Neue Emissionsrichtinie TA-Luft 2017

  • Da die Grenzwerte der TA-Luft in den nächsten Monaten herabgesetzt werden, würde mich interessieren ob Klein-BHKWs <20 kWel die Grenzwerte überhaupt noch ohne hohen technischen (finanziellen) Aufwand einhalten können. Übergangszeitraum derzeit geplant sechs Jahre. Danach sind auch Bestandsanlagen in der Pflicht. Kann hierzu jemand etwas berichten?

  • ja ich...


    Nur Kurz:


    Leitungsunterschiede werden nicht mehr gemacht.


    Die Micro BHKW sollte mit den neuen Werten eigentlich keine Probleme haben, da oftmals 3-Wege-Kats zum Einsatz kommen.


    Altanlagen haben fünf Jahre nach der Einführung die neuen Werte ebenfalls einzuhalten.


    Es trift die Magermix-Motoren im Erdgaseinsatz: NOX 100mg


    Neue Werte:
    Ammoniak 10mg ,
    Gesamt organische 1,3g/m³


    Mehr gerne bei einer PN.


    Grüsse...

    Seit 31.Jahren beschäftige ich mich mit BHKW-Anlagen von 50 kW bis 6 MW und dies weltweit...

  • Aktuell werden vermutlich von einigen Herstellern Aufgrund des aktuellen Referentenentwurfs der TA-Luft Anlagen vom Markt genommen, da diese die zukünftigen Abgasgrenzwerte nicht einhalten können. Bsp. 2.6 von RMB. Oder gibt es hier andere Gründe. Wer weiß mehr?

  • Heisst das, wenn ich mir heute ein Mikro-BHKW fertig oder als Bausatz kaufe, dass ich dann vor einer Inbetriebnehme die Abgaswerte feststellen lassen muss, bzw. der Hersteller die Werte des Abgases mitliefern muss (sozusagen eine Betriebserlaubnis nach neuester TA Luft)? Ist dann der Schornsteinfeger derjenige, der mir den Betrieb des BHKW erlaubt oder auch verbietet?

  • Hallo,


    seit Juli 2018 steht beim BMU ein neuer Referentenentwurf der TA-Luft Online : https://www.bmu.de/gesetz/entw…es-immissionsschutzgeset/


    Die NOx Werte sind im Vergleich zur Vorgängerversion von 100mg/m³ auf 250 mg/m³ angehoben. Formaldehyde bleiben unverändert und hier schlummert auch das Problem für fast alle BHKWs....



    Grüsse...

    Seit 31.Jahren beschäftige ich mich mit BHKW-Anlagen von 50 kW bis 6 MW und dies weltweit...

  • Hallo,
    das trifft genau den Kern meiner Fragestellung. Besteht hier noch die Möglichkeit, dass so ein kleines BHKW mit Einzylinderdiesel in die Zulässigkeit kommt? Falls ja, besteht immer noch die Frage, wie man an eine Betriebsgenehmigung kommt.
    Gruß Rudi

  • Hallo,
    das trifft genau den Kern meiner Fragestellung. Besteht hier noch die Möglichkeit, dass so ein kleines BHKW mit Einzylinderdiesel in die Zulässigkeit kommt? Falls ja, besteht immer noch die Frage, wie man an eine Betriebsgenehmigung kommt.
    Gruß Rudi

    Dein Diesel mit Stromgenerator muss ja nicht als BHKW genehmigt werden, du kannst das Ding auch als nicht ortsgebundener Verbrennungsmotor laufen lassen. Also so wie ein Notstromagregat.
    Somit brauchst du keine Genehmigung.


    Gruß
    Thomas

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV, 2,7 KWp PV

    Einmal editiert, zuletzt von stromsparer99 ()

