Schwachstelle ÖL am Motor vom Ecopower 4,7KW

  • Ich möchte nur über das Öl am Ecopower nachdenken - weder eine Marke, noch ein Produkt soll dabei festgemeißelt werden.



    Eine Frage geistert in meinem Kopf umher - der Ölkühler......


    Ist ja an sich "nett" - aber das reicht mir nicht - ich denke an den Kaltstart, der im Sommer bei vielen angesagt erscheint.


    Was ist ein Kaltstart ?


    Meiner Meinung nach bezieht sich kalt auf die Öltermperatur. Kaltes Öl seibis ca. 50°C KALT. Es ist dann dickflüssig und läßt sich nur schwer durch den Filter pressen.


    ->Filter
    Dieser hat ein Bypassventil - gemessen mit einer kreisrunden Öffnung von 13mm, die mit einer Dichtung verschlossen ist, die mit einer Feder als Druckreferenz belastet wird. OK - ich habe die Kraft gemessen (Waage - total kompliziert) und den notwendigen Druck berechnet. die angegebenen 1bar passen - ich habe 1,3 ermittelt.


    Jedenfalls saugt die Pumpe über ein übliches Sieb aus dem 10l Rerservoir KALTES ÖL vom Grund an. Dreck und Schmutz liegen auf dem Grund.... .


    OK - das kalte Öl geht durch den Filter - viemehr durch das Bypassventil und die kalte klebirge schmutzige Sosse quält sich zu und durch die Lager. Das geht so lange, bis endlich die 10l Motoröl mehrfach durchgepumpt wurden und endlich ausreichend füssig sind, daß das Bypassventil schließt.



    Das Wasser wird schneller warm und so wird der Ölkühler in Wirklichkeit zu einer Ölheizung um den Warmlaufprozess zu beschleunigen.



    Anders - es wird lange ungefiltertes und kaltes Öl umhergepumt - keine sonderliche glückliche Lösung.


    Ein Ansatz (was ich auch tun werde) ist Mehrbreichsmotoröl, das schon im kalten Zustand eine geringe Viskosität aufweist. Wie man dieses übliche Öl (zudem sehr günstig) deweiteren so handeln kann, das es schneller auf Temperatur kommt ?


    Ein Gedanke wäre eine Schlaufe Kühlwasser durch den Öltank zu legen - eine Kuperleitung mit Paddeln - oder so. Naja. ehrlich lieber außerum, sonst hat man nachher noch Wasser im Öl - da werde ich auch ängstlich.


    Vor dem Start "könnte" man den Motor mit Heizungswasser vorheizen - ich meine das ist ja vorhanden.


    Für bessere/weitere "schwachsinnige" Ideen bin ich auch zu begeistern, denn sollte mein altes Schätzchen zu neuem Leben wachgeküs werden, soll es dem auch gut gehen.

  • Jedenfalls saugt die Pumpe über ein übliches Sieb aus dem 10l Rerservoir KALTES ÖL vom Grund an. Dreck und Schmutz liegen auf dem Grund....


    Nein. Moderne Motoröle haben Additive die die Schmutzpartikel in Schwebe halten um sie übern Filter raus zu bekommen. So Wartungsarbeiten wie "Ölwanne abschrauben und auswischen" (VW Käfer z.B.) gehören damit der Vergangenheit an (man kann sich damit bis zur Revision Zeit lassen).



    mfg JAU

  • Vor dem Start "könnte" man den Motor mit Heizungswasser vorheizen - ich meine das ist ja vorhanden.


    Außer nach einer Störung wird der Motor in der Praxis nicht kalt. Das Problem ist eher, dass das Öl zu warm ist. Ohne Ölkühler liegt es bei über 100°C, mit bei ca. Motortemperatur. Anfang des Jahrhunderts habe ich im Auftrag der Schweizer viel mit Öl experimentiert. Synthetisches hat nach 1000 Bh schlapp gemacht mit Motortotalschaden. Mehrbereichsöl 15W40 ist nach 500 Bh nur noch wie Wasser. Das was Schrick jetzt verwendet ist sehr Standfest. Selbst nach 8000 Bh hat das Öl noch ausreichende Qualitäten.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

    Einmal editiert, zuletzt von ecopowerprofi ()

  • Die einzige Kühlung, die der Ecopower erhält ist die angesaugte Verbrennungsluft. Daher macht ein LAS auch keinen Sinn und die Ausführung ist so gestaltet, das es gar nicht so ohne weiteres möglich ist. Würde man noch das letzte KW aus der Abluft zur Vorerwärmung der Ansaugluft auf 50..60°C heranziehen, kämen die innere Temperatur auf noch höher Werte.


