Ecopower: Meldung Abgastemperatur zu hoch: was ist zu tun?

  • Bei meinem BHKW bekomme ich folgende E1-Meldung: 8000 0000 0000 0000. Lt. Bedienungsanleitung bedeutet das: Abgastemperatur > 110° C.


    Die Temperatur ist definitiv nicht zu hoch, das BHKW steht seit ca. 5 Tagen, Kühlflüssigkeit ist OK, habe ich kontrolliert. Habe den Fehler mehrfach zurück gesetzt, es erscheint ohne neuen Startversuch sofort wieder diese Meldung.



    Was ist zu tun? Wer kann helfen?

  • Versuch's doch mal wieder mit dem Vaillant-KD - wirst vermutlich wieder "begeistert" sein... :diablo:
    Siehe auch dein Beitrag vom 16.04.2013 u.v.a.m. von anderen Usern dazu...

  • Also die Idee mit dem Vaillant-KD ist sicherlich nicht schlecht, darauf wäre ich allerdings auch gekommen. Das wird dann wahrscheinlich wieder so teuer, dass der selbst produzierte Strom in diesem Jahr wieder das doppelte kostet, was ich sonst beim lokalen Versorger ohne BHKW bezahlt hätte. Aber man gewöhnt sich daran.




    Kann denn wirklich niemand (auch ggf. gegen Entgelt) hier aus dem Forum helfen??

  • Moin,


    ich kenn mich mit dem Eco3.0/4.7 nicht so gut aus, würde aber auf den Abgastemperatursensor tippen. Wenn Du den lokalisieren kannst und ne Nummer dran findest ist das teil übers www schnell bestellt.


    Grüße

  • Unten am Schalldämpfer sitzt ein Thermoschalter. Dieser überwacht die Temperatur.


    Im Normalfall sollte der KONTAKT geschlossen sein.


    Sinngemäß:


    http://www.conrad.de/medias/gl…826_RB_00_FB.EPS_1000.jpg


    Gibt´s auch bei Ebay für ca. 2€ und noch günstiger...


    Hersteller und somit beim Kabelaffen häufig verwendet: KLIXON (zum googlen).


    Anlage spannungsfrei schalten und mit einem Ohmmeter den Durchgang am Thermoshalter prüfen.




    Die von Vaillant verwendeten Steckkontakte sind ungeeignet. Der Versuch die Flachstecker abzuziehen endet mit zerstörtem Sensor, da die Isolierung der STecker bei Temepratur schrumpft und über die Kontakte ragt.


    Insgesamt eine sehr minderwertige und elektrisch unfachmännische Installation, da an einigen dieser Schalter mit 230V hantiert wird (völlig unverständlich) und von Zugentlastung oder geschickter Kabelführung hat man bei Vaillant noch nichts gehört.


    Insofern auf jeden FALL spannungsfrei schalten.


    Sicher kann man auch den Kontakt irgendwo auf einem Klemmbrett messen, aber zuerst direkt am Sensor - dann weitersehen.

  • Hallo und vielen Dank für die Unterstützung. Selten eine so klare Anweisung bekommen; KLASSE! Am Thermoschalter ist Durchgang vorhanden (habe allerdings nicht das Kabel vorher abgezogen). Habe das Kabel zurück verfolgt und auf der Platine, an der das Kabel gesteckt ist, gemessen. Auch Durchgang vorhanden.


    Was könnte man noch prüfen. Oder sollte man diesen Thermoschalter einfach mal vorsorglich ersetzten?

  • He "Gekritzel" -


    du willst doch wohl nicht etwa Vaillant unterstellen, das die von Elektrik keine Ahnung haben…?


    Schau dir mal den WR (Wechselrichter) und dessen thermische Belastung an :
    a) um 180° falsch herum eingebaut - lt. Thermodynamik solle wohl warme Luft nach oben steigen, aber Vaillant baut noch einen Lüfter (Hersteller Papst spricht von vorzugsweise senkrecht !) waagerecht drunter welcher dann fleißig die ELKO's heizt da die Warmluft waagerecht zwischen den Kühlrippen zwangsabtransportiert wird… Die Wärmeleitpaste der Kühlkörper (nach ebend Wechsel den alten demontiert) bedeckte gerade mal 30% der Grundflächen…- klarer verdeckter Herstellungsmangel !!!
    b) die ELKO's selbst waren 2009/10 mal auf 85°C ausgelegt, in "Erkennisgewinnung" hat man jetzt japanische mit 105°C eingesetzt.
    Fazit: Bei mir kam einer nach rd. 4 Jahren Einsatzdauer (ca. 24.000 Bh) an der Sollbruchstelle, das austretende Elekrtolyt hat folglich einen Kurzschluß gebracht - Wechsel des gesamten WR für omme 1.400 € - die ELKO's hätten rd. 50 € gekostet, wenn man diese nach Herstellerangabe nach 15.000 Std. gewechselt hätte. Aber dann hätte ja Vaillant keinen Verdienst dran - wie bezeichnet man diese Verhaltensweise ? Ich sage "Betrug am Kunden" dazu ! Meine diesbezügliche Begründung (nach fachlicher Stellungnahme des Prof. Haim der IHZ) der folgerichtigen Nichtbezahlung der Rechnung wegen Konstruktionsfehler führte zur "nun permanent erpresserischen Arbeitsverweigerung des regional zertifizierten Fachpartners, ohne das dieser sich mit Vaillant auseinandergesetzt hat" - ebend "Fachpersonal"…
    Nun folgt der Teufelskreis : bekomme kein Wartungskit, ergo kein Wartungsprotokoll; kein Wartungsprotokoll keine "Begutachtung durch Vaillant" zwecks Entwicklung zum Motorwechsel; Angebotsabforderung zu Generalüberholung abgelehnt - da keine Wartungsprotokolle mehr -----> mir blieb ja nur noch Strafanzeige ! Wer würde sich unterstützend mit zur Verfügung stellen als sinngemäß "Zeuge in dieser Sache" ? (z.B. auch fehlender stromgeführter Betriebsmodus, arglistische Täuschung bei der Werbung mit "Wirtschaftlichkeitsprognosen" etc. pp. ... ???
    Alle diese u.a. Erkenntnisse bereits 2009 (wo ich diese gar nicht haben konnte !) - meine Kaufentscheidung wäre mit Sicherheit anders ausgefallen ! :diablo:


