Einspeisung von Strom verhindern und alles selbst verbrauchen

  • Hallo,
    hier mal eine Frage an alle Techniker / Elektriker. Ich möchte ums verrecken den zu viel erzeugten Strom nicht ins Netzt speisen.
    Darum hier meine Frage: Kann man am Zweirichtungszähler irgend ein Signal abgreifen welches die aktuell eingespeiste KWh Leistung wiedergibt.?
    Irgend ein Ausgang wie z.b. 0-30 Volt, 0-10 Volt oder Anzahl von Impulsen.
    Meine Vorstellung:
    Dieses Ausgangssignal auf eine kleine SPS Steuerung legen und über ein kleines Programm 10 x 100 Watt Heizstäbe ansteuern, die in einem kleinen Pufferbehälter angeordnet sind und über eine kleine Umwälzpumpe den großen Pufferspeicher zusätzlich mit Warmen Wasser befüllen.
    Vielleicht gibt es ja in diesem Forum SPS Spezi´s.
    Gern eure Vorschläge
    Gruß
    JoGo

  • Klar geht das, die meisten Zähler haben Impulsausgänge für beide Richtungen.
    Wenn du da ran kommst, meist verblombt, kannst du dort die Leistung abfragen.
    Oder wenn es ein D0 Zähler ist mit dem IR-Auge auslesen.


    Regelungtrechnik basteln Volkszähler.org
    Kaufen http://www.energietec.eu/


    Gibt aber auch andere.


    Bernd

  • Uuppssss.....mit diesem technischen Zeug.... habe ich leider keine Ahnung. Werde mal meinen Elektriker bemühen müssen.
    Denke aber ich habe einen D0 Zähler. Da kommt dann ein optisches Lesegerät vor das Auge ? Das liest die aktuellen Daten aus und daraus kann man den eingespeisten aktuellen Strom in KWh errechnen.??? Hilfe... was für Geräte brauche ich denn dann genau?


    Aber schon mal gut das es überhaupt möglich ist.
    Danke für deine Antwort
    Gruß
    JoGo


    P.S. Macht das schon einer von Euch?

  • Das Abgreifen der Leuchtdioden oder von alten Drehscheiben taugt zur Regelung allerdings meist wenig... hat entweder keine genauen Echtzeitdaten oder ist fehleranfällig. Im Idealfall einfach einen eigenen Zwei-Richtungs-Zähler auf die Hutschiene über dem Zähler des VNB installieren. Bei eBay gibt es ungeeichte mit zwei s0-Ausgängen (Lieferung/Bezug) für etwa 80 bis 100 Euro.


    Regelung ist dann eine Welt für sich.
    Zu solchen Projekten sollte die Suchfunktion hier im Forum aber massig Themen liefern ;)

  • Zitat

    P.S. Macht das schon einer von Euch?


    Guckst du auf der Portalstartseite lonke "BHKW online"
    Die gingen mal alle, einige haben aber Ihr IP-Adressenupdate nicht überlebt.....


    Was du genau bracuhst hängt wie immer im Leben davon ab was du alles machen willst.
    Schreib mal den energietec.eu an, wenn er Zeit hat kann er dir bestimmt ein Angebot für ein Rundumsorglospaket machen.
    Ansonste hilt nur sich in die materie einarbeiten, den alles Sorglos Klick und fertig Teile sind meist recht K-€ lastig. :whistling:

  • Wie ich den Laden sehe, registriert jeder S0-Ausgang für sich die verbrauchte oder einegspeiste Leistung und füttert die Impulse in den gemeinsamen Zähler.
    Wenn man nun in Phase 1 10 kW einspeist und auf Phase 2 10 kW entnimmt, braucht zwar das Elektrizitätswerk nichts zu tun, kassiert aber 26 - 4 Cent = 22 cent pro kWh.
    Ist das richtig? Es laufen alo gleichzeitig beide Zähler, Verbrauchs- und Bezugszähler, mit unterschiedlichen Tarifen, ziemlich unterschiedlichen sogar. Das, obwohl kein Strom bezogen wird.Morgen schaue ich mir das mal genau an.


    Ich halte es für schwieriger, einen Zähler zu bauen, der anders funktioniert.
    Habe im Photovoltaikforum einiges gelesen, was mir überhaupt nicht gefällt.


    Ein Glück, dass wir nicht in einem Land leben, wo die Mafia die Energieversorgung betreibt. Unsere EVUs sind wenigstens hochehrenwert.Da braucht man nicht zu misstrauen.Die sagen immer die Wahrheit, auch, wenn bei uns ein Malheur im Kernkraftwerk passiert. Großes Ehrenwort.


    Nein, die drei Phasen werden nicht getrennt gemessen?


