Ecopower 1.0: echte Alternative?

  • Hallo ihr Lieben! :thankyou:


    1. Ich wollte kurz fragen, ob es denn eine wirkliche Alternative zum ecoPOWER 1.0 gibt? Wir sind dabei uns ein Nano-BHKW anzuschaffen und unsere Leistungsanforderungen treffen perfekt auf die Größe des ecoPower 1.0 zu.


    2. Es ist schier unmöglich das ganze Forum in ein paar Tagen einzusaugen. Wir möchten uns innerhalb der nächsten 1-2 Jahre ein Nano-BHKW kaufen. Ist es lohnenswert auf gewisse Prototypen der Nano-BHKWs zu warten, da diese z.B. schon jetzt in der Testphase einen nachweislich höheren Wirkungsgrad erzielen?


    3. Wir haben nun schon vieles gelesen, z.B. dass das ecoPower 1.0 ohne Vollwartungsvertrag hohe Wartungskosten verursachen kann. Ich weiß es ist nicht gerade angemessen, da hier viele Mitglieder schon viel Zeit investiert haben, trotzdem die Frage ob sich viell. jemand erbarmen könnte und kurze alle Pros und Cons des ecoPower 1.0 in Stichpunkten auflisten würde? Das wäre für mich als absolute Technik-Niete schlichtweg sehr hilfreich und für mich eine absolute Ehre Eure langjährigen Erfahrungen mit auf den Weg zu bekommen! Vielleicht hilft es hier auch anderen Protagonisten bei der Kaufentscheidung! :love:


    4. Warum gibt es in der Kategorie Nano-BHKW keine generelle Sparte "Nano-BHKW (generell)", sondern nur die einzelnen Marken/Produkte?


    Vielen Dank im Voraus! :freunde:


    Liebe Grüße aus Würzburg
    Lokaflow

  • Ich mach mal den Anfang.


    Sei doch so nett und gib uns ein paar Daten, Gasverbrauch Stromverbrauch, Fläche, Nutzer des Gebäudes etc. Alles was dir so einfällt.
    Dann kann man dir hier auch sagen ob es alternativen gibt oder nicht ;).


    Grundlegend betrachtet ist das Eco1.0 wohl das BHKW was die geringsten Anforderungen an den Wärmebedarf hat.
    Mit 2,5kW thermisch ist es das kleinste am Markt und kommt so bei Gebäuden die einen recht geringen Wärmebedarf haben trotzdem auf angemessene Laufzeiten.


    Was die generellen Vorteile betrifft:
    Positiv ist wohl zu nennen das die meisten Nutzer damit zufrieden sind und Vaillant schon ein starker und auch kulanter Partner im Bereich BHKWs ist.
    Man kann das System in das bestehende Heizsystem einbinden oder ein komplett neues errichten.
    Die Regelung ist recht "interaktiv" und bietet gute Möglichkeiten der Steuerung.


    Ein Vorteil sowie auch Nachteil liegt in der Wartung, da es mit einem Ottomotor betrieben wird ist die Wartungsaufwand höher als bei Stirling Geräten (ca. 400€ im Jahr) allerdings liegt hier der Vorteil das Vaillant einen Vollwartungsvertrag anbietet und in dieser Zeit alle Störungen und Ausfälle sowie Reparaturen über diesen abgedeckt werden, das reduziert deutlich das Risiko.


    Ein weiterer Nachteil ist der geringere Wirkungsgrad im vergleich zu Stirling Geräten, dies allerdings nur auf dem Papier. Wie es nachher in der Realität aussieht ist wieder eine ganz andere Frage.

  • Ein weiterer Nachteil ist der geringere Wirkungsgrad im vergleich zu Stirling Geräten, dies allerdings nur auf dem Papier. Wie es nachher in der Realität aussieht ist wieder eine ganz andere Frage.


    Ich will es mal so ausdrücken: Das Geld bzw. die Rendite wird mit dem Strom verdient. Da bei gleicher Wärmebedarf der Stirling nur halb so viel Strom wie das eco 1.0 produziert wird hier wesentlich weniger erwirtschaftet. Das wiegt den etwas geringeren Wirkungsgrad des eco im thermischen Bereich (kenne ich nur aus den Unterlagen der Hersteller und muss ich daher erst mal glauben) mehr als auf.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Aber auch hier muss man unterscheiden..
    Ich finde der Eco1.0 ist gerade für Gebäude mit sehr geringem Wärmebedarf geeignet da er dort im vergleich zu Stirling Systemen auf eine höhere Laufzeit kommt..
    Vergleicht man ihn in Gebäuden mit hohem Bedarf würde vielleicht beide Systeme lange laufen und viel Strom produzieren.


    Aber damit ist man wieder bei der Kernaussage das das Bhkw zum Gebäude passen muss.

  • Vielen Dank für die ersten netten Rückmeldungen!
    Hier die Eckdaten von unserem Einfamilienhaus mit 2-3 Personen:


    Fläche: 200qm, davon 80qm Heizkörper und 120qm etwas veraltete Fußbodenheizung
    Gasverbrauch/Jahr: 44.000 kwh
    Stormverbrauch/Jahr: 6000 kwh

    Die Wärmedämmung ist auf 80qm mit "gut" bis "sehr gut" zu bewerten. Letztere 120qm werden in den nächsten 5-8 Jahren wohl mit Wärmeschutz-Fenstern ausgestattet. Die Mauern an sich haben überdurchschnittlich gute Wärmedämmwerte.


    Ich hoffe, die Daten helfen weiter! :hexe:

  • Öhhh neee, 220 kWh/m²/Jahr sind eben nicht Dämmung gut bis sehr gut, sondern eher schlecht bis sehr schlecht... Wie alt ist denn der bestehende Kessel?


