Selbstbau-BHKW mit minimaler Steuerung

  • Moin Kollegen,


    habe auf Xbay beim Schnüffeln folgendes gefunden :
    http://cgi.ebay.de/Klein-BHKW-…egoryZ83800QQcmdZViewItem


    hat einer sowas schonmal gesehen , ich meine den Wechselrichter. Damit wäre es nach dem text möglich ein BHKW ohne den ganzen Drehzahlsteuerungs und Netzsyncronisations Schnickschnack zu betreiben.
    Das Teil macht ja wohl aus fast jeder Gleich-Spannung 240V\50Hz bzw gibt es auch größere Ausführungen mit 400V\50Hz.


    Dann bräuchte man im Prinzip nur das "Standgas" am Motor fest einstellen und tuckern lassen, dazu den Wechselrichter mit integrierter ENS fertig ist die "Steuerung" ODER??


    Mfg

  • Hallo !


    Das ist ja alles schön und gut, aber Du musst dann auch einen Gleichstrom-Generator einsetzen, der ist im gegensatz zur Asynchronmaschine um einiges teurer...


    Aber was man so in anderen Foren liest, in denen mehr Selbstbauer vertreten sind, dann macht diese Einspeiseart die Anmeldung beim EVU um einiges einfacher.


    Gruß Dachsgärtner

  • Naja, eigentlich ja ABER....
    Diese Lösung ist im Grunde die Arbeitsweise von Ecopower und Lion.
    Da deren Motoren auch mit verschiedenen Drehzahlen arbeiten muss eine Umrichtung erfolgen.
    Also wird bei beiden ein modifizierter Solarregler verwendet.
    Man sieht also es geht.
    Hat auch den Vorteil Cosinus phi 1,0, und eingebaute ENS .


    Allerdings brauchst du dann für den Motor trotzdem ein Regelkreis.
    Was der dann macht ist dann allerdings unerheblich für den Wechselrichter solange der Generator nicht mehr abgibt als der Wechselrichter verarbeiten kann.


    Diese ganzen "Teile" findest du auch sauber gelistet bei verschiedenen Anbietern.
    Dageo oder diesem Braun-Windtechnik.de um den es hier geht.


    Der Bau eines BHKWs ist keine Hexerei, aber die Standfestigkeit und Wartungszeiten hoch genug zu bekommen schon.
    Man sehe sich nur die Ölwechselintervalle der meistens angebotenen Kleindiesel an, da gibt es von 100 Std. bis zu 1.000 Stunden alles.
    Und ein MicroBHKW das so klein gehalten wird soll ja eigentlich 24 Std. am Tag laufen, daher bist du bei den Chinadieseln alle 4 Tage am Ölwechseln.
    Nicht grade mein Wunschtraum....
    Ferner ist der abgebildete Stehende Zylinder auch ein Alptraum in Bezug auf Schwingungsübertragung. Der hämmert nämlich direkt auf das Fundament des hauses, da sind Schallprobleme vorprogrammiert.
    Besser sind Zweizylinder oder liegende Bauweise.

  • Zitat

    Original von Dachsgärtner
    Hallo !
    Das ist ja alles schön und gut, aber Du musst dann auch einen Gleichstrom-Generator einsetzen, der ist im gegensatz zur Asynchronmaschine um einiges teurer...


    Nicht unbedingt - man könnte auch nen Trafo von zb. 400V 3~ auf 250V 1~ und dann einfach Gleichrichterdioden dahinter bauen. Solche Gleichrichterdioden gibts im "Osten" noch aus Russischen beständen - daraus haben wir früher im Eigenbau Schweisgeräte gemacht. :D


    Mfg


    Bernd - die Frage ging eigendlich nur in Richtung Regelung. Das BHKW was im Link dranhängt ist Nebensache.


    Hintergrund meiner Frage ist - ich bin etwas Säuerlich auf meinen BHKW Hersteller weil die keine Stromlaufpläne rausrücken. Die tun so als wär die ganze Schalterei ein Geheimniss.
    Wie schon mal berichtete habe ich extra noch drei "riesige" Industrieschützen und eine zweite ENS in meine Hauptverteilung bauen müssen auserdem ein 10x1,5² von dort zum BHKW .
    Es sieht also in meiner Hauptverteilung aus wie in der Schaltwarte eines Reaktors.

  • Natürlich kann man über einen Solarwechselrichter einspeisen, der hat ja alle Zulassungen, über einen Transformator gehts leider nicht alikante.

  • Hallo!


    Original Dachsfan:

    Zitat

    Natürlich kann man über einen Solarwechselrichter einspeisen, der hat ja alle Zulassungen, über einen Transformator gehts leider nicht alikante.


