Wärmeabrechnung

  • Hallo Dachsfreunde,


    Vielleicht kann mir jemand helfen. Ich möchte gern mit meinen Dachs meinen Nachbarn mit Wärme versorgen. Nun weis ich nicht, wie ich das abrechnen soll. Es wird auf jeden Fall ein Wärmemengenzähler in die Leitung gebaut. Aber wie hoch kann mann die KWh ansetzten?


    mfg.Uwe Thiel

  • Hallo Uwe,


    am besten Du schließt ihn auch an den Strom an. Beide bekommt Ihr einen Wärmemengenzähler und einen Strombezugszähler. Dann kauft Ihr gemeinsam den Dachs und die laufenden Kosten werden geteilt.


    So in der Art macht es glaube ich unser Dachsausbeuter, stimmts Bernd?


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
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  • Ja genau so.
    Gemeinsamer Einkauf und geteilte Kosten.
    Der Dachs arbeitet durch seinen Gewinn die Anbindung und seinen Kaufpreis ab.
    Nachbar verpflichtet sich für 10 Jahre, wenn er vorher raus will muss er den anteiligen Restbetrag der Anbindungskosten tragen.
    Wenn noch weiterer Gewinn überbleibt wird er anteilig zu den Installationskosten verteilt ;)

  • Hallo Uwe, ich stimme meinen Vorredner voll zu, beide haben das auch optimal gelöst.


    Die von Dir angefragte Abrechnung kann frei gestaltet werden. Einige setzen 100 % genau den Stromwert an den der Versorger nimmt und subventionieren extrem den Wärmepreis.


    Ich würde empfehlen, den Strompreis und Wärmepreis korrekt abzurechnen. Dazu legst Du jeweils 50% der Kosten auf die Wärmeerzeugung und Stromerzeugung um, die der Dachs erzeugt hat.


    Die Kosten des Eigenstroms muß dann mit dem EInkaufspreis des Stromes verrechnet werden, dann hast Du den wirklichen Strompreis.


    Wenn Du noch eine Spitzenlastheizung hast, machst Du es genauso mit dem Wärmepreis, Dachswärmepreis und Heizungswärmepreis = Wärmepreis.


    Ich hoffe es ist klar geworden ( halbwegs), bei Gelegenheit muß ich das Thema wohl oder übel noch mal aufgreifen und Bildlich darstellen :rolleyes:


    Obwohl einfach und logisch, ich weiß Formeln wären auch schön. :tongue:

  • Hallo Ihr Eifrigen,
    erstmal schönen Dank für Eure schnelle Reaktion. Aber ich glaube sorichtig habe ich es noch nicht verstanden. Mir wäre sehr geholfen, wenn einer es in eine Formel packen könnte.


    mfg.Uwe Thiel

  • A = Gekauft 10.000 Kwh Betriebsstoff vom Versorger für 1.000 €
    B = Gekauft 2.000 KWh Strom vom Versorger für 400 €
    C = Verkauft 5.000 KWh Strom an Versorger für 500 €


    Dachsnutzer 1
    D = Verbraucht 2.000 KWh Strom für 400 €
    (gleiche Kosten je KWh wie EVU-Strom angesetzt)
    E = Verbraucht 2.000 KWh Wärme


    Dachsnutzer 2
    F = Verbraucht 4.000 KWh Strom für 800 €
    (gleiche Kosten je KWh wie EVU-Strom angesetzt)
    G = Verbraucht 4.000 KWh Wärme


    H = Wartungs und sonstige Kosten 500 €


    Berechnung Dachs C + D + F - B - H = 800 €


    Wärmeverteilung
    Kosten Betriebsstoff 1.000 € / (E +G) = 0,1666~€/KWH Wärme


    Nutzer 1 = 2.000 KWh Wärme x 0,1666~€/KWH Wärme = - 333,33 €
    seine eigenen Strombezugkosten - 400,00 €
    Einnahmen Dachs /2 + 400,00 €
    Zu zahlen 333,33 €


    Nutzer 2 = 4.000 KWh Wärme x 0,1666~€/KWH Wärme = - 666,66 €
    seine eigenen Strombezugkosten - 800,00 €
    Einnahmen Dachs /2 + 400,00 €
    Zu zahlen 1.066,66 €


    Ich hoffe das ist so verständlich, und jetzt komm mir keiner das die Zahlen so aus dem Dachs nicht stimmen, is schon klar.....
    Ich habs mir halt einfach gemacht, und mir alles aus den Fingern gesaugt.


