42: Antworten auf die Frage des Lebens, der Kraft-Wärme-Kopplung und dem ganzen Rest

  • Es ist ganz klar, wohin die Reise geht:
    Die Regierung möchte keine Konkurrenz für die "konventionellen" Kraftwrerksbetreiber schaffen. Selbst erzeugter und genutzter Strom wird mit einer Umlage belastet.
    Ich verstehe das so, dass wir unsere BHKWs nicht an das allgemeine Stromnetz anschließen sollen.
    Das Gesetz aus der deutschen Unzeit, dass ursprünglich dazu gedacht war, kleinere , dezentrale Anlagenbetreiber durch einen Gebietsschutz zu schützen, wird heute missbraucht, um den großen Monopolisten und größeren Stadtwerken ihre Machtstellung zu erhalten. Über die Strompreisaufschläge zwischen 3,6 und demnächst mehr als 28,5 Cent sollen Staats- und Kommunalhaushalte saniert werden. Die Bevölkerung stört es offensichtlich nicht, dass hier mit dem Beriff "Energiewende" falsch etikettiert wird.
    Uns soll es recht sein, wenn damit die Wirtschaft angekurbelt wird, Vollbeschäftigung und Entschuldung durchgesetzt werden...


    Ich sehe als einzig sinnvolle Konsequenz daraus, dass man die Verwendung von Strom aus Blockheizkraftwerken im Haushalt vermeidet und die mechanisch gewonnene Energie lieber direkt zum Betrieb von Maschinen, vor allem Wärmepumpen verwendet.
    Das kann bei manchen Anlagen per Riemenantrieb von Wärmekompressoren geschehen. Allerdings sind inzwischen elektrisch betriebene Wärmepumpen teilweise so ausgereift, dass man vollhermetische Kompressoren vorziehen sollte, die die Umwelt weniger belasten und höhere thermische Wirkungsgrade aufweisen. Sprich,
    man sollte sich mit einem thermischen Nutzungsgrad zwischen 180% und 220% zufrieden geben und kleinere Blockheizkraftwerke ausschließlich zu Heizzwecken verwenden.
    Durch die ca Verdoppelung der Wärmeerzeugung werden die Stillstandszeiten zwar verdoppelt, aber diese unselige Unsitte, im Heizstab überschüssige elektrische Energie zu vergeuden, wird damit ein Ende gesetzt. Bei einem COP von 5 beträgt der Wert der zusätzlich erzeugten Wärme bei einem Preis von einer kWh Wärme aus der Brennwerttherme von 7 Cent 35 Cent, also mehr als die Vergütung von einer kWh Strom aus dem BHKW erbringt.
    Da die Anlage keinen Anschluss an das Stromnetz bekommt und als Inselanlage läuft, entfällt auch die EEG-Umlage.
    Förderung nch dem KWK-Gesetz dürfte es trotzdem geben. Ob da nun ein Treibriemen oder ein Stromkabel die Energie innerhalb des Gerätes überträgt, dürfte keiner Besteuerung oder Umlage unterliegen.
    Auch, wenn das COP veralteter Wärmepumpen nur 2,5 beträgt, kann sich das Ganze noch lohnen.


    Seit langem propagiere ich ein eigenes Wärmenetz zwischen Nachbarn und möglichst darüber hinaus, das keinen Anschluss ans öffentliche Netz hat. Die Wärmeleitung kann demnach durchaus auch aus einem Stromkabel bestehen, das ausschließlich BHKWs und Wärmepumpen statt Treibriemen oder Transmissionswelle verbindet.
    Die Monopole bleiben dabei unangetastet, da es nur um Heizung geht. Heizenergie, also Kohle, Gas und Öl kommen eh meist aus dem Ausland und gefährden nicht das Gewinnstreben unserer Industrie und Kommunen.
    Ich schlage vor, das wir uns den Wünschen der Regierung anpassen und das wir unser ursprüngliches Ziel Energiewende im dezentralen Netz vorerst zurückstellen.


    Immerhin spart die Kombination Stromerzeuger und Wärmepumpe im Inselbetrieb ca die Hälfte des Verbrauchs von fossiler Energie ein und wir behindern nicht die Regierung , das oberste Ziel, nämlich Vollbeschäftigung und Entschuldung, zu erreichen.


    Ich war erstaunt, wie offen man in Regierungskreisen zugibt, dass man unsere Bevölkerung unter dem eigentlich falsch verwandten Etikett "Energiewende" widerspruchslos ausplündern kann. So etwas wäre in einer direkten Demokratie nicht möglich gewesen. Eine Scheindemokratie hat also auch ihre Vorteile.


    Braunkohle kostet keine Devisen und belastet, im Gegensatz zu anderen Energieträgern, unsere Makroökonomik nicht und wir sollten uns damit zufrieden geben, wenn künftig das Mehr an Stromerzeugung nicht mehr aus Blockheizkraftwerken , sondern aus den Staub- und Wasserdampfschleudern stammt. Schließlich dient das alles einem guten Zweck...Mit der letzten Bundestagswahl haben wir diese Politik gut geheißen.