    Ich glaube Alikante meinte den Strom von einem "normalen" Generator zuerst gleichzurichten, um in dann in der Wechselrichter zu schicken.


    Nun ja, man kann den Strom auch so oft umwandeln, bis das nichts mehr zu einspeisen bleibt.


    Gruß Dachsgärtner

  • Zitat

    Original von Dachsfan



    Stimmt @:pille das geht :-(/ :D ^^


    wird halt meist wärme draus, ist genauso @:pille wie nen Elektroheizstab @:-


    Grüße


    Bruno

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  • Stimmt schon das es immer Verluste beim Umwandeln gibt.


    Es stand ja nur die Frage\Tatsache im Raum das man Gleichspannung für einen Wechselrichter benötigt und Gleichspannungsgeneratoren teuerer sind als Ottonormal Asyncronmaschinen.


    Mfg

  • Das hier ist aber auch sehr interessant und würde möglicherweise beim BHKW Notstrom Versorgung ermöglichen? Zwar für PV gedacht aber wenn man die Schaltung sieht kann man auch einen Strom-Erzeuger mit einbauen.


    Neu: Sunny Backup-System – Solarstrom auch bei Netzausfall


    http://www.sma.de/index.php?id…96&aC=84f01122&jumpurl=-1


    Viele Betreiber einer Solarstromanlage wissen es wahrscheinlich gar nicht: bei einem Stromausfall wird ihre PV-Anlage nach gesetzlicher Vorgabe vom Netz getrennt. Die Möglichkeit, die eigene Anlage bei einem Netzausfall zur Versorgung der wichtigsten Verbraucher im Haus zu nutzen, gab es bislang nicht.


    Das neue „Sunny Backup-System“ von SMA füllt – in Ergänzung zu einer PV-Anlage mit Sunny Boy Wechselrichtern – genau diese Lücke. Bei einem Stromausfall schaltet das System vollautomatisch auf Inselstromversorgung um – und das innerhalb von nur 30 Millisekunden. Jede von einem SMA Wechselrichter betriebene Anlage kann ganz einfach mit dem Sunny Backup-System nachgerüstet werden. Dies eröffnet dem Fachhandwerk einen neuen Markt.


    Durch die Einbindung der PV-Anlage in das Backup-System kann die Batterie klein und damit kostengünstig ausgelegt werden, denn sie muss in der Regel nur die Nachtstunden überbrücken. Tagsüber wird der Anwender aufgrund der Einspeisung durch die PV-Anlage auch bei lange währendem Netzausfall mit Energie versorgt.

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

    Einmal editiert, zuletzt von Spornrad ()

  • Zitat

    Original von alikante
    Hintergrund meiner Frage ist - ich bin etwas Säuerlich auf meinen BHKW Hersteller weil die keine Stromlaufpläne rausrücken. Die tun so als wär die ganze Schalterei ein Geheimniss.


    Hallo,


    hat dein Hersteller das BHKW nach der Maschinenrichtlinie (89/392/EWG) bzw. der EN60204-1 geplant, gebaut und geprüft? Falls dem so ist soll er sich mal Abschnitt 18.2 anschauen, dort wird der Stromlaufplan eindeutig gefordert. Falls er das BHKW nicht nach der M-Richlinie gebaut hat, dann ist es sowieso Schrott.


    Grüße


    Validumm

  • Moin,


    die Maschine ist CE zertifizieret und entspricht Maschinen-Richtlinie 98/37/EG , EMV 89/336/EWG, E DIN VDE 0126


    Und ist es Schrott?? :-(/


    Das mit den Plänen hat sich weitestgehend geklärt, als ich das Teil abgeholt habe wurden mir die Schaltpläne in die Hand gedrückt ( noch warm vom drucken ) )))). Allerdings sind die meisten Klemmen im BHKW nicht gekennzeichnet!! Zum Glück hab ich mal sowas gelernt und finde die Klemmen auch ohne Aufschrift.


    Naja es ist trotzdem schwach das die Pläne nicht schon 1-2 Monate vorher da waren.


    mfg

  • Das sagt aber nicht viel aus und sie kann trotzdem Schrott sein :D


    Es heißt doch nur das die Anlagen konform sind und welche Vorschriften beim Bau und beim Betrieb anzuwenden sind. Außerdem sind diese Vorschriften für den Betrieb vorgeschrieben ohne darf so etwas gar nicht ans Netz. Mit aber auch nicht unbedingt.


    Nix für ungut - aber Aussagekraft kann ich in der Erfüllung von absolut notwendigen angewendeten Vorschriften nicht erkennen.