  • Hallo Stromsparer99,
    nachdem ich gestern bei einem Energieberater war und dort mein Problem mit der Genehmigung bzw. dem Betrieb eines Mikro-BHKW-Heizöl geschildert habe möchte ich hier noch mal den aktuellen Stand schildern. Vorweg: Der Energieberater konnte mir keine definitive Auskunft zum legalen Einsatz eines Mikro-BHKW geben, er fand aber meinen Ansatz sehr interessant. Aber folgende Hinweise kamen: Ein Klein-BHKW ist anscheinend eine nichtgenehmigungsbedürftige Anlage, aber muss nach den Vorschiften des §22 BImSchG betrieben werden. D.h. alles was technisch machbar ist um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden, muss gemacht werden.
    Der Hinweis auf den Betrieb als nicht ortsgebundenes Notstromaggregat konnte durch den Energieberater leider nicht eingeordnet und kommentiert werden, so dass ich hier auch nicht schlauer geworden bin. Allerdings bin ich beim Nachlesen im BImSchG unter §3 Begriffbestimmungen darauf gestoßen, dass unter Absatz 5 Pkt.2 "Maschinen, Geräte und sonstige ortsveränderliche technische Einrichtungen..." genannt werden, für die dann die Vorschriften gelten.
    Ich weiß ja nicht, inwieweit Du in diesem Thema drin bist, aber ich meinerseits bin leider zum Thema Betrieb eines Mikro-Heizöl-BHKW nicht schlauer geworden, sondern eher mehr verunsichert und weiß im Moment auch nicht was ich tun soll. Ich finde es nur schade, dass es zulässig ist den gesamten Heizölvorrat mittels eines mindestens 20 Jahre alten Heizkessel zu verbrennen, aber anscheinend nicht möglich, diesen Energieträger über ein einfaches Mikro-BHKW wirkungsgradoptimiert einzusetzen.


    Mfg Rudi

  • Dein MicroBHKW ist Ortsgebunden. Wurde vom Hersteller so gebaut. Ich glaube nicht, dass es was ändert, wenn du Räder drunter und Kupplungen an die Anschlüsse machst.
    Wenn du einen Stromerzeuger von vornherein so baust, dass er nicht ortsgebunden ist, solltest du da keine Probleme haben.


    Gruß
    Thomas

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater, 2 Victron Multigrid
    9,9 KWp PV, 2,7 KWp PV

  • Hallo zusammen,


    wenn ich mir jetzt einen gebrauchten Heizöldachs zulege darf ich diesen nun weiter betreiben oder ist er nach Ablauf der Übergangsfrist Schrott?

    Wie ist das mit dem Netzanschluß? Wenn ich eine Anlage als Notstromaggregat betreibe, sie aber an das Netz anschliessen möchte, so richtig mit Meldung und Genehmigung des EVU, was dann?


    Grüße

    Dachsparren

  • Ich weiß das der Dachs nicht notstromfähig ist und er am Netz hängen muß. Wenn ich es aber schaffe dem Schornsteinfeger das Ding als Notstromer zu verkaufen gelten es keine Abgasbestimmungen, zumindest habe ich es so verstanden. Gleichzeitig hängt er aber am Netz.

    Die Frage ist nun: Ist das da möglich? Kriegt man das genehmigt?


    Grüße

    Dachsparen

  • Tja, das Problem ist aber daß Notstrom nur kurzzeitig erfoderlich wäre - dementspr. gering ist die Laufzeit. Wenn der die lange laufzeit bemerkt, ist es klar kein Notstromer.... Da wird er auf die Vorschriften pochen.

  • Moin,


    wenn der Schorni ein wenig Ahnung hat wird er wissen das der Dachs kein Notstromer ist. Und selbst wenn der Schorni das Teil ohne Prüfung durchwinkt scheiterts am NB denn der will eine ANA gleichermaßen für Notstromer und für BHKW sehen.


    mfg


    PS: Notstromer und Heizöl passen m.M. auch nicht zusammen -> wenns hart kommt Steuerbetrug

  • PS: Notstromer und Heizöl passen m.M. auch nicht zusammen -> wenns hart kommt Steuerbetrug

    Sehe ich exakt genauso....


    Erinnert an den, der meinte:

    Sollense doch Diesel verbieten. Fahr ich halt mit Heizöl...

  • Am besten ich frage mal meinen Schorni wie er das sieht.


    Was ist ein ANA?


    Zum Betrieb von Notstromern mit Heizöl hab ich mal was interessante gelesen. Irgendeine Organisation hat die Betriebsbereitschaft von Notstromern (Öffentliche Gebäude uns so..) überprüft und siehe da - viele waren nicht einsatzfähig. Warum? Weil sie mit Diesel betrieben wurden, dieser durch den unbedingt notwendigen Bioanteil überlagert war. Fazit - es wurde geraten Notstromer mit Heizöl zu betreiben.


    Grüße

    Dachsparren