Bericht: Billig Eigenbau 1 kW Gas-BHKW

  • Bei der Kondensatwasserpumpe ist der Ölanteil das Problem. Er lässt den Gummi der Ventile (NBR) quellen. Eine SP 570 EC-HR-L mit FKM-Ventilen von Schwarzer.com sollte das Problem lösen. Sind mit 140Euro aber 10x teurer als die süßen Rotations-Membranpumpen. (ähnlich zur 27 RO-L bei Schwarzer)
    Verbrauch bei 500W ca. 4.2l/min Erdgas. Das ergibt dann 16% Wirkungsgrad. Die Venturidüse hat das Lauf- und Startverhalten nicht verbessert. Bei Erdgas braucht man wohl wirklich mehr Zündenergie und für mehr Power eine Entdrosselung des Ansaugtraktes. Habe mit einer klassischen 12V Zündspule bei dem alten BHKW die Probleme beseitigt.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035

  • C-G-2800 von Obi: 2100 Bh = 2000kWh/500€ erzeugter Strom
    offenbar werden bei den Billig-Motoren die Ventile nicht gedreht. Dadurch haben sich nach 500Bh 50µm dicke Ablagerungen gebildet, wodurch die Kompression weg war. das Drehen der Ventile mit einer Zange von oben her schleift sie wieder soweit ein, dass alles wieder läuft -> gehört also in Zukunft zum Wartungsprogramm


    ISG 1200 ECO: 1Bh
    Die billigen Motoren besitzen alle eine Hochspannungs-Kondensator-Zündung (HKZ). Das funktioniert bei Benzin-Nebel recht gut. Um auf Erdgas zu starten reicht es nicht (warum auch immer). Hab deshalb einen "Zündverstärker" gebaut, den man mit dem originalen Kerzenstecker triggert. Der Funken selbst wird über eine 12-Zündspule mit dem Zündmodul 0 227 100 124 von Bosch erzeugt. Der Vorteil ist, dass keine Umbauten der Zündung am Originalgerät nötig sind. Der Ein/AUS-Schalter und die Öl-Mangelschaltung funktionieren somit auch noch.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
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  • Bei der Kondensatwasserpumpe ist der Ölanteil das Problem. Er lässt den Gummi der Ventile (NBR) quellen. Eine SP 570 EC-HR-L mit FKM-Ventilen von Schwarzer.com sollte das Problem lösen. Sind mit 140Euro aber 10x teurer als die süßen Rotations-Membranpumpen. (ähnlich zur 27 RO-L bei Schwarzer)
    Verbrauch bei 500W ca. 4.2l/min Erdgas. Das ergibt dann 16% Wirkungsgrad. Die Venturidüse hat das Lauf- und Startverhalten nicht verbessert. Bei Erdgas braucht man wohl wirklich mehr Zündenergie und für mehr Power eine Entdrosselung des Ansaugtraktes. Habe mit einer klassischen 12V Zündspule bei dem alten BHKW die Probleme beseitigt.

    Also ich persönlich setze ja auch eher auf Membranpumpen in diesem Bereich und habe damit sehr gute Erfahrunge gemacht.
    Ich weiß jetzt spontan zwar nicht den genauen Typennamen der Pumpe, aber für Membranpumpen gibt es ja viele Anbieter.
    Einfach mal z.B. hier https://www.industrystock.de/h…ct-result-de-26895-0.html oder mal bei Google suchen.

  • Das zweite BHKW-Projekt auf Basis des ISG 1200 ECO läuft jetzt auf Erdgas mit 16% Wirkungsgrad bei 500W.

    Hallo


    Hast Du eigentlich mal den Einfluss der Drehzahl auf den Wirkungsgrad getestet?
    Wir hatten darüber ja mal diskutiert, dass die hohe Teillastdrehzahl den Wirkungsgrad beeinträchtigt.

