Massive Probleme mit Evita von Remeha

  • Naja, auch eine Verpflichtung des Erbauers gibts nicht nach der Zeit.

    Und ehrlich, Kulanz hat seine Grenzen - sowohl von der Zeitspanne als auch vom Verschulden her. Wenn der Erbauer damals keine Fehler gemacht hat, die zu den Ausfällen führten, warum sollte er sich dann auf ne Kulanzregelung einlassen.

    Stirlings waren leider doch anfälliger als gedacht. Aber der Betrieb jeder Art einer Heizung birgt ein Risiko, daß der Betreiber zu tragen hat.

  • Hallo,


    update: Remeha hat sich eben gemeldet und mir ein Angebot gemacht. Die Evita raus, dafür ein neues GBWK - Lieferung und Einbau umsonst. :)


    Das war doch genau das, was ich wollte... ein Angebot. Das ist doch besser, wie nix. :)

  • Der eVita ist kein BHKW sondern ein Stirling-Gerät. Deswegen nun alle BHKW zu verteufeln ist lachhaft, bei allem Verständnis über Deine Verärgerung

    Nach meinem Verständnis müssen Blockheizkraftwerke nicht unbedingt mit Verbrennungsmotor arbeiten, sondern sind KWK-Anlagen, die mit diversen Energiewandlungstechniken ausgestattet sind. Ich bezeichne BHKW gerne als kompakte, modulare Anlage, die im Gegensatz zu größeren Heizkraftwerken fix und fertig vom Hersteller geliefert werden und "nur" angeschlossen werden müssen.


    Ursprünglich kam das BLOCKheizkraftwerk von dem Häuserblock, den es mit Wärme und elektrischer Energie versorgt hat.


    Gruß,

    Gunnar

  • Ich denke es hat sich so entwickelt das KWK ein Oberbegriff ist, BHKW für Verbrennungsmotor steht, und Stirling bzw. BSZ entsprechend für sich selbst. Aber mal abgesehen von der Definition BHKW ging es ja sinngemäß darum zu sagen nicht jede KWK ist schlecht, nur weil die Stirling sparte enttäuschend war. Und diese Aussage ist denke ich völlig korrekt. Gleiches kann man bzgl. Holzgasanlagen (zumindest bis zu einer bestimmten Größe) auch sagen wenn man von der Tauglichkeit für den Massenmarkt ausgeht.

  • Ich denke es hat sich so entwickelt das KWK ein Oberbegriff ist, BHKW für Verbrennungsmotor steht, und Stirling bzw. BSZ entsprechend für sich selbst.

    KWK ist ein Oberbegriff, da bin ich bei Dir, aber der hat sich nicht entwickelt, das ist einfach eine technische Definition bzw. eine allgemeine Bezeichnung dafür, wenn Arbeit (nicht zwingend Strom) und Wärme gleichzeitig erzeugt werden, um die Nutzungseffizienz einer Energiequelle zu steigern. Wikipedia liegt hier meines Erachtens falsch, weil dort ein „thermodynamischer Prozess“ als Voraussetzung genannt wird. Aber auch die Nutzung von Abwärme aus Wasser- oder Windturbinenanlagen fällt technisch unter KWK genauso wie BSZ und Seebeck-Geräte.

    Der Begriff BHKW hat sich „entwickelt“, weil er sich auch im Gebrauch gewandelt bzw. erweitert hat. Aber auch das ist ein Oberbegriff für verschiedene Maschinen. Da unterscheidet ja niemand, ob das ein Diesel, ein Benziner, ein Gasmotor oder eine Gasturbine ist und nach meinem Verständnis gibt es überhaupt kein Grund, warum Dampfanlagen, Holzgasmotoren, Stirling oder BSZ nicht unter den Begriff BHKW fallen sollten.

    Bei BSZ und Seebeck-Geräten könnte man die Darstellung aus Wikipedia übernehmen und sagen, das ist ja kein thermodynamischer Prozess. Mir persönlich erschiene das aber eher willkürlich, weil das eindeutig KWK ist.

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    Auf der Suche nach Intelligenz sind alle Teleskope von der Erde weg gerichtet. Nicht ohne Grund!

  • Ich stimme dir voll und ganz zu, so wäre es eigentlich richtig. Mir ging es darum wie die Begriffe (ob das nun der Definition enspricht oder nicht) verwendet werden. Ich glaube das landläufig (klassisches) BHKW der Verbrennungsmotor ist. Richtiger wäre BHKW und KWK als Synonyme zu betrachten. Allerdings mangelt es dann vor allem im Forum an einer Abkürzung für "BHKW mit Verbrennungsmotor" das schreibt sich einfach länger als BHKW oder BST oder Stirling.

  • . . . BHKW und KWK als Synonyme zu betrachten.

    Das wäre auf jeden Fall falsch. Ob man BHKW nun nach der Wortentstehung ("Heizung Wohnblock") oder dem heutigen Gebrauch "Funktionsblock Strom und Heizung" geht, der Begriff deckt nicht den gesamten Umfang der KWK ab. Z. B. umfasst KWK ja auch Kraftwerke für Fernwärme, da würde heute niemand BHKW sagen.

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  • . . . BHKW und KWK als Synonyme zu betrachten.

    Das wäre auf jeden Fall falsch. Ob man BHKW nun nach der Wortentstehung ("Heizung Wohnblock") oder dem heutigen Gebrauch "Funktionsblock Strom und Heizung" geht, der Begriff deckt nicht den gesamten Umfang der KWK ab. Z. B. umfasst KWK ja auch Kraftwerke für Fernwärme, da würde heute niemand BHKW sagen.

    Das ist nur deswegen falsch, weil KWK (=Kraft-Wärme-Kopplung) ein EnergiewandelungsPRINZIP ist, das sich der Kuppelproduktion bedient und daher Effizienzgewinne heben kann. Ein BHKW ist eine EnergiewandelungsANLAGE, also ein konkrete Umsetzung des Prinzip. Also ein BHKW (egal ob Motor, µGasturbine, BZ, ORC) ist ein Vertreter aus dem Gebiet der KWK-Anlagen, eher im kleineren Leistungsbereich.


    Ich gebe dir recht, dass die Einschränkung der KWK auf thermodynamische Prozesse zu eng gefasst ist (es ist halt die überwiegende Mehrheit von KWK-Anlagen, die Turbomaschinen oder Kolbenmaschinen nutzen) und auch jede Art der Kuppelproduktion umfassen sollte, d.h. elektrochemische Brennstoffzellen oder thermoelektrische Wandler, deren Abwärme genutzt wird, gehören dazu.


    Gruß,

    Gunnar