Hydraulischer Abgleich - Förderung der KfW-Bank

  • Hallo,
    in unser Haus wurde eine neue Heizung im Jahre 2012 eingebaut.
    Nun haben wir Bescheit von der KFW-Bank bekommen das wir keine Einzelmahsnahmenförderung bekommen da kein Hydraulischer Abgleich.
    Weiß jemand wie der Hydraulische Abgleich laut KFW definiert ist?
    Unsere Wohneigentühmergemeinschaft hat 40Wohnungen, 5 Eingänge.
    Die Heizung komplett neu
    Eine neue Umwelspumpe
    an die Verteilungsleitungen wurde nichts gemacht.
    Heizkörper wurde zum Teil erneuert.


    Gruß
    Pfleger

  • Gib doch einfach bei der KFW den Suchbegriff ein,
    da kommt direkt die gesuchte Info.


    ABER!
    Wenn die Heizung neu gemacht wurde, hätt euer Heizi nach Vorschrift ohne einen hydraulischen Abgleich garnicht gehen dürfen!
    Also den mal antexten, wie er sich das vorstellt.
    Viele reichen Euch dann einen Wisch indem Ihr bestätigen sollt das er den gemacht hat,
    aber wenn dem nicht so ist....


    Wer hat den die Förfderanträge gestellt?
    Der müsste doch wissen was eingereicht werden muss um die Förderung zu erhalten.

  • Hallo Bernd,
    nach dem bei uns der Hydraulische Abgleich knappe 40 000€ kostet, haben wir in der Eigentühmerversammlung uns gegen den Abgleich entschieden.
    Wie der Abgleich geht weiß ich technisch kann auch überal nachgelesen werden.
    Ob wir nun die teuren einstellbare Ventiele an den Heizkörper einbauen müssen.
    Oder reicht nur eine Berechnung oder Ventiele an den Heizungsleitungen ist mehr mein Thema für uns.
    Gruß
    Pfleger

  • Hallo Alikante,
    bei den immer wechselnde Gesetzen kennt sich halt ein alteingesener "Heizungsingenoer" nicht mehr aus. Die Entscheidung seitens KFW hat ja auch 12 Monate gedauert.
    Was meint Ihr wieviel sollte so ein Hydraulischer Abgleich kosten?
    Sind die Heizungsventiele zwingend notwendig oder nicht?
    Da unsere Gasheizung schon knappe 40 000€ +unvorgesehene Nebenkosten von 40 000€ gekostet hat wollen wir eben die nächsten 40 000€ nicht bezahlen.


    Gruß
    Pfleger

  • Die Frage muß doch sein was Ihr an Förderung bekommen und an Heizkosten durch den Abgleich sparen könntet, wenn das die Kosten reinholt ost die Entscheidung zu überdenken.


    Ist ne einfache Rechnung. :D


    Und ja es müssen voreinstellbare Ventileinsätze rein und ggf auch Strangregelventile.


    mfg

  • Nunja, die Vorgaben der KFW sagen nunmal ein hydraulischer Abgleich ist bei Heizungssanierung eine der Vorgaben.
    Wenn man den dann nicht machen lässt, gibt es auch keine Förderung.


    Ob der Abgleich 40.000€ kosten muss, kann dir wohl ohne die Umgebung zu kenn keiner sagen.
    Nur muss für die KFW halt eine Firma die Berechnung machen und den Nachweis der fachgerechten Ausführung belegen.
    Das lassen die sich halt bezahlen.


    Aber die Förderung hat bestimmt einen niedriegeren Wert als die gesparten 40.000€ für den Abgleich.
    Also hat es sich doch schon "gelohnt"

  • Moin Bernd,


    der letzte Satz ist wohl nicht Dein Ernst.
    Bei einem weit verzweigten Heizleitungsnetz geht es um die gleichmässige ausreichende Erwärmung bei niedrigeren Vorlauftemperaturen. Da die neue Heizung wohl Brennwerttechnik enthält, sind auch die abgesenkten Rücklauftemperaturen sehr von Vorteil und können die Heizkosten erheblich senken.


    Nebenbei:
    Ich hasse die allerseits übliche Subventionshascherei ohne Sinn und Logik!!