    Noch mal in Schriftform,
    Gas oder Öl wird gekauft, im Dachs in Wärme und Strom gewandelt.
    Da man immer etwas Strom zukauft kostet der auch noch.
    Jetzt hat man also die Kosten für den betriebsstoff den teilt ma durch die kompletten Wärmemengen beider Nutzer.
    Dann hat man die Kosten € je KWh-Wärme, diese wieder den jeweiligen Verbräuchen der Nutzer anrechnen, ergibt die Verbrauchskosten Wärme.


    Dachs verdient durch Stromverkauf an EVU und Nutzer 1+2, muss aber Kosten für Stromeinkauf und Wartung zahlen.


    Beim Stromverkauf an die Nutzer mach ich es so das jedem der Stromtarif berechnet wird den er auch beim EVU bezahlen würde, ist halt einfacher...


    Jetzt weniger Nebel?
    Eine direkte Formel ist das nicht aber ich hoffe es hilft.

  • :-@ Danke für Deinen tollen Beitrag ^^


    Also zahlt z.B. Nutzer 1 anstatt etwa 700 € Strom und Wärmekosten
    ( ohne Dachs ) nur 333 €.



    Und dem Fuchs sagen wir, wenn er fragt, AfA und Zinsen zahlen wir aus der Energiesteuer Rückzahlung ))))


    Übrigens darf ich Dein Brennstoffversorger werden ?? Bei 1.000 € pro 10.000 kWh :tongue: :D


    @ Bernd hast Du auch so ein Liebesbrief wegen unserer Gaspreiserniedrigung ( Gaspreisrebell ) bekommen. Wir haben schon wieder einen neuen Ansprechpartner :tongue: Offenbar ist der alte schon wieder vorzeitig verschlissen ))))


    Wir aber langsam teuer für die Stadtwerke, immer neue Mitarbeiter... :tongue:nicht das die nächsten Gaspreiserhöhungen damit begründet werden. ))))

  • Hallo Bernd,
    ch finde es super wie schnell Du reagierst. (y) Ich habe es auch verstanden, aber mein Nachbar soll nur Wärme von mir bekommen. Der Strom bleibt bei mir, da es zu aufwändig wäre Ihn mit bei mir anzuschließen.


    Ich muß das mal erklären. Die Heizungskeller liegen direkt nebeneinander, die Stromanschlüsse nicht. Da müßten wir komplett durch beide Häuser. Wir haben das so besprochen, das er mir die Wärme abnimmt und ich die Stromerzeugung die durch die Wärmeabnahme erzeugt wird, Ihm vergüte. Die Wartungs- und Reperaturkosten teilen wir uns. Die kosten der Stromvergütung wollte ich durch den Wärmemengenzähler ausrechnen. Daraus resultiert der Prei der KWh für die Wärme.



    mfg.Uwe Thiel

  • @ Dachsfan. Kannst du nicht lesen? Oder sitzt du wieder auf deiner Brille?

    Zitat

    Ich hoffe das ist so verständlich, und jetzt komm mir keiner das die Zahlen so aus dem Dachs nicht stimmen, is schon klar.....
    Ich habs mir halt einfach gemacht, und mir alles aus den Fingern gesaugt.


    Uwe , so ein bischen Stromkabel ziehen ist wesentlich einfacher als eine Wärmeleitung!!!
    Da reichen ein dicker Bohrer und ein paar Leitungsschutzrohre.


    Aber mach wie du meinst.


    bernd

  • :DIch konnte schon lesen, aber ich hoffte als Dein neuer Brennstoffversorger mit Dir ins Geschäft zu kommen ))))


    Hatte aber schon befürtet das das nix wird ))))


    Bernd, Spaß muß sein :tongue:, nein Deine Abrechnung ist wirklich gut gemacht. Optimaler wäre allerdings wenn FAN den Dachsgewinn bekommen würde ))))

  • Hallo Uwe,


    etwas verstehe ich nicht in Deinem letzten Beitrag.