    Die kritische Temperatur sei also beim Öl zu finden - dann sei der Wärmetauscher wohl der erste. der vom Rücklauf zu durchfließen sei. Die Hydraulik habe ich ncht vor Augen, aber das ließe sich ja bewerkstelligen.


    Die Reihenfolge und Richtund probiere ich dann irgendwann mal aus. Ein Bekannter hat mir einen Datenlogger angeboten - der kann ein paar dutzend Temperaturen erfassen und bietet WEB-Zugriff. Da der den auch selbst programmiert kann das Ding nach meinen Vorgaben da einfach dauerhaft mit eingebaut werden.


  • Hallo Gekritzel,


    hatte der Marathon Motor in seiner Originalausführung nicht eine elektrische Ölvorwärmung (Heizwiderstand i.d. Ölwanne)? - Wann und wo wurde die eigentlich "wegrationalisiert?


    Schau mal nach, ob die entsprechende runde Verstärkung in der gegossenen Ölwanne noch vorhanden ist. Falls ja, könnte das der bessere und einfachere Weg als die Ölvorwärmung über Kühlwasser sein, da Du schon vor dem Start das Öl (unabhängig von der Temperatur des Heizungswassers) auf Temperatur bringen könntest.


    Mehrbereichsöle sind im BHKW-Bereich keine Lösung, da das Grundöl (bekanntlich) der unteren angegebenen Viskositätsklasse entspricht - der Rest sind Polymere, die temperaturabhängig ihre Struktur modifizieren (die Viskosität erhöhen) aber eine viel niedrigere Lebensdauer als das Grundöl haben.


    Deswegen ist, wie Ecopower geschrieben hat, ein 15W40 nach nur 500 Bh nur noch ein SAE 15 - eben "
    nur noch wie Wasser"

    mfg


    Valerian

  • Vom "Urtyp" habe ich die üblichen Unterlagen - dort existiert kein Heizstab in der Ölwanne.


    Da bin ich auch etwas kritisch, mindestens wegen der Brandgefahr im Fehlerfall.


  • Hallo Gekritzel,


    mein Gedächtnis hat mich doch nicht im Stich gelassen, was die ursprünglich eingebaute elektrische Motorölheizung des Marathon Motors betrifft:


    Zitat:
     "
    The B&S Marathon engine has a 20,000 + hour life expectency. But if you look at the oiling system you would understand why they last. The marathon engine oil is kept to operating temp with an electric heater when not running."[font='Times New Roman']
    Deswegen konnte dieser Motor (in der ursprünglichen Ausführung) mit hochviskosem Einbereichsöl betrieben werden.


    Bei Verwendung eines selbstregelnden Heizwiderstandes ist das absolut ungefährlich - daher sind Deine diesbezüglichen Bedenken nicht angebracht.


    Deine Unterlagen betreffen offensichtlich doch nicht den "Urtyp", wie er in den USA verwendet wurde.


    mfg


    Valerian

  • Gibt es dazu ein paar Bilder/Unterlagen.


    Wäre ja mal interessant zu sehen.


    Gibt es eine Sereie "vor A" ? - anscheinend :)


    Tatsächlich sei wohl eher eine zu hohe Temepratur problematischer, Öl hat einen gute Wäremspeicherfähigkeit.


