Schnelle Summen-Wirkleistungserfassung, wer kennt einen geeigneten Zähler?

  • Ich bin auf der Suche nach einer möglichst einfachen Summen-Wirkleistungserfassung, möglichst mit Analogausgang zur schnellen Leistungsregelung.


    Unser Elster A1350-Zähler kann theoretisch die Signale zur Verfügung stellen, leider digital mit erheblicher Verzögerungszeit. Dafür brauchen wir dann noch einen Mikroprozessor zur Decodierung des digitalen Zählerausgangs. Intern wird ja analog gemessen, an diesen idealen Ausgang kommt man aber nicht.


    Wir haben zwar eine Atmel-Platine für die Frequenzregelung einer Wassermühle gebaut, die auch die Zeit zwischen zwei S0-Impulsen messen und auch schnell genug ein analoges Signal daraus ermitteln kann, aber auch diesen Aufwand würden wir gerne sparen. Zudem gibt ein S0 Blinken keine Wirkstromrichtung an, was wir unbedingt benötigen.


    Ich überlege schon, ob wir nicht das Gehäuse eines nachgeschalteten Zählers aufbrechen sollen, um evtl. an Analogausgänge zu kommen.


    Notfalls geht es ja, mit Aufwand, mit dem Elster-Gerät. Das müsste entsprechend eingestellt werden und der Digitalausgang müsste zugänglich sein.


    Wer weiß Rat?

  • Intern wird ja analog gemessen

    Ich wunder mich immerwieder mit welcher selbstverständlichkeit Du Dinge behauptest ohne sie vorher zu prüfen.


    m.M. ist es mit Analogsignalen in nem Digitalzähler nicht weit her, der letzte Analogwert steht wohl an Strom-bzw.Spannungspfad(Wandlerspule) zur Verfügung.

  • Die analogen Messwerte gehen natürlich sofort in den Mikroprozessor und stehen dann nicht mehr analog zur Verfügung. Es muss erst wieder rückgewandelt werden, extern, mit einer Platine, die ich einsparen möchte. Deshalb meine Frage, ob es nicht trotzdem einen solchen Wirkleistungssummenzähler mit direktem analogen Ausgang gibt. Elster stellt noch andere Zählermodelle her...der Bedarf für einen Zähler mit einem schnellen analogen Ausgang besteht und mir scheint, dass ich bei den Solarforen für diese Fragen fündig werde. Es nutzt ja auch, wenn ich definitiv höre, dass es das nicht gibt. Dann muss ich eben mit einer Zusatzplatine auf analog zurückwandeln, oder die gesamte Regelung in einem Prozessor vornehmen. Das geht natürlich. Es hat allerdings Vorteile, wenn einzelne Komponenten getrennt voneinander geprüft werden können.
    Einen einfachen Operationsverstärker würde ich sonst für den Regelkreis vorziehen.
    Die Digitalisierung ist allerdings heute bereits so weit fortgeschritten, dass ein gewöhnliches analoges Potentiometer das Vielfache eines Mikroprozessors kostet und Potentiometer aus Kostengründen durch Mikroprozessoren ersetzt werden.
    Also, ich nehme erst einmal an, dass es einen Zähler mit dem gewünschten analogen Ausgang nicht gibt.
    Wofür ich ihn benötige, ist klar: die Wärmepumpe soll so geregelt werden, dass Strom weder aus dem Netz entnommen wird, noch, dass eingespeist wird.
    Etliche Solarbastler haben die gleiche Fragestellung.


    In jedem Fall muss die Wirkleistung aus den analogen Messeingängen erst berechnet werden. Das geschieht innerhalb des Messprozessors und müsste, summiert, erst wieder analog ausgegeben werden, was Mehraufwand bedeuten würde. Das kostet aber praktisch nichts, es hätte sein können, dass auch dieser Bedarf befriedigt wird.


    Wenn ich nur langsam regeln kann, laufen Bedarfs- und Überschussspitzen ins Netz, was ich möglichst vermeiden wollte. Die Wärmepumpensteuerung reagiert sehr schnell.


    Ein Behelf mit mehr Aufwand wäre, wenn ich die langsame Auslesung aus dem Zähler nutzen würde, aber in einen schnellen Folgeregler die zeitliche Ableitung der Summe der drei Einzelphasenströme einspeise. Dann kann ich die Spitzen vermeiden, ohne dass die Folgeregelung exakt sein muss oder die Phasenlage berücksichtigen muss.


    Andererseits ist das allgemeine Netz sehr groß und verträgt Regelspitzen , sodass zu große Mühen nicht als sinnvoll erscheinen...


    Mal wieder eine Stelle, an der ein Gleichstromnetz Vorteile bieten könnte.