    Technische Anmerkung:


    BHKW und Wärmepumpe ergänzen sich hervorragend:


    Dabei teilen sich das BHKW ideal den heißen Vorlauf und die Vorheizung des kühlen Rucklaufs.
    Allerdings ist dazu gutes Wissen auf dem Gebiet des hydraulischen Abgleichs und der Regelung erforderlich.
    Die Wärmepumpe versorgt dabei die Heizgrundlast, während das BHKW über einen größeren Pufferspeicher die fehlende Heizenergie bereitstellt.
    Optimal ist dabei die Kombination zweier getrennter Heizkreisläufe, eine wärmepumpenbetriebene Fußbodenheizung und eine schnell reagierende Hochtemperaturheizung, die vom BHKW mit seinem Wärmespeicher versorgt wird.


    Die BHKWs zu diesem Zweck benötigen keine Frequenzkonstanz und sollten eine gewisse Regelbarkeit besitzen, was eine erhebliche Kosteneinsparung bei der Herstellung und Installation bedeutet. Ferner werden die Wartungsintervalle zeitlich verdoppelt. Wärmepumpen sind langlebiger als BHKWs.

  • Ich hab mir das heute (Regenwetter) mal zu 50 % rein gezogen. Ist ja interessant was der Bernd so schreibt. An Fachwissen kaum zu überbieten.
    Bernd spricht mir in vielen Dingen aus der Seele.
    Ist natürlich sehr viel Zynismus dabei.
    Zum Transmissionsriemen, und Übertragung des Stromes ins Niederspannungsnetz, oder nur zum Nachbarn:
    Was hältst Du vom Tauschhandel in diesen Bereichen?
    Wir liefern heute Ware in Form von Strom, gemessen in kWh, und erhalten diesen zeitversetzt
    vom Nachbarn, oder BHKW-Betreiber im Netz, oder EVU wieder zurück. Was natürlich nichts anderes ist, als der "saldierende Zähler".
    Die Schönauer habens richtig gemacht, und haben das Netz gekauft. Wir sollten kleine Inselnetze raus kaufen und dann selbst vermarkten.
    Eine neue Idee hab ich, wir liefern Strom und zahlen in BitCoins. Ich habe ein Walletkonto schon eröffnet. Ich teil Euch die Nummer mit, und wir
    können handeln. Wo kein zentralbankengesteuertes Geld fließt (€ und $), da fließen auch keine Netzentgelte und EEG-Abgaben.
    Und die Staatsschulden sollen die bezahlen, die sie gemacht haben.


    Oder meinst Du, dann bräche das Hochspannungsnetz wegen Stromspitzen und -täler zusammen?

  • Ich muss wohl etwas gesagt haben, was einigen nicht gefiel, sonst würden Antworten auf meine Beiträge nicht verschwinden. Ich habe mich zwar als Kritiker der derzeitigen Regierungspolitik in Bezug auf die Aussagen zur Energiewende und der gegenteiligen Politik geäußert, aber ich meine es nicht nur ironisch, wenn ich sage, dass ich mich damit zufrieden geben kann. Immerhin ist man sich in SPD-Kreisen sehr wohl im Klaren, was man da tut, wie ich durch meine Kontakte nach Mülheim-Ruhr Uhlenhorst erfahren habe.
    Für mich ist klar: das Ende der Welt ist mit der Knappheit an fossilen Resourcen nicht gekommen und ich habe versucht, verschiedene Wege als Ausweg aufzuzeigen. Nicht immer sind meine Beiträge ganz ausgereift und auch ich bin auch Irrungen unterworfen, aber dabei lerne ich sehr viel. Insbesondere, wenn ich hier in diesem Forum sofort auf Fehler aufmerksam gemacht werde. Jetzt wohl nicht mehr, WENN ANTWORTEN AUF MEINE BEITRÄGE SOFORT ENTFERNT WERDEN.
    Unsere alternative Szene ist sehr wohl eine Bedrohung der Pfründe, die mit der energetischen Beherrschung der Welt verbunden sind. In diesem Zusammenhang sehe ich das Verhalten der Regierung in der Energiepolitik und man sollte nicht mit dem Kopf durch die Wand rennen.
    Ich habe ein ausgesprochenes faible für direkte Demokratie und bin in unserem Land schon zufrieden, wenn Widersprüche überhaupt diskutiert werden. Das ist hier in diesem Forum und bei den Treffen der Forenmitglieder durchaus der Fall.
    Ich meine schon, wir sollten die Kröte schlucken, die uns Sigmar Gabriel da ins Nest gelegt hat. Vielleicht sollten wir unsere BHKW-Ambitionen wirklich etwas zurückstellen. schließlich sind nicht WIR die Herren der Welt.

