Dachs HKA: kein Rußabbrand mehr?

  • Ich habe festgestellt, daß mein Dachs während des Rußabbrandes die elektrische Leistung auf gleichem Niveau beibehält, als ohne Rußabbrand. Auf Störung geht er aber nicht.
    Am Stellmotor kann ich das rote Gewinde der Schraube sehen und wenn Rußabbrand ist, verstellt sich an dieser Schraube nichts.
    Müßte der Dachs nicht auf Störung gehen, wenn er keinen Rußabbrand hat?

  • Moin Dachser,


    wie groß ist der Abstand zwischen der Spindel und der Einstellschraube (für Endanschlag) beim Rußabbrand?
    Normal sollte eine Störung (65) kommen wenn der Dachs die Leistung beim Rußabbrand nicht erreicht.
    Ist dein Rußfilter zu??
    Hast du den Abgasgegendruck schon überprüft?


    Gruß aus dem tropischen Franken


    Thomas

  • Hallo Tom,
    der Rußfilter wurde erst vor 450 Std gewechselt. Abgasgegendruck werde ich demnächst mit dem Schätzeisen prüfen.
    Ich wundere mich auch, dass der Dachs keine Störung anzeigt.
    Habe festgestellt, daß sich an der Spindel nichts verstellt während des Rußabbrandes. Ich würde sagen frei Auge 2-3mm ist der Abstand Stellschraube zum Endanschlag, aber es bewegt sich ja nicht während des Rußabbrandes.
    Werde vermutlich den Servicetechniker rufen.

  • Hallo Dachser,
    ist denn der Abgasweg hinter dem Rußfilter frei?
    Achte doch mal bei abgenommener Schallkapsel, ob sich das Kompensergummi rechts hinter dem Schalldämpfer bei laufendem Dachs aufbläht, könnte auf verstopften Auspuff hinweisen!
    (ist bei mir mal geplatzt als es noch die Probleme mit Ablagerungen gab!)
    Wenn die Spindel des Hubmagneten aber auch nicht bis zum Anschlag hochfährt, kann es eigentlich nicht mit dem Abgasweg zu tun haben.
    Der Regler gibt doch dem Generator beim Rußabbrand eine höhere Leistung an. Damit dann aber die Drehzahl des Dachses nicht runter geht, fährt die Spindel hoch und gibt so mehr Gas!
    Ich tippe auf ein Reglerproblem
    und hoffe für Dich, daß es nur eine Kleinigkeit ist(y)
    AxelF

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  • Danke AxelF!
    Im Regler steht Rußabbrand, aber die Generatorleistung wird nicht höher gesetzt, er läuft gerade so weiter. Der Abgasweg danach ist frei.
    Auch im Kamin oben kommt so viel Rauch raus wie sonst.
    Was wäre wenn der Stellmotor kaputt ist?

  • ich hab zu dem Thema nochmal ne Nachfrage, da ich jetzt auch betroffen bin :baby:


    Platz zwischen Spindel und Einstellschraube ist beim Rußabbrand reichlich (2mm) vorhanden! Jetzt steht in ca 150 std die 3. Wartung an. Sollte man den Pfleger vorher drauf hinweisen, oder erkennt der wenn mit dem Rußabbrand was nicht stimmt?


    @ Dachser: Was war es denn bei Dir für ein Problem?


    AxelF

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  • Bei mir war kein Platz mehr zwischen Spindel und Einstellschraube, aber der Dachs ist zur Verwunderung des Pflegers nicht auf Störung gegangen. Und der Abgasgegendruck war mit 100 im optimalen Bereich.
    Jetzt nachdem die Düse gewechselt wurde, ist wieder alles normal.

  • Hallo Dachser,


    Zitat

    Jetzt nachdem die Düse gewechselt wurde, ist wieder alles normal.


    ich hoffe dass das wirklich so ist.


    hat dein Pfleger auch immer alles durchgemessen und aufgeschrieben -- nach Vorgabe des Service-Protokolls . Das ist wichtig und vor allem mal sehr Aufschlußreich wenn mal ein paar Messungen gemacht wurden -- dann kannst du so richtig schön die Zusammenhänge von Rußfilterzustand und Einspritzdüsenzustand herauslesen


    es sollten halt immer alle Messungen gemacht werden -- und nicht nur das vermeintlich Naheliegende ausgetauscht werden.


    warum der Dachs keine Fehlermeldung gemacht hat könnte vieleicht daran liegen dass die Leistung noch keine ca 0,5 kw zu wenig war -- wäre bestimmt aber bald gekommen -- mein ich.


    Gruß


    PÖLDACHS

  • Hallo zusammen,
    hab´ noch eine Nachfrage zum Thema Russabbrand:
    Die neue Software beim MSR2 regelt ja beim Öldachs so eine Art „Softstart“, das heißt nach dem Start fährt der Regler die Geratorleistung schrittweise und nicht schlagartig auf den eingestellten Wert von 5,3 kw hoch!


    Meine Frage: Kann es sein, dass ab einer bestimmten Temperatur am Auslaßventil (ich schätze ab 480°C) der Regler keinen Russabbrand mehr fährt bzw. die Generatorleistung nicht mehr hochgeregelt wird, weil die Temeratur ja schon hoch genug ist?


    Ich meine so was beobachtet zu haben


    AxelF

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  • Hallo Dachsfan !


    Setzt der Dachs einfach so still und leise mit dem Rußabbrand aus, oder wird das irgentwo, zb. als Warnung angezeigt?


