Bin Laie - BHKW oder "normale" Erdgasheiz. plus Wärempumpe?

  • Hallo,


    ich bin Laie und möchte mich informieren, werde aber von der Vielzahl der Informationen erschlagen ;-_


    Im Moment kann ich euch folgende Daten geben,


    die 25 Jahre alte Heizungsanlage (Öl, mit seit zwei Jahren defekter Luftwärmepumpe) sollen ausgetauscht/erneuert werden.


    Ich hätte gerne ein BHKW, mein Nachbar tendiert zur normalen Erdgasheizung (dann wiederum würde ich mir eine zusätzliche Luftwärmepumpe wünschen).


    Die Viessman Öl Heizung ist 25 Jahre alt,
    ohne Wärmepumpe verbrauchen wir ca. 7000 l/ Heizöl im Jahr,
    Wohnfläche ca. 330 qm (3 Hausanteile),
    9 Pers.,
    gesamt ca. 15.000 kw/h Strom im Jahr.
    Ein 300l Wärmespeicher ist vorhanden.


    So, meine Laienhafte Frage:
    Kann sich ein BHKW bei den genannten werten überhaupt rechnen.
    Viessman teilte meinem Nachbarn mit das NEIN,
    ein Check beim Grundversorger Gasag/Berlin sagt JA.


    Wenn wir eine Luftwärmepumpe (Nutzung bis -20 Grad) dazunehmen würden, würden wir zwar viel Strom verbrauchen, dann bräuchte die Heizung aber nicht laufen. Dann rentiert sich das BHKW sicherlich nicht.


    PS: Die Stromverteilung auf die drei Hausanteile stellt, laut Viessman, das größte Hindernis da. Es ginge also vornehmlich um Einspeisung.


    So, dies ist alles etwas durcheinander und verschachtelt geschrieben. Ich hoffe ihr versteht trotzdem meine Frage und wäre euch für eine Antwort dankbar.


    eure
    arme Sau 8)

  • Guten Morgen,


    das Wichtigste gleich zu Anfang.

    PS: Die Stromverteilung auf die drei Hausanteile stellt, laut Viessman, das größte Hindernis da. Es ginge also vornehmlich um Einspeisung.


    Genau deswegen sagt Viesmann nein. Einspeisen rentiert sich nämlich nicht. Die Einsparung kommt erst durch den Stromeigenverbrauch.


    Technisch ist es auch kein Hinderniss, eher organisatorisch. Im Endeffekt werdet ihr euren Stromanschluss zusammenlegen und euren Strom von einem Anbieter beziehen müssen. Abrechnung untereinander oder als kleine Gesellschaft.


    Zitat

    gesamt ca. 15.000 kw/h Strom im Jahr.


    Mit oder ohne Pumpe?


    Zitat

    Ein 300l Wärmespeicher ist vorhanden.


    Ist der auch 25 Jahre alt?


    Zitat

    Kann sich ein BHKW bei den genannten werten überhaupt rechnen.


    Vom Bauchgefühl her ja.


    Zitat

    Wenn wir eine Luftwärmepumpe (Nutzung bis -20 Grad) dazunehmen würden, würden wir zwar viel Strom verbrauchen, dann bräuchte die Heizung aber nicht laufen. Dann rentiert sich das BHKW sicherlich nicht.


    Steilvorlage fü Bernd. :D


    Da halte ich nix von. Eine Wärmepumpe ist erst mit einem COP>3 ökologischer als eine Gasheizung. Wenn du damit die Spitzenlast abdecken willst wirst du den COP wohl kaum erreichen.
    Und wenn du BHKW-Strom darin verbrennst kannst du das Gas auch gleich direkt verfeuern, wäre in der Anschaffung wesentlich günstiger.



    mfg JAU


  • Vielen Dank JAU,
    für deine Antworten.


    Also sollten wir es tatsächlich so machen wie Viessman vorgeschlagen hat.
    Neuen GAS Brennwertkessel und evt. neuen Wasserspeicher.
    Da sich alles andere nicht amotisiert.


    Danke euch allen
    arme Sau
    :thumbup:

  • Moin,

    Zitat

    Also sollten wir es tatsächlich so machen wie Viessman vorgeschlagen hat.


    Neuen GAS Brennwertkessel und evt. neuen Wasserspeicher.

    Nein, das hat Jau so nicht geschrieben. 70000kWh Wärme aus Heizöl + Anteil von 15000kWh WP schreien geradezu nach BHKW !!


    mfg

  • Au weh, hab ich mich wirklich so unverständlich ausgedrückt. ?(



    mfg JAU


    Naja, ?(


    ich bin Laie. Und hab das dann wohl nicht verstanden ;-_


    Was bei mir angekommen ist;
    WP mit dem Strom des BHKW befeuern lohnt nicht, kann man WW gleich mit Gas erzeugen.
    Strom ins Netz speisen lohnt nicht weil nur minimale Vergütung ->
    ergo Strom selbst nutzen. (Problematik der Strom Abrechnung unter den Eigentümern oder evt. Mieter der Eigentümer!)
    Da ist aber leider ein Problem weil (ein Nachbar [sagen wir mal] ab und an Zahlungsprobleme hat. Und im Nachbarhaus wechseln ab und an die Eigentümer). Also auch wenig praktikabel :huh:


    ICH (groß geschrieben) hätte gedacht
    ein BHKW um den Strom dezentral ins öff. Netz zu Speisen (und so die Energiewende zu befeuern),
    und eine WP um nicht soviel Gas zu verfeuern (Energie sparen), wäre ne tolle Idee.


