Leistungsverlust beim Senertec Dachs Stirling SE

  • Kein Text, da ist wohl der Strom ausgegangen und es wurde Dunkel. :sos:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
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  • Neuer Versuch ^^


    Wir haben seit März 2012 einen SenerTec Dachs Stirling SE am Netz (elektrische Leistung nominal 1 kW).


    Problem 1: nach ca. 5 Monaten sank die Leistung des Stirling-Motors rapide ab. Meldung nach Schweinfurt - Diagnose: wahrscheinliche Undichtigkeit des gekapselten Stirling-Motors mit Helium Austritt. Folge: Austausch des Stirling-Motors.


    Problem 2: im April diesen Jahres fielen nacheinander Brenner 1, 1 Tag später dann auch Brenner 2 aus. Ursache: der Kondensatablauf (des Brennwertkessels) war dicht und hat nacheinander beide Brenner "volllaufen" lassen. Folge: Austausch der gesamten "weißen" Einheit (beide Brenner, Stirling, Elektronik etc.) durch SenerTec/Schweinfurt.


    Problem 3: Obwohl der neue Stirling-Motor anfänglich seine 1kW lieferte, ist der Output des Stirling mittlerweile schon wieder bei nur ca. 780 Watt, eine Meldung nach Schweinfurt ist bereits erfolgt.


    Wir fragen uns nun natürlich, wie es wohl mit der Haftung bzw. Gewährleistung nach Ablauf der Garantiezeit aussehen wird. Ach ja, einen "Wartungs-/Service-Plan" gibt es trotz wiederholter Nachfragen bei SenerTec/Schweinfurt immer noch nicht. Aber OK, den Dachs Stirling SE gibt es ja erst seit ca. 2 Jahren ?(


    Meine Frage nun: hat jemand, der dieses Modell betreibt, ähnliche Probleme, oder sind wir der rühmliche "Einzelfall"?


    Vielen Dank für ein feedback :D

  • Du hast ja keinen Senertec-Stirling, sondern einen von Microgen. Die Firma stand vor dem Bankrott und wurde von zwei deutschen Gruppen übernommen. Die heuschreckifizieren wohl jetzt den Lagerbestand. Vielleicht wird sich jetzt aber alles zum Besseren wenden. Man soll die Hoffnung bekanntlich nie aufgeben.
    Der Microgen ist vermutlich der verbreitetste echte Stirling auf dieser Erde. Also, es sind jede Menge Erfahrungen vorhanden, vor allem hier im Forum. Also, gebe den wirklichen Namen des Products ein. Senertec hat nur das Schild mit seinem Namen verziert.


    Heuschrecken?


    http://www.microgen-engine.com/


    http://www.okofen-e.com/de/oko…crogen-stirlingmotor.html


    Herzlichen Glückwunsch, Du hast zwar wohl den weltbesten Stirlingmotor, aber...


    Senertec ist auf jeden Fall eine Firma mit einem finanziellen Hintergrund...

  • Hallo Bernd,
    danke für die Info. Das der Stirling in GB produziert wird war mir schon bekannt. Aber letztlich ist natürlich, was Gewähleistung und Service angeht, SenerTec mein Ansprechpartner. Du wendest Dich ja wahrscheinlich auch nicht direkt an ZF (Friedrichshafen), wenn Du Probleme mit Deinem Mercedes-Getriebe hast, sondern eher an den Automobilhersteller.


    Mir geht es ja vorerst auch nur darum, mal zu sehen, ob andere Käufer des Produkts (Dachs Stirling SE) ähnliche Probleme haben - und wie sie damit umgehen.


    Vielen Dank aber für die Info (wir hätten es ja auch schlechter treffen können, wenn wir uns für eine WhisperGen entschieden hätten :cursing:

  • Sorry das Bernd bei Dir für Verwirrung gesorgt hat.


    Der Microgen kommt nicht aus GB sondern aus China.


    Das Aggregat findet ebenfalls verwendung in folgenden Geräten: Remeha Evita, Viessmann Vitotwin, Brötje EcoGen und Ökofen Smart_e sowie im Bosch Logavolt.


    Schau Dir einfach mal die Berichte in den zugehörigen Foren an und Du wirst Parallelen finden.


    mfg

  • Es ist damit zu rechnen, dass der Microgen zukünftig zu einem Preis verkauft wird, der ihn noch wirtschaftlich erscheinen lässt. Es ist der interessanteste Stirling, der je gebaut wurde, schon vor langer Zeit in den USA entwickelt. Er lief ursprünglich in Solarspiegelanlagen.
    Die Lebensdauer hat sich sehr verbessert, aber so lang, wie versprochen, hielt der Brummer dann doch nicht durch. Es wäre zu hoffen, dass die Überholung rationalisiert wird, vielleicht auch der Preis gesenkt. Dann sähe ich durchaus Zukunft für das Gerät.
    Die Feder, die für die 50Hz sorgt, dürfte das am stärksten beanspruchte Teil sein, natürlich auch die Kolbenlaufbahnen. Abrieb setzt sich auch im Tauscher fest.