    Und losgelöst von "welche neue Heizung, welches BHKW usw" würde ich Dir erstmal raten, die alte FBH fachmännisch spülen zu lassen, damit ist nicht ein Gartenschlauch gemeint... Im Laufe der Jahre haben sich sicher massive Ablagerungen in den Rohren gebildet, die isolieren, führen dann zu ner höheren VL-Temperatur und eben zu nem höheren Energieverbrauch...

  • Die Regierung will jedenfalls nicht, dass wir einen großen Teil des Strommarkts übernehmen, sonst hätten wir andere Rahmenbedingungen. BHKWs leben von der freizügigen Verteilung von Strom. Dies ist unter den gegebenen Gesetzen nicht möglich. So bleibt nur eine sehr schmaler wirtschaftlicher Grat, auf dem man sich bewegen muss, um ein BHKW bezahlbar zu machen. Alle meine entsprechenden Pläne habe ich inzwischen eingestellt und prüfe, wo im ausland günstige Bedimgungen für eine wirkliche Energiewende bestehen.


    Bezogen auf die unmöglichen Bedingungen in der BRD ist das Nano-BHKW "Ecopower 1.0" sicher der am wenigsten verlustbringende Kompromiss, besser wäre eine noch kleineres, billigeres oder, noch besser, gar kein Aggregat. Jedenfalls für fast die gesamte Bevölkerung. Ja, das wäre für mich eine echte Alternative: überhaupt kein BHKW. Wenn ich an den ganzen Aufwand denke....


    Ich halte es für unsinnig, solche künstlich unwirtschaftlich gemachten Projekte überhaupt anzugehen.


    Die technischen Möglichkeiten sind ganz andere. Aber dazu gehört auch ein wenigstens lokales, dezentrales Netz, das frei von Gebühren und Abgaben ist.
    Dann braucht man auch keine Förderung und künstliche Verteuerung des Stroms mehr, nein, ganz im Gegenteil.

  • Öhhh neee, 220 kWh/m²/Jahr sind eben nicht Dämmung gut bis sehr gut, sondern eher schlecht bis sehr schlecht... Wie alt ist denn der bestehende Kessel?

    Hallo Hans, der Heizkessel ist so alt wie das Haus, 24 Jahre (also Bj. 1989). Die Dämmung der Wände ist im ganzen Haus sehr gut! Jedoch sind auf lediglich 80qm (1.Stock) schon gute Wärmeschutz-Fenstern verbaut worden. 120qm (Erdgeschoss) haben, wie du bereits erkannt hast, miserable Dämmwerte, damit ist der Gesamtverbrauch alles andere als rosig! Dies liegt an den großen Glasfronten und den schlecht dämmenden Holzfenstern in Erdgeschoss und Keller, die seit 24 Jahren dort verbaut sind. Wir sehen hier großes Verbesserungspotential durch zukünftige Wärmeschutz-Fenster. :lokomotive:


    Und losgelöst von "welche neue Heizung, welches BHKW usw" würde ich Dir erstmal raten, die alte FBH fachmännisch spülen zu lassen, damit ist nicht ein Gartenschlauch gemeint... Im Laufe der Jahre haben sich sicher massive Ablagerungen in den Rohren gebildet, die isolieren, führen dann zu ner höheren VL-Temperatur und eben zu nem höheren Energieverbrauch...

    VL-Temperatur, hab verstanden. FBH fachmännisch spülen? Wie muss ich mir das als Nicht-Techniker vorstellen? :sos:
    Ich weiß ledigich, dass sich die Fußbodenheizung (Erdgeschoss) langsam zugesetzt hat. Auch der Wasserdruck an Warmwasser im ersten Stock hat spürbar nachgelassen.

    Liebe Grüße Lokaflow :wseufzer:


    PS: Der Gas-Brennwertkessel bedarf hin und wieder schon größerer Reparaturen, "darum werden wir wohl nicht drum rum kommen mittelfristig etwas Neues zu kaufen"- So meint es jedenfalls unser Installateur.

  • Hallo,

    schlecht dämmenden Holzfenstern in Erdgeschoss

    ich denke Holzfenster sind immer noch gut die Scheiben wechseln falls möglich. Gummidichtungen sollten falls nicht vorhanden Nachgerüstet werden. (Aber bitte von Schreiner)


    Gruß
    Pfleger

  • Unbedingt erstmal Wärmelecks beseitigen. Ebenso schauen, dass der Strombedarf etwas gesenkt werden kann durch richtiges Ausschalten von sämtlichen elektrischen Geräten welche sich nicht in Benutzung befinden.


    Zur Dämmung der Wände einfach mal hier sämtliche Werte reintackern: http://www.u-wert.net/
    Da sollte vieles klarer werden was gut ist und was schlecht ist.

  • zum thema fußbodenheizung:


    Das ist so eine sache.. mit den jahres "verschlammen" die leitungen und viele sind der meinung man müsste sie mal spülen und es wäre wieder gut.
    Die ursache für diese verschlammung liegt aber darin das durch ältere fußbodenheizungs-kunststoffrohre sauerstoff diffundiert und ins heizungswasser gelangt, dadurch können auch andere teile der anlagen korrodieren etc.
    wenn man das wasser jetzt spült ist dieses zwar wieder "frisch" bringt aber auch weiteren zusätzlichen sauerstoff in die anlage.


    hat also nicht immer vorteile.

  • Moin,


    durch jedes Kunststoffrohr diffundiert O² hindurch - bei den alten mehr, bei neueren weniger.


    Wer nach dem spülen der Heizungsanlage wieder mit "normalem" Wasser auffüllt ist selber schuld.



    mfg