  • Nun ist die Antwort von energiepionier wieder da.
    Seit langem beschäftige ich mich mit Energiepolitik und bin mir sehr wohl bewusst, dass das wirtschftlich bedeutende Feld Energieversorgung mit sehr vielen Lügen behaftet ist. Es lohnt sich ja richtig und Verlogenheit kann zu einer reichen Geldquelle werden. Ich spreche da aus Erfahrung, denn einst begann ich mein Physikstudium, um die Welt mit schnellen Brütern zu beglücken. Bei meiner Bewerbung bei Interatom in Bensberg geriet ich dann an den Falschen, nämlich Klaus Traube, der 1975 auch Personalchef war. Im Nachhinein war ich froh deswegen, den Beschönigungen von Forschungsminister Matthöfer stand ich eh schon sehr skeptisch gegenüber. Ich bin also Einiges gewöhnt, was Lügen angeht. Wenn heute innerhalb SPD-Kreisen (Gabriel und andere) erstaunliche energiepolitische Winkelzüge vollzogen werden, halte ich dies für normal. Steuererhöhungen wären im Moment unpopulär, aber, wenn man unter dem falschen Etikett Umweltschutz und EEG eine versteckte Steuererhöhung durchsetzt, sind unsere Umweltapostel, wozu ich auch die BHKW-Betreiber zähle, kein ernstzunehmender politischer Gegner. Ein wenig Murren, dann kräht kein Hahn mehr danach. Allenfalls aus Bayern und Unterfranken wird man noch vernehmen, dass da einiges falsch in der Politik läuft.
    Gleich wie, bei meinen Wäschereiprojekten habe ich das BHKW-Projekt hintenan gestellt. Dort werde ich zunächst mit elektrischen Wärmepumpen und direkten Wärmetausch dem Umweltschutz dienstbar sein. Das passende BHKW lässt sich, je nach der dann gültigen Regierungspolitik, dann immer noch hinzufügen. Bei den Risiken und Ärger, die man mit dem Betreiben eines BHKW eingeht, überlege ich aber sehr wohl, ob ich Arbeitsaufwand und Geld lieber in störunanfälligerer Technik investiere. Energiesparen wird immerhin (noch nicht) besteuert oder mit einer Umlage zugunsten von Energieverschwendern belegt.


    Bei unseren Politikern kann man zwar nie wissen...aber ich setze meine Hoffnungen immer noch auf die übrigen Europäer, die früher oder später dem deutschen Treiben unter falschen Etiketten ein Ende setzen werden.
    An um Einiges größeren BHKWs geht dann kein Weg mehr vorbei.

  • Unsere Regierung arbeitet schon seit geraumer Zeit gegen das dezentrale Netz. Auch, wenn sie in der Vergangenheit das Gegenteil verkündet hat. Die Diskrepanz zwischen 3,7 Cent Vergütung an der Strombörse und 26 Cent Verkaufspreis zeigt doch genau, wo die wirklichen Absichten der Regierung liegen.Ich sehe hier im Forum nur widerspruchslose Anpassung an die Bereicherungswünsche unseres Staates im Bereich der Energieverteilung, statt dass wir uns den Machthabern anpassen. Diejenigen, die den alternativen Markt steuern, sind aber nicht wir, sondern die, die der dezentralen Energieversorgung feindlich gegenüberstehen und wir täten gut daran, wenn wir, wenn wir schon nicht kämpfen wollen, uns den uns auferlegten Zwängen anpassen. Sonst kommt in Kürze die nächste Runde "Steuern" auf uns zu, bis wir unsere Idee, selbst die Energieversorgung zu übernehmen, ganz begraben haben.
    Ich sehe ein starkes Anwachsen der Zahl kommunaler Blockheizkraftwerke voraus, die ja neben anderen, steuerlichen und abgabenfreien Vorteilen auch den der höheren thermischen Effizienz der Stromerzeugung mit sich bringen. So können sich dann viele Kommunen finanziell sanieren.
    Das, was in den 50er Jahren im Spiel "Monopoly" auf dem Energiemarkt vorausgesehen wurde, trifft besonders stark auf das Interesse größerer Kommunen, die häufig SPD-geführt sind, zu. Dies macht mir das scheinbar widerspüchliche Verhalten unseres Umweltministers nachvollziehbar.
    Dass Gerhard Schroeder und Wolfgang Clement ganz ohne Grund und gegen den Willen der Parteispitze heute an den Hebeln der Energieversorgung sitzen, will mir auch nicht richtig einleuchten. Ohnehin war die Politik der SPD nie auf die egoistischen Bestrebungen einzelner Unternehmer fixiert, in diesem Fall BHKW-Betreiber auf ihrer einsamen Energieinseln.
    Ich wage also, vorauszusagen: das viel zu kleine BHKW wird sich überleben.


    Eine überaus lukrative Möglichkeit, BHKW-Netze gewaltig zu vergrößern und die Wärmeverluste einzudämmen, bieten die erst in den letzten Monaten aus dem Boden schießenden Fabrikationsstätten für Aerogele. Diese ermöglichen schon heute, die Energieverluste auf ein Zehntel herabzudrücken, was die durch ein Wärmekraftwerk versorgbare Fläche gleich mehr als verhundertfacht. (Grund: die Fläche steigt mit dem Quadrat der wirtschaftlichen Leitungslänge).
    Aerogele in reiner Form sind noch teuer, im Moment liegt der Preis bei 1600 Euro pro m³. Das ist aber nicht der Herstellungspreis, der sehr viel niedriger liegt.
    Viel zu teuer, ein ganzes Haus damit zu isolieren. Aber, verwendet man sie zur Isolierung von Wärmeleitungen, haben sie schon jetzt überaus große Kostenvorteile gegenüber herkömmlichen Isolierungen. Dies bestimmt auch zur Zeit den nur relativ zu hohen Preis.