    Gruß Dietrich

  • Aber die Förderung hat bestimmt einen niedriegeren Wert als die gesparten 40.000€ für den Abgleich.
    Also hat es sich doch schon "gelohnt"


    Ich finde der Bernd hat im Grunde recht. Viele verlangen für den hydraulischen Abgleich exorbitante Honorare. Alles vollkommen überflüssig. An einem bestehenden System kann man davon ausgehen, dass das Rohrsystem entsprechend dimensioniert ist und daher dort nichts mehr gemacht werden muss. Man muss nur an jedem Heizkörper den Durchfluss so einstellen, dass dieser HK zwischen Vor- und Rücklauf die gewünschte Spreizung hat. Das lässt sich am Besten im Winter realisieren, wenn mit hoher Vorlauftemperatur gearbeitet wird. Geht natürlich auch im Sommer aber mit etwas mehr Aufwand. Die Umwälzpumpe muss dann nur noch so eingestellt werden, dass die max. Leistung von der Therme bzw. Kessel abtransportiert werden kann. D.h. die Pumpe muss pro 20kW Heizleistung 1m³ pro Stunde fördern. Die Förderleistung einer Pumpe kann man aus jedem Datenblatt zur Pumpe entnehmen.


    Auch wenn man nichts macht dauert es lange bis die 40.000€ durch einen eventuell besseren Wirkungsgrad der Therme wieder rein geholt werden. Bei 240.000kWh pro Jahr und 3% schlechteren Wirkungsgrad betragen die Mehrkosten 360€ pro Jahr. ROI beträgt 40.000€ / 360€/a = 111 Jahre. Das werden wir alle samt nicht mehr erleben.
    Oder anders rum gerechnet, der Wirkungsgrad muss durch den hydraulischen Abgleich um 24% verbessert werden damit es sich innerhalb von 14 Jahre rechnet. Die übliche Abschreibung der Heizungsanlage beträgt 15 Jahre.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

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  • Moin Oscar,


    um bloß die Durchflussmenge am Ventil einzustellen brauchst Du in einem Mehrfamilienhaus (ob Mieter oder Eigentümer ist egal) eben voreinstellbare Ventile und die sind in der Regel in älteren Bestandsbauten nicht vorhanden - hat Pfleger ja auch angedeutet - und deren Einbau kostet eben auch Geld. Die zitierten 40.000 Euro sind leider nicht in Hardware mit Montage und Papierkram gesplittet.


    Gruß Dietrich

  • Nein war ironisch gemeint!
    Ohne hydraulischen Abgleich hätte ich hier vor den Dämmmassnahmen nicht so viel sparen können.
    Allerdings habe ich die Grobmotorikerversion mit der Rücklaufverschraubung gemacht.
    Ungenauer, aber hat trotzdem nach monatelanger rumschrauberei viel gebracht.


    Geld wird wohl jetzt von der KFW nicht mehr zu holen sein nach der Ablehnung, jetzt hilft nur noch Ironie.
    Leider!


    Trotzdem sollte aus Einsparunggründen der Abgleich in Eigenleistung noch gemacht werden.

  • voreinstellbare Ventile und die sind in der Regel in älteren Bestandsbauten nicht vorhanden


    Mein eigenes Haus ist jetzt 30 Jahre alt. Da sind alle Heizkörper bereits mit Durchflussbegrenzer ausgestattet. Wenn keine vorhanden sind, dann kann man die Ventilunterteile gegen einstellbare austauschen. Kosten ca. 25€ zzgl Montage ca. 15€. Das sind 40€. Einstellen nochmal 10€. Für 40.000€ kann ich also ca. 800 HK umrüsten. Eine 3 Zimmer Wohnung hat 5 HK. Das wären 160 Wohnungen. Passt doch alles nicht.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Hallo,
    diese 40 000€ ist eigendlich nur die Hartware.
    Es ist natürlich auch viel in unserer Heizung passiert und es wird noch.
    Die Steuerung ist auf dem neuersten stand.
    damit haben wir schon viel Energie eingespart.
    Ein Hydr. Abgleich könnte man im nachhinein auch noch einbauen das würden wir schon hin bekommen.


    Aber die kosten stehen zur relation nicht. Strangventiele und gute Heiztermosthate sollten ausreichen das ich meine 2,9% 8) Einsparung (statt 3%). Damit hättet man in unseren Fall 30 000€ weniger bezahlt. Das wäre für uns fast eine KWK-Anlage geworden. X(
    Dies ist mit den Förderbedienungen mit einer WEG zu teuer.
    Auch wenn sie sich trozdem renntieren würde.
    Gruß
    Pfleger