    Leider war die Zeit zu knapp, das Gespräch mit einem Motorfreak wird hoffentlich demnächst fortgesetzt :)

  • Hallo Gekritzel,


    anbei als PDF ein US Ecopower folder, auf Seite 2 links oben ist auf dem Foto deutlich die rote im Querschnitt entsprechend dimensionierte Stromzuführung zum Heizwiderstand sowie der Kopf des Heizwiderstandes im seitlichen Deckel der Ölwanne zu sehen. Ebeso sieht man den großzügig dimensionierten (standard-) Wärmetauscher über dem Ölfilter, welcher nicht nur der Ölkühlung sondern auch der Vorwärmung dient.


    Offensichtlich hat man sich in den USA - im Gegesatz zur BRD - doch nicht getraut, diese im Zusammenhang mit der erforderlichen Ölqualität und dem Wartungsintervall für die Lebensdauer des Motors essenziellen Bauteile aus Kostengründen wegzurationalisieren.


    Lies mal bei MTU und MAN in den Betriebs- und Wartungsvorschriften für Gasmotoren nach, dort wird für SAE 40 Motorölvorwärmung auf mindestens 40°C vorgeschrieben - bei dem gegenständlichen Motörchen würde ich (wegen der im Absolutmaß kleineren Toleranzen) eher 50°C als Minimum ansetzen.


    Wenn Du meinst, dass in einer nicht thermisch isolierten Ölwanne solche Temperaturen längere Zeit erhalten bleiben oder gar über die Vorwärmung des Motorkühlmantels (nach Stillstand) erreichbar wären, ist das Deine Ansicht, nicht meine.


    Gerade bei der Bauweise des Marathonmotors schließe ich definitiv aus, dass sich über den Kühlmantel des Zylinders das Öl in der Ölwanne im Stand merklich erwärmen lässt.


    Die Behauptung, dass der Motor ohnehin nie wirklich kalt wird trifft vielleicht auf den Normalfall (Dauerbetrieb) zu; man sollte aber nicht vergessen, dass jeder einzelne Start mit zu zähem (kaltem) Öl zu Schäden am Motor führen kann (wird).


    Der Motor mit seinem bath-tub-type Kopf ist im Übrigen nicht so schlecht wie er hingestellt wurde, er hat sich auch im Einsatz als Generatormotor "Cathodic Protection at Transwestern Pipeline" gut bewährt, aber eben mit hochvikosem Einbereichsöl für welches er konstruirt wurde und in mutaßlich etwas sauberer Verarbeitung.


    Im Übrigen war er von je her nur ein 20k+Bh Motor, wie schon in dem Zitat in meinem letzten Beitrag steht; zum 40k Bh Motor wurde er nur für technisch unbedarfte Käufer in der Werbung hochstilisiert.


    Die Ansichten von "Motorenfreaks" sollte man mit Vorsicht genießen, ich halte mich da lieber an Informationen von einschlägig qualifizierten Ingenieuren.


    mfg


    Valerian


    P.S.: Auf "Informationsbitten" in der Form von "anredelosen Aufforderungen" pflege ich an sich nicht zu reagieren - für diesen Fall habe ich noch eine Ausnahme gemacht.

    Dateien

    Einmal editiert, zuletzt von Valerian () aus folgendem Grund: Noch ein Versuch, das PDF hochzuladen - bekomme immer die Antwort "schon" hochgeladen, taucht aber nicht auf!

  • Hallo Valreian :)


    Die rote Siliconader geht zum Füllstandssensor.


    Meine persönliche Erfahrung zu alten Hasen ohne akadmischen Grad ist eine deutlich positivere als zu Ingenieuren. Allerdings bin ich von einem Dr. der Physik begeistert, der versteht was man sagt und weiß das umzusetzen. Das ist eine der wenigen Ausnahmen.


    Das ein Ölkühler auch der Vorwärmung dienlich ist, habe ich insgeheim auch so unterstellt, nur kann den Gedankengang schon meist keiner mehr folgen.


    Mir fehlt momentan ein laufendes BHKW um Öldruck und Temperaturen loggen zu können. Dann erhilelte man Aussagen über den "IST" Zustand. Meine Herangehensweise ist danebensitzen und Handauflegen - oder/und Ölvorratsbehälter anfassen.


    Was ich zudem interessieren würde - die Lambdaregelung - schaue ich mir die alte Lamdasonde an - dann frage ich mich ob die Lamdaregelung arbeitet....