    Sprich, diese Aerogele sind die eigentliche Revolution, zusätzlich zu den oben genannten Vorteilen und den Ambitionen sich dem Gemeinwohl verpflichtet sehender Parteien.


    Dem bisherigen Stiefkind der Energietechnik, der relativ "kleinen" Gasturbine mit weit verbesserter Wärmetauschertechnik, räume ich dabei große Entwicklungsmöglichkeiten ein. So nebenbei bieten diese einige zehn Megawatt "kleinen" Heizkraftwerken hervorragende Regelmöglichkeiten , sodass alle Probleme entfallen werden, die heute noch der schwankende Energieeintrag durch Wind und Sonnenstrahlung mit sich bringt.


    Wir sollten vielleicht nicht mehr statisch, wie bisher, denken. Die Rahmenbedingungen für den Betrieb unserer Mikroblockheizkraftwerke ändern sich, bzw. werden dem Gutdünken nach angepasst. Sigmar Gabriel ist nur einer der "Gutdünker".


    Ich halte es also für nicht falsch, Zurückhaltung bei der Investition in Mikro-BHKWs zu üben.

  • Deutschland ist nun wahrhaftig kein geeigneter Ort für die Aufbewahrung von Spaltprodukten. Nicht ohne Grund baut man Aufarbeitungsanlagen gerne in Meeresnähe und in Japan wäre überhaupt nichts passiert, wenn man das Meer in Fukushima sofort genutzt hätte. Auch Windscale wurde großenteils in die Luft entsorgt, mit den bekannten Folgen, die von Tschornobyl bei weitem übertroffen wurden. Das Gebiet um das Savannah river ist bereits wieder bewohnbar, weil die Grundwasserströme die Abfälle aus den undicht gewordenen Edelstahltanks ins Meer geschwemmt haben. Da spricht jetzt keiner mehr drüber. Über die Aufbewahrung in Russland an Land wird man hingegen noch in Jahrhunderten sprechen. Der gefährlichste Aufbewahrungsort ist hingegen das Containment der Reaktoren, die immer noch gut gefüllt sind.
    Die Ahauser hätten sich vielleicht einen anderen Ort aussuchen können als mitten in der Bebauung.
    Asse kann man überhaupt nicht mehr entsorgen. Gorleben ist uns dank unserer Proteste erspart geblieben.


    Du hast Dich eingehend mit der Versorghung der Republik durch ein dezentralse BHKW-Netz beschäftigt. Es würde mich interessieren, wie hoch Du die Einsparung an fopssiler Energie durch ein republikumfassendes dezentrales Netz mit BHKWs geeigneter Größe einschätzen würdest. Dass wir mit diesem und dem bestehenden Netz die vorhandene und zukünftige Wind- und Solarenergie voll nutzen könnten, ohne die Aluminiumelektrolyseanlagen weiter betreiben zu müssen, wissen wir.

  • Deutschland ist nun wahrhaftig kein geeigneter Ort für die Aufbewahrung von Spaltprodukten. Nicht ohne Grund baut man Aufarbeitungsanlagen gerne in Meeresnähe und in Japan wäre überhaupt nichts passiert, wenn man das Meer in Fukushima sofort genutzt hätte. Auch Windscale wurde großenteils in die Luft entsorgt, mit den bekannten Folgen, die von Tschornobyl bei weitem übertroffen wurden. Das Gebiet um das Savannah river ist bereits wieder bewohnbar, weil die Grundwasserströme die Abfälle aus den undicht gewordenen Edelstahltanks ins Meer geschwemmt haben.


    Ich lach mich schlapp. Das könnte fast von Volker Pispers kommen.


    Zitat

    Du hast Dich eingehend mit der Versorgung der Republik durch ein dezentralse BHKW-Netz beschäftigt. Es würde mich interessieren, wie hoch Du die Einsparung an fopssiler Energie durch ein republikumfassendes dezentrales Netz mit BHKWs geeigneter Größe einschätzen würdest. Dass wir mit diesem und dem bestehenden Netz die vorhandene und zukünftige Wind- und Solarenergie voll nutzen könnten, ohne die Aluminiumelektrolyseanlagen weiter betreiben zu müssen, wissen wir.


    Ich verstehe nicht ganz, warum die auf die Vorteile des Leichtmetalls Aluminium verzichten willst, aber hier ist die Abschätzung zum Einsparpotential:


    S. 4: Energieflussbild DE für 2011


    Gasimporte + Förderung Inland: 3,6 EJ
    Export 0,6 EJ -> Verwendung im Inland ~3,0 EJ
    davon
    in Kraftwerke 0,8 EJ
    in der Industrie 0,9 EJ
    in Haushalten 1,3 EJ


    Primärenergiebedarf Gesamt:
    14 EJ, davon Input für Kraftwerke 4,9 EJ
    dabei entstehende Umwandlungsverluste 3,2 EJ
    Output Stromerzeugung 1,4 EJ
    Output Fernwärme 0,3 EJ


    so 15-20% ??