    Damit das Gerät nicht stirbt, wäre es wichtig, Genaues über die mittlere Lebensdauer zu erfahren, nicht von den Kaufleuten, sondern von den Nutzern hier im Forum. Denn das sind gar nicht wenige, schließlich handelt es sich um den Stirling, der die meiste Anerkennung in der Welt gefunden hat.
    Die Firmen gehen völlig gewissenlos mit ihren Garantieversprechen um, das habe ich auf der letzten Hannovermesse gesehen, wo auch 40.000 Stunden für PEM-Brennstoffzellen gelogen wurden, die vor wenigen Jahren schon nach 300 Volllaststunden ausgetauscht werden mussten.
    Sind die Fördergelder geflossen, setzt man die Lebensdauer wieder herab und schließt notfalls den Laden, wenn Verluste drohen.
    Für den Microgen gilt das alles im Wesentlichen nicht, hier hat man sich wirklich bemüht.


    Ich halte, das habe ich schon oft gesagt, den Weg, den die Bundesregierung mit der Gesetzgebung für kleinste Blockheizkraftwerke geht, für falsch. Einspeisung und gleichzeitige Entnahme im kommunalen, also dezentralen Netz, sollte im Wesentlichen kostenlos sein. Dann könnte man auch Anlagen in vernünftiger Größe betreiben.Ich denke da an 20 kW und aufwärts.

  • Danke für die Info, hab´s gerade mal nachgeschlagen. Microgen kam ursprünglich aus England, ist dann aber 2008 mit der Produktion der Stirlings nach China gegangen.


    Trotz Allem wundert es mich, dass recht wenige Beiträge mit Problemen (Undichtigkeit etc.) im Forum zu finden sind. Oder verwende ich da falsche Suchbegriffe ?


    Schönes Wochenende vorab 8)

  • Hallo wir betreiben einen Vitotwin,schon das zweite Gerät. Scheinbar kranken die Microgen nach mehren Monaten Lausfzeit an Leistungsverlust. Bei uns läuft der Stirling auf ca. 850 Watt nur noch.Von Viessmann hört man auch nichts über die Problematik.
    Es wird auch keine Lösung angeboten! :(


    Gruß
    KF

  • Hallo KF,
    wie Du vielleicht in der Historie dieses Posts glesen hast, haben wir nun bereits den dritten (!) Stirling seit Inbetriebnahme der Anlage im März 2012.


    Stirling 1 war undicht - wurde gatauscht.
    Stirling 2 war OK, da sind mir aber nach ca. 6 Monaten Laufzeit durch Verstopfung der Kondensatfalle beide Brenner vollgelaufen, somit Totalausfall der Heizleistung (mit reichlich Kondensataustritt auf die darunter liegende Steuerelektronik). Folge: Austausch der kompletten Einheit (beide Brenner, Stirling, Elektronik.


    Anfänglich die erwarteten ~1.000 Watt, mittlerweile (ca. 4 Monate Laufzeit) nur noch ~780 Watt. Alles etwas ernüchternd.


    Hersteller (Senertec) ist informiert, mal sehen, wann was passiert (haben leider in Bayern gerade Sommerferien). ?(

  • Demnach hat sich die Qualität sehr verschlechtert, das know how wurde wohl nicht weitergegeben. Dann wöllte ich nicht Versuchskaninchen sein, vor allem nicht bei Viessmanni, mit denen ich besondere Erfahrungen habe.


    Was mich sehr interessieren würde, wo treten die Heliumundichtigkeiten auf? Vielleicht an den glühenden Wärmetauscherröhren?


    Ob die nun den überlackierten Schrott an Rückläufern verkaufen? Dann kann man damit nicht glücklich werden, So schlecht war die Qualität früher nicht. In China wird auch Schrott nicht weggeworfen. das muss man wissen. Am besten einen ganz ganz hohen Zaun um den Schrottplatz, nmit nicht chinesischer Bewachung.


    Also, da muss schon einiges schief gelaufen sein, dass Microgen aufgegeben hat.
    Ob ich mir auch keramische Kolben abschminken kann? Ich hatte vor, die bei meiner Konstruktion einzusetzen. 40.000 Stunden am Stück lief keiner. Das weiß ich.

  • Hallo Bernd,


    tja, Zahlen zu der Haltbarkeit der Stirlings kann ich Dir leider auch nicht liefern - wir haben nach ca. 1,5 Jahren jedenfalls den Dritten (Nummer Vier in den Startlöchern).


    Hatte heute einen Anruf vom Freundlichen (Nein, nicht von VW, sondern vom SenerTec-Kundendienst), die meinten, dass der Leistungsverlust bei uns von der zu hohen Vorlauftemeratur hervorgerufen würde und demnächst (???) jemand vom Werkskundendienst vorbei käme..


    Komisch daran nur: Nach dem Austausch der kompletten inneren Einheit (im April 2013) lieferte der Stirling rund 1 kW. Nach zwei Monaten (Juni 2013) war die Leistung bereits auf ~ 900 Watt gesunken, trotz geringerer Vorlauftemperatur auf Grund höherer Aussentemperaturen. Im Sommer 2013 (August) betrug der elektrische Output nur mehr <800 Watt, trotz weiter gestiegener Aussentemperatur.
    Wir fahren mit Fussbodenheizung,daher bereits eine geringere Vorlauftemperatur - (50 C), Temp.-Überhöhung also ca. max 60 C). Wo soll somit eine solche Leistungs-Degration herkommen???


    Wie die Geschichte nun weitergeht --- keine Ahnung (speziell wg. Gewährleistung).


    Alle halbe Jahre einen neuen Stirling einpflanzen ist ja wohl nicht die optimale und zufriedenstellende Methode.


    Mal sehen, was SenerTec Neues aus dem "Zauberhut" zieht.


    Gruß
    Sven