    PV Anlage 4,9 kW, 20 * Trina 245W, WR Imeon 9.12, 3-phasig, On/Off Grid

    Batterie Hawker 48V, 575Ah, E-Auto Renault Zoe

  • Hallo Bernhard,
    kurze Antwort: ja es gibt ein Maximum zwischen 3000 und 4000 Touren.
    lange Antwort:
    der Motor läuft, wenn ich nicht über den Choke extra drossle immer mit offener Drosselklappe. Die Drehzahl wird durch die Batteriespannung selbst begrenzt.
    Das ist ählich, wie wenn du einen Gleichstrommotor als Generator direkt mit einer Batterie verbindest. Im Endeffekt kann ich auf elektronische Art und Weise - sprich das Tastverhältnis der Halb-Brücke des Synchron-Wandlers - die Drehzahl definieren. (Wikipedia:Synchronwandler)
    Heraus kommt folgendes Verhalten, bei 48V-Batteriespannung. Der Koeffizient korreliert mit dem Wirkungsgrad, der bei 16%el liegt.
    Drehzahl Strom koeff Leistung
    34Hz 7.25 0.213 A/Hz 350W
    43Hz 10.1 0.235 A/Hz 500W
    51Hz 12.25 0.240 A/Hz 600W


    Stand der Entwicklung ist folgender:
    ein 1h-Test ergab folgende Veränderung gegenüber dem 200ccm-Motor: 1) Elektrostart OK 2) alle Temperaturen auch ohne Umluftventilator im Rahmen. 3) Geräusche niedriger 4) Gewicht niedriger 5) kleinere Abmessungen (720x360x460 ohne Isolation) 6) ABER etwas Metallabrieb im Öl 7) geringere Leistung


    Bin jetzt dabei die Steuerung/Überwachung zu bauen. Der Ölfilterkreislauf und Ölfüllstandskontrolle fehlen auch noch. Ist alles fertig, ist der automatische Betrieb möglich. (Timergesteuert, Temperaturgeführt, Batteriestandsgeführt). Über die Maximal-Leistung kann ich noch nicht viel sagen. Das teste ich zum Schluss.


    Gruss, Bernd

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035

  • der Motor läuft, wenn ich nicht über den Choke extra drossle immer mit offener Drosselklappe.

    Hallo Bernd
    Heißt das, dass die Treibstoffmenge nicht gedrosselt wird, nur die Luftmenge? Das wäre ein Sparvergaser?
    Mich wundert etwas, dass bei den niedrigen Drehzahlen der Verbrauch nicht runter geht.
    Gruß
    Bernhard

    PV Anlage 4,9 kW, 20 * Trina 245W, WR Imeon 9.12, 3-phasig, On/Off Grid

    Batterie Hawker 48V, 575Ah, E-Auto Renault Zoe

  • Über den Treibstoff habe ich nichts gesagt. Nur dass mit steigender Drehzahl die Leistung fast linear hochgeht. Der Koeffizient ist Strom/Frequenz. Der Gasverbrauch steigt linear mit der Leistung. Genaue Wirkungsgradmessungen von 2500-5000 Touren mache ich, wenn alles läuft.
    Ich hätte es nicht gedacht, aber es scheint so, dass der kleine Motor bei Dauerbetrieb in der Lage ist ein neueres EFH zu heizen und noch 15kWh Strom zu erzeugen. Mal schauen wie lange er durchhält. Ölfilterung und Nachfüllung sollten sich positiv auswirken.


    Gruss, Bernd

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035

  • dass mit steigender Drehzahl die Leistung fast linear hochgeht

    Hallo Bernd
    Der Zusammenhang ist physikalisch bedingt, so funktioniert eine elektrische Maschine. Die induzierte Spannung ist frequenzlinear.
    Bei der Gelegenheit: Hat der Motor eigentlich einen normalen Zwischenkreis-Dioden-Gleichrichter (einphasig/mehrphasig) oder hat er sinusförmige Ausgangsströme zwecks Verbesserung der Wirkleistung.
    Ich überlege dran herum, ein leistungsstärkeres Aggregat (ca. 3 kW) zu verwenden, es aber auf einen weiteren Bereich im Wirkungsgrad zu optimieren.
    Nach der Theorie sollte ja eine Reduktion der Drehzahl im Teillastbetrieb eine Verbesserung des Wirkungsgrads bringen.
    Dann kann ich auch größere Verbraucher direkt versorgen - wie mein E-Mobil oder auch die Sauna oder den Backofen.
    Mir geht es ja wie Dir um reinen Eigenverbrauch.
    Gruß
    Bernhard

    PV Anlage 4,9 kW, 20 * Trina 245W, WR Imeon 9.12, 3-phasig, On/Off Grid

    Batterie Hawker 48V, 575Ah, E-Auto Renault Zoe