    Gruß,
    Gunnar

  • Nein, auf Aluminium möchte ich nicht verzichten, sondern dieses dort produziert wissen, wo Wärme durch elektrische Direktheizung aus Wasserenergie erzeugt wird, wie in Norwegen.
    für die 400.000 Tonnen in Deutschland werden 6 Milliarden kWh Strom verbraucht, also ca 16 GWh thermisch. das sind ca 1/15 Petajoule. Gemessen an ca 15 Exajoule Primärverbrauch ist das wirklich wenig. 1/200 Promille, wenn ich das richtig sehe.
    Da frage ich mich, warum ich so fleißig Aluminiumfolie gesammelt habe. Die Freileitungen, die hier zu "Alunorf" führen, sind jedenfalls beachtlich. da dürften einige Kernkraftwerke ihre Energie loswerden können.


    1/11 der Energieversorgung beruht nach Deinen Zahlen auf Gas, das wir ja fast ausschließlich in unseren BHKWs sinnvoll nutzen können. Auch, wenn ich statt Deinen 15 bis 20% Ersparnis nach meinen optimistischen Schätzungen 60% ansetze, wären das immer noch nur 5% insgesamt.
    Setzen wir mit unseren Energiesparträumen etwa an der falschen Stelle an? Ich habe nachgerechnet. Deine Zahlen stimmen.

  • Nein, auf Aluminium möchte ich nicht verzichten, sondern dieses dort produziert wissen, wo Wärme durch elektrische Direktheizung aus Wasserenergie erzeugt wird, wie in Norwegen.
    für die 400.000 Tonnen in Deutschland werden 6 Milliarden kWh Strom verbraucht, also ca 16 GWh thermisch.


    a) Wenn man sich die Statistiken anschaut, dann haben alle Länder mit halbwegs industrialisiertem Zuschnitt eine etwa gleiche Primäraluminiumproduktion pro Kopf und Jahr von (Hausnummer - bitte Zahlen noch mal selber nachschlagen) 7 kg. In Island, Norwegen und Kanada ist dieser Durchschnitt weit nach oben verschoben. Dort sitzt verbraucherferne Wasserkraft und es hat sich wohl als sinnvoll erwiesen, statt eine weitere Transportleitung für Strom zu bauen eher die Alu-Hütte direkt am Generatorausgang.


    b) 6 Milliarden kWh = 6 TWh, wie kommst Du auf 16 GWh thermisch = Brennstoffeinsatz?


    Gruß,
    Gunnar

  • Ja, mir fehlte der Taschenrechner.
    400.000 Tonnen Aluminium im Jahr, Neuproduktion. 5kg pro Bundesbürger. macht bei 15 kWh Stromverbrauch pro kg 75kWh, also ca 200kWh Primärenergie, im Wesentlichen Kohle. Macht ca 70 PJoule insgesamt für das Aluminium. Also 5 Promille. Bis zu den 6 Milliarden kWh für die 400.000Tonnen war die Rechnung noch richtig.
    Also, jetzt habe ich endlich die Zahlen, mit denen ich was anfangen kann. Wenn da jemand den Überblick hat, dann Du.


    Du sagst ferner, 15-20% Einsparung seien erreichbar. das ist sicherlich realistisch angesichts der Gesetzgebung in der Bundesrepublik.
    Für mich als Physiker sind die Naturgesetze die maßgebenderen. Deshalb träume ich auch gerne von höheren Zahlen: Wärmepumpen können für mich eine Leistungszahl von 5 besitzen, die zur Zeit in Europa produzierten liegen bei der Hälfte.


    Bei 50% Wirkungsgrad eines Hochwirkungsgradgaskraftwerkes komme ich so auf das 0,5 + 0,5 mal 5 fache an Wärmeausbeute des Brennstoffes, also das Dreifache, brennwertmäßig. Mit Kohlekraftwerk mit Brennwertnutzung komme ich nur etwa auf eine Verdoppelung.
    Schalten wir die Wärmepumpen ab, können wir entsprechend die Großkraftwerke, die Haupt-CO2-Schleudern, zurückfahren. Im Sommer ist die Wärme unnütz (noch). Dann laufen sie weiterhin und erzeugen auch Aluminium. Es ist schließlich die billgste Energieregelungsmethode.


    Also, ich komme auf zumindest eine mögliche Halbierung des Gesamtenergieverbrauchs ohne Einbuße an Energieversorgung.


    Mit Bredekos Argumenten wird die CO2-Produktion noch weit stärker reduziert:


    Im Sommer werden die Gaspipelines nach Abschaltung der BHKWS, die ja bevorzugt mit Gas betrieben werden, frei für die Versorgung weiterer Hochwirkungsgradgaskraftwerke des Siemenstyps.
    Zudem steht bei der Berechnung des Anteiles der Gaskraftwerke der verminderte Primärenergieverbrauch im Nenner, was den Anteil des Gases an der Energieversorgung gewaltig nach oben katapultiert. Eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes auf unter 1/3 ist somit unterschreitbar.
    Natürlich nicht bei der derzeitigen Regierungspolitik.