    Eine Frage die dann noch aufgetaucht ist.


    Wenn das Öl mal knapp wird, wirds Gas auch teurer.


    Bekannte haben (Regelmäßig im Winter) probleme mit dem Betrieb Ihrer Holzpellet Anlage.
    Überhaupt haben wir keinen Hausmeister der sich um die Anlage "kümmert".


    Habt ihr andere Ideen. Oder Ideen zur oben genannten Heizart Gas mit oder ohne BHKW. Möglichst zukunftsträchtig :wacko:

  • Hallo arme Sau,
    wenn du schon so arm bist, so sollst du wenigstens Energie Sparen.
    Spaß bei Seite. die Energiekosten sind zu hoch! 212kwh /m² oder mehr? sollte niedriger werden.
    Über Fassadendämmung, Fenster Erneuerung, Dach, Keller, Heizung und zum Schluß Zwangsbelüftung mit WRG.
    Alles machbar und Wirtschaftlich.
    Je nach Zustand von dein Haus würde ich das schlechterste zuerst in Angriff nehmen und einen Investitionsplan über einenEnergieberater errichten.


    Nach dem die Heizung scheinbar recht schlecht ist würde ich damit beginnen.
    Der Heizungskeller ist im Haus das teuerste Zimmer der den kleinsten Raum hat. Also platz schaffen!
    Eine gute Gastherme mit überdementionierten Warmwasserspeicher mit einen externen Warmwasserdurchlauferhitzer.
    Heizungsrohre nach heutigen Standart Dämmen Hydraulischer Abgleich, Heizung mit Außenfühler Steuern lassen...minimal Lösung.
    Eine Vorbereitung für ein Zweitgerät und die Vorbereitung für Solarzellen sollte auch vorhanden sein


    Du bist dann noch betriebsoffen für die Zukunft ob es ein BHKW, Sonnenkollektoren (mit WP)...wird kannst dann später entscheiden. Für vieles wird ein großer Warmwasserspeicher benötigt.


    Anschließend Dämmen, EE-Einplanen und zum Schluß Zwangsbelüftung mit WRG.


    Den richtigen neutraler Energieberater aussuchen ist natürlich auch wichtig.
    Ein Heizungsbauer wird dir eine neue Heizung aufdrehen,
    Ein Dachdecker als Energieberater ein neues Dach...


    Gruß
    Pfleger

  • Auch die beste Wärmepumpe lohnt nicht, wenn man den den Strompreis voll bezahlen muss. allenfalls, wennman ein BHKW unter den Bedingungen der bundesregierung betreiben muss. Immerhin ist bei einem COP von 2,5 der Strom, den die Wärmepumpe verbraucht, noch ca. 16,25 Cent wert, und die Zulage gibt es auch noch.
    Also darf man nur etwas über die Hälfte des berechneten Wärmebedarfs mit dem BHKW abdecken, um auf die Stundenzahl zu kommen. Wenn man mit kleinen Klimaanlagen zufrieden ist, kann man auch eine JAZ von 4 erreichen, das ist aber nicht jedermanns Ding. Die kleinsten Mitsubishi und Midea kämmen dafür in Frage.
    Wenn es sehr kalt ist, haben die nicht mehr die volle Leistungsaufnahme, dann muss man sich verstärkt um zusätzliche Stromverbraucher bemühen.
    3,2 Cent sind da keine Llösung für die Finanzierung. Der Heizstab ist immerhin 6,5 Cent wert . Was Gas Brennwert kostet.
    Nein, bei der Verzerrung des Energiemarktes in unserem Land kann man nur vom Kauf einer Wärmepumpe ohne BHKW abraten.
    Ich würde so rechnen: 70.000kWh : 5000h = 14 kW. das dürfen BHKW und WP zusammen an Wärmeleistung haben. Bei JAZ= 2,5 heißt das, ca 8kW Wärme darf das BHKW übernehmen, gut 6kW übernimmt die WP. Gibt es da was Passendes? Bei den genannten Klimaanlagen sähe etwas günstiger aus: die müssten sich je etwa 7kW teilen.
    Einen Teil Selbsverbrauch außerhalb der Wärmepumpe kann man sicherlich hinzurechnen, ins besondere, wenn man zwei Klimaanlagen betriebt, die man ja bei zusätzlichem Strombedarf aus- oder zurückschalten kann. Im Sommer kommt noch evtl. Stromverbrauch für Kühlung hinzu.


    Ansonsten, Wärmepumpe allein oder zusammen nur mit einer Therme? Allenfalls im Ausland.