    Warum willst Du Deinem Nachbarn den Strom vergüten den Du ihm nicht lieferst?
    Eine Vergütung fällt doch nur an, wenn Du etwas erhältst. Oder teilt ihr euch den Brennstoff?




    Mit freundlichen Grüßen

  • Zitat

    [i] aber mein Nachbar soll nur Wärme von mir bekommen.


    Ich denke doch, das der Nachbar sind an den Brennstoffkosten beteiligt wenn er Wärme will........ :rolleyes:

  • Hallo Uwe,


    nochmal zur Abrechnung.


    wenn Du wirklich Deinen Nachbarn nur mit Wärme versorgen willst, brauchst Du für Dich und Deinen Nachbarn jeweils einen Wärmemengenzähler. Außerdem muss die vom Dachs gelieferte Strommenge gezählt werden.
    Diese drei Werte zusammengezählt, hast Du die im Abrechnungszeitraum insgesamt bereitgestellte Energie.


    Als Kosten hast Du Ausgaben für Wartung, Gas und Reparaturen. Hast Du einen Kredit gehören auch die Raten zu den Kosten. Hast Du bar bezahlt, musst Du jährlich 5-10% der Anschaffungskosten Deines BHKW zu den Kosten hinzurechnen.


    Diese Gesamtkosten teilst Du durch die gesamte bereitgestellte Energie.
    Das Ergebnis ist der Preis pro kWh. Dann musst Du nur noch diesen Wert mit dem Verbrauch Deines Nachbarn multiplizieren, und Du weißt was er zahlen muss.



    Mit freundlichen Grüßen

  • Aber es wurden Äpfel und Birnen zusammengezählt. Strom und Wärme sind unterschidliche Produkte und haben unterschiedliche Werte.


    Gut und richtig ist diese Abrechnung, wenn ich mit meinen Mietern abrechne. Denn hier darf ich nur den tatsächlichen Brennstoffeinsatz zum Wärmeerzeugen berechnen.


    Tue ich das nicht, ist meine Abrechnung FALSCH und muss vom Mieter nicht bezahlt werden.


    Ganz anders ist wenn ich frei über die Abrechnung verfügen kann, z.B. durch einen Vertrag. Ähnlich hat dies der Dachsausbeuter gemacht und ich finde es gut so, wie er es macht.


    Wenn ich mit dem Finanzamt abrechne, oder mit einem zweiten Eigentümer, will man vieleicht die tatsächlichen Werte richtig verrechnen. Dann muss man eine andere Berechnung wählen.


    Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt.

  • Hallo Dachsausbeuter,
    für die Heizung brauchen wir nur zwei Löcher zu bohren. Und ich hebe es ja auch so mit dem Nachbarn abgesprochen. Es wird auch ok sein, weil er das genau so sieht.


    Hallo Fuchs,
    ich muß doch den Strom der durch seinen Wärmeverbrauch eingespeist wird mit berücksichtigen, da ich ja die Vergütung dafür bekomme.
    Ich wollte ebend die Sachen wie Brennstoff-, Stromerzeugungs- und Wartungskosten so in eine Formel bringen,das ich dadurch einen KWh Preis herrausbekomme.



    Ich hoffe es wird nun langsam verständlicher@:pille

  • Hallo Uwe,
    ich würde trotz Problemen versuchen deinen Nachbarn auch mit
    Strom zu beliefern, es sei denn Du kannst die 5,5 kW schon alleine möglichst komplett verbrauchen. Für den beim EVU eingespeisten gibt es ca. 10 +- 2ct
    pro kWh (auch nur 10 Jahre, danach den KWK-Zuschlag weniger), der vom Dachs verdrängte Strom ist normalerweise deutlich wertvoller( 16-19ct)! Die Wirtschaftlichkeit des fossil betriebenen Dachs steht und fällt mit dem Anteil des selbst genutztem Stroms.


    Viele Grüsse


    Hololoy

    Viele Grüße

    Hololoy


    Senertec Dachs HR 5,3 kW (2004), PV 1: 10 kWp (2008), PV 2: 5 kWp (2009), PV 3: 3,75 kWp mit Eigenstromnutzung (2013), PV 4: 7,5 kWp mit Eigenstromnutzung (2015), Speicherakku stationär: 24V, 10kWh brutto (2010), Zero SR: 13 kWh (mobiler Speicher, 2016), Opel Ampera: 16 kWh (mobiler Speicher mit Wärmeerzeuger, 2013)

  • Hallo Uwe,


    zuerst kann ich nur bestätigen, was hololoy zum Strom geschrieben hat. Nur selber essen macht dick.