    Noch mal zur Belastung durch radioaktive Spaltprodukte: die Belastung der Menschheit erfolgte bisher fast ausschließlich durch Emissionen und Immissionen auf dem Festland.
    Hätte man die Meere geopfert und dorthin die Spaltprodukte verbracht, wäre nach guter Durchmischung die Belastung weitaus geringer gewesen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, würde die Radioaktivität des Meerwassers durch sämtliche Fukushima-Spaltprodukte um nur etwa 1 Becquerel ansteigen bei einer Zulässigkeit als Trinkwasser von 500 Becquerel pro kg. Der Problemstoff Strontium90 ist dabei natürlich besonders kontrolliert werden. Notfalls kann die Erdbevölkerung auf Fisch als Nahrungsmittel verzichten.
    Wie ich es nach dem oben Gesagten sehe, kann aber ganz auf Kernenergie verzichtet werden. Für mich stehen da Staatsgesetze gegen die Naturgesetze, die weit bessere Möglichkeiten zulassen würden. Nach meinem "Feldzug" gegen Nachtspeicherheizungen und ohmscher Stromheizung habe ich jetzt Unterstützung durch das von den Grünen in Auftrag gegebene Gutachten bekommen.
    Ich halte die Zukunft für gesichert, insbesondere erwarte ich eine überaus große Einschränkung des Energieverbrauchs durch den Einsatz von Aerogelen als Isolierstoff und den Bau von saisonalen Wärmespeichern.
    Im Ökotop Düsseldorf - Heerdt hatten wir so etwas schon einmal projektiert. Das scheiterte damals an den physikalischen Gesetzen. In absehbarer Zeit werden Aerogele aber so preiswert werden, dass auch dieser Traum in Erfüllung gehen wird. Dann reicht die Sonnenenergie zur ganzjährigen Heizungsversorgung.

  • Energie wird teurer, denn die Energievorräte gehen zu Ende. Das ist nicht das Ziel der Energiepolitik, sondern eine unabänderliche Tatsache.
    Vermeintlich umweltbewusste Politiker meinten, man müsse die Verteuerung der Energie noch forcieren, um die Energiereserven der Erde zu schonen und alternative Energie rentabel zu machen.
    Der Strompreis wurde vervielfacht, künstlich, der Preis für fossile Energie blieb vergleichsweise konstant, der Kohlepreis sank sogar über Jahrzehnte, Öl- und Gaspreise stiegen, da aneinandergekoppelt, stark an. Inzwischen ist der Gaspreis weitgehend vom hohen Ölpreis gelöst.
    Versorgungssicherheit ist bei Öl und Gas nicht gegeben, Öl- und Gaspipelines kann man bei kriegerischen Auseinandersetzungen leicht unterbrechen.


    Sicher ist das verzweigte Stromnetz, das sich auch leicht reparieren lässt.
    Wünschenswerft wäre auch ein möglichst weit verzweigtes Wärmenetz, in das jeder frei von Zusatzkosten einspeisen und entnehmen kann, zum jeweils gültigen Wärmepreis, der sich stündlich anpasst.


    Leider geht der Trend in der Bevölkerung in die gegenteilige Richtung. Insbesondere hier im Forum ist man eher der Insellösung, weg von den Netzen, zugeneigt.
    Die Netze, die eigentlich der Allgemeinheit frei zur Verfügung stehen sollten, überlässt man lieber den großen Monopolisten, die mit Gesetzen aus Kriegszeiten die Nutzungspreise bestimmen oder über Agenturen bestimmen lassen.


    Tatsache ist, der Energieverbrauch ist nicht gesunken, wenn man von den milden Wintern der vergangenen Jahre absieht.
    Es besteht auch gar kein Anlass dazu: alternativer Strom wird, da die Großen nicht daran verdienen, als Abfallstrom behandelt, ins Ausland verschoben oder unter Preis aufgekauft.
    Blockheizkraftwerke werden in ihrer Größe mit vielen Mitteln beschränkt, damit die Energiewende verhindert wird. Dabei könnten sie den größten Teil zur Energiewende beitragen: 35% brennwertechnischer elektrischer Wirkungsgrad wären bei freiem Netzzugang sofort zu verwirklichen, bei mehr als großen Energiereserven und langer Lebensdauer. Dazu eine brennwertmäßie Nutzung der Heizwärme von über 95%.
    Unsere kleinen BHKWs liegen weit darunter.


    Die Tendenz geht dahin, das noch mehr teurer Strom aus nahezu kostenloser Kohle und Kernenergie erzeugt wird. Wen von den Großerzeugern schert da die Umwelt?


    Wir sollten uns nicht wundern, dass die gesamte Energiepolitik in eine falsche Richtung läuft. Wir sollten uns endlich darüber Gedanken machen, wohin es führt, wenn wir weiterhin unsere Energieinseln anstreben und den Großen fast widerspruchlos das Feld des Energiehandels und die Netze überlassen. Ich meine, es ist an der Zeit, dass wir wieder einen Energieminister bekommen, der die Interessen der Allgemeinheit vertritt.


    Die Erfindung der Aerogele ist älter als 20 Jahre und damit Stand der Technik. Aerogele können den Heizenergieverbrauch auf einen Bruchteil herunterdrücken. Sorgen wir dafür, dass deren Fortentwicklung nicht behindert wird, auch wenn unsere Energieversorger große finanzielle Einbußen durch verbesserte Wärmeisoliermaterialien erdulden müssen!
    Bisher läuft noch Vieles in Richtung einer Erhöung des Energieverbrauchs, oft unter dem Deckmantel von "Energiesparen".
    Wie immer, denke ich hier an die Versorgung unserer Heizstäbe mit teuer subventionierten, umweltfreundlich erzeugtem Strom.
    Wer so handelt, dem kann ich nur sagen, er hat unseren Umweltminister zu Recht verdient.