    Wenn doch getrennt gemessen würde, würde ich jedem empfehlen, nur eine einzige Phase zu benutzen.

  • Ich habe es überprüft: Es werden die drei Ausgänge sowohl für Bezug, wie für die Einspeisuung getrennt summiert und dann voneinander abgezogen. Der S0-Ausgang , der das LED steuert, zeigt also die gesamte eingespeiste bzw. bezogene Energiemenge an. Es ist also gleichgültig, auf welcher Phase man bezieht und wo man einspeist.
    Hat man getrennte Zähler, entsteht allerdings das beschriebene Problem und der selbst verbrauchte Strom wird mit ca 22 Cent besteuert, mit Transportgebühren für nicht erbrachte Transportleistung und mit der Umlage belegt, wenn man am einen Zähler einspeist und am anderen bezieht.
    Würde es entsprechend synchronisierbare Zähler geben, könnte wir in Lippstadt am einen Ort einspeisen und am anderen den gleichen Strom zeitgleich verbrauchen, ohne ungerecht zur Kasse gebeten zu werden. Wir haben dort zwei Immobilien mit Einspeisung und zwei weitere, die nur beziehen.

  • Moin,


    die Zähler gibts, und wer das Netz vorhält und physikalisch eine Transportleistung erbringt soll diese Dienstleistung auch bezahlt bekommen. Umsonst ist nichtmal der Gevatter Tod.


    Grüße Marcus

  • Schön wie man sich hier für die leidenden Netzbetreiber stark.Das Höchstspannungs- oder auch Fernübertragungsnetz in Deutschland teilen die vier Quasi-Monopolisten E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall unter sich auf. Das Niederspannungsnetz wird von rund 900 Stadtwerken und kommunalen Versorgern betrieben. Macht ca. sieben Cent pro Kilowattstunde für den Privathaushalt. Und was machen die mit der Kohle? Netze instand halten? Netze ausbauen ? Fehlanzeige.
    Neun Prozent Rendite für Netzbetreiber garantiert. ( Zitat Spiegel online ) Die hätte ich auch gern auf meinem Sparbuch.


    Gruß JoGo

  • Moin,


    da hast Du wohl den Kontext - den ich immer wieder vertrete - nicht beachtet. Ich sage jegliche Infrastruktur gehört in Bürgerhand!! In obigem Beitrag sprach ich mich für gerechte Bezahlung einer erbrachten Leistung aus was ist falsch daran??


    Das sich aktuell einige wenige über Gebühr bereichern steht ausser Frage, war aber auch nicht der Stein des Anstosses. Bernd ist allen Ernstes der Meinung man solle Strom quer durch die Republik für lau durchleiten können, dem habe ich wiedersprochen weil nunmal Kosten entstehen die bezahlt werden müssen.


    Grüße Marcus

  • Ich sage jegliche Infrastruktur gehört in Bürgerhand!!

    Moin, sehe ich genauso. Das heißt aber das in diesen Bereichen maximal kostendeckend gearbeitet werden darf. Und das ist halt nicht der Fall.


    Aber vielleicht können wir zurück kommen auf das eigentliche Thema:
    Wie vermeide ich es, das der Überschuss des BHKW´s ins Netz gespeisst wird. Es geht mir hier um Lösungsvorschläge. Und zwar ganz konkrete, technisch machbare die noch halbwegs bezahlbar sind. Man kann ja schlecht Nachts das Licht eingeschaltet lassen nur um den Strom dann selber zu verbrauchen.
    Ich suche so zu sagen nach dem " modulierenden " Heizstab um die anfallende elektrische Überschussenergie wenigsten noch in Wärme um zu wandeln. Batterien wären vielleicht eine Lösung, aber bei den 3-4 KW die ich so in der Nacht nicht selbst verbrauche, sind die angebotenen Systeme viel zu groß und natürlich viel zu teuer.
    Also: an den S0 Ausgang vom Zähler komme ich nicht ran. heißt da muss ein zweiter in Reihe. Aber welcher? Reicht da ein S0 Ausgang?
    Was gibt der dann wirklich raus ? Kann man das Signal direkt auf eine SPS legen.? Was kostet dann so eine kleine SPS. Und kann man das dann selbst programmieren?
    Und dann wieder die Frage: Warum macht Vaillant das eigentlich nicht? Die müssten doch schon bei der Installation das S0 Signal abgreifen und immer aktuell auswerten können. Dann noch ein paar potenzialfreie Relais schalten und entsprechende Heizstäbe in den Pufferspeicher. Fertig.
    Also wenn irgend jemand hier eine konkrete Lösung hat bitte alle Infos dazu hochladen.
    Gruß
    JoGo