BHKW in DHH wirtschaftlich ?

  • Hallo zusammen,


    ich möchte in einer Doppelhaushälfte die Nachtspeicherheizung gegen eine Zentralheizung mit Warmwasserspeicher "austauschen".


    Zur Zeit findet die Warmwasseraufbereitung mit Durchlauferhitzern statt.
    Eine Fassadendämmung ist nicht vorhanden und in kürze auch nicht geplant.
    Die Fenster sind etwa 1995 erneuert worden.
    Das Haus hat Süd-Ausrichtung.
    Es ist eine Sauna und ein bisher ungenutzter einzügiger Kamin vorhanden.
    Erdgasanschluß kommt.
    Die Nachtstromabrechnungen des Vorbesitzers liegen mir nicht vor. In der benachbarten, baugleichen DHH (2-Personen Haushalt, auch keine Fassadendämmung) wurden in den letzten Kalenderjahren 11500, 10200, 12900, 8800, und 9200 kWh für die Heizung benötigt.
    Zur Zeit benötigen wir in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses 3500 … 3700 kWh jährlich inklusive Warmwasser aus dem Durchlauferhitzer.


    Nun ist die Frage, ob eine Vaillantkombination aus ecopower 1.0 mit Spitzenlastkessel und Speicher 300, 500 oder 800iter wirtschaftlich ist ?
    Sind Solarthermie und/oder Photovoltaik sinnvoll ?


    Hier der ausgefüllte Fragebogen:


    Verbrauchsdaten
    Jährlicher
    Stromverbrauch: 4000 kWh + Sauna, vielleicht 500 kWh + Heizung
    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 9000 … 13000 kWh


    Derzeitige Heizung
    Energieträger der Heizung: Strom
    Alter und Typ der Heiztechnik: 20 Jahre, Nachtspeicher
    Art der Warmwasserbereitung: Durchlauferhitzer
    Pufferspeicher, Solarthermie: nein
    Temperaturen der Heizkreise:
    Hydraulischer Abgleich:
    Art der Heizkörper: Nachtspeicher


    Immobilie und Rahmendaten
    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 140qm, 4 Personen
    Art und Baujahr der Immobilie: Doppelhaushälfte, 1969
    Erfolgte Modernisierungen: Fenster
    Weitere geplante Modernisierungen:
    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei:
    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: nein

  • Moin,


    so schnell würd ich nicht aufgeben, hier steht was für deinen Nachbar http://www.vz-nrw.de/nachtstrom


    Ausserdem zahlt er für Wärmestrom 17-21Cent/kWh also das 4fache des Gaspreises - wenn das keine schlagenden Argumente sind |:-(



    Grüße Marcus

  • Der Nachbar hat auch noch Nachtspeicheröfen und müsste, so wie ich auch, Heizkörper, Rohrleitungen usw. installieren.
    Zudem wohnt er in seinem Haus (ich noch nicht), ist aus Altersgründen nicht mehr berufstätig und möchte ein solches Projekt nicht mehr beginnen, daß sein Heizbetrieb teuer ist, ist ihm klar.
    Es bleibt eine Variante, die ich allein umsetzen kann.

  • Lohnt bei den Verbrauchswerten nicht :( Ich würde hier zur Brennwerttherme greifen. Allerdings zu einer EcoTec von Vaillant mit 300L Speicher (bei Fußbodenheizung, bei Radiatoren 500L) und FriWa im System. Dazu direkt einen zweiten Abgaszug mit einbauen! Da kann man dann später leicht noch den ecoPower 1.0 nachrüsten. Wenn ihr das Geld allerdings locker habt, würde ich gleich ein ecoPower 1.0 nehmen. Bei Euch ist das momentan allerdings bestenfalls ein Nullsummenspiel.


    Bedenken müsst Ihr, dass ihr mehr Gas als Strom verbrauchen werdet. Strom zu verheizen ist nämlich sehr effizient (die Erzeugung hingegen nicht immer ;)).


    Photovoltaik dazu ist unabhängig vom BHKW keine schlechte Idee. Allerdings kommt es da auf die baulichen Gegebenheiten an, ob es sich lohnt!

  • Vielleicht kannst Du die Anlage ja auch so aufbauen lassen, dass der Nachbar später günstig angeschlossen werden kann. Denn irgendwann wird das Haus wahrscheinlich verkauft werden - und die neuen Eigentümer werden dann sicher auch darüber nachdenken, wie sie die Nachtspeicheröfen los werden. Alternativ: Gibt es nebenan andere Nachbarn, bei denen die Heizungen auch "fällig" sind?

  • So schnell möchte ich nicht aufgeben ...
    Wenn es bei den angegebenen Verbrauchswerten ein "Nullsummenspiel" ist, ab welchen Verbrauchswerten (thermisch/elektrisch) ist das ecopower 1.0 denn dann wirklich wirtschaftlich ?

  • Bei meinem Haus war für die Wirtschaftlichkeit ganz wichtig, genaue Infos über mögliche Förderungen zu sammeln und zu bewerten. Mit netto 4x1000 Euro Rückerstattung auf den Gasbezug der ersten vier Jahre, BAFA, KfW Kredit + Tilgungszuschuss kann man leichter auf eine schwarze Null kommen als ohne Förderung.