    Es wird wohl noch ein paar Wochen dauern, bis das Ding zuckt oder halt nicht :)



    Zum Öl:


    Schaue ich mir die Lager an - die haben nicht gelitten. Das untere Pleullager hat keinerlei Laufspuren - oder wie der alte Hase sagte: "Der Öldruck war gut, da gibt´s wohl keine Probleme".


    Allerdings ist der Kolbenbolzen eingelaufen und hat dabei das ober Pleullager mitgenommen/zerstört.


    Demnach ein Einbereichsöl mit Vorheizung

  • Hallo Gekritzel,


    danke für die Richtigstellung meiner Fehlinterpretation des Fotos - diese Leitung hat also nichts mit Ölvorwärmung zu tun.


    Direkt darüber am Filterkopf sind in der Vergrößerung 6 Leitungen zu erkennen, 4 mit kleinerem Querschnitt (gestreift) und 2 etwas dickere rote Leitungen - ob diese Leitungen etwas mit elektrischer Ölvorwärmung zu tun haben?


    Die Stelle im microgenforum aus welcher das Zitat stammt, habe ich nochmals in Kontext nachgelesen - dort ist nur vom Marathon-Motor im Allgemeinen die Rede - demnach könnte auch die Pipeline-Generatorversion gemeint gewesen sein.


    mfg


    Valerian

  • Jetzt....


    Du meinst elektrische Leitungen :)


    Öldruckschalter X 2
    Nockenwellensensor für´s Zündsignal X 2
    SChutzleiteranschlüsse X 2


    Intressant ist auf dem Bild die Größe des Ölfilters - dieser weicht in der Länge deutlich von von "meinem" ab.


    Auf dem Bild ist ein Gerät der Baureihe "C" mit geänderter Motoraufhängung zu sehen.

  • @ Valreian
    Das Gerät in deinem Prospekt ist ecopower Typ C aus deutscher Produktion hergestellt von 2008 bis 2010.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Hallo Ecopowerprofi,
    danke für die Information - dann haben die Amis für ihre Werbung ein Foto eines deutschen Produktes verwendet.
    An sich habe ich als (A)Pöler mit Gas-BHKWs nichts "am Hut". Gekritzels threads habe ich deswegen mit Interesse verfolgt, weil hier endlich jemand mit kritischer Grundeinstellung etwas macht, dass m.E. überfällig war - den Versuch der Ursachenforschung auf dem Wege der Autopsie eines verblichenen BHKW-Motors.
    Sicherlich könntest Du zur Frage der auftretenden Schäden/Verschleisserscheinungen am 4.7 aufgrund Deiner spezifischen Erfahrung sehr viel beitragen - es ist aber verständlich, dass Dir aufgrund Deiner Geschäftstätigkeit da vielleicht etwas die Hände gebunden sind.
    Als Gekritzel dann auf Mehrbereichsöl kam und Du (zu Recht) gewarnt hast, ist mir eingefallen, dass ich vor Jahren eine Information betreffend Ölvorwärmung am Marathonmotor abgespeichert hatte [solche Probleme hat man auch bei (A)PÖL], diese Information wollte ich lediglich an Gekritzel weitergeben, da er ja in Erwägung zieht den Motor (verbessert) wieder auferstehen zu lassen.
    mfg
    Valerian

  • dann haben die Amis für ihre Werbung ein Foto eines deutschen Produktes verwendet.


    Man sieht auf dem Foto auch noch die zusätzliche Kondensatoren. Es handelt sich also um ein 1-phasiges Gerät. Ich weiß, dass in New York in einem Hotel diese deutsche Geräte (Stückzahl kenn ich nicht genau, könnte aber das Foto mit den 4 Stück sein) eingebaut wurden. Das Logo auf dem Elektronikdeckel ist aber das schweizer. Vaillant verwendete den Delphin nicht mehr. Bei Vaillant produziert und von den Schweizern in die USA verkauft. Marathon hat auch auf seiner Home-Page mit dem ecopower geworben.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

    Einmal editiert, zuletzt von ecopowerprofi ()