Palmöl im BHKW verwenden?

  • Hab gehört negativ, die Palme ging so schlecht durch das Einlassventil ))))


    Ok, warum willste denn Palmöl verbrennen, EEG Zuschlag gibts nicht, da der Herkunftsnachweis so schlecht zu führen ist ( Palmen wachsen normalerweise bei uns weniger)


    Ich habe noch nie gehört das bei uns einer Palmöl verwendet hat.

  • Hallo,


    mich würde mal genauer interessieren warum es für Palmöl keine EEG Vergütung geben soll. Können Sie mir dazu weiterführende Informationen geben?


    Des weiteren würde mich interessieren, ob es denn bereits laufende BHKWs mit Palmöl gibt und welche Erfahrungen damit bestehen?


    Danke schon mal für die Info


    Gruss
    stevie

  • Suchen ergibt einen User der Palmöl wohl einsetzt.
    Lagerung von Palmöl
    Der Dachs ist wohl durch zu geringe Wärmeleistung, um das Palmöl flüssig zu halten, eher nicht geeignet
    Aber Mail den Betreiber mal an, die Infos können dann für alle hier verewigt werden.
    Der nächste der's liest wird sich freuen.

  • Stevie - Palmöl ist nicht aus Deutschland, deshalb gibts leider keine Vergütung nach EEG.


    Man möchte auch den Anbau von nachwachsenen Biobrennstoffen fördern, das ist bei Palmöl nicht gegeben. ;)

  • Zitat

    Original von Dachsfan
    Palmöl ist nicht aus Deutschland, deshalb gibts leider keine Vergütung nach EEG.


    Dass Palmöl aus ausländischen Quellen kommt macht nichts. Stünde im EEG eine Beschränkung auf biogene Brennstoffe aus deutschen Landen, hätte es mit Sicherheit Querelen mit der EG und der WHO gegeben.


    Schwieriger wird es eher, einen Lieferanten zu finden, der die NAWARO Eigenschaft zertifiziert, um den Zusatzbonus zu erhalten. Für Dachsanwendungen ist Palmöl aber eher ungeeignet, da der Tank auf über 40°C zu halten ist, damit das Palmöl flüssig bleibt. Im Feuerungsleistungsbereich von 20 kW ist der anteilige Wärmestrom zu groß, der in den Tank geht und nicht ins Haus.


    Obwohl, bei einer Niedertemperaturheizung (Fußboden) könnte man den Palmöltank als Wärmepuffer nutzen;-)


    Gruß
    Gunnar

  • Ich habe hier in meinen Quartett-Karten eine 5 MW-Maschine. Stich! -)


    Und noch mal zur Palmölthematik: Wenn man bedenkt, dass auf einem Hektar rund fünf mal soviel Palmöl wächst wie Rapsöl, dann finde ich es nicht verwerflich, Palmöl zu importieren. Das ist schließlich auch eine Exportchance für die anbauenden Länder.


    Genauso wie die steigenden Preise für verschiedene Arten von Biomasse zwar ein in den Medien aufgebauschtes Echo erzeugen (Tortilla-Krise), beschert diese Entwicklung den Bauern hierzulande und auch in den Schwellenländern ein steigendes Einkommen. Das würde zumindest die Landflucht und den Run auf die großen Städte verzögern, wenn es auch für die Nachwuchsgeneration eine Perspektive auf dem Land gibt.


    Gruß
    Gunnar

  • nee nee,


    das sollte evt. in einem eigenen thread diskutiert werden,
    aber in meinen Augen ist PalmÖl schon recht ...ich sag mal ethisch...bedenklich.
    Wenn die Herkunft lückenlos und astrein geklärt ist, dann vll. aber irgendwie trau ich keinen noch so tollen Gütesigeln irgenwelcher Importeure.


    Hier mal ein Bericht der Berliner Zeitung, der mich bewegt hat
    http://www.berlinonline.de/ber…uthor=&ressort=&von=&bis=

  • Hallo,


    Meine Meinung zu Palmöl-BHKW´s ist irgentwie auch zwiegespalten:
    Einerseits wird Rohöl auch recht weit zu uns hergeschifft, und es ist eine endliche Resourse.
    Andererseits staune ich schon das ein oder andere mal, welche Blüten diese EEG subventionierung hervorbringt!
    Es ist erstaunlich, wenn ich höre, das die BHKW´s soviel Stunden laufen, unddas die Wärme dennoch gebraucht wird!
    (Ein Gewächshaus ist letztendlich nichts anderes wie ein Solarkollektor)
    Und jeder, der Zeit genug hat, kann sich ausrechnen, an wieviel Tagen im Jahr die Sonne scheint!


    Gruß Dachsgärtner

  • Zitat

    Original von firestarter
    das sollte evt. in einem eigenen thread diskutiert werden


    Erledigt.


    Zitat


    Hier mal ein Bericht der Berliner Zeitung, der mich bewegt hat
    http://www.berlinonline.de/ber…uthor=&ressort=&von=&bis=


    In dem Artikel über die Situation vermischen sich die unstabilen innenpolitischen Zustände in Kolumbien mit der Problematik von Großplantagen für agrarische Exportgüter. Dadurch verstärkt sich der schlechte Eindruck des einen durch die unschöne Lage des anderen.


    Bei den zwei Haupterzeugerländern Malaysia und Indonesien gibt es unterschiedliche Ansätze. Die einen holzen Fläche frei was nur geht, und bei den anderen versucht man über den Round Table for Sustainable Palm Oil Nachhaltigkeitskriterien zu definieren und Prozesse zur Zertifizierung und Überwachung dieser Standards zu etablieren.


    Gruß
    Gunnar