Deutlich höhere Subventionen für Atom und Kohle

  • Berechnungen des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zufolge werden Konventionelle Energien in Deutschland doppelt so hoch subventioniert wie Erneuerbare. 2012 verursachten die Betreiber konventioneller Kraftwerke versteckte Kosten in Höhe von rund 40 Milliarden Euro.



    http://www.agitano.com/deutlic…fuer-atom-und-kohle/61053


    Die EEG-Umlage für nicht privilegierten Letztverbraucherabsatz beträgt für das Jahr 2013 5,277 ct/kWh.

  • Aha, hier wird also wieder das Phantom der "Atom-Lobby" oder der "Atom-Konzerne" bemüht, um politische Veränderungen zu verhindern. Bei dem Aufbau und der Pflege solcher Feindbilder hofft man wohl, dass zu viele Menschen vergessen haben, dass alle deutschen Atomkraftwerke von staatlichen Unternehmen und damit quasi vom Staat errichtet wurden...


    Dass gerade hier im BHKW-Forum immer wieder Beiträge auftauchen, die sich gegen jede Änderung des EEG und für die Priorisierung von Photovoltaik argumentieren, werde ich ohnehin nie verstehen. Es hat in den letzten Jahren wohl kaum etwas die KWK-Entwicklung derartig behindert wie die einseitige Über-Förderung der Photovoltaik.

  • Sehe ich völlig anders!
    KWK ist zwar unterfördert bzw. wird falsch behandelt.
    Aber die Förderung der alten Technologien den Neuen gegenüber zu stellen finde ich völlig richtig.
    Nur weil die EEG Kosten direkt auf der Stromrechnung stehen laufen da alle gegen Sturm.
    Bei den viel grösseren Kosten bzw. Förderungen der Konventionellen meckert keiner, weil die versteckt in der Jahressteuerabgabe drin sind.
    Diese sind viel höher als jeder bisher gezahlte Beitrag für EEG.


    Völig bescheuerte Ansicht!
    Meine Meinung

  • Völig bescheuerte Ansicht!


    Sehe ich genau so. Ich will sogar noch etwas weiter gehen. Würde die EEG-Umlage korrekt berechnet wäre sie erheblich kleiner. Was ist falsch ? Zur Ermittlung der EEG-Umlage wird von der Einspeisevergütung der PV der Baseload-Preis abgezogen und der Rest der EEG-Umlage zugeführt. Da aber EEG-PV-Strom nur am Tage anfällt müsste man den Tagespreis mit den Morgens-, Mittags- und Abendspitzen ermitteln und diesen von der Einspeisevergütung abziehen. Die wird dann garantiert weit über den Basload-Preis liegen und die EEG-Umlage stark reduzieren. In diesem Punkt lachen sich die Versorger halb tod. Die kaufen de Fakto billigen Strom am Tage zu einem Baseload-Preis und verkaufen es ihren Kunden zum Spitzenstrom-Preis. Dadurch sinkt zwar der Strompreis an der EEX aber dort wird ja nur ein Bruchteil der gesamten Stromerzeugung gehandelt und tangiert den Versorger nur perifär.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Hallo,
    die Atomlobby ist Schwarz.
    Die Grünen haben das EEG Angeschafft die Schwarzen wollen es auflösen.
    Das Volk muß davon noch besser überzeugt werden.
    Die Verteuerung des EEGs wurde doch bewußt gesteuert durch die:
    1. Firmenvergünstigungen (höheres EEG für die anderen.)
    2. EEX Börse: Der Preis geht immer mehr in den Keller. Niemand schalltet nach Marktwirtschaftlichen Gessichtspunkten die AKW oder Kohlekraftwerke aus.
    3. Vor der Wahl sollen nun die ersten 11GW von EON und Vattenfall möchte auch noch einige GW ausschalten (Stromlücke).
    Sollte Schwarz an die Macht kommen so wird die Beforzugung von EE geschnitten und die Kraftwerke werden weiter laufen können.
    Sollte rot dran kommen so müssen neue Kohlekraftwerke gebaut werden (Kohle-Lobby)
    Sollte Grün zu stark sein werden viele AKWs und Kohlekraftwerke ohne neue Gesetze unwirtschaftlich werden.Grüne Lobby
    KWK hat eine schlechte Lobby.


