Dachs: Ärger mit Wartung

  • Hallo Gemeinde,


    leider habe ich in der letzten Zeit immer mal Ärger mit der Wartungsfirma. Mit schöner Regelmäßigkeit bleibt die Anlage stehen, man sitzt im schlimmsten Fall kalt. Glücklicherweise habe ich einen Wartungsvertrag, denn wenn ich all die Teile zahlen müsste, die ausgetauscht werden, wäre ich schnell pleite. Soweit die Vorrede. Bei der letzten Störung wurde ich eines schlimmen Verbrechens bezichtigt, da ich die Anlage immer noch mit Schlauch auffülle. Die gleiche Firma, die den Dachs geliefert und die Anlage aufgebaut hat teilt mir das nach 6 Jahren mit, wo sie doch Dauergast bei mir sind. Des weiteren sei die Anlage schlimm verkalkt, dabei habe ich eine Wasserenthärtungsanlage (8°DH), die das Wasser entkalkt. Nun habe ich schriftlich die Aufforderung bekommen eine sogenannte Salzpatrone zu installieren, das Wasser aus dem Wärmespeicher auszutauschen und den Dachs zu spülen?
    Wie ist das bei den Dachs-Mitstreitern? Haben alle eine Anlage mit nullgrädigen Wasser? Ist dieser Aufwand mit der vorhandenen Ausstattung (Wasserenthärtung) notwendig?
    Vielleicht kennt auch jemand einen zuverlässigen Dachswärter in meiner Region (PLZ 35516)
    Ich weiß, das ist ein richtiger Roman, hoffe aber zuversichtlich auf Hilfe!

  • Hallo,


    deinen Ärger kann ich verstehen, hatte ich auch, nach ein paar Experimenten habe ich hier mehr oder weniger per Zufall eine recht gute Fa. gefunden.


    Bei diener Problematik drängen sich zwei Fragen auf:
    1. Wie bitteschön ist die Anlage "grundgefüllt" worden, - hatte der Instalateur eine mobile Enthärteranlage bei?


    2. Wieviel muß denn so im Jahresverlauf nachgefüllt werden? (Endweder Zähler oder so nach gefühl..)


    Interesant wäre noch zu wissen wie groß Puffer sowie Rest der Anlage ist.


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo Dachsgärtner,


    vielen Dank für die rasche Antwort.


    Zu Deiner 1. Frage, ja bei der Installation wurde mit nullgrädigen Wasser gefüllt, die hatten eine Anlage dabei.


    Zur 2. Frage die Anlage ist eigentlich dicht, gefühlt hatte ich alle 2 Jahre mal 30 Liter Wasser nach dem Entlüften aufgefüllt. Jetzt ist aktuell ein Heizkörper ausgetauscht worden und das Bad saniert worden, dabei wurde das Heizungswasser abgelassen, der Sanitärmensch meinte ca. 100 Liter mache das aus, maximal.


    Der Pufferspeicher fasst 750 Liter. Die Frage nach der Größe der Anlage interpretiere ich so, es handelt sich um ein Einfamilienhaus ca. 250qm Wohnfläche und entsprechend vielen Heizkörpern. Der Dach ist eigentlich viel zu überdimensioniert.


    Ich hoffe diese Informationen helfen weiter!


    Gruß Feinerdachs

  • die Anlage ist eigentlich dicht, gefühlt hatte ich alle 2 Jahre mal 30 Liter Wasser nach dem Entlüften aufgefüllt. Jetzt ist aktuell ein Heizkörper ausgetauscht worden und das Bad saniert worden, dabei wurde das Heizungswasser abgelassen, der Sanitärmensch meinte ca. 100 Liter mache das aus, maximal.


    Also ~190l mit 8°dH nachgefüllt.


    http://www.wasserladen.de/pdf/Info_Kalkfibel.pdf

    Zitat

    Mengenmäßig entsprechen 1 °dH 10 mg CO (Calciumoxid)
    pro 1.000 ml Wasser und 1 mmol/l 100 mg CaCO ? (Calcium-
    carbonat) pro 1.000 ml Wasser.


    Das wären <30g Kalk wegen denen der Dachs nicht mehr läuft. :huh:



    mfg JAU

  • Es geht, denke ich, nicht um die temporäre Härte, sondern um die permanente, den Salzgehalt des Wassers, der insbesondere Plattenwärmetauschern zusetzt. Lässt sich relativ leicht messen, wenn man gleichtemperiertes Wasser vergleicht, in das man die Prüfspitzen eines Ohmmeters hineinhält. Wechselweise.
    Am besten geht es allerdings mit Wechselstrommessung.


    Welch mieses Material verwenden die denn beim Dachs?


    Die temporäre Härte schützt eher, als dass sie schadet. Sie macht das Wasser alkalisch.

  • Hallo
    und vielen Dank für die Antworten. Ich glaube ich liege mit meiner Ursprungsvermutung richtig, dass man mich als Kunden los werden will, weil die Kalkulation mit dem Wartungsvertrag nicht aufgeht. Die Argumentation mit der Verkalkung ist doch sehr weit her geholt. Ich soll eine Anlage mit Salzpatrone für 1000,00€ installieren, damit künftig nur mit nullgrädigen Wasser aufgefüllt wird, sowie in eine Neubefüllung des Wasserspeichers und eine Spülung des Dachses.
    Als stelle ich nochmal die Frage, ob jemand einen zuverlässigen Dachswart in meinem Bereich (PLZ35516) empfehlen kan, soweit das in diesem Forum zulässig ist.


