SPD fordert EEG-Umlage auf Eigenverbrauch: Gute Nacht KWK?

  • In einem Interview in der heute erschienenen Ausgabe der Wirtschaftswoche fordert der Wirtschaftsminister von NRW, Garrelt Duin, die Belastung des Eigenverbrauchs mit der EEG-Umlage. Mal abgesehen davon, dass dann alle PV-Anlagen, die in den letzten Jahren mit Fokus auf Eigenverbrauch errichtet worden sind, auf einen Schlag unrentabel wären, wäre das wohl das (zumindest vorübergehende) Aus für die BHKW-Branche ...

  • Id..ten gibt es halt überall.
    Fordern für den erhalt der alten Strukturen kann man viel, aber man muss es auch durchsetzen können.
    Alleine der Hinweis auf selbstgezogenes Gemüse, das dann auch versteuert werden müsste....
    Gibt so viele Texte dazu im Netz, die von viel schlaueren Menschen geschrieben wurden.


    Zu jeder Epoche gab es grundlegende Umwälzungen in der es Menschen gab die Neuerungen vehment bekämpft haben.
    Die konnten das manchmal verzögern, aber wurden dafür im Nachhinein von den unvermeidlichen Auswirkungen viel stärker "bestraft".


    Der gute Mann gehört halt zu der Kaste, dessen Brot ich ess, dessen Wort ich sprech.
    Momentan eine reine Seuche.
    Heute stand wieder ein Artikel in der Zeitung das viele Ruhrgebietsstädte jetzt noch größere Finanazierungslücken haben,
    da die großen Energiekonzerne die Gewinnausschüttungen reduzieren.
    Aber halt nur bei den Städten die krampfhaft an Ihren Beteiligungen festgehalten haben, obwohl das Ende absehbar war.
    Schlauere Kommunen, ohne Rentensitze bei den Konzernen, haben Ihre Anteile beizeiten verkauft und haben heute weniger Probleme.
    Dafür sollen Sie ja jetzt auch "bestraft" werden und den Sitzenbleibern finanziell unter die Arme greifen, damit die noch länger ihre faulen fetten Ärsche stillhalten können.


    Und wer ist schuld an der ganzen Misere?
    Natürlich wir Assgeier die am Fördertropf hängen.... Wobei, wie war das mit dem geänderten Fördersummenbericht der EU?


    Schwachköpf, meine Meinung halt....
    Ein genervter
    Bernd

  • Hallo,


    nun ja, ist ja auch bedrohlich das der Anteil der Big 4 an der Stromerzeugung langsam aber stetig gesunken ist. Um dem entgegenzusteuern wurde ja die Idee der Offshorewindkraft geboren - Risikoabwälzung und erhöhte Einspeisevergütung zu lasten der Stromkunden...


    Um bei dem Gemüse zu bleiben:


    Zunächst wurde das Gemüse zum mehrfachen des Marktpreises angekauft, um den anbau anzukurbeln.


    Dann gab es einen Zeit, da wurde das selberaufessen noch zusätzlich bezahlt. ?(


    Und nun soll ich für selbsterzeugten- und verbrauchten Strom zus. Abgaben zahlen?
    (Haben die ein paar Beamten zuviel, die nun "sinnvolle" Beschäftigung suchen?)


    SPD und RWE sind sich in NRW für meinen geschmack ein wenig zu nahe. |__|:-)


    Aber es gibt ja noch andere Verflechtungen: Ein Landesbischof (Nein nicht Limburg) sorgte sich anlässlich des Aschermittwochs darum, das seine Schäfchen aufgrund der Gewinnsucht der Konzerne demnächst nicht mehr den Strom bezahlen können - Das seine Kirchl. Versorgungskasse Anteile an Amprion hält und damit sehr gut an den staatlich garantierten Renditen des Netzausbaus verdient, hatte der gute Mann wohl verdrängt...


    Es gibt Tage, da kann man garnicht soviel essen wie man :uebel: kann!


    Gruß Dachsgärtner

  • Zitat

    SPD und RWE sind sich in NRW für meinen geschmack ein wenig zu nahe. |__|:-)


    Wenn man sich die Wechselposten so ansieht, könnte man fast von Personalunion sprechen...
    Wär aber nicht anders wenn die Schwatten, Grüne, Gelben, Violetten etc. so lange dran gewesen wären.
    Macht korumpiert halt.