    Gruß
    Pfleger

  • Hallo,
    die Atomlobby ist Schwarz.


    Ein Blick in das Geschichtsbuch klärt dieses Missverständnis. Der Ausbau der Atomenergie wurde in Deutschland ganz wesentlich von der SPD betrieben und von ihr mit Hilfe von Staatsunternehmen umgesetzt (damals waren das die staatlichen Versorger Bayernwerk, RWE, Veba, Viag, EnBW, VEW, etc. - privatisiert wurden die erst später als die AKWs schon da waren). In den 60er und 70er Jahren war der Ausbau der Atomenergie Konsens in der SPD und mit dieser Politik hat die Partei bekanntlich mehrfach Wahlen gewonnen.


    Zum anderen Thema - dem EEG - kann man doch nur sagen, dass immer klar war, dass es dann reformiert werden muss, wenn es den erwünschten Zweck, nämlich den Anschub der Erneuerbaren erreicht hat. Leider sind wir über diesen Punkt längst hinweg, aber die Politik hat nicht die Kraft gehabt, die erforderliche Anpassung rechtzeitig vorzunehmen. Dies liegt in der Tat daran, dass wir keine rotgrüne Regierung haben, denn im Falle einer rotgrünen Regierung hätten die Grünen die erforderliche Anpassung unterstützt und nicht verhindert.


    Wenn man - wie ich - sowohl Photovoltaik- als auch KWK-Anlagen betreibt, hat man den direkten Vergleich und kann die in den letzten Jahren betriebene, unsinnig einseitige Subventionspolitik zugunsten der Photovoltaik erkennen. Hätte man auch nur einen kleinen Teil der PV-Subventionen in die KWK umgeleitet, hätte man ganz andere CO2- und Effizienz-Effekte erzielen können und hätte vor allem eine dezentrale Stromversorgung, die nicht vom Faktor Zufall (bzw. dem Wetterbericht) abhängig wäre.

  • Aha, hier wird also wieder das Phantom der "Atom-Lobby" oder der "Atom-Konzerne" bemüht, um politische Veränderungen zu verhindern. Bei dem Aufbau und der Pflege solcher Feindbilder hofft man wohl, dass zu viele Menschen vergessen haben, dass alle deutschen Atomkraftwerke von staatlichen Unternehmen und damit quasi vom Staat errichtet wurden...


    Dass gerade hier im BHKW-Forum immer wieder Beiträge auftauchen, die sich gegen jede Änderung des EEG und für die Priorisierung von Photovoltaik argumentieren, werde ich ohnehin nie verstehen. Es hat in den letzten Jahren wohl kaum etwas die KWK-Entwicklung derartig behindert wie die einseitige Über-Förderung der Photovoltaik.


    Moin moin,


    leider hast Du es noch nicht verstanden das wir nicht gegen PV sind, sondern viele Forenmitglieder PV als Ergänzung zum BHKW betreiben. In der Berichten gehet es um die Summen an Förderung.
    Bedenke, das sich für einen weiteren KWK-Ausbau die Politik eine fexibilität der KWK- Anlagen auch als Netzentlastung vorstellt. Zur Zeit laufen Bestrebungen die EEG-Umlage auch auf Eigenverbrauch bei KWK-Anlagenbetreibern zu erheben. Bei Kombianlagen mit PV und KWK mit Wärmespeichern zur gegenzyklischen Fahrweise wird wohl bie diesen Anlagen keine EEG-Umlage für Eigenstrom erhoben.