  • Eine Zeit lang besaß ich die "letzte Elektroautotankstelle" vor den Niederlanden, leider ohne BHKW. Heute ist die Landkarte gut mit Tankmöglichkeiten gefüllt.
    In den Niederlanden tankt man billiger, die gesamte EEG-Umlage entfällt. Trotz des fehlenden gewaltigen Aufwandes für das grüne EEG sind die Niederlande sauberer in Bezug auf Emissionen. Strom und Heizung basieren auf hocheffizienten BHKWS, Gaskraftwerken und Gasthermen, schon sehr lange in Brennwerttechnik.
    Zusätzlich bezieht man den unter Preis angebotenen Strom aus deutschen BHKWs und Braunkohlekraftwerken.


    Den Niederländern steht nun die Zukunft für eine weitere Energiewende offen. Erst, wenn unser BHKW-Strom nicht mehr für 3 Cent und der Braunkohlenstrom nicht mehr für 4 Cent verhökert wird, wird man in den Niederlanden auch an den Ausbau der Nutzung von Sonnen- und Windenergie denken, während bei uns die wirtschaftlichen Resourcen verbraucht sind und der Wille zur Energiereform abgewürgt wird.


    Übrigens halte ich es nicht für schlecht, wenn unser schmutziger Braunkohlenstrom gegen niederländisches Gas für unsere BHKWs getauscht wird. nur sollten die endlich so effizient wie die in den Niederlanden werden dürfen. Ein unseliges Gesetz von 1935 hindert uns daran.


    Auch, wenn viele das Gegenteil für richtig halten:


    ich halte es für sinnvoll, nicht den Strom zu verteuern, sondern diesen frei von Abgaben zu stellen und vor allem frei von Netzentgelten, damit endlich bezogene und eingespeiste Energie zum gleichen Preis vergütet werden. Schließlich ist der eingespeiste Strom dann wertvoller, wenn wir uns, wie in den Niederlanden, nach den Zeiten des Bedarfs richten.
    Unsere Politiker haben Geldwünsche. Um diese zu befriedigen, sollten statt der weitgehend kostenfreien Exergie Strom die Brennstoffe, also auch die Braunkohle, die in unseren Großkraftwerken verbrannt wird, besteuert werden. Werden diese geförderten Rohstoffe besteuert, wird man endlich lernen, sparsamer mit diesen umzugehen. Die CO2-Steuer sollte in die gleiche Richtung zielen. Sie wurde aber umgangen, weil zu schwer umsetzbar und kontrollierbar. Auch ein grünes Debakel.
    Bei unseren Grünen hat jedoch auch ein Umdenken begonnen...Man sollte sich nicht mit Dingen beschäftigen, die technisch unmöglich sind.

  • ich halte es für sinnvoll, nicht den Strom zu verteuern, sondern diesen frei von Abgaben zu stellen und vor allem frei von Netzentgelten, damit endlich bezogene und eingespeiste Energie zum gleichen Preis vergütet werden. Schließlich ist der eingespeiste Strom dann wertvoller, wenn wir uns, wie in den Niederlanden, nach den Zeiten des Bedarfs richten.


    Strom an sich ist wertlos. Er kann nur dann sinnvoll genutzt werden, wenn er Zeitgerecht bereit gestellt wird. Über das Netz kommt hinzu, das defakto ms genau die Balance von Erzeugung und Verbrauch gewährleistet werden muss. Von 3-4 ct Börsenpreis bis 30 ct Endkunden kommen ca 15 ct Abgaben und Steuern. Bleiben 15 ct Erzeugung und Verteilung. Grob geschätzt entfallen also 66% der Kosten des Stromes auf Netze und *Regelarbeit*. Eben jene 11 ct (von 4 ct bis 15ct). Und das in einem überwiegend Fossilen Energiemix.Der Fossile Mix hat mit seinen billigen Grundlast und teurer Spitzenlastkraftwerken ein *Optimum* versucht zu finden. Warum auch nicht - schliesslich lag es im Interesse der Betreiber die Kosten niedrig zu halten. Desweiteren hat man Kraftwerke - selbst Atomkraftwerke verbrauchernah - *dezentral* gebaut (Braunkohle ausgenommen, wobei hier die Westdeutsche auch schon Ruhrgebietsnah liegt). Im klassischen Mix wurde Strom defakto nicht weiter als 50-100 km übertragen. Wobei man die Regionalnetze nur relativ schwach auf der Höchstspannungsebene verbunden hat.
    Die Aussagen sind als Grundausrichtung zu sehen. Ausnahmen einbegriffen aber generell richtig. Die Reichweite ist als Mittelwert zu verstehen.