  • Moin,


    leider stricken da nicht nur SPD´ler dran, auch die Bundesgrünen haben Ihr Schärflein dazu beigetragen. Aber in einem internen Dokument das ich kürzlich lesen durfte steht:

    Zitat

    " Dabei sind jedoch die Leistungen von Erneuerbaren und hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für den Klimaschutz und die Energiewende
    angemessen zu berücksichtigen."

    Mal schaun was "angemessen" ist .


    mfg

  • Tja, "Die Linke'' hat sich in einer Pressemitteilung vom 9.10. positioniert. Demnach müssen Eigenverbraucher nicht nur die EEG-Umlage, sondern auch noch Netzentgelte fürchten. Da Altmaier schon Anfang des Jahres Vorschläge gemacht hat, die eine EEG-Umlagen-Belastung für Eigenverbraucher vorsahen, sehe ich momentan nicht so recht, wer im Bundestag einen entsprechenden Vorstoß der SPD-Truppen um Garrelt Duin zurückweisen würde. Unfassbar, in was für eine falsche Richtung die ganze Sache jetzt läuft.


    Treiber der falschen Richtung sind übrigens m. E. die vielen Stadtwerke, die in den letzten Jahren völlig falsch investiert haben (Bsp. Trianel mit Kohlekraftwerk und Offshore-Windanlagen ...) und jetzt die Politik zur Hilfe rufen. Im Gegensatz zu RWE, EON & Co. werden die Stadtwerke in der Politik - sogar und vor allem bei den Grünen - gehört und für unterstützenswert befunden ...

  • Hallo,
    wie fordern es die Orangenen keine Firmenspendespenden an den Parteien.
    Erneuerbaren volle kraft voran.
    Volle Kürzung der Energiesubventionen.
    Im nuh wäre der Spuck vorbei.
    Gruß
    Pfleger

  • Moin in die Runde,


    da ich mich gewerblich mit BHKW Anlagen beschäftige habe ich eigentlich für die Aussagen der Politer kein Verständnis.


    Ein BHKW Betreiber geht das Risiko ein kauft ein BHKW und erhoft sich davon ein Ersparnis.
    Ich greife mal den Vorschlag von dem Dachsgärtner auf.
    Da mir die Kartoffeln im Laden zu teuer sind pflanz ich selber welche und soll nun Abgaben auf die selbst auf gegessenen Kartoffeln zahlen. Daher fordere ich für Alles was selber gemacht werd eine Abgabe damit Alle bestraft werden die Sich einem Selbstmach Risiko aussetzen. Liebe Regierung ich fordere eine Abgabe an das Volk für Lösungen die nicht zu Ende gedacht worden sind.
    Wenn man einmal nach rechnet was für eine erhöhtes Aufkommen der Staat bei der Umsatzsteuer hat durch die Erhöhung der EEG Umlagen sind das Millardenbeträge. Warum Steuern und Abgaben mit der Mehrwertsteuer beaufschalgt werden liegt wohl daran das die Steuerschlüsselnummer auch den Energieversorgern nicht bekannt sind. Mein Einkommen ist auch abhängig davon was dort für ein Schwachsinn verzapft wird. Daher ist meine Meinung wer kein Investionen in die Effizienz seiner Gebäude und Anlagen tätig sollte hinter her auch nicht rumm heulen das er bezahlen muss.So wird das mit der Energiewende auch nicht klappen. Der Staat leidet nicht unter der Mindereinnahme der Steuern und Abgaben. Die Verlieren sind die großen Energieversorger, die haben lange Jahre gut von uns Allen gelebt. Warum nicht den Gewinn durch bessere Konzepte in die Bevölkerung oder auch in die kleineren Unternehmen verteilen.


    Für Politiker sollten auch Abgaben eingeführt werden die einen solchen Blödsinn verzapfen.



    Gruß Klaus

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Die zeit ist reif für die "Blaue Partei"


    Dann bau mal schnell in Deinem Gewächshaus Kartoffeln an um daraus Schnaps zu brennen. Wenn wir dann blau sind, gründen wir die Blaue Partei. In dem Zusand kriegst Du mildernde Umstände, wenn Du auch anfängst Schwachsinn von Dir zu geben.
    ^|__|^
    Aber mal in Ernst. Wenn ich kein Messgerät habe, kann man nicht feststellen wieviel Strom ich selbst verbraucht habe. Dabei handelt es sich um einen Eingriff in die privat Phäre und Eigentum. Das GG §13 garantiert die Unverletzlichkeit der Wohnung. Die darf von staatlichen Stellen nur betreten werden bei Gefahr in Verzug oder durch richterliche Anordnung, wenn es in Zusammenhang mit einer schweren Straftat steht. Das fehlen einer Messeinrichtung ist weder einer schwere Straftat noch ist dadurch Gefahr in Verzug. Da können die noch so viele Vorschriften erlassen. Die können die aber nicht durchsetzen. Also mal entspannt bleiben. Eher wird vom EuGH die Befreiung von den Netzentgelte als unzulässige staatliche Subvension gekippt.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Das hört sich doch schon besser an!