    Mit dem Abgassensor ist so eine Sache :
    Bei meiner 1.Wartung durch "Fachpersonal" wurde festgestellt, das dieser überhaupt nicht am Gehäuse befestigt war, lose herumbaumelte… Das Teil lief trotzdem. Im Wartungsbericht vermerkt, natürlich trotz Nachfrage ohne Reaktion… ebend Vaillant !

  • Hallo Manfredl,
    sieh Dir mal die Steuerungsplatine an, auf der befinden sich 5 led alle müssen hell Leuchten und nicht nur klimmen, denn dann ist die Steuerungsplatine defekt.



    MFG. Heiko

  • Schau mal ob die WILO Pumpe der Rückhaltegruppe auch wirklich läuft!!!


    Hatte selbes Problem --> WILO war defekt und somit erfolgte Überhitzung!!!


    Techniker: sowas hatten wir ja noch nie!!! ;-)


    --> aber pass auf das du die auch wieder richtigrum einbaust!!! Macht der Vaillant KD "selbst" falsch - HAHAHA

  • Ja und dann nicht nur die Elektrik ist hinterfragbar - der komplette Rest weckt mehr und mehr mein Entsetzen.



    Damit es weitergeht (ich muss mir den Fehlercode mal im Detail ansehen):



    Um nun den Temperatursensor am Abgasstrang ausschließen zu können entsprechend den Kontakt, eine Ader abklemmen und das Gerät zu starten versuchen.


    Ändert sich der Fehlercode, dann liegt es nicht an diesem Sensor!
    Andert sich der Fehlercode NICHT - dann ist die Ursache entsprechend in diesem Umfeld vermutbar.

  • So, weiter gehts. Folgende Prüfungen durchgeführt:


    -Messung Durchgang Temperatursensor mit abgezogenen Kabel: Durchgang vorhanden


    - Wilo-Pumpe: macht leichte Geräusche, aber es ist genügend Durchfluss vorhanden (gem. extern. Wärmemengenzähler)


    - Ader am Temperatursensor abgezogen und neuer Startversuch: Die Fehlermeldung ändert sich, anstelle der 8 steht dort dann ein E und der Rest weiterhin Nullen, Kabel wieder dran, dann kommt da wieder die 8.


    - Hauptplatine: es brennen nur 3 LED, die restlichen sind aus. Habe mal ein Foto von der Steuerungsplatine angehangen. Da wird der Fehler dann wohl liegen?


    Das Ding wurde schon einmal für teures Geld ersetzt. Wenn das Teil wirklich wieder kaputt sein sollte, kann man das Teil evtl. reparieren?

  • ich komme erst morgen dazu, einen Blick in den Serviceordner zu schauen.


    Immerhin liegt es wohl nicht am Abgastemperaturschalter, da ein simuliertes Auslösen entsprechend erkannt wird.



    Mir ist so einiges noch/nicht klar :)

  • Hauptplatine: es brennen nur 3 LED, die restlichen sind aus. Habe mal ein Foto von der Steuerungsplatine angehangen. Da wird der Fehler dann wohl liegen?


    Kann ich reparieren. Platine zuschicken. Kosten ca. 120€

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Es war dann wohl die Steuerungsplatine. Heiko hier aus dem Forum hatte die richtige Idee. Hut ab.


    Habe die Platine mit wenigen Handgriffen ausgebaut und zu Ecopowerprofi geschickt. Nach wenigen Tagen zurückbekommen und eingebaut. Das BHKW lief dann sofort wieder.


    Dank an alle Kollegen hier aus dem Forum, die bei der Fehlersuche geholfen haben, besonderen Dank an Ecopowerprofi, der die Platine für kleines Geld repariert hat!