    Nun zu Stromvergütung an den Nachbarn. Grundsätzlich ist es so, dass der Strom bei einem BHKW nicht so nebenbei mit abfällt. Auch für den Strom wird ein entsprechender Anteil Brennstoff benötigt.


    Um 5 kW Strom zu gewinnen, werden mindestens 0,5 Liter Heizöl benötigt. Da sich aber technisch bedingt dieser halbe Liter nicht einfach in Strom umwandeln lässt, ist der Ablauf etwas anders. Es müssen 1,5 Liter Heizöl verbrannt werden um 5 kW Strom zu gewinnen. Nun kommt der große Vorteil eines Blockheizkraftwerks zum Tragen. Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme, immerhin der Energieinhalt des restlichen Liters Öl, gehen nicht verloren, sondern werden für Warmwasserbereitung oder Wohnraumheizung nutzbar.


    Würdest Du nur die Wärme benötigen, würde dafür ein üblicher Heizkessel nur ca.1 Liter Öl brauchen. Also 0,5 Liter Öl weniger aber dafür auch kein Strom.


    Wenn Du das gesamte Heizöl für den Dachs selber zahlst, steht also auch nur Dir der Ertrag aus dem Stromverkauf zu. Erhält Dein Nachbar von Dir Wärme muss er deren Gegenwert an Dich zahlen, nicht mehr und nicht weniger.


    Um den Preis pro kWh in etwa im Voraus ermitteln zu können, musst Du schon wissen welche Laufzeit pro Jahr erreicht wird.




    Mit freundlichen Grüßen

  • Zitat

    [i]Um 5 kW Strom zu gewinnen, werden mindestens 0,5 Liter Heizöl benötigt. Da sich aber technisch bedingt dieser halbe Liter nicht einfach in Strom umwandeln lässt, ist der Ablauf etwas anders. Es müssen 1,5 Liter Heizöl verbrannt werden um 5 kW Strom zu gewinnen. Nun kommt der große Vorteil eines Blockheizkraftwerks zum Tragen. Die bei der Stromerzeugung anfallende Abwärme, immerhin der Energieinhalt des restlichen Liters Öl, gehen nicht verloren, sondern werden für Warmwasserbereitung oder Wohnraumheizung nutzbar.


    ^^ ^^ ^^ 1 a Erklärung :tongue: ^^


    Bei dem anderen Teil Fuchs, sorry das ist aber Verhandlungssache. Wenn zwei sich einigen und der KWK Betreiber, "für den Strom" den er nebenbei beim Heizen erzeugt, dem Nachbarn, der nur Wärme abnimmt, etwas abgibt, finde ich das ok.


    Hauptsache ein ökologischer Dachs kommt in Haus und erfreut beide durch seine ökonomische Vorteile. ^^ ^^ ^^

  • Hallo Dachsfan,


    würdest Du auch folgenden Ablauf o.k. finden?


    Du hast Dir ein Auto gekauft, zahlst Wartung, Versicherung, Benzin usw. selbst. Regelmäßig nimmst Du Deinen Nachbarn mit und dieser zahlt Dir dafür eine Entschädigung.
    Würdest Du nun wirklich, für Fahrten welche Du alleine machst deinem Nachbarn Geld zahlen? Könnte für Dich ein Verhandlungsergebnis so aussehen?


    Was das Zitat betrifft, freut es mich, dass es Dir gefällt. Nur hättest Du der Wahrheit wegen auch folgenden Satz übernehmen müssen.


    "Würdest Du nur die Wärme benötigen, würde dafür ein üblicher Heizkessel nur ca.1 Liter Öl brauchen. Also 0,5 Liter Öl weniger aber dafür auch kein Strom."


    In der Wirklichkeit zurück, steht natürlich bei Uwe und seinem Nachbarn noch folgendes Problem im Raum. Sollte der Nachbar von Uwe herkömmlich mit Öl oder Gas heizen und seine Kosten pro kWh Wärme kennen, würde er wohl kaum von Uwe Wärme kaufen.





    Mit freundlichen Grüßen