    Ich vernachlässige meinen Dachs in letzter Zeit doch ein wenig, und würde es so warscheinlich nicht merken!


    Gruß Dachsgärtner

  • Dachsgärtner
    Lt. meinem Monteur hat der sich gewundert, daß im Display nicht Fehler 65 aufgetaucht ist. Also normalerweise sollte das der Dachs anzeigen, meiner hat es nicht getan, aber ich hab den in Beobachtung.
    Ist ja auch mein Hobby geworden.

  • Zitat

    Original von Dachsgärtner
    Setzt der Dachs einfach so still und leise mit dem Rußabbrand aus, oder wird das irgentwo, zb. als Warnung angezeigt?


    Warnhinweis habe ich keinen gefunden, aber im Display stand "Rußfilterregeneration" und elektrische Leistung nur 5,3 statt 5,8 kwh. Temperatur am Außlassventil war um 480°C schon recht hoch!
    Wärmetauscher hab ich dann gereinigt (mach ich selbst vor der Wartung) und siehe da :] beim Rußabbrand stehen wieder 5,8 kwh im Display


    AxelF

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  • Der Abgaswärmetauscher muss regelmäßig gereinigt werden !!!!


    Grundsätzlich findet im vorgesehenen Interfall ein Russabbrand statt, oder der Dachs geht in Störung. Wenn der Abgaswärmetauscher total verschmutzt ist, benötigt der Dachs zusätzliche Energie um die Abgase trotz Monsterwiderstände rauszublasen.


    Also erreicht der Dachs trotz verminderter elektrischer Leistung die vorgesehenen Bedingungen ( Temperaturen) zu Russabbrand.


    Ich möchte nochmals anmerken, das eine regelmäßige ( notwendige ) Reinigung des Abgaswärmetauschers zum einen Kraftstoff spart, zum anderen für die Lebensdauer -dringend - notwendig ist.

  • hallo Dachser,


    wenn ich Dachsfan mal vorgreifen darf: :rolleyes:
    Ich hab die Erfahrung gemacht, dass sich im Abgasweg des Dachses sehr unterschiedlich Ablagerungen ansammeln (ich rede vom Heizöldachs).
    Es scheint ein Zusammenhang zwischen Heizölqualität, Start-Stop-Verhältnis, Frischlufzufuhr sowie der Restlaufzeit bis zur nächsten Wartung zu bestehen (meint: je näher der Wartungstermin, je mehr Ablagerungen sammeln sich). Aus diesem Grund prüfe ca alle 1000 h mit dem „Schätzeisen“ aus dem BHKW-Shop den Abgasgegendruck und die Temperatur am Auslassventil (leider nur am MSR2 möglich).
    Ich entscheide dann, ob ich eine Zwischenreinigung mache oder nicht!
    So vermeide ich halt, daß der Gute :-@ sich mit zu hohem Abgasgegendruck im "ungesunden Bereich" quält!


    AxelF

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  • Hallo Dachser,


    bin zwar nicht Dachsfan, aber ich kann dir aus eigener
    Erfahrung mit meinen zwei Heizöldachsen sagen, daß
    es hier wohl gravierende Unterschiede gibt und man
    hier eine Pauschalaussage nicht treffen kann.
    So werden meine beiden zwar mit dem selben Heizöl
    betrieben, zeigen aber in der Verschmutzung des Ab-
    gaswärmetauschers deutliche Unterschiede. Bei der
    Nr. 1 ist eine Zwischenreinigung bisher nie notwendig
    gewesen, auch ist der Wärmetauscher bei der Wartung
    bisher immer sehr sauber gewesen. Bei Nr. 2 war jedes-
    mal ca. 600-1000 Std. vor der Regelwartung der Wärme-
    tauscher so dicht, das die Leistung bei Rußabbrand nicht
    mehr erreicht wurde, und eine zusätzliche Reinigung
    zwischen den Regelwartungen unumgänglich ist.
    Beide Anlagen laufen unter in etwa gleichen Bedingungen,
    Laufzeiten je Start liegen bei Nr. 1 etwa bei 6 Std., bei
    Nr. 2 bei etwa 7 Std.
    Du siehst also das es wohl das Beste ist hier eine Reinigung
    je nach Bedarf durchzuführen.


    Viele Grüße
    Joachim

  • Kann mich Euren Ausführungen nur anschließen, möchte aber bemerken, das bei Verwendung von schwefelarmen Heizöl dies alles nicht mehr passieren sollte.


    Zumindest sind meine Erfahrungen mit Betreiber von schwefelarmen Heizöl und RME bis jetzt einfach perfekt. Ansonsten kann ich auch nur sagen -messen- wenn man seine Anlage selbst wartet.


    Das ist dringend notwendig. Richtig ist auch das bei normalem eizöl EL einige Anlagen 3 Wartungen fast sauber bleiben und dann ganz plötzlich sitzen die zu und schalten mit Störung Leistung zu klein ab.


    Das ist so wie mit einem Glas Wasser, Du kannst viel einfüllen und ganz plötzlich läuft es über ))))


    Zuerst setzt sich etwas in die Rillen der Schnecke, das ist kein Problem, die Rillen sind sehr glatt, aber mit der Zeit setzt sich an den Ablagerungen immer mehr und immer schneller an .......
    Der Effekt ist auch Abhängig von der Rücklauftemperatur des Heizungswassers, je kälter desto stärker der Effekt. Sollte die Anlage häufig takten, kann nach dem Start bei einigen Anlagen Kondensat entstehen, die fördert den Effekt auch.