Gewässerqualitäten die Immissionspunkte und die Schadstoff frachten. Nitrat ist seit 1990 rückläufig..trotz weniger Messstellen.

    1990 ist lange her, da gab es die DDR noch. Seit 2008 ist jedenfalls keine positive Entwicklung festzustellen. In manchen Bundesländern zeigen über 50% der Messstellen konstant problematische (>25 mg/l) und über 40% kritische (>50 mg/l) Werte.
    (Quelle: https://www.lanuv.nrw.de/liki/…ator=25&aufzu=3&mode=indi)


    Die bayerischen Werte (da kenne ich mich aus) sind übrigens ein gutes Beispiel für den beschönigenden Effekt von Durchschnittswerten. Auf dem Papier sieht Bayern mit 30% problematischen (>25 mg/l) Nitratwerten mittelgut und nur 6% kritischen (>50 mg/l) vergleichsweise hervorragend aus. Dabei ist es in einigen Gegenden Bayerns mit den Nitratwerten fast so schlimm wie im westlichen Niedersachsen.

    Das unpopuläre Hauptproblem sind die undichte Kanalisation (trotz Regenwasser kommen nur ca. 70 % des Trinkwassers in den Kläranlagen an) und die damit verbundenen Medikamenteneinträge. Deshalb ist man gezwungen immer mehr Aktivkohle zur Reinigung einzusetzen. was diese aber auch nicht entfernen kann sind Hormone. Genauer gesagt u.a. die Anti Babypille.....

    Kein Zweifel, das ist auch ein Problem. Aber was hat das mit dem Nitrat zu tun? Wir müssen beides angehen, und die Tatsache, dass wir uns mit den Hormonen derzeit noch schwer tun, kann doch kein Grund sein, beim Nitrat auch nichts zu machen.

    das UBA möchte Wahlkampfhilfe für die Grünen und linken leisten....

    Sag mal, ist das Dein Ernst? Dann sollten wir die Diskussion an diesem Punkt besser abbrechen. ;-_

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 9,2 qm (brto.) Vakuumröhren (Vorgänger 14 qm Flachkollektoren 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

  • Die Medien haben ständig nur die Aussagen des UBA sowie der Wasserwerke bezüglich des Nitrat zur prime Time weiter gegeben. Natürlich passend zur NRW Wahl....


    Nochmals die Proben sind absolut nicht Repräsentativ....Will aber niemand wissen !


    http://www.spiegel.de/wissensc…trinkwasser-a-314868.html



    https://wasserhelden.net/ratgeber/produkte/hormone-filtern/


    https://www.test.de/Private-Ab…s-Risiko-1348505-2348505/


    Alles sehr alte Artikel...was ist seit dem passiert????


    Wasser wird teurer! Haupsächlich aber nicht wegen Nitrat und der Bauern .(bestätigt durch die Bundesregierung)


    Wenn die Autohersteller bei den Stickoxiden so betrogen haben das die Autos 10 mal mehr davon ausstoßen, dann wird deren Anteil am Nitrat im Grundwasser auch deutlich höher sein als bislang berechnet wurde.




    Ganz ehrlich.....


    Ich werde hier niemanden überzeugen können..aber Vielleich habe ich Leute,auch hier im BHKW Forum(Off Topic) zum Nachdenken gebracht die sich sonst mit diesen Zusammenhängen nie beschäftigt hätten.


    Wenn ich von den hohen Emissionen des Heizöl BHKW vorher gewusst hätte, dann wäre es ein Grund mehr für mich gewesen bei der Modernisierung von Heizöl auf Gas umzustellen. Auch wenn wir hier nur Propangas hätten einsetzen können.

  • Motor, Generator und Elektronik sind gleich. Insofern ja, was man aber alles umbauen muss weiß ich nicht.

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 56.500 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 34.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung

    2021 3x Go e Charger Homefix 11kW