BHKW Betriebskostenabrechnung Heizkostenabrechnung Dachs

  • Hallo zusammen


    Grundlagen:
    6 Familien Haus, Vermieter bewohnt eine Einheit
    BHKW Dachs, 10 Jahre alt, Erdgas
    100 % des erzeugten Stroms werden ins öffentliche Stromnetz eingespeist
    Es existiert noch eine weiter Therme (zusätzlich für die Heizung) unterm Dach und ein Durchlauferhitzer für Warmwasser.
    ca. 116000 KwH Erdgas, Dachs und Therme, 2200 Euro Gutschrift Strom
    Es werden alle Kosten (Wartung, Reparaturen, Ersatzteile gegen alle Einnahmen gegen gerechnet und dann auf die Mieter verteilt.
    Alle - außer der Energiesteuer - die sich der Vermieter jedes Jahr zurückerstatten lässt.


    Frage:
    1) Steht die Energiesteuer - als Einkunftsart - bei diesem Verrechnungsmodell - allen Parteien zu?
    2) Es entstehen für den Dachs jährlich sehr hohe Kosten (Reparatur und Wartung liegen bei ca. 1900 Euro / Jahr). Gibt es andere Modelle die eine bessere Rentabilität für alle Parteien (Mieter und Vermieter) ermöglichen?


    Zum Verständnis, ich bin Mieter, erst seit zwei Jahren in dieser Wohnung.


    Vielen Dank für eure zahlreichen Vorschläge und Meinungen


    Frank ;);)

  • Hallo


    Bist Du auch der Betreiber? Warum speist du den Strom komplett ins Netz, man holt sich doch einen Dachs weil man Strom Sparen will Oder?


    gruß Christof
    p.s . nur ein Vorschlag deine Fragekann ich nicht beantworten.

    ist erst im Nebenberuflichem Aufbau: Fa. Kühr Elektrotechnik eingetragen in der HWO
    Elektroinstallation, SPS Technik, Eib- Partner, Fachpartner von Varta, Alarmanlagentechnik nach VDS
    Inhaber Christof Kühr, Negertalstr. 2a, 57462 Olpe Unterneger
    Mail: Christof.Kuehr@freenet.de / Hompage:C-Kuehr.de.tl


    NUR WER HANDELT KANN ETWAS VERÄNDERN :thumbsup:

  • Moin Moin,


    zu 1) auch die Energiesteuererstattung ist eine Einnahme und gehört gegen die Ausgaben gerechnet
    zu 2) das praktizierte Modell ist ... wie sag ichs... Zweifelhaft. Mit einem 10Jahre alten BHKW bei 100% Einspeisung bringt ein Modellwechsel nix.


    Das Ding gehört erneuert ( technisch und vertraglich ) oder abgeschaltet . |__|:-)


    mfg

  • Moin,

    zu 1) auch die Energiesteuererstattung ist eine Einnahme und gehört gegen die Ausgaben gerechnet

    Gerecht wäre das auf alle Fälle, weil ja auch alle Kosten auf die sechs Parteien umgelegt werden. Ob man das so einklagen kann (bzw. ob es sich lohnt, für derzeit geschätzte 70 Euro im Jahr pro Partei - das wird nach Ablauf der 10 Jahre noch weniger - mit dem Vermieter Ärger zu bekommen) ist eine andere Frage.


    2) sehe ich wie Alikante. Ein BHKW auf Volleinspeisung laufen zu lassen ist m.M. schon von vornherein suboptimal, aber nach Ablauf der 10-jährigen Förderdauer wird ein solches Gerät von einer "stromerzeugenden" zu einer "geldverbrennenden" Heizung, und zwar für alle Beteiligten einschließlich Vermieter.


    Mein Vorschlag wäre, dass sich die fünf Mietparteien mit dem Vermieter zusammensetzen und besprechen, ob und zu welchen Bedingungen man den Dachs (sofern er technisch noch in Ordnung ist) auf Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung umstellen kann. Nach derzeitiger Rechtslage müssten die Mieter dann zwar auf den von ihnen verbrauchten BHKW-Strom die vollen 6,88 ct/kWh EEG-Umlage bezahlen (mit USt also 8,19 ct/kWh), und die insoweit wegfallende Einspeisungs-Gutschrift von vielleicht noch 3-4 ct/kWh muss man auch berücksichtigen. Aber im Vergleich zu Strom-Bezugskosten von vermutlich 25-30 ct/kWh wäre das m.M. immer noch ein Schnäppchen. Bei der Gelegenheit könntet Ihr dann ggf. auch das Thema Energiesteuer-Erstattung ansprechen.


    Wenn eine solche Lösung aber nicht möglich ist, wäre m.E. das Gescheiteste, den Dachs spätestens beim nächsten größeren Reparaturbedarf stillzulegen und das Anwesen konventionell zu beheizen.


    Gruß, Sailor

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie 14 qm Flachkollektoren seit 2004 (Vorgänger 8 qm 1979-2003)

  • Aber wo er schonmal da ist könnte der Dachs zumindest den Eigenverbrauch reduzieren. Bei 6 Wohnungen sollte doch genug Stromverbrauch da sein.
    Ansonsten nach den 10 Jahren stilllegen und verkaufen, da jede produzierte kW euch ca. 4 ct. kosten wird. Produktion teuerer als Verkaufserlös!

    2005 Dachs HR 5.3 mit Kondenser 51.000 Betriebsstunden

    2007 Dachs RS 5.0 mit Kondenser 32.000 Betriebsstunden

    2008 PV 12,9 kWp Süd 30° Volleinspeisung

    2019 BYD 13,8 kW und 3 x Multiplus II-48 3000 35-32

    2019 PV 9,8 kWp Ost West 10° Überschusseinspeisung