    Wenn ich kein Messgerät habe, kann man nicht feststellen wieviel Strom ich selbst verbraucht habe. Dabei handelt es sich um einen Eingriff in die privat Phäre und Eigentum. Das GG §13 garantiert die Unverletzlichkeit der Wohnung. Die darf von staatlichen Stellen nur betreten werden bei Gefahr in Verzug oder durch richterliche Anordnung, wenn es in Zusammenhang mit einer schweren Straftat steht. Das fehlen einer Messeinrichtung ist weder einer schwere Straftat noch ist dadurch Gefahr in Verzug. Da können die noch so viele Vorschriften erlassen. Die können die aber nicht durchsetzen. Also mal entspannt bleiben.

    Dann schau mer mal! 8o


    Wer will noch andere seltsame Meldungen ? :roflmao:

  • Hallo!


    Zitat Ecopowerprofi:..........Wenn ich kein Messgerät habe, kann man nicht feststellen wieviel Strom ich selbst verbraucht habe. .................


    Nur haben wohl alle BHKW-Betreiber diese Messgeräte. Und die Zählerstände werden auch an den NB weitergegeben. Hierraus lässt sich der Eigenverbrauch leicht errechnen, was ja einige NB bei der Abrechnung machen. Bei Eon hatte ich immer Eigenverbrauch und Einspeisung getrennt für die Zulage von 5,11 Cent. Der Zuschlag auf den Eigenverbrauch wurde sogar jährlich mit Abschlägen und Abrechnung am Jahresende abgerechnet. So ist es ein Leichtes die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zu berechnen. Die wird dann halt gleich abgezogen und du mußt dann noch was zuzahlen.


    IMHO ist die BHKW-Technik zumindest im kleineren Bereich, da wo die Wartungs- und Anschaffungskosten im Verhältnis sehr hoch sind, bereits gestorben. Meine Nr. 2 ist bereits seit März wegen Motorschaden außer Betrieb, Nr. 1 läuft derweil noch. Allerdings bin ich auch hier am rechnen ob es sich noch lohnt bei Wegfall der Zulage das Ding weiter am Leben zu erhalten was bei ca. 500,-- Euro Strombezugskostenersparnis/a alleine durch Wartung/Instandhaltung leicht aufgefressen wird. Da scheint mit PV und Gas-Brennwerttechnik die bessere Alternative.


    Viele Grüße
    Joachim

  • Hallo!


    Zitat Ecopowerprofi:..........Wenn ich kein Messgerät habe, kann man nicht feststellen wieviel Strom ich selbst verbraucht habe. .................


    Nur haben wohl alle BHKW-Betreiber diese Messgeräte. Und die Zählerstände werden auch an den NB weitergegeben. Hierraus lässt sich der Eigenverbrauch leicht errechnen, was ja einige NB bei der Abrechnung machen. Bei Eon hatte ich immer Eigenverbrauch und Einspeisung getrennt für die Zulage von 5,11 Cent. Der Zuschlag auf den Eigenverbrauch wurde sogar jährlich mit Abschlägen und Abrechnung am Jahresende abgerechnet. So ist es ein Leichtes die EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zu berechnen. Die wird dann halt gleich abgezogen und du mußt dann noch was zuzahlen.


    IMHO ist die BHKW-Technik zumindest im kleineren Bereich, da wo die Wartungs- und Anschaffungskosten im Verhältnis sehr hoch sind, bereits gestorben. Meine Nr. 2 ist bereits seit März wegen Motorschaden außer Betrieb, Nr. 1 läuft derweil noch. Allerdings bin ich auch hier am rechnen ob es sich noch lohnt bei Wegfall der Zulage das Ding weiter am Leben zu erhalten was bei ca. 500,-- Euro Strombezugskostenersparnis/a alleine durch Wartung/Instandhaltung leicht aufgefressen wird. Da scheint mit PV und Gas-Brennwerttechnik die bessere Alternative.


    Viele Grüße
    Joachim