    Grüße Feinerdachs

  • Hallo,

    Ich soll eine Anlage mit Salzpatrone für 1000,00€ installieren, damit künftig nur mit nullgrädigen Wasser aufgefüllt wird, sowie in eine Neubefüllung des Wasserspeichers und eine Spülung des Dachses.


    Wenn es wirklich nur so ein paar Ltr./Jahr sind, dann kannste besser destiliertes Wasser mittels Füllpumpe nachfüllen. Es gibt aber auch so ein Nachfüllsystem mit Enthärtungskartuschen von Reflex, war für unsere Anlage nur zu klein, deshalb fülle ich mit Regenwasser nach...(Die "große" Anlage im Betrieb, nicht den Dachsbau im Whs.)


    Was ist denn genau das Problem, was dein Dachs hat, "einfach so" wird ja wohl eine Spülung nicht enpfohlen! (Mein Heizöl Dachs ist ein Jahr älter, da war noch dieser Verdrängerring verbaut, wo sich die Beschichtung "aufbläht", dieser hat so eine änliche Symptomatik...)


    Als stelle ich nochmal die Frage, ob jemand einen zuverlässigen Dachswart in meinem Bereich (PLZ35516) empfehlen kan, soweit das in diesem Forum zulässig ist.


    Ist hier sicher nicht verboten, aber scheinbar ist das ein Dachspflegerarmes Gebiet..
    Evtl. kann ja das zuständiege Senertec Center weiterhelfen.


    Ich würde mich nicht aus dem Vertrag drängen lassen, diese Tierchen werden mit den Jahren nicht gerade wartungsärmer, und schließlich hat die Fa. den Dachs ja so eingebaut.
    (Mein Dachs wurde auch mit enthärtetem Wasser grundbefüllt, danach gab es ab und an eine Nachfüllung aus der Leitung, der dachs hatte damit bisher nie ein Problem.... Wenigstens damit nicht.... :cursing: )


    Gruß Dachsgärtner

  • Hallo Feinerdachs,
    hast du schon mal den Härtegrad von deinem Heizungswasser gemessen?
    Es gibt so kleine Prüfsets mit einem 5ml oder 10ml Prüfbehäter und ein Fläschchen Reagenzmittel.
    Man füllt das Glas mit Wasser auf und gibt tropfenweise das Reagenz dazu nach bis die Farbe umschlägt.
    Die Anzahl Tropfen ergibt den Härtegrad.


    Ich habe meine Anlage in 2001 mit normalen Leitungswasser gefüllt, 2x500l + Heizkörper + Leitungen.
    Da eine Verschraubung nicht dicht war musste ich reglmässig nachfüllen Härtegrad 7,6°dH.
    In 2009 habe ich die Anlage umgebaut und auch die undichte Stelle gefunden. Danach habe ich mit enthärtetem Wasser aufgefüllt.
    In der ganzen Zeit sind bei mir keine Probleme wegen Kalk aufgetauch, nur aus dem Brauchwasserspeicher konnte ich gut 1kg Kalk entfernen.

  • Die permanente (bleibende) Härte im Auffüllwasser, das aus kommunalen Leitungen kommt, kann uns nicht interessieren, da es im Heizsystem
    ja nicht angereichert werden kann. Leckage und Auffüllung haben gleiche permanente Härte. Typischer Vertreter CaSO4.(Gips) Die nicht blei-
    bende temporäre Härte verschwindet im Heizungssystem sofort, sobald das Auffüllwasser eine gewisse Temperatur erreicht.

    Ca (HCO3)2 (Calziumbikarbonat) = CaCO3 (unlöslich,fällt aus) + CO2 (entweicht) + H2O


    Will man wissen, wieviel ausfällbarer Kalk (Kalziumkarbonat) im Auffüllwasser ist, so rechnet man stöchiometrisch wie folgt:


    temporäre Härte z.B.: 5 x 10mg CaO=50 mg pro Ltr. =50 :56(Molgewicht CaO)=0,892 mMol 0,892 x 100(MolgewichtCaCo3):56=159,3 g /1000 Ltr


    d.h. 1000 Ltr. Auffüllwasser mit 5 grd.temp.dH können 159,3 g CaCO3 ausfällen.
    Ich habe niemals daran gedacht, zum Auf-bzw. Nachfüllen etwas anderes als unser gutes Heidewasser zu nehmen, allerdings gebe ich es immer so zu, dass es im Vorlaufsystem und hinterher bis zum Erreichen des Dachswärmetauschers ausreichend Zeit hat, auszukristallisieren. Eine Belagsbildung im Tauscher habe ich bisher nicht bemerkt. Ein Ionenaustauscher für Auffüllwasser nützt nur dem Verkäufer.


    Dann war von Salzkonzentration im Auffüllwasser die Rede. Sie wird mit der elektrischen Leitfähigkeit gemesen, sie spielt hier wie die perma-
    nent Härte keine Rolle, Wir dampfen ja nicht ein, Leckagewasser gleich Auffüllwasser!