    Auf dieser Grundlage versucht man nun ein EE-System zu etablieren. Die Netze sind zu schwach um Windstrom vom Norden nach Süden zu leiten und PV zurück. Gleichzeitig schafft man es nicht Regional den Mix aus PV/WKA der Nötig ist um die Austauschmenge zu minimieren durchzusetzen.
    Mit einem Mix von 1:1 der installierten Leistungen aus PV und WKA kann man auch die Jahreszeitlichen Unterschiede zwischen PV und WKA ausgleichen. Bleiben im Grunde Tages, Wochen und Monatsausgleich.
    Bei einer *Grundlast* von ca 70 GW ist die Möglichkeit der Integration von *Überkapazitätäten* beschränkt. Ca 600 TWh Strom werden verbraucht.


    150 GW PV bringen etwa 130 TWh, 150 GW wka etwa 300 TWh - decken Bilanziell also etwa 70% des Stromverbrauchs. Für den Rest und die *Verluste die Entstehen bei der *Speicherung* braucht man weitere Quellen. Wasserkraft und Biomasse sind beschränkt, gerade in der Akzeptanz in der Bevölkerung. Grob gesagt 60 GW Kapazität und 170 TWh Strom müssten ausserhalb der PV/WKA bereit gestellt werden. Bedingt flexibel, für den Ausgleich von Tagen, Wochen und Monaten. Sekunden, Minuten, Stunden und Tageszeitlichen Ausgleich kann man über PSKWs oder Akkus aus den Überschüssen der PV und WKA bereitstellen. Für Tage, Woche oder Monatsausgleich wird man mittelfristig nicht auf Fossile Quellen verzichten können. Genauso wenig wie für die Übergangszeit bis 150 GW PV und WKA aufgebaut und finanziert sind.
    Basics und Grundvorraussetzung.


    Selbst wenn man Mobilität und Wärme einbezieht, ändert sich an den Mechanismen und Abhängigkeiten nur Wenig. Grob gesagt dürfte sich der *Strombedarf* verdoppeln. Gleichzeitig aber die Variabilität in der Erzeugung noch stärker erhöhen - mehr Aufwand für Speicherung und Lastmanegement. Natürlich erhöhen sich auch die Möglichkeiten der Einflussnahme auf den Verbrauch.


    In einem solchen System werden die Kosten in einem noch viel höherem Masse auf Seiten der Verteilung und der Backups liegen. Die Reine Erzeugung *muss* billig sein und kann sich kaum dumme teure Erzeugung leisten.


    Ein BHKW kann sich in einem solchen System nur dann etabliert wenn es *Zeitgerecht* einspeist und DAFÜR bezahlt wird.
    Wie schon am Anfang steht. Strom an sich ist Wertlos.

  • Da reicht ein einziger Computer, um die Regelung für ganz Europa zu übernehmen. Das kostet so gut wie nichts, nur Gedankenarbeit und Verhandlungen, wer sich diesem System unterordnen muss. Sonne, Wind und Laufwasser natürlich nicht, aber die übrigen Regelmöglichkeiten sind überhaupt nicht ausgenützt. Da denke ich in erster Linie an den Stromverbrauch, vor allem den privaten. Sehr nützlich sind dabei zusätzliche elektrische Wärmepumpen, die den Wert des Stromes von wertlos auf weit mehr als das Dreifache anheben würden. Denn Wärme kann man bis zu mehr als einem Tag speichern. Aber auch Braunkohlenkraftwerke kann man herunterfahren, sodass die Kesseltemperatur im Wesentlichen gleich bleibt .Die größeren Kraftwerke besitzen mehrflutige und abgestuft große Turbinen, da ist sehr viel möglich.
    Auch nicht regeln lässt sich der Energiebedarf des Verkehrs, aber der beruht großenteils noch auf speicherbarem Kraftstoff. Elektrifizierung bringt Akkukapazität mit sich und alleine darauf würde ich die Akkukapazitäten beschränken. In den meisten Fällen lohnt es sich dann, den Fahrzeugakku in die Hausstromversorgung und Netzstützung einzubeziehen.


    Inselanlagen müssen auch mit dem auskommen, was ankommt. Unsere Waldmühle versorgt zwei Netze, deren Zahl ich noch weiter aufstocken möchte.
    DDR-Verhältnisse mit zeitweiser Abschaltung von Warmwasserbereitern, Heizlüftern und Maschinen. Selbst das funktioniert, vor allem, seit ein Elektroauto mit seinen 16kWh auf seinen bidirektionalen Anschluss wartet.


    Warum soll das nicht funktionieren, was man in der DDR ein halbes Jahrhundert exerziert hat? Obwohl dadurch die Luft nicht sauberer wurde?


    Es reicht übrigens ein einziges Stromnetz, die Schalt- und Regelfunktion übernimmt eine Inter- bzw. Intranetverbindung. Nein, die Kosten sind sehr gering, die Einsparung enorm.
    Auf Null fällt der Wert des Stromes dann nie, zumindest die Aluminiumelektrolyse hält den Wert über vier Cent.
    Fast immer bieten andere Verbraucher mehr, wenn sie per Internetbörse und frei zugängliches und von Wegelagerernkosten befreites Stromnetz die Energien austauschen.
    Wie gesagt, die Finanzierung des nicht teuren Systemssollte allein durch Besteuerung der Brennstoffe erfolgen.